Kriminologe sieht eklatante Verschleierung der Tatsachen

Sicherheitsexperte Professor Daniel Zerbin rechnet für Tichys Einblick vor, wie dramatisch die Verbrechen und Taten von Nichtdeutschen oder Tätern mit Migrationshintergrund in den vergangenen zehn Jahren gestiegen sind.

picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Zehn Jahre sind seit dem Beginn der unkontrollierten und unbegrenzten Asyleinwanderung nach Deutschland vergangen – mit weitreichenden Folgen für das hochbelastete Sozialsystem. Doch nicht nur da: Auch bei Kriminalität und Sicherheit laufen die Dinge völlig aus dem Ruder.

Seit der Bundestagswahl vor knapp einem Jahr sitzt ein Professor für Kriminalwissenschaft für die AfD im Bundestag. Daniel Zerbin heißt der 52-jährige Sicherheitsexperte der größten Oppositionspartei. Seine Leidenschaft sind Zahlen und Statistiken, wenn es um Kriminalität in Deutschland geht.

Den Regierenden dürften Experten mit Durchblick sicher nicht gefallen. Bürgern hingegen, die auf Transparenz und Aufklärung in Sachen Sicherheit hoffen, schon.

Bereits als Jugendlicher interessierte Zerbin, warum Menschen kriminell werden. Besonders faszinierte ihn der pathologische Fall im Hollywoodfilm „Das Schweigen der Lämmer“. Das brachte ihn zum Studium der Kriminologie an der Universität Hamburg von 2002 bis 2004 und damit auch zur wissenschaftlichen Aufklärung realer menschlicher Abgründe. Zerbin diente zudem 14 Jahre lang bei der Bundeswehr als Offizier der Feldjäger. Heute ist er Oberstleutnant der Reserve.

Geboren in Gelsenkirchen, aufgewachsen im Münsterland, lebt der Kriminologe heute in der Stadt Münster. Seit er für die AfD Nordrhein-Westfalen im Bundestag sitzt, hat Zerbin seine wissenschaftlichen Recherchen zur veröffentlichten Kriminalitätsstatistik intensiviert.

Schließlich geben sich die Regierenden seit Jahren größte Mühe, durch statistische Tricks die Kriminalität in einem weniger dramatischen Ausmaß erscheinen zu lassen.

Entwicklung von Gewaltkriminalität und Körperverletzung

Laut Bundeskriminalamt weist die Gesamtkriminalität 2024 eine Abnahme auf. Mit rund 5,84 Millionen Straftaten verzeichnete die Statistik einen leichten Rückgang von 1,7 Prozent – teilweise beeinflusst durch die Cannabis-Legalisierung. Also eine Folge des grünen Slogans von Hans-Christian Ströbele: „Gebt das Hanf frei!“

Um jedoch die wahren Zahlen über die Herkunft der Täter herauszufinden, müsste man nach Ansicht von Kritikern fast schon eine Schleierfahndung der Polizei über das Raster der veröffentlichten Behördenzahlen ziehen.

Daniel Zerbin hat daher eine ganz andere Sicht auf die Gefahrenlage in Deutschland. Denn dieser leichte Rückgang spiegele nicht die wahre Kriminalität in unserem Land wider, so Zerbin im Gespräch mit Tichys Einblick.

„Es liegt an der aufgeweichten Gesetzgebung wie bei Cannabis und einer insgesamt nachlässigeren Strafverfolgung“, erklärt er die leicht gesunkenen Zahlen. Zum Beispiel fehle Personal bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten. Wenn nicht so schnell geurteilt werde, würden sich unbearbeitete Kriminalitätsfälle aufhäufen, die daher noch nicht in die Statistik eingehen.

„Die Zeit zwischen Tat und Bestrafung bei Gewalt- und Eigentumsdelikten liegt zudem viel zu weit auseinander, sodass keine Erziehungswirkung selbst bei gefassten Tätern eintritt“, weiß Zerbin aus Erfahrung.

