Die Willkür der herrschenden Eliten nimmt zu. Sie haben dem Land aus Gründen eigener Besitzstandswahrung nichts zu geben – außer Niedergang, Dekadenz, Ausplünderung und Verschuldung. Sie lösen keine Probleme, sie sind das Problem. Der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat es bei Maischberger ungewollt bloßgestellt.
Screenprint: ARD / Maischberger
Drei Meldungen der letzten Tage zeigen Deutschlands tiefes Problem.
Erste Meldung: Strack-Zimmermann definierte gerade in der WELT unumwunden die Haltung Deutschlands dysfunktionaler Eliten zu Deutschland, zum Souverän des Grundgesetzes, zum deutschen Volk, wenn sie sagt: „Unsere Aufgabe heißt erstens die Ukraine, zweitens die Ukraine und drittens die Ukraine.“ Eigentlich heißt die Aufgabe deutscher Politiker: erstens Deutschland, zweitens Deutschland und drittens Deutschland. Bei der nächsten Wahl zum Europäischen Parlament sollten die Deutschen sich erinnern, dass Strack-Zimmermann nicht für Deutschland, sondern für die Ukraine im Europäischen Parlament sitzt, übrigens sollten auch die Wähler der nächsten Landtagswahlen sich an Strack-Zimmermanns Erklärung erinnern, wem die FDP dient und wem nicht.
Die zweite Meldung ist ähnlich bizarr. Inzwischen müssen Deutschlands dysfunktionale Eliten schon ihre Großväter in die Propagandaschlacht schicken. Nun wurde auch noch Franz Müntefering, Merkels Vizekanzler, von dem man wohltätig lange nichts gehört hatte, aus dem Ruhestand gerissen, um sich bei Maischberger zu blamieren. Man mag sich gedacht haben, dass höheres Alter für Weisheit und Autorität steht. Beide Annahmen widerlegte Müntefering gründlich. In Berlin – vor der schwäbischen Invasion – hätte man Münteferings Statement über Friedrich Merz so zusammengefasst, dass Müntefering Merz ganz knorke findet, weil er die Rolle des Kanzlers gut angenommen hätte und deshalb Unterstützung verdiene. Warum soll Müntefering den Beauftragten des Parteivorstandes der SPD für die CDU auch nicht knorke finden? Er leistet aus Sicht der Vereinigten Linken aus Die Linke (SED), Grünen und SPD doch glänzende Arbeit.
Offensichtlich genießt Müntefering ZDF und ARD in vollen Zügen. Auf die Frage, wer Merz unterstützen könnte, antwortete Müntefering im Mauerparteienduktus: „Die ganze Regierung, die ganzen Parteien, alle, die Demokratie wollen.“ Wie gut, dass es die ganzen und nicht nur die halben Parteien sind, die Demokratie wollen, da wir nach Münteferings Worten anscheinend keine Demokratie haben, denn die Parteien wollen sie ja – und was man will, das hat man nicht. Aber wahrscheinlich hatte Müntefering in der Eile auch nur das für Deutschlands dysfunktionaler Eliten so wichtige Possessivpronomen „unser“ vergessen, denn, was sie wollen, ist ihre Demokratie, als „unsere Demokratie“ propagiert, was dann mit der pluralistischen Demokratie nichts mehr gemein hat, mit der Oligarchie umso mehr.
Merkels Vizekanzler findet sogar, dass die SPD zu defensiv sei. Zu defensiv? Sie ist doch höchst aktiv beim Angriff auf den deutschen Restwohlstand der „kleinen Leute“, des Mittelstandes. Gerade eben hat der wirtschaftsideologische Vorprescher der Rotgrünen, ein Mann namens Fratzscher, die Enteignung der Immobilienbesitzer propagiert. Fratzscher ist die fleischgewordene Dysfunktionalität der deutschen Eliten, ein Mann, der prächtig verdient, obwohl die Wirklichkeit seine „Prognosen“ regelmäßig widerlegt. Ersparen wir uns Fratzschers notorische Fehlprognosen aufzulisten und erinnern wir uns nur stellvertretend an die Aussage, dass die Flüchtlinge unsere Renten verdienen.
