Während Regierungen und Tech-Konzerne noch über weitere Regulierung, Ethik und Sicherheitsmechanismen debattieren, sind Terrorgruppen offenbar längst dabei, die neuen Werkzeuge für ihre Zwecke zu nutzen.
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Im jüngsten Heft des englischsprachigen Propagandamagazins „Voice of Khorasan“, das von der Al Azaim Media Foundation herausgegeben wird, widmet sich laut Politico ein mehrseitiger Abschnitt der Nutzung von KI-Chatbots. Überschrieben ist das Kapitel mit einem vielsagenden Zitat: „KI ist wie Feuer. Man kann damit ein Haus erleuchten – oder es niederbrennen.“ Die Botschaft ist klar: Die Technologie sei ein neutrales Werkzeug, das strategisch im Sinne der Organisation eingesetzt werden könne.
IS-K, der regionale Ableger des sogenannten Islamischen Staates in Afghanistan und Pakistan, wird mit Anschlägen in Russland, Iran, Afghanistan und Pakistan in Verbindung gebracht. Auch der vereitelte Anschlagsplan auf die Konzerte von Taylor Swift in Wien im Jahr 2024 wird der Gruppierung zugeschrieben. Die EU setzte die „Al Azaim Media Foundation“ im vergangenen Jahr auf ihre Sanktionsliste.
KI als „religiöse Pflicht“
Besonders brisant: In einer früheren Ausgabe erklärte das Magazin technologische Kompetenz im Bereich KI zur religiösen Pflicht. KI-Kenntnisse seien ein „fard al-ayn“ – eine individuelle Verpflichtung, vergleichbar mit Gebet, Fasten oder Pilgerfahrt. Wörtlich heißt es: „KI ist nicht länger optional, sie ist dein Schild und dein Kompass in einer digitalen Welt voller verborgener Bedrohungen.“
Das aktuelle Heft liefert konkrete Handlungsempfehlungen: IS-Anhänger werden ermutigt, Chatbots für religiöse Kampagnen, Predigten und Recherche zu nutzen. Gleichzeitig mahnt die Organisation zur Vorsicht: Persönliche Daten, vertrauliche Dokumente oder sicherheitsrelevante Informationen dürften keinesfalls hochgeladen werden. Chatbots sollten nicht für politische oder militärische Anfragen verwendet werden, die Rückschlüsse auf Personen zulassen.
Bemerkenswert ist auch ein Vergleich verschiedener KI-Modelle von Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Meta, Microsoft und DeepSeek. Dabei werden einzelne Anbieter kritisch bewertet, insbesondere mit Blick auf mögliche Verbindungen zu westlichen Sicherheitsstrukturen. Für „sensible Anfragen“ empfiehlt das Magazin datenschutzorientierte Alternativen wie den KI-Assistenten von Brave.
Warnungen aus Großbritannien
Jonathan Hall, unabhängiger Prüfer der britischen Anti-Terror-Gesetzgebung, warnt vor einer „kommenden Welle“ durch KI-gestützte Radikalisierung. Große Sprachmodelle (LLMs) senkten die Hürden für die Erstellung professioneller Propaganda erheblich. Extremistische Gruppen könnten Inhalte passgenau auf lokale Konflikte und in verschiedenen Sprachen zuschneiden.
Hall betont, dass künftig auch terroristische Chatbots entstehen könnten, die gezielt zur Radikalisierung eingesetzt werden. „Wenn man eine extremistische Website betreiben kann, warum nicht auch einen extremistischen Chatbot?“, fragt er. Die Regierungen müssten die rasanten Entwicklungen im KI-Bereich genau verfolgen.
Ideologischer Wendepunkt
Für Experten markiert die neue Linie von IS-K einen strategischen Kurswechsel: Avi Jager vom KI-Sicherheitsunternehmen „Alice“ sieht darin nicht nur taktische Hinweise, sondern eine ideologische Verschiebung mit langfristigen Folgen. Noch vor wenigen Jahren hätten dschihadistische Kreise darüber diskutiert, ob KI mit islamischen Prinzipien vereinbar sei. Manche Stimmen betrachteten technologische Abhängigkeit als Widerspruch zur göttlichen Fügung.