Der heute 52-Jährige wirkte allein drei Jahre als Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses im NRW-Landtag. Obendrein recherchierte der Professor die Kriminalitätszahlen für seine Studenten jährlich nach.

Ganz im Gegensatz zur öffentlichen Darstellung ist zum Beispiel die Quote bei nichtdeutschen Tatverdächtigen seit der Asyleinwanderungswelle regelrecht explodiert. „In zehn Jahren von 2014 bis 2024 stieg die Quote rasant von 28,7 Prozent auf 41,8 Prozent“, rechnet Zerbin vor.

Die Zahlen für das Jahr 2025 legt das Bundeskriminalamt allerdings erst in diesem Frühjahr vor. Deswegen gibt es bislang nur die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA für 2024.

Selbst danach lag der Anteil tatverdächtiger Zuwanderer insbesondere bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten (12,3 Prozent), Straftaten gegen das Leben (12,2 Prozent) und Diebstahlsdelikten (12,1 Prozent) höher als ihr Anteil an allen Tatverdächtigen.

Aber: Täter mit Migrationshintergrund und deutschem Pass fallen aus diesen Statistiken raus. Denn die seien dann im statistischen Sinne Deutsche, klärt Diplom-Kriminologe Zerbin auf.

Die Dunkelziffer von Kriminellen mit ausländischer Herkunft dürfte also entsprechend hoch sein. Schließlich verteilte die Bundesrepublik in den vergangenen Jahren zehntausende deutsche Staatsbürgerschaften an Syrer, Afghanen, Iraker oder Türken im Eilverfahren.

Allein im Jahr 2024 erzielte Deutschland laut Statistischem Bundesamt einen historischen Höchststand bei Einbürgerungen: Fast 292.000 Ausländer erhielten die deutsche Staatsbürgerschaft.

Das entspricht einem Anstieg von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr, verursacht durch neue Gesetze der Ampelregierung für eine Turbo-Einbürgerung, die inzwischen etwas gebremst wurde.

Besonders gefährlich: Allein die erfassten Straftaten mit Messerangriffen, die zu „gefährlichen und schweren Körperverletzungen“ führen, stiegen laut BKA 2024 um 10,8 Prozent. Insgesamt seien demnach 29.014 Straftaten als „Messerangriff“ erfasst, davon mehr als jeder Zweite oder 54,3 Prozent unter „Gewaltkriminalität“. Messerangriffe wuchsen mit der massenhaften Asyleinwanderung seit gut elf Jahren in Deutschland dramatisch an.

Hinzu kommt: Bei Straftätern ist der Ausländeranteil weitaus höher als bei der Gesamtbevölkerung. Es gibt dabei Unterschiede zwischen Ausländern, die hier gemeldet sind, und Nichtdeutschen. Zu letzteren zählen auch alle Ausländer in Deutschland, die sich nur zeitlich begrenzt hier aufhalten.

Beispielsweise lag 2014 der Anteil der ausländischen Bevölkerung bei 9,3 Prozent und zehn Jahre später im Zuge der Asyleinwanderungswelle bei 14,8 Prozent. „Das ist eine sehr wahrscheinliche Ursache für die Steigerung der Quote durch kriminelle Nichtdeutsche“, erklärt Zerbin die Zahlen.

Zudem rollt auf Deutschland eine Gewaltwelle zu allein durch den demografischen Faktor, weil der Anteil der Migranten an der deutschen Bevölkerung allein durch die Turbo-Einbürgerungen rasant wächst. Die Gewalt steigere sich hier auch durch die nachwachsende Generation von Migranten. Das Bundeskriminalamt verstecke diese Tatsache in seiner Statistik, so der Kriminologe, indem die Behörde Risikofaktoren für Jugendkriminalität aufführe, beispielsweise mit bewusst irreführenden Begriffen wie „gewaltlegitimierende Männlichkeitsnorm“.