Doch darauf ging Müntefering nicht ein, sondern behauptete, dass die Sozis Sozialpolitik können und „nicht auf leisen Sohlen“ auftreten sollten. Noch lauter, Genosse Müntefering, bei der Ausplünderung der Deutschen? Fratzscher schlug vor, den Immobilienbesitz zu besteuern, mit der Begründung, dass die Immobilienbesitzer ihre Immobilien nicht wie die Besitzer von Finanzvermögen ihr Geld ins Ausland verlagern können. Fratzscher wörtlich: „Immobilien können nicht einfach ins Ausland verlagert werden. Eine starke, regelmäßig aktualisierte Grundsteuer sowie eine konsequente Besteuerung von Wertsteigerungen bei Immobilien würden stabile Einnahmen generieren, ohne Kapitalflucht auszulösen.“ Fratzscher will das Geld für die Ukraine, für eine ukrainische Oberstoberschicht, die sich auch gern ihre Toilettenbecken vergolden lässt, von deutschen Familien und Rentnern holen, die sich ihr Häuschen mühsam abgespart haben und weiter absparen, ihr Häuschen nicht einfach verkaufen können, um ihr Geld ins Ausland zu transferieren. Sie sitzen in der SPD-CDU-Falle ihrer Demokratie. Fratzscher und die SPD und ihr Friedrich Merz ist es offensichtlich wichtiger, Kolumbianern zu ermöglichen, einen klimagerechten Kühlschrank zu bekommen, als deutschen Familien so viel von ihrem erarbeiteten und bereits versteuerten Geld zu lassen, dass sie sich ihr Häuschen weiter und dazu, wenn es nottut, einen neuen Kühlschrank leisten können.
Der Genosse Müntefering irrt, die SPD kann nicht Sozialpolitik, sie kann nur Asozialpolitik, Politik gegen diejenigen, die sie früher einmal vertreten hat, die früher einmal ihre Wähler waren. Baden-Württemberg zeigt es. Die SPD ist keine Partei für, sondern gegen die „kleinen Leute“. Sie will die Häuser deutscher Familien noch stärker besteuern, obwohl Grunderwerbssteuer und Grundsteuer bei Lichte besehen eine Frechheit sind und abgeschafft gehören. Die SPD will den Spitzensteuersatz erhöhen und Friedrich Merz hechelt ihr schon hinterher, womit nicht die „Reichen“, sondern der Mittelstand weiter pauperisiert wird, und sie will an die Beamten-Pensionen heran. Letzteres klingt auf dem Niveau demagogischer Neiddebatten erstmal gut, würde aber die Lunte an das Rentensystem legen.
Das nächste Haushaltsloch trotz Überschuldung von nur im Bund ca. 1000 Milliarden Euro droht schon mit Minimum 30 Milliarden Euro im Jahr 2026. Die Regierung kürzt nicht die Ausgaben, sondern plant den nächsten Raubzug gegen die deutschen Bürger: Eigenheimsteuern, Steuerhöhungen für den Mittelstand und schließlich die Plünderung der Rentenkassen, schließlich sollen die Pensionsrückstellungen ukrainisiert und exportiert werden.
In Deutschland wächst nicht mehr die Wirtschaft, sondern die Willkür der herrschenden Eliten. Sie haben dem Land aus Gründen eigener Besitzstandswahrung nichts zu geben, außer Niedergang, Dekadenz, Ausplünderung und Verschuldung, was ebenfalls eine Art Ausplünderung mit langem Atem ist, nichts außer dem eigenen Herrschaftsausbau. Deutschlands Eliten lösen keine Probleme, sie sind das Problem. Müntefering hat es ungewollt bei Maischberger bloßgestellt.
Doch der Historiker weiß, die Dysfunktionalität der Eliten ist ein typisches Phänomen dekadenter oder untergehender Gesellschaften. Der Historiker weiß ebenfalls, dass ein Elitenwechsel notwendig ist, wenn die Gesellschaft nicht untergehen soll. Doch der Historiker weiß leider – zumindest einstweilen – noch nicht, woher diese neuen Eliten kommen sollen.




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Münte läuft schon ein bisschen „neben der Spur“ und sollte sich solche Auftritte besser ersparen.
Naja, wen soll die Maischberger (die Sendung fürs Seniorenheim) denn sonst noch einladen, wo doch ihr Gäste überwiegend in der 60+ Gruppe zu verordnen sind, da wird die Luft langsam dünn bzw die potentielle Gästeliste sehr übersichtlich und auf altbewährte FDP Kräfte kann man aus biologischen Gründen nicht mehr zurückgreifen, da muss eben Münte ran.
Seine deutlich jüngere Frau kann einem leid tun. Als seniler alter Mann braucht er ja mittlerweile Unterstützung auf Schritt und Tritt. Fürs Senioren-TV mag es so gerade noch reichen; diese Zielgruppe kapiert eh nichts.
„Doch der Historiker weiß leider – zumindest einstweilen – noch nicht, woher diese neuen Eliten kommen sollen.“
Die neuen Eliten, die Deutschland aus der Todesstarre reißen werden, sind doch direkt unter dem Artikel zu sehen, die Heidi und die Bärbel etc. werden uns gewiss zu Tode retten!
