Identitätspolitik oder die Zersplitterung der Gesellschaft

Ein Fieber hat die Gesellschaften des Westens befallen und löst immer neue Konflikte aus: Geschlechterkrieg, Krieg um Klima, Krieg um Rassismus, bis hin zum Fleischkrieg, den Veganer gegen Fleischesser führen. Die Kriege folgen einer gemeinsamen Formel - der Identitätspolitik.

imago Images/Zuma Wire

Bei der Auseinandersetzung um den Großschlachter Tönnies geht es nicht um Werkarbeiter, die aus Rumänien kommend den Job als Ausstieg aus der Armut verstehen; es geht nicht um Hygieneregeln und auch nur am Rande um Corona. Wir sollen weniger Fleisch essen. Vegan ist die neue Formel, die Gute von Bösen scheidet und für die Bösen wird schnell eine „Fleischsteuer“ erfunden, die noch vor Ende der Grillsaison wirken soll. Wenn es nur so einfach wäre.

Verirrt auf einem unübersichtlichen Schlachtfeld

Douglas Murrays „Wahnsinn der Massen“
Angriff auf die Kultur des Westens
Mittlerweile irrt man zwischen den Fronten herum, ständig von Kugeln aus Schützengräben bedroht, die man noch vor kurzem als den „eigenen“ betrachtete: Gerade hat man den Vorwurf „Klimaleugner“ überlebt, wenn auch nur mit Mühe, und endlose Kolonnen von Fridays for Future durchgestanden, eine CO2-Steuer akzeptiert, da droht schweres Feuer von den vorwärtsstürmenden Truppen der Anti-Rassismusbewegung. Man hat sich mit allerlei sexuellen Neigungen arrangiert und sie als das neue Normal zu betrachten gelernt, da werden wie in Reading bei London drei Schwule mit Schnitten durch ihre Kehlen ermordet, von einem Libyer, der dem Islamismus verfallen ist.

Aber Mitleid für oder Erregung wegen grausam ermordeter Homosexueller ist nicht mehr angebracht; obwohl einen die Tat erschüttert, wenn man in deutschen Medien überhaupt was davon erfährt: Denn der Protest dagegen lief unter der Fahne „WhiteLivesMatter“. Das gilt aber als Rassismus, weil der islamistische Attentäter leicht dunklerer Hautfarbe ist und somit über Homosexuellen rangiert. Aber ein Waffenstillstand gilt nicht. Überall lauern Fallen in Form scheinbar harmloser Formeln; zuerst der Begriff mit „N“; dann galt „Schwarzer“ als herabwürdigend und man wurde aufgefordert, auf „PoC“ („People of Color“) auszuweichen, will man nicht als Rassist geoutet werden. Zuletzt schrieb ZDF logo, nein, wieder zurück, „Schwarzer“ ok, „farbig“ aber nicht mehr.

JK Rowling, die Autorin von Harry Potter, sah sich kürzlich in den sozialen Medien heftiger Kritik ausgesetzt, weil sie getwittert hatte, „das biologische Geschlecht ist real“. Die Tweets begannen, als sie einen Meinungsbeitrag verspottete, in dem der Begriff „ Menschen, die menstruieren “ anstelle von „Frauen“ verwendet wurde. Es kam zu Boykottaufrufen gegen ihre Autoren-Agentur. Darsteller aus den Harry Potter-Verfilmungen gingen auf Distanz bzw widersprachen ihr vehement. Die vielfache Millionärin wird es überstehen. Normale Menschen müssen verstummen oder Wörter reden wie „Menschen, die menstruieren“. Es ist kein Spaß.

Reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist, kann die berufliche und soziale Zukunft gefährden; Kampfbegriffe, Binnen-Is und Gender-Sternchen sind die neuen Kennzeichen einer autoritären Gesinnung, die über Sprache vermittelt werden soll. Ausweichmöglichkeiten gibt es kaum; sie sind längst Sprachvorschriften an Universitäten, in Verwaltungen und Medien; Quoten für Frauen verstellen Fluchtwege (für Männer), Berufsgruppen, die wir noch hoch schätzen, werden zu Randgruppen umfirmiert: Polizisten sollen unter dem Beifall der bürgerlichen Presse auf Müllkippen hausen und sich nicht einmal beschweren dürfen: Da sie privilegiert sind, sollen Weiße schweigen und in den Medien ausschließlich zugereisten Dunkelhäutigen das Wort erteilt werden.

Es ist nicht gaga, es ist universitäre Realität

Es ist alles nicht gaga. Wenn es nur so wäre, könnte man den Kopf schütteln über die frommen Narren, die auch schwarze Heilige der katholischen Kirche wie den Heiligen Mauritius auf den Schutthaufen werfen wollen, weil der schwarze Märtyrer mit wulstigen Lippen zur Verehrung ausgestellt wurde – da träfe er dann auf die Rassisten Ghandi, Churchill und andere verehrungswürdige Männer, deren gemeinsame Schuld das Geschlecht und die helle Hautfarbe sind. Fragen Sie jetzt nicht nach Logik, Sinn und Verstand. Es gibt ihn nicht. Nur eine gemeinsame Formel: Identitätspolitik und Intersektionalität.

Es sind Formeln für Konflikte aller gegen alle: Frauen gegen Männer, Schwarze gegen Weiße, Homos gegen Heteros, Transgender gegen beide. Es ist ein grausamer, brutaler Stammeskampf, in dem keine Gefangenen gemacht werden, denn es wird nicht einmal Unterwerfung der Unterlegenen akzeptiert: Nur die Gruppenzugehörigkeit zählt. Es ist der „Wahnsinn der Massen“, wie ein Buchtitel des britischen Bestseller-Autors Douglas Murray lautet, dessen Arbeit ich in Deutschland verlegen darf, nachdem seine kühlen Analysen zwar britische und amerikanische Bestsellerlisten erobert haben, aber deutschen Buchverlagen zu gefährlich erscheinen. Auf seine Überlegungen stützt sich dieser Artikel.

Dabei hat Murray schon früh den Ursachen der primitiven Stammeskriege in der hochtechnisierten Neuzeit nachgeforscht. Entwickelt wurde die neue politische Theorie des Kriegs in sozialwissenschaftlichen Fakultäten amerikanischer Universitäten. Die ersten Sturmtrupps marschierten unter der Fahne des „Genderismus“. Seine Agentinnen schlichen sich unter der sympathischen, aber falschen Behauptung ein, es ginge um Gleichberechtigung der Geschlechter und dagegen kann ja kein moderner Mensch irgend etwas haben. Mittlerweile allerdings geht es um Bevorzugung und Überlegenheit des weiblichen Geschlechts generell.

Dazu soll die Sprache von maskulinen Formen gereinigt werden, auch wenn es eine Verblödung der Grammatik und des Sprachbewußtseins erzwingt. Frauen sollen ungeachtet ihrer Fähigkeit bevorzugt, Männer ferngehalten werden. Der Genderismus wird zum Geschlechterkrieg. An den Unis begann der Feldzug der Frauen gegen Qualifikation, setzte sich in der öffentlichen Verwaltung und Politik fort und hat längst die Personalabteilungen der Großunternehmen erreicht – immer mit dem Ziel, Männer ungeachtet ihres Könnens zu beseitigen. Es ist ein Krieg, der eroberte Territorien noch einmal überrennt – mit einer EU-Kommissionspräsidentin, einer EZB-Chefin und einer Bundeskanzlerin kann die Benachteiligung von Frauen nicht ernsthaft behauptet werden. Das ist wohl auch den Genderisten früh klar geworden.

