Bitcoin statt Energiewende

Wenn wir es nicht selbst schaffen, die Energiewende zu beenden, erledigt das eben die Blockchain für uns.

© JUSTIN TALLIS/AFP/Getty Images

Die Überzeugung vieler, man müsse zur Begrenzung einer potentiellen Erderwärmung die anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen deutlich senken, stellt die derzeit größte Bedrohung unserer Freiheit und unseres Wohlstands dar. Trotzdem sind dem Klimaschutz dienende Forderungen nach wie vor ungebrochen populär und werden hierzulande von einer übergroßen Koalition politischer Kräfte aus Union, Freien Demokraten, Grünen, Sozialdemokraten und Linken propagiert.

Das kann nur mit dem Unwillen erklärt werden, sich die Welt so auszumalen, wie sie nach Umsetzung wirklich wirksamer Maßnahmen tatsächlich aussähe. Kaum ein Fahrzeug könnte mehr eingesetzt werden, kaum eine Heizung noch wärmen, kaum ein Stahlwerk mehr produzieren, hätte man all dies mit biogenen oder synthetischen Substituten für die fossilen Primärenergieträger zu betreiben. Es gibt keinen Ersatz für Kohle, Erdöl und Erdgas, weder hinsichtlich der erforderlichen Menge, noch hinsichtlich der Einsatzflexibilität oder der einfachen Handhabung. Der propagierte Umbau der globalen Versorgung unter der Prämisse der „Klimafreundlichkeit“ ist notwendigerweise immer mit einem umfassenden Verzicht auf Energie verbunden.

Die deutsche Energiewende stellt hierfür ein exemplarisches Beispiel dar, sind ihre Ziele doch nur erreichbar, wenn wir unseren Primärenergiebedarf um die Hälfte und unseren Strombedarf um ein Viertel senken. So jedenfalls sieht es das noch immer gültige Energiekonzept der Bundesregierung aus dem Jahr 2010 vor, an dem sich seitdem alle energiepolitischen Entscheidungen orientieren. Eine durch die Bevölkerung induzierte Abkehr von dieser Politik scheint vorerst unmöglich, obwohl sie doch angesichts explodierender Strompreise und gefährlich reduzierter Versorgungssicherheit dringend notwendig wäre. Aber wo der Wähler zu gleichgültig und zu träge agiert, um sich selbst zu helfen, wird ihm vielleicht unverhoffte und unerwartete Rettung aus einer ganz anderen Richtung zuteil.

So unabdingbar eine Maßnahme aus der Perspektive ihrer Unterstützer auch erscheinen mag, sie werden sie dennoch nicht ergreifen, sollten die ihr innewohnenden Risiken eine ertragbare Schwelle überschreiten. Und keine Gefahr scheuen Politiker mehr als die des Machtverlustes. Wer schnitzelessende Autofahrer zu veganen Radfahrern umerziehen will, wird seinem Untergang an der Wahlurne nicht entgehen können. Auch wenn ein in allerlei Umfragen erhobenes Stimmungsbild den Erfolg einer umfassenden staatlichen und medialen Propaganda belegt, die den Bürgern dieses Landes mit der „Klimakrise“ ein nichtexistentes Problem als bedeutende Bedrohung verkauft: Sobald es die Möglichkeiten der individuellen Lebensgestaltung betrifft, wird der Hedonismus immer gewinnen.

Menschen, die sich durch Bilder von Wirbelstürmen oder Überschwemmungen zur Abschaffung von Kühlschränken oder Fernsehern bewegen lassen, stellen eine höchst seltene Spezies dar. Mit jeder weiteren Innovation, die uns die Wirtschaft zur effektiveren Erfüllung unserer Bedarfe anbietet, wachsen die Hürden für die Etablierung eines wirklich wirksamen Klimaschutzes. Denn erstens ist immer mehr Energie erforderlich, um diese Produkte herstellen und einsetzen zu können und zweitens werden wir ihrer Verwendung immer weniger entsagen wollen. Manches könnte noch verboten werden, rein theoretisch, obwohl wir mit ihm bereits in Symbiose leben, man denke an SUVs oder Smartphones. Manches könnte noch verhindert werden, rein theoretisch, obwohl seine Geburt unmittelbar bevorsteht, man denke an fliegende Autos oder Raketenflugzeuge. Manches aber ist bereits da, am Rande unserer Wahrnehmung auftauchend, gegen das selbst eine totalitäre Ökodiktatur völlig machtlos wäre. Man denke an die Blockchain.