Herr Mai hat die passenden Worte gefunden. Ergänzen möchte ich dazu nur die übergeordnete Perspektive der Wirtschaftlichkeit. Wirtschaftlichkeit, Kosten – Nutzen, fehlt in der politischen Führung. Auf allen Ebenen. Bildet allerdings die Grundlage jedes Vertrages und betrifft jeden Bereich des täglichen Lebens. Beispiel Infrastruktur: Kann die DB, eine Körperschaft d.ÖR, die eigentlichen Aufgaben offenkundig nicht erfüllen, dann gehört diese Körperschaft aufgelöst. Weil der Souverän vor weiteren volkswirtschaftlichen Schäden geschützt werden muss. D.h. in den Konkurs überführen und auf rechtsstaatlicher Ebene, transparent abwickeln. Verkaufen an alle, die dafür die Mittel haben. Angebot und Nachfrage bestimmt der Markt. Alle Körperschaften, auch die… Mehr
Naja, „dass die Flüchtlinge unsere Renten verdienen“ hat der Herr Fratscher eigentlich nicht gesagt. Er sagte, sie würden sie BEZAHLEN. Aber wer weiß – vielleicht hat er GEMEINT, dass sie deutsche Renten VERDIENEN. Darauf wird es jedenfalls hinauslaufen.
„Es ist unfair, Politiker an ihren Wahlversprechen zu messen“. Zitat Müntefering. So gesehen paßt er zu Merz wie ein Zwilling.
Lang lebe Selenskyj, unser Kaiser und König, hurra!
Mal ganz ehrlich, nachdem offiziell bestätigt wurde, dass die Ukraine unsere Pipelines gesprengt hat, hätte die Nato eigentlich in die Ukraine einmarschieren und das Land zwischen Polen und Ungarn aufteilen sollen.
Münte erinnert mich spontan an den billigen Horror – Klassiker „Irgendwann kommen sie wieder!“ Und schon habe ich seine Worte wieder sinngemäss im Ohr… „Wer nicht arbeitet, braucht auch nichts zu essen“… es wär unfair, eine Partei an ihren Wahlversprechen zu messen…usw. Hatte bzw. hat mit grundgesetzlicher Demokratie bzw. Sozialstaatsprinzip iwS. nichts gemein. Aber sicher läuft die Demokratie für diesen „Polit- Wiedergänger“ „rund und stabil“. Er hat ja sicher genug zu essen. Für einen Sozialisten sicher etwas im übergewinnsteuerpflichtigen Bereich, würden böse Zungen vielleicht äussern. Ob er damals viel dafür gearbeitet hat? Dieser „Jopie Heesters der SPD“ ist noch nicht… Mehr
Es lohnt meines Erachtens nicht, sich mit Frau Strack-Zimmermann zu befassen. Dazu ist sie viel zu unbedeutend. Und wir fällt in ihrer Vita nun rein gar nichts auf, das ich als eine außergewöhnliche Leistung bezeichnen würde. Ich frage mich ohnehin immer, wer dieser Dame zuhört.
Es müßte noch untersucht werden, inwiefern die Wiedervereinigung am Niedergang Deutschlands schuld ist. Jedenfalls bescherte sie uns die Kommunistin Merkel und in der Folge einen steten Abstieg über Scholz zu Merz. Mit Merkel nahm die Infantilisierung der Politik ihren eigentlichen Anfang („Sie kennen mich…“) Dieser Staat als Sozialstaat hat aufgrund von Überdehnung ein Ausgabenproblem. Noch versucht er sich mittels gewaltiger Schulden und Zugriff auf die letzten Ressourcen Zeit zu erkaufen. Der Zusammenbruch wird, je länger er hinausgezögert wird, umso schrecklicher sein. Die oberste Maxime demokratisch gewählter Politiker lautet: Wo und wie gewinne ich ‚Wählerstimmen.? Und zur Zeit finden sie diese… Mehr
Jetzt kommen die aussortierten Alten von gestern wieder vor die Kamera.
Was für ein verrücktes Land, diese verkommene BRD im Niedergang.
Ich frage mich, wie eigentlich die Versteuerung einer Wertsteigerung einer Immobilie laufen soll. Vermutlich so: Mit der jährlichen Steuererklärung muss ein durch ein Wertgutachten für jede Immobilie des Steuerpflichtigen vorgelegt werden. Akzeptiert werden nur diejenigen von öffentlich bestellten Sachverständigen. Der Wertzuwachs vom Vorjahr zum nächsten Jahr wird mit 50% versteuert und muss unabhängig von einer Realisierung dieses Wertzuwachses durch einen Verkauf bezahlt werden. Wertminderungen sind unbeachtlich und führen keinesfalls zu einem absetzbaren Verlust. Wär doch gelacht, wenn der Staat Immobilienbesitzer nicht nachhaltig ruinieren könnte.