Nun aber werde Künstliche Intelligenz ausdrücklich befürwortet – unter klar definierten Bedingungen. Die Organisation duldet KI nicht mehr nur, sie propagiert ihren gezielten Einsatz.
Während Regierungen und Tech-Konzerne noch über weitere Regulierung, Ethik und Sicherheitsmechanismen debattieren, sind Terrorgruppen offenbar längst dabei, die neuen Werkzeuge für ihre Zwecke zu nutzen.

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Das ist alles nur Killefitz. Die IDF nutzt KI, um aus den Datenbergen der Fernmeldeüberwachung Zieldaten zu erzeugen. Diese werden dann (so wird berichtet!) ungeprüft an die IDF-Luftwaffe übergeben, welche dann bombardiert. Anfangs hatte man die Zieldaten noch manuell geprüft, was zu 99% korrekte Zieldaten ergab. Aus Gründen des höheren operativen Tempos sparte man sich in Gaza später diese Prüfung. KI ist genauso gut oder böse wie Stahl, Transistor, Chlor, Pervitin und Millionen andere technologische Erfindungen. Das Problem in Gaza sind hunderttausende Junge Männer, welche nur die Perspektive Krieg haben. Die arabische Strategie des Kampfes mit der Gebärmutter. Dagegen helfen… Mehr
Na klar, nutzen -auch- diese islam-religiösen Schwachmaaten und Dumpfbacken KI. Was denn sonst?!
Tja, und wat nü? Was wäre hier nun der beste Schutz??
Etwa unsere Landesgrenzen auch weiterhin sperrangelweit offen und weitere Millionen muslimische „Bereicherer“ ins Land und staatlich EINfliegen lassen?
ODER vielleicht doch: Grenzen zu und #REmigration?
Tja, und Europa ergeht sich in natürlicher Dummheit.
Schade, war früher echt mal klasse hier.
> IS-Anhänger werden ermutigt, Chatbots für religiöse Kampagnen, Predigten und Recherche zu nutzen. Gerade mit Google-KI ausprobiert: „Hat Jahwe das ganze Land von Nil bis zum Euphrat versprochen?“ > „… Ja, laut der hebräischen Bibel (Genesis 15,18) verheißt Gott (Jahwe) Abraham einen Bund, in dem seinen Nachkommen das Land „von dem Strom Ägyptens [dem Nil] an bis an den großen Strom Euphrat“ zugesprochen wird. Dieses biblische Versprechen, oft als Teil des Konzepts von „Großisrael“ verstanden, wird jedoch historisch und geografisch unterschiedlich interpretiert. …“ Was regen sich die Araber derzeit auf, wenn Tucker Carlson ähnliche Auskunft von einem US-Botschafter hörte? KI… Mehr
Wenn ich unsere Demokraten reden hören, dann ist doch der Islam die Religion der Liebe und der Toleranz. Also kein Grund zur Sorge vor den Love-Bots.
Und Sozialismus ist „Fortschritt“ und „Humanismus“. Die Helden dieser Menschlichkeit heissen Tscherschinsky und Uljanov.
> IS-K, der regionale Ableger des sogenannten Islamischen Staates in Afghanistan und Pakistan, wird mit Anschlägen in Russland, Iran, Afghanistan und Pakistan in Verbindung gebracht.
Mag sein, allerdings der IS-Chef in Syrien, AlJolani, wurde zum „smart Guy“ und dem allerbestesten Freund des „Wertewestens“ – von der Terroristen-Liste gestrichen. Falls auch syrische IS KI verwendet, müsste die Überschrift lauten: „IS-UnsereDemokraten nutzen die Künstliche Intelligenz“.
Sehr schön angemerkt!