Vordergründig ist eine Blockchain nicht viel mehr als eine redundant betriebene, dezentrale Datenbank, deren Aufbau jede Manipulation praktisch unmöglich macht. Alle in ihr gespeicherten Einträge sind für alle Nutzer jederzeit einsehbar. Alle Nutzer können zudem jederzeit neue Einträge hinzufügen. Diese werden in Blöcken gespeichert, die durch clevere kryptographische Verfahren mit den bereits vorhandenen verklebt werden. Dabei weist jeder neue Block seine Gültigkeit durch die Berücksichtigung aller Daten in seinen Vorläufern nach. Eine nachträgliche Änderung seiner Inhalte unbemerkt vorzunehmen gelingt daher nur bei gleichzeitiger Überschreibung aller seiner Nachfolger. Wer diese Rechenkraft aufbringen kann, hat mehr davon, die Blockchain zu erhalten und sie weiter auszubauen.

Denn das ist ungeheuer attraktiv. Eine Blockchain bietet einen absolut vertrauenswürdigen, weil vollkommen transparenten Marktplatz im Internet, der sich selbst organisiert und ohne jede zentrale Institution auskommt. Gleichzeitig besteht für ihre Nutzer die Möglichkeit, vollkommen anonym zu bleiben. Dem „Internet der Informationen“ wird dadurch als neue Schicht ein „Internet der Werte“ hinzugefügt. Gehandelt werden kann dort alles, was aus Sicht der Anwender einen „Wert“ hat, ob Daten, Dienstleistungen, Befugnisse oder Ansprüche. Käufer und Verkäufer finden zusammen, ohne sich zu kennen, ohne sich kennenlernen zu müssen und ohne einen Vermittler oder Wächter zu benötigen. Als universelles Tauschmittel für alle Transaktionen dienen sogenannte „Coins“, rein virtuelle Recheneinheiten, die durch Zuweisung an diejenigen geschöpft werden, die den Rechenaufwand zur Erstellung neuer Blöcke und damit zur Validierung neuer Transaktionen auf sich nehmen.

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man diese Coins nicht als „Geld“ bezeichnen oder gar als „Währung“. Schließlich steckt keine Notenbank dahinter, die sie produziert und für ihren Wert garantiert. Sie sind auch nicht in irgendeiner Weise in der Blockchain repräsentiert, etwa durch bestimmte Zeichenketten. Sie sind schlicht eine Vorstellung von „Geld“, repräsentiert durch in der Blockchain niedergelegte Besitzrechte. Im Jahr 2009 startete die erste Blockchain überhaupt, deren einzige Funktion in der Generierung und Verbreitung der sogenannten „Bitcoins“ bestand. Sie demonstriert bis heute überaus erfolgreich die Potentiale des Systems und hat zahlreiche Nachahmer inspiriert. Immer neue Blockchain-Anwendungen werden erdacht, realisiert und erprobt, von Insellösungen für einzelne Firmen, über Plattformen für spezifische Wertschöpfungsketten bis hin zu universellen, allgemein verfügbaren Ansätzen.