Für jeden halbwegs normal denkenden Bürger ist hier jedoch klar, dass sich die „kleinen Paschas“, wie CDU-Chef Friedrich Merz sie nannte, auf der Straße, in Freibädern, in Verkehrsmitteln oder in Klubs mit körperlicher Gewalt alltäglich ihren falsch verstandenen „Respekt“ verschaffen sowie ihren Kulturkampf aus dem Orient offen und auch brutal austragen.

Ob deutsch, nichtdeutsch oder Ausländer – die Herkunft der Täter soll offensichtlich im Dunklen bleiben

Wie Zerbin berechnet hat, sind 2024 inzwischen 43,1 Prozent der festgestellten Tatverdächtigen bei Gewaltkriminalität Nichtdeutsche. Zehn Jahre zuvor lag die Zahl noch niedriger und dennoch auf hohem Niveau bei rund 28,8 Prozent. Das wäre eine Steigerung um 14,3 Prozentpunkte.

Bei Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Übergriffen sind im Jahr 2024 die Tatverdächtigen, laut Polizeilicher Kriminalstatistik des BKA, rund 39,2 Prozent Nichtdeutsche. Hinzu kommt die Dunkelziffer durch den Migrationshintergrund von Tätern ausgestattet mit deutschem Pass.

Die stark angestiegenen Kriminalitätszahlen haben Zerbin laut eigener Aussage nicht überrascht; für viele Polizeibeamte sind sie ohnehin frustrierender Alltag.

Die linksgrün geprägte Ausländerpolitik in Deutschland mag es zwar nicht wahrhaben, doch mit der Zunahme von Migranten steigt für unabhängige Experten auch die Kriminalität überproportional an.

Damit nicht genug: Mit der unkontrollierten und unbegrenzten Asyl-Einwanderungswelle seit 2014 unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kamen vor allem Migranten ins Land, die deutlich krimineller waren als die Zuwanderer in den Jahren davor.

Weil aber für die Politik und die ihr nahestehenden Medien nicht sein kann, was nicht sein darf, erscheinen die Statistiken vielen Bürgern undurchsichtig.

„Mit den heute veröffentlichten Interpretationen der Daten vernebeln die Sicherheitsbehörden das wirkliche Problem der Kriminalität, nämlich die Herkunft der Täter“, kritisiert der AfD-Sicherheitsexperte.

2009 hätte zum Beispiel das Bundeskriminalamt die Herkunft der Täter noch klar benannt, so Zerbin. So „wurden bei Sexualdelikten vor allem Türken ermittelt“, hieß es da. Ein Drittel der nichtdeutschen Täter hatten damals einen türkischen Pass.

Nun müssten eigentlich Tätergruppen aus Syrien, Afghanistan, Irak oder Nordafrika hinzukommen. Doch solch eindeutige öffentliche Feststellungen der Herkunft beispielsweise bei Sexualstraftaten wie Gruppenvergewaltigungen in den Statistiken von Polizeibehörden sind heute unvorstellbar. Die Daten existieren im Grunde zwar noch, aber sie verstecken sich jetzt jedoch hinter schier endlosen Excel-Tabellen.

„Es fängt schon an bei den heute üblichen Übersichten zum Deliktsbereich ‚Vergewaltigungen, sexuelle Nötigung und sexuelle Übergriffe‘, die das Bundeskriminalamt dort nur noch als absolute Zahlen darstellt“, erklärt Zerbin. „Besser wäre, die Zahlen in Prozent auszuweisen“, so der Kriminologe, „damit die Brisanz klar ersichtlich ist.“ Denn wer kann schon aus dem Stehgreif so schnell Prozentrechnen.

Aber diese Taktik scheint ja fast Methode zu sein, frei nach dem Motto: Was der Bürger nicht weiß, macht ihn nicht heiß.