Das Prinzip wiederholt sich: Es werden Minderheiten definiert, die sich gegen eine unterdrückende Klasse zur Wehr setzen. So entstand die Schwulenbewegung, mit gigantischem Erfolg. Aber längst sind die Gegner nicht heterosexuelle Männer, die ihre schwulen Freunde achselzuckend akzeptieren: Es sind Transmenschen und mittlerweile rund 40 Arten kleinster Gruppen, die sich von Heteros und Schwulen gleichermaßen unterdrückt wähnen. Die Befreiung einer Gruppe hat Dutzende auf das Feld gerufen, es dem nachzutun. Dass Stellenanzeigen heute grundsätzlich männlich/divers/ weiblich um Mitarbeiter werben ist für sie Erfolg, auch wenn das „d“ nur für Prozentbruchteile steht, die wiederum untereinander in Hundertstel-Prozent-Fraktionen zersplittert sind und sich bekämpfen und alle anderen auch.

Rasse gibt es nicht, aber Rassismus

"Der Wahnsinn der Massen"
Douglas Murray über die Diktatur der Minderheiten
Neuerdings wird das Rassenthema gespielt. Schwarz ist gut, weil immer Opfer gewesen und weiß ist schlecht, weil immer Täter. Da mag der arbeitslose Hartz-IV-Empfänger staunen, dass ihm erstmals „Überlegenheit und Privilegien“ zugeschrieben werden – es hilft ihm nichts. Er ist weiß und Trash, während Schwarz (auch wenn reich, gebildet, erfolgreich) immer Opfer ist und daher den Anspruch erhält, mehr zu erhalten von dem, was dem Obdachlosen genommen wird. Es erinnert an den marxistischen Klassenkampf; da gab es auch nur die Unterdrücker und die Unterdrückten. Bekanntlich endete der Kampf der Unterdrücker gegen die Unterdrückten mit mehreren hundert Millionen Toten, unendlichem Leid und nicht zählbaren wirtschaftlichen und sozialen Opfern.

Der Klassenkampf ist out und kehrt doch zurück – als „Identitätskrieg“. Die Klasse wurde ersetzt durch „Identität“ – geschlechtlich, ethnisch oder nach einer Kombination von all dem: „Intersektionalität“ ist das neue Zauberwort. Nach der neuen Lehre aus der Schule der gescheiterten Klassenkämpfer ist Frau besser als Mann, Homosexualität besser als Heterosexualität, Transsexualität, Bi oder was auch immer sonst noch besser als Homosexualität. Es findet eine Art von Opferwettbewerb statt, wobei sich die Opfer-Bonuspunkte sammeln und addieren lassen wie früher Rabattmarken und heute Meilen-Programme bei Lufthansa und Bahn: Eine nicht-weiße Frau hat mehr moralische Autorität als eine weiße Frau und viel mehr als ein schwarzer Mann, von einem weißen Mann gar nicht zu reden. Zwar soll der Begriff der Rasse aus dem Grundgesetz gestrichen werden – allerdings findet die Ausprägung der Ethnie in einer Radikalität statt, die ihrerseits nur mit „Rassismus“ erklärt werden kann. Weiße Frauen knien vor schwarzen und huldigen ihnen mit Blumen oder waschen ihnen die Füße. Es ist eine Art religiöse Inbrunst, die sich da rechthaberisch entfaltet.

DIE ZEIT geht der Frage nach, ob frau sich des Rassismus schuldig macht, wenn sie auf Anforderung nicht sofort mit einem Menschen anderer Hautfarbe ins Bett steigt. Befreit von dieser Pflicht zu selbstauferlegter Sklaverei wäre nur eine homosexuelle schwarze Frau; die allenfalls mit einem transsexuellen Mann um die höhere Opferrolle konkurriert, wenn er auch schwarz ist. Dieser Konflikt ist derzeit noch unentschieden. Es gibt an dieser Stelle viel zu tun für die rund 220 Genderlehrstühle in Deutschland, die sich mit derlei Thematik beschäftigen – denn längst ist Identitäts- und Intersektionalitätspolitik staatlich deutlich höher subventioniert und personell besser ausgestattet als einzelne Fächer der Naturwissenschaften und Mathematik.