Diese Technologie vermag die Grundlagen unseres Wirtschaftssystems radikal zu verändern. Sämtliche Intermediäre, ob Banken, Anwälte, Notare oder Makler, sind nicht mehr erforderlich, wenn einander fremde Parteien problemlos miteinander handeln können, ohne die Möglichkeit, sich gegenseitig zu hintergehen. Blockchains sind programmierbar. Sogenannte „Smart Contracts“, in „wenn-dann“-Algorithmen programmierte Verträge, ermöglichen die Automatisierung vieler Prozesse etwa in der Logistik, der Produktion oder der Finanzwirtschaft. Virtuelle Firmen ohne einen in der realen Welt existierenden Sitz können sich ad hoc bilden und sich auch ebenso schnell wieder auflösen. Selbst Maschinen vermögen als Unternehmer tätig zu werden.

Einem autonomen Robotertaxi sollte man beispielsweise durchaus zutrauen, auch Transaktionen in der Blockchain abzuwickeln. Die Abrechnung eines Beförderungsauftrags erfolgt dann über die Blockchain mittels eines an Geodaten gekoppelten „smarten Vertrags“. Mit den auf diesem Weg erhaltenen „Coins“ tankt das Auto selbstständig nach und zahlt Versicherungen, Reparaturen und Parkgebühren ebenfalls eigenständig. So entstehen völlig vom herkömmlichen Fiatgeld entkoppelte Ökonomien. In denen nicht nur die Notenbanken entmachtet wären, sondern auch wichtige Einnahmequellen für den Unterhalt zahlreicher öffentlicher Institutionen wegfielen. Denn der Staat sieht zwar, was gehandelt wird, aber nicht mehr, von wem. Wie will er dann noch Steuern erheben?

Zu erheblich sind die Vorteile der Blockchain, als dass ein freiwilliger Verzicht auf ihre Nutzung denkbar wäre. Erzwingen ließe ein solcher sich ohnehin nur durch die Abschaltung des Internets. Wer unterhalb dieser Schwelle reguliert und verbietet, sorgt nur für eine territoriale Verlagerung von Hardware-Komponenten, zur Not auf schwimmende Plattformen in internationalen Gewässern oder gleich in den Erdorbit. Die Blockchain selbst ignoriert Grenzen, althergebrachte Rechtsordnungen oder das Handeln von Regierungen und Behörden. Ihre Resilienz gegen jeden behördlichen Eingriff bezieht sie aus der Rechenleistung, die sie trägt. Und das Lösen der in ihre Architektur eingearbeiteten komplexen mathematischen Aufgabenstellungen, das ihre Integrität gewährleistet, bedarf einer ziemlich großen Rechenkraft und damit einer ziemlich großen Menge elektrischer Energie. Tatsächlich steht der Bitcoin für den direktesten Weg, Energie in Werte umzuwandeln, den die Menschheit bislang gefunden hat. Und je mehr Energie man einsetzt, desto höher der Ertrag.

Während ich dies schreibe, liegt der geschätzte Jahresenergiebedarf der Bitcoin-Blockchain bei fast 47 Terawattstunden. Eine gerade mal 150 Gigabyte große Datenbank, die auf einigen zehntausend Computern gespiegelt wird, benötigt für ihren Erhalt und ihren Ausbau eine Strommenge, durch die sie, wäre sie ein Land, auf Platz 53 der Weltrangliste läge, zwischen dem Irak und Singapur! Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Um 2020 könnte sie, mit dann vielleicht 200 Gigabyte und Kopien auf hunderttausend oder mehr Knoten, Deutschland eingeholt haben. Sicher, Computer werden effizienter, was allerdings erfahrungsgemäß zu einer weiteren Beschleunigung des Wachstums und damit des Strombedarfs führt.

Natürlich wird über andere, weniger Energie verschlingende Verfahren zur Erstellung neuer Blöcke nachgedacht. Aber jeder dieser alternativen Ansätze würde den zur nachträglichen Manipulation von Daten erforderlichen Aufwand und damit die Vertrauenswürdigkeit einer Blockchain vermindern. Nein, wir steuern auf eine Zukunft zu, in der abertausende von Blockchains für die unterschiedlichsten Zwecke miteinander konkurrieren werden. Und die mit dem höchsten Sicherheitsniveau, also die mit den anspruchsvollsten kryptographischen Systemen, also die mit dem höchsten Energiebedarf, die gewinnen diesen Wettkampf.