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Kommentare ( 7 )

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Mugge
1 Stunde her

Das hiesige Landratsamt bspw. hat zusätzliche Stellen für die Einbürgerungsverfahren geschaffen, um der steigenden Anzahl von Anträgen gerecht zu werden. Laut Berichten aus dem Jahr 2024 wurden neue Stellen eingerichtet, da
die Zahl der Einbürgerungsanträge stark angestiegen ist – aktuell gingen pro Tag fünf bis zehn Anträge.

flo
1 Stunde her

Es ist eines der strukturellen Grundprobleme der offiziellen Kriminalstatistik, dass nur nach deutsch und ausländisch unterschieden wird anstatt (ggf. zusätzlich) nach Migrationshintergrund ja/nein. Je mehr eingebürgert wird, desto schiefer/beschränkter in der Aussagefähigkeit wird die Statistik. Das hat natürlich damit zu tun, dass die Idee gern abgelehnt wird, dass Kriminalität mit Herkunft, Milieu, Sozialisation, Lebenserfahrungen,Wertvorstellungen zu tun hat, ganz nach dem Geschmack der Linken Ulla Jelpke, die 2019 vollmundig verkündete: „Die Herkunft eines Tatverdächtigen hat in einem Polizeibericht in der Regel ebenso wenig zu suchen wie dessen Schuhgröße oder Musikgeschmack. Rechten Hetzern wird damit leichtfertig ein Mittel in die Hand gegeben, um… Mehr

Skeptiker
1 Stunde her

Von der kulturbedingt stärkeren Neigung zu Gewalt in den Herkunftsländern einmal ganz abgesehen: Es wäre doch ein Wunder, wenn sich Kriminelle und Abenteurer nicht eher als die dortigen „Normalbürger“ zur Migration entschliessen würden – zumal sie dabei noch Gelegenheit haben, mit einer neuen Identität quasi „neu anzufangen“. Und oben drauf noch das Bürgergeld – das ist doch schon fast das Paradis.
Leider reizt den einen oder anderen dann doch noch die Aussicht auf 72 Jungfrauen nach erfolgreicher Gewalttat.

Britsch
1 Stunde her

Um das zu erkennen braucht kein einigermaßen normaler Mensch Experte oder der Gleichen zu sein

Peter Pascht
2 Stunden her

„Deutsche mit Migrationshintergrund“ = linke Rassismus Sprache gegen Deutsche Menschen in Deutschland sind entweder „Deutsche“ wenn sie eingebürgert sind oder „Nicht Deutsche“ wenn sie nicht eingebürgert sind Dabei zählt Grundgesetzt Art. 116 als Maßstab wer Deutscher ist und eingebürgert werden darf – mit der Ausnahme „politisches Asyl“ – eine andere Ausnahme gibt es im Grundgesetz nicht. „Migration“ ausserhalb Grundgesetz Art.116 iv Art.16 ist verfassungswidrig. Deutscher kann nur sein wer historischer deutscher Kultur und Tradition ist, durch Erziehung, egal ob er im Ausland wohnt oder in Deutschland. „Migration“ Einwanderung von „Fachkräften“ oder „gegen Inzucht“(Schäuble) kann es lt. Grundgesetz und Selbstbestimmung-Völkerrecht nicht… Mehr

humerd
2 Stunden her

unser „Top“ Ökonom Marcel Fratzscher weiß es einfach besser
Stadtbild-Debatte:
Kriminalität ist kein Importproblem“https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-12/stadtbild-debatte-sicherheit-gewalt-ursachen
Meine DIW-Kollegin Anna Bindler weist in ihrer Analyse zur sogenannten Stadtbild-Debatte darauf hin, dass einfache Zuschreibungen irreführen. In den Städten, in denen mehr Zugewanderte leben, ist die Kriminalitätsrate nicht automatisch höher.“ https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-12/stadtbild-debatte-sicherheit-gewalt-ursachen

Rob Roy
1 Stunde her
Antworten an  humerd

Das stimmt.
In den Düsseldorfer Stadtteilen Niederkassel, Oberkassel und Kaiserswerth leben z.B. ganz viele zugewanderte Japaner. Und die Kriminalitätsrate ist nicht höher.

Last edited 1 Stunde her by Rob Roy