Interview Douglas Murray
„Ich sehe eine Gegenreaktion kommen“
Dabei gilt die Regel: Die moralisch, weil opfermäßig höhergestellte Person kann die minderbemittelte, in der Opferhierarchie tieferstehende Person verstehen – aber nicht umgekehrt. Deshalb sollen Sie diesen Text bald nicht mehr lesen dürfen: Er stammt von einem weißen Mann, der zum Verstummen gebracht werden soll. Es zählt nicht mehr, was ist, oder wer etwas zu sagen hat – es zählt die Zugehörigkeit zur „Opfergruppe“. Die Logik, wie sie an den Genderlehrstühlen gelehrt wird und in alle Bereiche unseres Lebens einsickert ist: Ein Weißer kann nur Rassist sein, aber niemals Opfer von Rassismus.

Mittlerweile ist der Rassismus-Begriff, obwohl es, das muss wiederholt werden, ja gar keine Rassen gibt, mittlerweile also ist die Rassenzugehörigkeit die zentrale Kategorie geworden, der sich auch Frauen, sogar lesbische, unterzuordnen haben. Wobei die besondere Tauglichkeit des Rassismusbegriffs sich daraus ergibt, dass auch Kritik am Islam als „Rassismus“ bewertet wird. Damit und mit milliardenschwerer Unterstützung aus den Öl-Staaten haben sich Islamisten an die Spitze der Opferpyramide katapultiert, ein genialer Schachzug. Islamisten können seither ungestraft Frauen versklaven, vergewaltigen und schänden, sie können junge schwule Männer von Hochhäusern stürzen, an Kränen vor Menschenmengen erhängen oder wie in London ihnen die Kehlen durchschneiden: Schuld ist immer weiß und wer es wagt, dagegen zu protestieren, befindet sich schnell außerhalb des veröffentlichten Diskurses.

Die Revolution frisst auch diese Kinder

Man mag sich trösten: Die Identitätspolitik frisst gerade wie jede Revolution mit großem Appetit ihre eigenen Kinder. Das mag tröstlich klingen, ist es aber nicht; die Friedhöfe erfahren ihr größtes Wachstum nicht in Seuchenphasen, sondern während der diversen Revolutionen. Murray listet Dutzende von Beispielen auf, was passiert, wenn eine hochgelobte Minderheit mit einer höher stehenden Opfergruppe in Konflikt gerät: Das fängt beim milliardenschweren Internet-Milliardär und erklärten Homosexuellen Peter Thiel an, der aus der Gruppe der Schwulen exkommuniziert wurde, weil er stolz darauf ist, Amerikaner zu sein. Also kein Opfer. Dumm gelaufen.

Schwarze Rapper und Schauspieler werden als Weißenversteher hingerichtet und abgestraft, wenn sie nicht mitmachen bei der Seligsprechung schwarzer Dominanz. Derzeit werden Denkmäler europäischer Geschichte gestürzt; das Symbol weißer, männlicher Dominanz, ungeachtet ihrer naturwissenschaftlichen Leistungen wie Robert Koch, ihrer philosophischen, wie Immanuel Kant, ihrem Kampf gegen wirklichen Rassismus wie Winston Churchill oder ihrer Selbstaufopferung im Kampf gegen Sklaverei wie Hans Christian Heg: Kein Verdienst kann den Makel von Geschlecht und Hautfarbe tilgen, keine Leistung trägt dazu bei, sie in den Himmel zu heben, der beherrscht ist von denen, die über keinen anderen Verdienst verfügen als ihre Hautfarbe und/oder sexuelle Identität. Es ist eine neue Klassengesellschaft.