Noch bevor die Blockchain-Technologie ihr disruptives Potential in Bezug auf Fiatgeldsysteme oder staatliche Strukturen aller Art entfaltet, zerstört sie endgültig die politische Illusion, es wäre trotz aller damit verbundenen Schwierigkeiten grundsätzlich möglich, zur Bewältigung lokaler oder globaler „Energiewenden“ in großem Umfang Energie einzusparen. Sie verbannt dadurch auch die Idee vom „Klimaschutz“ endgültig in die von der realen Welt abgekoppelten Reservate luxuriöser Konferenzräume, in denen sich Aktivisten mit bunten Präsentationen nur mehr abwechselnd ihrer eigenen Bedeutung versichern.

Investoren, die gerne von der Blockchain profitieren möchten, aber dem Bitcoin und anderen virtuellen Tauschwerten aufgrund ihrer sprunghaften Kursentwicklung in Bezug auf staatliche Währungen misstrauen, sollten vielleicht Anteile an Kohle- und Uranminen erwerben. Schließlich ist die Blockchain nicht allein. Das ganze andere Zeug, von künstlichen Intelligenzen über virtuelle Realitäten bis hin zu Quantencomputern, kommt ja noch hinzu. Da freut man sich doch glatt über eine Regierung, die unter „Digitalisierung“ nicht viel mehr als die Verlegung von Glasfaserkabeln versteht. Weil sie ihren eigenen Untergang nicht verzögern kann, wenn sie ihn nicht sieht.

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Kommentare ( 24 )

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Würde man nicht dem dezentralen Konzept der Blockchain auch mit der dezentralen Energieerzeugung gerecht werden? Man zieht sich den Strom in eine für diesen Zweck geeignete Pufferbatterie, das reicht problemlos für einen Computer, würde ich meinen. Keine Netzeinspeisung, damit keine Destabilisierung des Netzes.
Wahlweise für risikofreudige Zeitgenossen ein Smart Grid mit Cryptocoin-Koppelung. Sicher lustig anzusehen.

Wie man sich vor Gericht durch eine Datenbank vertreten lassen kann, ist mir nicht klar. Es sei denn, man ersetzt die Gerichte ebenfalls durch eine Datenbank. Aber auch dann ist mir nicht klar, wie z. B. ein anonymes Gericht einen anonymen Angeklagten zu einer Haftstrafe verurteilen kann. Die Anwälte werden also so schnell nicht überflüssig werden.

Zu sehr vielen Prozessen wird es ja gar nicht mehr kommen! Und richtig, ein anonymer Mensch kann nicht vor Gericht belangt werden. Es wird also natürlich weniger Arbeit für Anwälte geben. Bin gespannt, wann es unseren Politikern auffällt, dass es da etwas gibt, über das man sich ernsthafte Gedanken machen sollte. Verhindern kann man dieser Entwicklung nicht. Nur überlegen, wie man damit umgeht.

Natürlich gibt es bedenken gegen Bitcoins und andere nicht materielle Währungen. Genauso wie es sie gegen das virtuelle Geld der europäischen Zentralbank geben sollte.
Trotzdem muss doch die Frage erlaubt sein, warum die Erzeugung von Geld den Stromverbrauch eines kleinen Staates braucht und wie man sich eigentlich gegen Totalverlust absichern kann. Wenn es nirgendwo wirklich registriert ist, dann ist es eine Einladung für Hacker sich zu bedienen.
Außerdem sollte jedem klar sein, dass niemand Geld „verdient“ sondern, dass es seinen Anteil an der Gesellschaft definiert. Diese Tatsache kann auch mit Bitcoins nicht umgangen werden.

Es irgendwo zu registrieren ist doch erst recht eine Einladung, weil der Ertrag viel höher und viel gewisser ist als das Eindringen bei einzelnen Personen.

Wer glaubt, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet, der glaubt auch, dass eine Blockchain Werte schafft.

