Die Flucht in den Humor

Die Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel hat, wie zu erwarten, die aufziehende Wirtschaftskrise und Corona-Gefahr verschlafen. Die Bürger bewahren sich wie zu Zeiten des krisengeschüttelten Ost-Blocks ihren eigenen mitunter auch schwarzen Humor.

Fast in aller Welt – also rings um Deutschland – handeln die Regierenden schneller und konsequenter als Merkels große Koalitionäre. Die Kanzlerin tut, was sie immer tut bei Krisen – sie zaudert, zögert und wartet ab. Getreu ihrem Motto: Erst mal sehen, wohin die Pferde laufen, kolportieren Unionsabgeordnete des Bundestages die Arbeitsweise von Deutschlands Kanzlerin. Sie handele immer erst dann, wenn sie sicher sei, dass sie dabei nicht verlieren könne. Österreicher, Dänen, Polen, Tschechen, Franzosen und Italiener reagieren schnell, weil sie Verantwortung für ihre Bürger tragen. Merkels Deutschland wartet ab und wacht als Letzter auf.

Dafür werden die angekündigten und geplanten Massenentlassungen in der deutschen Kernindustrie seitens der Regierenden nun der grassierenden Corona-Pandemie zugeschrieben. Nicht nur die Kliniken richten sich auf immer mehr Corona-Patienten ein, sondern auch die Arbeitsämter auf einen Ansturm von Arbeitslosen. Merkels Party mit sprudelnden Steuer- und Sozialbeitragsquellen ist vorbei. Ihren Klimaschutz können Greta und ihre hysterischen Grünen einpacken. Jetzt geht’s ums Überleben. Geistig trösten sich die Bürger bereits im Netz mit ihrem eigenen Humor in der Krise.

Obwohl der sich in Deutschland weiter ausbreitende Corona-Virus inzwischen eine todernste Sache ist, wollen im Netz manche Menschen mit schwarzen Humor und Satire die Krise bewältigen oder sich nicht unterkriegen lassen. Getreu dem Motto: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Auch in schlimmen Zeiten, so war das schon immer. Wie hier zu sehen:

Schnelles Handeln war für Merkel keine vorrangige Option

Die Kanzlerin war lange abgetaucht, denn sie wartet ja gerne ab, wohingegen selbst andere wie US-Präsident Donald Trump handeln. Lediglich die Bild-Zeitung kritisierte das Abtauchen der Regierungschefin: „Nur Merkel kneift in Sachen Corona-Krise“. 

Kritik vom Journalistenchor gab es bei ihrer arg verspäteten Pressekonferenz diese Woche in Berlin im Wesentlichen nicht. Das Gros der Presse liegt wieder voll auf Kuschelkurs mit ihrer Flüchtlingskanzlerin. Vor allem die Bundesjournalisten, sonst immer scharf und angriffslustig gegenüber politischen Lieblingsgegnern wie AfD, FDP, CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer oder CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz, scheint überhaupt nicht zu interessieren, warum Merkels Regierung angesichts einer Viren-Katastrophe die Bevölkerung nicht ausreichend mit Desinfektionsmitteln versorgen kann.

Denn: Hamsterkäufe haben die Regale leergefegt und es gibt obendrein keinen Nachschub. Aber es ist jetzt, laut Virologen, die allerwichtigste Aufgabe diese Desinfektionsmittel für die Bürger bereitzustellen, und dazu eine gerechte Verteilung zu organisieren. So etwas darf eine verantwortungsvolle Regierung in der Corona-Krise nicht mehr dem Markt überlassen.

Wo sind also die Berichte vor allem der öffentlich-rechtlichen Medien über die Produktion von Desinfektionsmitteln bei Herstellern wie zum Beispiel Sagrotan (jetzt im amerikanischen Besitz) oder anderen Produzenten für Drogerieketten. Wo sind die Berichte zur Hauptsendezeit oder in den Brennpunkten über die Einzelhandelsketten wie sie eine bessere und gerechte Verteilung von Desinfektionsmitteln organisieren?

Die satirische Kritik übernehmen die Bürger wie hier im Netz.

Aber auch bei den Discountern werden zur Zeit die Regale von den Kunden leergeräumt. Nudeln oder Reis im Angebot gehen sofort weg. Bei Real in Leipzig wurden den Mitarbeitern die Angebotsnudeln beim Einräumen regelrecht aus den Händen gerissen.

Getrennt sitzen und gemeinsam marschieren

Zudem muten manche Handlungsanweisungen zwar teils vernünftig und andererseits auch kurios an. So hat zum Beispiel die Bundespressekonferenz für die Termine von Deutschlands Elitejournalisten eine neue Arbeitsweise für Gespräche mit der politischen Klasse gendergerecht anempfohlen: „Wir möchten für unsere Pressekonferenzen ab sofort und bis auf weiteres, um eine neue Sitzordnung bitten. Wir schlagen vor, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils einen Sitzplatz zwischen sich und ihrem Nachbarn oder Nachbarin freilassen. Außerdem bitten wir darum, von Reihe zu Reihe versetzt zu sitzen, um so für einen größeren Abstand zu sorgen. Dazu kann gerne die ganze Breite des Saales benutzt werden.“

Vor allem im krisenerprobten Osten Deutschlands sind viele Witze im Netz unterwegs:

Aber auch international geht der Humor zur inneren Bewältigung einer gefährlichen Krise nicht aus:

Kommen wir also mit Vernunft und Vorsicht durch diese Corona-Krise. Zumindest sind unsere Regierenden jetzt nach dem konsequenten Handeln durch unsere Nachbarn aufgewacht.