Aus der Sowjetunion wurde berichtet, dass „weiche“, nicht schwielige Hände als Zugehörigkeit zur herrschenden Klasse gewertet wurden und ihren Trägern den sicheren Tod einbrachten. Der neue Klassenkampf ist noch primitiver. Schwarze Islamisten können Frauen als Sklaven behandeln, in jedem Gebet zum Hass aufrufen, für Genitalverstümmelung werben, zum Schwulenmord verschwören und den Missbrauch mit minderjährigen Mädchen praktizieren: Ihre doppelte Gruppenzugehörigkeit zum Islam und dunkler Hautfarbe schützt sie vor Nachstellungen. 

Ausufernde Kampfzone

Die alte und die neue Linke
Identitätsgerechtigkeit fragmentiert die Gesellschaft
Die Kampfzone wächst. Die Technik der Identitätspolitik wird wissentlich oder intuitiv kopiert. Die Fridays for Future-Bewegung ist so eine. Klimapolitik wird zum Generationenkonflikt stilisiert. Menschen, die über 60 sind, soll schon mal das Wahlrecht und Führerschein entzogen werden. In immer neuen Phantasien entwickeln Hamburger Millionärserbinnen Vorstellungen über den Kampf gegen Mitglieder von Gruppen, die gar nicht wussten, dass sie dazu gehörten: Alle Alten sind schuldig. Ähnliche, wenn auch schwächere Wirkung entfalten diätische Vorlieben: Veganismus wird zu Weltanschauung stilisiert, zur Gruppenzugehörigkeit. Mochte der Alte Fritz noch davon schwadronieren, dass ein jeder nach seiner Façon selig werden solle – heute gibt es kein Pardon für Fleischesser. Zumindest sollen sie mit einer Tierwohlabgabe für ihre kulinarischen Vorlieben bestraft werden, die sie von dem bezahlen sollen, was nach der CO2-Abgabe noch übrig geblieben ist. Identitätspolitik dient längst als Mittel der Politik, um sich neue Finanzquellen durch Ausbeutung einzelner Gruppen zu erschließen oder ihre Kompetenzen bis ins privateste Leben auszudehnen.

„Ist mir doch egal“ gibt’s nicht

Die weiße Mehrheitsbevölkerung, Männer und Frauen, nehmen das hin, versuchen sich zu arrangieren. Medien versuchen die Identitätskonflikt voranzutreiben, wie etwa das ZDF mit seiner Manipulation der Morde von Reading bei London. Polizisten aus NRW knien sich vor Demonstranten bei „BLM“, um sich selbst zu erniedrigen und ihren Amtseid hintanzustellen. Bekanntlich nützt es nichts. In diesem Krieg ist für weiße Frauen und Männer nur die Unterwerfung vorgesehen, für Homosexuelle die Todesstrafe und für Juden (weiß! Palästina!) nur das Ertränken im Mittelmeer. Es mag übertrieben klingen. Aber die Angriffe aus der neuen Klasse der Identitätskämpfer, gepredigt von den Lehrstühlen und verbreitet von den Medien, fordern nur Opfer und immer mehr Opfer. Es führt zu einer Zersplitterung der Gesellschaft, aus deren Trümmern sich immer neue Opfergruppen erheben wollen, auch wenn alles in Scherben fällt, weil sie ja ihrerseits keinen produktiven Beitrag leisten – Opfer allein schafft keinen Wert, keinen Fortschritt und keine Zukunft. So verdummen die Länder, diesmal akademisch getrieben.

Die Aufklärung wird zur Sklavin einer Wüstenreligion, die versucht, ihre Überlegenheit herbei zu moralisieren. „Die große Mehrheit der Menschen – die meisten Frauen, Nichtweißen, Homosexuellen und Transgender inbegriffen – teilt diesen Wahnsinn selbstverständlich nicht. Doch legt das anwaltschaftliche Sprechen im universitär-medial-bürokratischen Komplex dessen ungeachtet an Intensität zu, weil die Adepten der neuen Ideologiekritik kaum auf Widerstand treffen und sich erfolgreich als Wächter von Moral und Tugend zu inszenieren vermögen“, so René Scheu, Leiter des Feuilletons  der NZZ.

