Gaza ist mit der Hamas-Propaganda aus den Schlagzeilen verschwunden. Warum das Schweigen auffällt und was es über Medien, linken Antisemitismus, westlich-woken Selbsthass und neue Möglichkeiten in Nahost verrät.
picture alliance / Middle East Images | Saeed Jaras
Um Gaza ist es still geworden. Noch vor wenigen Monaten wurde rund um die Uhr und auf allen Kanälen der Mainstream-Medien die von den Agitprop-Abteilungen der Hamas angefertigte Propaganda verbreitet. Gestellte Bilder und Videos von hungernden Kindern, weinenden Müttern und gebrechlichen Alten.
Zerstörte Krankenhäuser und Schulen waren ebenfalls ein beliebtes Motiv. Selbstverständlich wurde nicht erwähnt, dass diese als Schutzschilde für Raketenbasen und Terroristen dienten. Junge, wohlgenährte Hamas-Terroristen waren auch nie zu sehen. Die Bilder und Videos waren perfekt auf wohlstandsverwahrloste westlich-woke Konsumenten zugeschnitten. Bilder, die im Westen den Hass auf Juden weiter schüren sollten und genau dieses Ziel auch vielfach erreichten. Der Terror der Hamas blieb unsichtbar.
Das sich vor allem Linke und Linksextreme bei der Weiterverbreitung dieses Materials, dessen einziger Zweck es ist, Hass auf Israel und die Juden zu schüren, hervorgetan haben, ist wenig verwunderlich. Der Antisemitismus ist bei ihnen tief und lange verwurzelt. Und zwar wesentlich tiefer und länger, als es die Meisten wahrhaben wollen. Bis vor dem 7. Oktober 2023, dem Terror-Überfall der Hamas auf Israel, konnten Linke ihren Antisemitismus nicht offen zeigen. Die selbstverordnete Political Correctness verbot es. Man konnte den Begriff ausschließlich als Waffe gegen Andersdenkende benutzen und musste den eigenen Antisemitismus sorgsam als Israelkritik tarnen. Darauf musste nach dem 7. Oktober keine Rücksicht mehr genommen werden. Man konnte Genozid brüllen und die Juden als Nazis verunglimpfen. So gesehen war der 7. Oktober der Tag der Befreiung für die internationale Linke.
Allerdings wurden auf X, für die, die es sehen wollten, andere Bilder gezeigt. Von Märkten, auf denen es alles zu kaufen gab. Von Hamas-Terroristen, die Menschen mit anderen Meinungen abschlachteten. Von Hamas-Terroristen, die LKWs mit Hilfslieferungen stahlen, von Lebensmittelspenden mit UNRWA-Aufdruck, in denen Munition und Waffen geschmuggelt wurden. Bilder von “Journalisten”, die angeblich von der israelischen Armee ermordet worden sein sollen, die dann aber bei Beerdigungsfeiern der Hamas als Kämpfer gefeiert wurden.
Diese perfekt koordinierte weltweite Propaganda, finanziert aus allerlei dunklen Quellen, von meist hellen Weltverbesserern, war perfekt organisiert. Unter dem Deckmäntelchen der Israelkritik, ein moderner Begriff für Antisemitismus, der wieder ein schon etwas älterer Begriff für nichts anderes als Judenhass ist, wurde sehr erfolgreich Stimmung gegen den einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten gemacht.
Die Lage in Gaza ist nach wie vor unübersichtlich. Auffallend ist in jedem Fall das Fehlen der Hamas-Terror-Propaganda. Woran das liegt, kann man nur vermuten. Zum einen kann es daran liegen, dass dem Iran derzeit Mittel, Ressourcen und Zeit zur Förderung des Terrors fehlen. Es wird aber vermutlich auch am Trump-Plan für den Nahen Osten liegen. Dieser Plan hat die unseligen, immer gleichen und bisher vollkommen wirkungslosen Versuche durch einen neuen Plan ersetzt, bei dem arabische Anliegerstaaten eingebunden werden. Wird dieser Plan Erfolg haben? Das hängt von vielen Faktoren ab. Von der Entwicklung im Iran, dem Engagement der beteiligteren arabischen Staaten und davon, wie wirksam die Hamas ausgeschaltet werden kann.
Ob der Iran die Finanzierung der Propaganda überhaupt wieder aufnehmen wird, ist nicht klar. Im Moment sind die iranischen Führer des terroristischen Regimes ganz offenbar damit beschäftigt, Geld – ob es ihres ist, ist dabei unklar – außer Landes zu bringen.
— 🏛 🌹PeriklestheGREAT 🌹 🏛 "Vox Populi, Vox Dei" (@PeriklesGREAT) March 2, 2026



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Die Kritik am Umgang der israelischen Streitkräfte mit der palästinensischen Zivilbevölkerung in Ghaza und auch an der Siedlungspolitik Israels in den nach UN-Beschluß besetzten Gebieten ist kein Antisemitismus, auch wenn sie, hier hat der Autor recht, in manchen Fällen durchaus auch antisemitisch beeinflusst und motiviert ist. Aber das pauschale Framing als solches ist falsch, auch weil es das dort entstandene, ungeheure menschliche Leid ignoriert unter dem übrigens auch die christlichen Palästinenser der verschiedenen Glaubensrichtungen leiden. Gute Absichten rechtfertigen nur nach Lenin verbrecherische Mittel, das dürfen wir nie vergessen, egal wo.
Das hängt von vielen Faktoren ab….der größte dabei ist der islam. Wenn dieser sich jetzt nicht weiter entwickelt und auf seinen absoluten machtsanspruch verzichtet ist es nur eine frage der zeit bis ES wieder von vorne losgeht. Haben und oder erleben wir ja in afghanistan so.
> Zerstörte Krankenhäuser und Schulen waren ebenfalls ein beliebtes Motiv. Selbstverständlich wurde nicht erwähnt, dass diese als Schutzschilde für Raketenbasen und Terroristen dienten.
Eine Narration, die wiederum von der Hasbara-Propaganda kam. Aber klar doch, Hasbara sagt immer nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.
Die gleiche Narration wird übrigens aktuell über den Iran verbreitet – so wahr wie die kuwaitischen Brutkästen.
Das erste, was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit. Das erste, was in der Schlacht stirbt, ist der Schlachtplan. Dennoch widerspreche ich Ihnen. Nur weil über die Propaganda der einen Seite berichtet wird, heißt das noch nicht automatisch, dass die andere Seite keine Propaganda macht. Aber in diesem Artikel geht es nun mal um die Propaganda der Hammas.
> Aber in diesem Artikel geht es nun mal um die Propaganda der Hammas.
Können Sie irgend einen Artikel hier verlinken, wo die Hasbara-Propaganda kritisch hinterfragt wird? Ich kann mich an keinen einzigen erinnern.