Noch tragen es viele Bürger tapfer mit Humor wie hier zum Abschluss mit einem Gruß aus dem deutschen Bierland:

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Kommentare ( 52 )

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52 Kommentare auf "Die Flucht in den Humor"

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Danke!!!
Bitte mehr davon! :-))

PS. Bei der Tabelle fehlt noch der saure Regen (70er) und das Waldsterben 1981…

Mein Humor-Beitrag:

In München wurden Veranstaltungen ab 1000 Personen untersagt. Es finden also keine Wohnungsbesichtigungen mehr statt.

Schade, dass Ronald Pofalta nicht mehr Kanzleramtsminister ist: Er würde die Corona-Krise mit einem Federstrich für beendet erklären, und wir könnten zu unserem normalen Leben zurückkehren. Leider hatte Frauchen etwas gegen seine schneidige Vorgehensweise…

Übrgens, das aktuelle Ärzteblatt schreibt, dass 2017/18 25100 Menschen an Grippe gestorben sind. Komisch, damals waren die Regale voll. Aber vielleicht waren damals die Apokalyptiker des CO2-Irrglaubens noch nicht so gut organisiert.

Machen wir den Fakten-Check – So einfach waschen sich die Viren eben nicht weg: „Man kann ein paar Viren abschwemmen von der Hand, aber man kann sie nicht abtöten, man trägt noch eher zur Weiterverbreitung bei, also die Desinfektion ist also das einzig Richtige“, erklärt Hygiene-Facharzt Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Zastrow wie hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=zIhpq0sQHss Die Viren schwirren dann eben im Waschbecken und am Wasserhahn rum. Klar man kann ihn dann stundenlang nicht benutzen und vielleicht einen Tag später. Aber vielleicht hat ja die Politik Interesse daran, aufgrund ihrer Unfähigkeit ausreichend Desinfektionsmittel zu organisieren (zumindest in Krankenhäusern, Arztpraxen, Behörden,… Mehr

Auch schön: das Rote Kreuz braucht dringend Blutkonserven und bietet Spendern jetzt an, 500 ml Blut im Gegenzug mit 150 ml Desinfektionsmittel zu vergüten. Bei den aktuellen Preisen sind also nicht einmal mehr 500 ml Sterillium für die gleiche Menge des roten Lebenssaftes mehr drin.
Das ist keine Satire, sondern im Wortsinn blutiger Ernst…

„Aber es ist jetzt, laut Virologen, die allerwichtigste Aufgabe diese Desinfektionsmittel für die Bürger bereitzustellen, und dazu eine gerechte Verteilung zu organisieren. So etwas darf eine verantwortungsvolle Regierung in der Corona-Krise nicht mehr dem Markt überlassen.“
Mit Verlaub, wer sind denn die Virologen, die meinen Ottonormalbürger bräuchte spezielles Desinfektionsmittel? Der Bürger braucht nur Fettlöser, also Seife, Allzweckreiniger, Spülmittel, Waschmittel … Das zerstört den Virus. Mehr als kaputt wird er auch nicht durch Sagrotan. Man braucht ja jetzt nichts gegen besondere Pilzsporen oder Bakterien.

Leider tötet Waschen die Viren nicht ab, sondern sie werden mechanisch abgespült. Das ist zwar besser als nichts, birgt aber Restrisiken. Nur hochprozentiger Alkohol zerstört die Hüllen.
Dazu findet man bei Interesse Interviews mit dem renommierten Hygieniker Kaus-Dieter Zastrow im Netz, der die Empfehlungen des RKI „Händewaschen genügt“ für gefährlich hält. Vermutlich wollte Letzeres mit seinen Mitteilungen, Mundschutz und Desinfektion seien unnötig, der Regierung helfen, ihre fehlenden Vorbereitungen zu verschleiern und Paniken zu vermeiden.

Ja, das Netz ist voll mit wunderbar lustigen Bildern. Wenigstens das können sie uns nicht nehmen oder verbieten (NOCH nicht!). Hier ein schöner Netzfund für die TE-Gemeinde: Der Erlkönig 2020 Wer hamstert so spät bei Nacht und Wind? Es ist der Deutsche, der wieder spinnt. Er hat die Nudeln wohl in dem Arm, Und Klopapier, für seinen Darm. Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? Siehst Vater, du, denn Nachrichten nicht? Die Pandemie von Corona sie naht…. Mein Sohn Hygiene dich bewahrt. Mein Vater, mein Vater, doch hörest du nicht Wie die Grundversorgung zusammen bricht? Sei ruhig, bleibe… Mehr

Köstlich! Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst …
Danke für die vielen Schmunzler und Lacher, lieber Herr Opitz!

Lieber Herr Opitz, 30 Jahre lang konnte jeder „Hans und Franz‘ einer jeden Partei jedweden Schwachsinn verbreiten und von sich geben und wusste intuitiv, es wäre eh egal, es hätte keine reale Bedeutung, das Land und seine Bürger würden es schon richten. Diese Zeiten sind aber voerst und wohl für lange Zeit Geschichte! Und so haben wir jetzt verdientermaßen vorwiegend politische, geistig-moralische und charakterliche ‚Leichtgewichte“, man könnte auch sagen, Versager an der Spitze unseres Landes. Und so sollten wir uns ausschließlich auf uns selbst und unsere Umgebung verlassen, oder anders gesagt „Berlin, we don‘ t give a shit“! Jedenfalls, diese… Mehr