Und die Staatsgewalt kniet

Der neue Klassenkampf
Wie der Wahnsinn der Massen unsere Gesellschaft zerstört
Die Staatsgewalt kniet, getreten von den politischen Gruppen in Deutschland, die von den Grünen ausgehend auch die klassischen bürgerlichen Parteien wie SPD und CDU infiziert haben mit ihrem ständigen Opfermythos und den permanenten Angriffen auf die Errungenschaften der Zivilisation in Form eines modernen, rechtsstaatlichen und demokratischen Staates. Dessen sichtbares Zeichen ist unter anderem die Polizei als Träger des Gewaltmonopols und als Verteidigerin von Recht, Gesetz und Ordnung. Polizisten, die knien, können diese Ordnung nicht verteidigen. Auf Knien kämpft es sich schlecht gegen Schläger, Radikale und Extremisten, unter welcher Fahne sie auch immer angreifen. So zerstört sich ein Staat und wird zur Lachnummer, statt gegen die Feinde der Demokratie wehrhaft vorzugehen.

Der „Wahnsinn der Massen“ ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft. Menschen werden wieder nach Herkunft und Geschlecht sortiert, unwiderruflich, und im offenen Widerspruch gegen Artikel 3 des Grundgesetzes, wonach niemand „wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden“ darf. Und es ist eine Zerstörung des Politischen: Wenn nur kleinste Gruppen verbissen kämpfen, bleiben große Fragen unbeantwortet und Lösungen unmöglich. Gruppenidentität tritt an die Stelle von Solidarität, Mitgefühl, Empathie und Gemeinsinn. Fronten werden aufgerissen, vorhandene Konflikte verschärft. Es endet beim Kampf aller gegen alle, statt eines geordneten gesellschaftlichen Lebens mit Konfliktbegrenzung. Es ist der Aufruf zum ständigen inneren Bürgerkrieg. Es ist ein Anschlag auf unser Grundrecht auf Gleichbehandlung – und wir nehmen ihn wehrlos hin und finanzieren diese Angriffe mit unseren Steuermitteln: Kurz – es ist wirklich der „Wahnsinn der Massen“.

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280 Kommentare auf "Identitätspolitik oder die Zersplitterung der Gesellschaft"

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Zitat Albert Schweizer: – Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, die Leiden von Afrika zu lindern. Es gibt etwas, das alle weißen Männer, die hier gelebt haben, wie ich, lernen und wissen müssen: dass diese Personen eine Sub-Rasse sind. – Sie haben weder die intellektuellen, geistigen oder psychischen Fähigkeiten, um sie mit weißen Männern in einer beliebigen Funktion unserer Zivilisation gleichzusetzen oder zu teilen. – Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, ihnen die Vorteile zu bringen, die unsere Zivilisation bieten muss, aber mir ist sehr wohl bewusst geworden, dass wir diesen Status behalten: die Überlegenen und… Mehr

Merkel und die LinksRotGrünen haben nicht nur die gesamte EU, sondern auch unser Land und die deutsche Gesellschaft schon lange komplett gespalten.
Ob durch die LinksRotGrünen Lügen bezüglich der Bankrott-EU, der Migrantenkrise, der völlig unnötigen und sinnlosen Klimadisskussion oder der künstlich herbeigeführten Corona-Wirtschafts-Krise, alles ist durch die falschen Behauptungen der Merkel-Regierung, den Roten, Linken und vor allem den Grünen vorsätzlich herbeigeführt worden.
Es ist an der Zeit, dass diese Leute, solche Politiker und ihre Parteien aus der politischen Landschaft verschwinden und andere einmal eine Chance bekommen.