So machen das die Großmächte. PUTIN hat auch seine Mohammedaner-Vasallen in Tschetschenien…
Sollte tatsächlich das „Updaten“ von heimtückisch/brutal auf gebildet/effektiv-bösartig kommen, dann wird das extrem „unglücklich“ für den realitätsfernen Traumwelten Westen. Wenn man die Storys hört, wie Beeinflussbare in ihren Irrwegen von Chat Bots bestätigt und teils in Depression und Selbstmord getrieben werden, so sind diese für religiöse Fanatiker oder sonstige Machtgreifer sicherlich extrem brauchbar und wirksam. Man muss sich doch nur die realitätsferne links grüne, selbstzerstörerische Massenhysterie anschauen, die unsere Gesellschaft im Griff hat. Und das nur über normale Wiederholungen in TV und Medien. Was richtet dann ein Bot an, der immer verfügbar ist und Interesse am Menschen (einen „Freund“ )… Mehr
> Wenn man die Storys hört, wie Beeinflussbare in ihren Irrwegen von Chat Bots bestätigt und teils in Depression und Selbstmord getrieben werden, so sind diese für religiöse Fanatiker oder sonstige Machtgreifer sicherlich extrem brauchbar und wirksam.
Pure Evolution – wenn jemand mit einem ChatBot diskutiert und als Ergebnis Suizid begeht, ist der Darwin Award wohlverdient.
Sonnenklar!
Menschen denen „die Aufklärung“ etwas bedeutet werden kaum nennenswert beeinflussbar sein. Andere „Denkrichtungen“ – sofern man sie überhaupt als solche bezeichnen kann – SEHR wohl. –
Und das ist ein neues Problem ?
Oder vielmehr eine Entmenschlichung durch eine geldgetriebene Gesellschaft ?
Die Lösung davon ist bekannt ? Mitgliedschaft in einer (Frei-)Kirche und/oder einem Verein ?
Dass die KI für alle möglichen Dinge genutzt werden kann ist doch wohl klar…..genau das was die Al Azaim Media Foundation herausgibt ist doch nur ein Spiegel dessen wofür man KI verwenden kann. Die Eliten werden dies gnadenlos tun…und es gibt kein zurück!!! Wo waren denn die sog. „Aufklärer“ in den alternativen Medien vor 5-10 Jahren mit ihren Warnungen zu KI und humanioden Robotern (mehr oder minder die nächste Stufe der KI-Rakete): Obwohl HONDA schon vor 25 Jahren mit ASIMO einen gut funktionsfähigen ‚Humanoiden Roboter‘ gebaut hatte, kam das Interesse bei den Aufklärern erst auf, als ChatGPT sich auf deren… Mehr
Ähm, Ich rate Ihnen zu Internet-Abstinenz. Die dystopischen Voraussagen der Gold-Händler sind aus deren Profitinteresse durchaus verständlich. Aber nicht unbedingt zutreffend.
Auch bei Herrn Jebsen sind manchmal ein paar Schräubchen locker.
Zum Schluss: auch der KGB flutet das Internet mit Horrormärchen, weil zuviele NATO-Schafe diese begierig aufschlabbern. Nicht auf alles reinfallen !
KI-gestützte Radikalisierung….die KI ist auch ein super hilfsmittel – auch für propagandisten! So kann ich heute in 15 min mit der KI eine karikatur erstellen und das ganz ohne zeichnen zu können. Und ich kann mir in 30sek einen text erstellen lassen und diesen als propaganda nutzen zb wenn man für die zuwanderung ist – Gemini „vorteile migration“…. Vorteile für das Zielland (Aufnahmeland) In vielen Industrienationen ist Migration ein entscheidender Motor für wirtschaftliche Stabilität. Lösung des Fachkräftemangels: Migranten füllen Lücken in Schlüsselsektoren wie der Pflege, dem Handwerk, der IT und der Gastronomie. Demografischer Ausgleich: In alternden Gesellschaften helfen junge Zuwanderer,… Mehr
Nette Liste von diversen Möglichkeiten.
Was aber wollen sie damit sagen???
KI kommt vorwiegend von linksdrehenden Silly-Valley-Leuten und -Oligarchen. Natürlich sind die für den GREAT REPLACEMENT.