Noch etwas zum Thema Zersplitterung und Ethnien. Es mag zwar tatsächlich so sein, dass einige Antagonismen wie etwa jener zwischen Frau & Mann und zwischen Hetero- und & Homosexuellen tatsächlich künstlich von oben geschürt werden. Aber es gibt unterschiedliche Ethnien mit eigenen Idenitäten und eigenen Interessen. Dies ist eine Realität. Das Perfide an der kulturmarxistische Identitätspolitik ist gerade, dass sie betont einseitig ist: Denn bei ethnischen Deutschen, Franzoßen, Euro-Amerikanern und allen anderen „weißen“ Ethnien wird die ethnische Identität und die Wahrnehmung kollektiver, ethnischer Interessen gezielt unterdrückt und dämonisiert. Das hat ganz konkrete politische Folgen. In den USA agieren die Demokraten… Mehr
Ja, am zweiten Absatz ihres Postings ist wirklich viel dran. Amerikas Jugend bis 35 wählt statistisch nachweislich Bernie Sanders, also klar links. Eine neue Bewegung pro Sozialismus kann deshalb bald von den USA ausgehen. Wer hätte dies jemals gedacht? Die Massenmigration Nichtweißer verschiebt Amerikas Grundfesten. Die BRD begreift sich als europäischer Abklatsch der USA. Die vielen Transatlantiker eifern ihrem Vorbild nach. Vielleicht liegt darin der wahre Grund von 2015. Merkel will aus dem deutschen Land ein Buntland machen, genau so, wie es die USA schon lange sind. Niemand glaubt bei diesem Thema an Zufälle. Und merkwürdig ist, alle sollen hierbleiben,… Mehr
Sehr geehrter RTY, auf die Gefahr hin ihnen auf die Nerven zu gehen, anlässlich ihres zweifellos „sinnigen“ Beitrags noch einmal mein Hinweis auf Hans-Joachim Maaz, Psychoanalytiker und Psychiater und sein Büchlein „Das falsche Leben“. – Maaz beschreibt die Ursachen und Folgen (längst) „normapathischen“ Gesellschaft. Einer Gesellschaft in der all die Leute von denen sie oben sprechen so – leider – erfolgreich die Normen – so wirr sie auch sein mögen – setzen. – Wenn auch unter manchmal Kopfschütteln, so ordnen sich doch Menschen – selbst die, die noch denken können – überwiegend diesen Normen (z.B. dem *) unter. – Was… Mehr

Nein ! Die Alternative ist nicht von der Brücke zu springen ! Nicht sich im Fluss ertränken , sich aus dem Fenster zu stürzen !
Die Alternative ist den Mund aufzumachen . Dem Irrsinn entgegenzuwirken wann und wo es immer geht . Den Enkeln den Blödsinn erklären , den Freund zu Seite zu nehmen und mal Klartext reden .
Die Mehrheit bleibt immer Mehrheit , so sehr XYXx Chromosomenträger auch ihre Agenda durch die Welt tragen .
Erst wenn man aufgibt hat man verloren !

Es wird einfach nicht mehr differenziert. Es ist nach meiner Meinung gut, wenn man sich in Belgien Gedanken über Leopold II macht. 10. Millionen Tote im Kongo sind kein Pappenstiel. Vor allem wenn man bedenkt , dass er allein es nicht war, sondern nur sinnbildlich dafür verantwortlich gemacht wird. Also hat der Mann sich ein Denkmal verdient, dieser Massenmörder? Ohne diesen Hype hätte das belgische Königshaus dieses Thema nie angeschnitten. Also etwas Gutes! Aber egal wie groß die Welle ist, sie transportiert auch eine Menge Müll. Es ist an uns zu differenzieren , auszuwählen was neu zu bewerten ist, oder… Mehr

Ja nee is klar, Belgien Leopold II?! Das war vor Ende 19. Jahrhundert und wird sind inzwischen im 1. Viertel des 21. Jahrhunderts, glauben Sie ernsthaft die Menschen hierzulande und in Belgien haben derzeit keine anderen Sorgen?!
Unfassbar !!!
Das Beste ist wohl Sie recherchieren weiter über Leopold II und verschonen uns hier mit ihrem Käse.

Unabhängig von Ihrem Desinteresse an Geschichte und vermutlich auch der Tatsache, dass Geschichte die Mentalität von Staatsbürgern in einem hohen Maße prägt, sehe ich Ihnen auch die Sprache nach, in dem Sie diesen Kommentar verfasst haben.
Es gibt halt Links wie Rechts „fokussierte“ Personen.
Aber mich würde einmal interessieren wen Sie mit „uns“ meinen. Zählen Sie doch einfach mal die drei auf.

Wer sich auf lange Sicht die Zeit sparen will:

Identitätspolitik ist von einem (reuigen) Rassisten erdacht, wie man unter allen Rassisten aller Couleur dieser Welt ein fur alle mal Frieden herstellen kann. Die leidtragenden sind alle Nicht-Rassisten.

Der Erfinder war sogar eine Frau, soweit ich mich entsinne. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen oder sich endlos noch drüber zu wundern.

Zitat: „DIE ZEIT geht der Frage nach, ob frau sich des Rassismus schuldig macht, wenn sie auf Anforderung nicht sofort mit einem Menschen anderer Hautfarbe ins Bett steigt.“

> Aha! ….und wenn ich(Hetero) dann mal von einen Schwulen zum Schäferstündchen eingeladen werde, dann darf ich nicht ablehnen weil ich mich sonst als Rassist oute?

Na, da ich ja auch schon Nazi bin, dann werde ich eben auch noch Rassist…..

Lieber Roland Tichy, Sie schreiben: „(…) da werden wie in Reading bei London drei Schwule mit Schnitten durch ihre Kehlen ermordet, von einem Libyer, der dem Islamismus verfallen ist.“

Ähh, falsch, lieber Roland Tichy. Dieser Libyer ist nicht dem Islamismus verfallen, wie mir scheint, sondern zum Christentum konvertiert. Und dieser Libyer ist, – anders als Alexander Wallasch, zu dessen TE-Artikel Sie verlinken, schreibt, ziemlich sicher psychisch krank. – Stick to the facts, please.

PS
Ich bin tendenziell Ihrer Ansicht, denke aber , dass es diese Ansicht nicht verwässert, wenn man etwas mehr differenziert.

Nein, dass geht mir lange schon auf die Nerven, dieser Differenzierungszwang.
Ihr wollt Euch die Welt zurecht differenzieren. Ihr solltet Realitäten erkennen und anerkennen. Der Islam hat ein strukturelles Problem mit allen, die ihm nicht angehören.
Deswegen habe ich ein problem mit dem Islam. Islamisten sind notwendige Folge des Islam. Deswegen passen sie nicht in unsere aufgeklärte Welt. Leider haben wir Regierungen, die sie deswegen gerade bei uns ansiedeln.

Gesellschaft kann nicht zersplittern, weil sie kein Körper ist: das Bild der Überschrift ist falsch. Sie ist ein Feld menschlichen Verkehrs, das von randständigen staatliche Institutionen beschützt und nur notfalls darüber auch mitreguliert wird, aber sonst aus einem eigenen Rechtsverständnis existiert, lebendig wird. Gibt es Probleme, zerreisst die dortige Vertrauenssphäre, die hauptsächlich auf Vertrauen im doppelten Sinne beruht: dem auf das dort herrschende Menschenbild und der angenommen algemeinen Rechtsbefolgung, sodass man sich sicher fühlen kann. Ggf. enstehen dort Vertrauensstörungen oder Unsicherheiten, Ängste, ggf. zerreißt das rein imaginierte und darüber dann doch reale einigende Band. Das Band ist nicht materiell vorstellbar,… Mehr