Allen viel Spaß mit der Digitalblase und dem Glauben daran, dass man ein Blockchain-System nicht manipulieren könnte.

Schönen Tag noch.

Der blockchain entzieht sich staatlicher Kontrolle, braucht aber Unmengen Energie. Energieerzeugung ist unter staatlicher Kontrolle. Hat damit der Staat nicht Kontrolle über blockchains, z.B. in einer (kommenden) Energiemangelwirtschaft durch Zuweisung von Energie?

Als Folge werden dann halt zukünftig diejenigen, die mit dem Robotertaxi fahren die Steuern bezahlen müssen. Der Sztaat verzichtet nicht auf Steuern, er holt sie sich immer dort, wo er eine Person greifen kann. Das hat er bereits im Bereich Bauwirtschaft bewiesen.
Somit ist es dann irgendwann vollkommen wurscht wie die Firmen alles abwickeln, Steuern werden dann irgendwann halt nur noch vom Endverbraucher gezahlt, direkt an den Staat. Ob das gerechter sein wird? Nein, denn dann ist der Steuersatz für alle gleich hoch.

Was wäre an einem Steuersatz für Endverbraucher, der für alle gleich hoch ist, so ungerecht? Wer mehr kauft/kaufen kann, bezahlt auch mehr. Und zwar immer. Ohne Steuersparmöglichkeiten in der legalen Grauzone.

Danke für ihren sehr aufschlußreichen Artikel Herr Heller!

Zitat:
Da freut man sich doch glatt über eine Regierung, die unter „Digitalisierung“ nicht viel mehr als die Verlegung von Glasfaserkabeln versteht. Weil sie ihren eigenen Untergang nicht verzögern kann, wenn sie ihn nicht sieht.

Diese letzten beiden Sätze zeigen überdeutlich mit was wir es bei diesen „Eliten der Politik“ zu tun haben!
Hauptsache ihr Weg in den Himmel ist gesichert,denn schon Jesus sprach : selig sind die arm an Geist sind,denn denen ist das Himmelreich.

„Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man diese Coins nicht als „Geld“ bezeichnen oder gar als „Währung“. Schließlich steckt keine Notenbank dahinter, die sie produziert und für ihren Wert garantiert.“ Staatliches Geld ist eher ein Betrugssystem! vgl. http://www.misesde.org/?p=17649 „Mit dem Geldsystem können sich die Staaten den Anstrich des fürsorglichen Wohlfahrtsstaats geben, die immensen Kosten für die angeblichen Wohltaten aber verbergen. Das läuft Hand-in-Hand mit einem undurchsichtigen Steuersystem, wo ein durchschnittlicher Arbeitnehmer zwischen 60 und 85% Steuern- und Zwangsabgaben zahlen muss. Und schließlich gibt es noch die Zentralbanken, die angeblich die unabhängigen Hüterinnen der Währungen sein sollen. Im Falle der EZB nennt… Mehr

eben

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..was spielt es für eine Rolle, ob das – Volk – Tyrann ist, oder ob es die – Einzelperson – ist?

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Das Ergebnis das selbe: *das Individuum verliert seine Selbstbestimmung.*

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..von den Wenigsten erkannt – erst, es zu spät ist, heißt es: „Das hätte man aber wissen können!“

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Ist diese Erkenntnis denn neu – Fragezeichen mit Ausrufezeichen…

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Jetzt ist die Zeit, unsere Politiker nach ihrem Wissen über die Digitalisierung zu befragen und zwar über die relevanten technischen Daten und Inhalte, wie zum Beispiel Blockchain, Proxyserver, Tor, Ethereum, Subnetmasken, Kompressionsverfahren und so weiter und so fort – also alles das, was Millionen digital Arbeitender und selbst Computerspieler seit Jahrzehnten wissen und als Standard verwenden. Vielleicht glauben ja viele Politiker, dass Java ein lustiger, neuer Brotaufstrich ist. Möglicherweise denken sie auch, dass sie mit Facebook, Twitter und E-Mail die Digitalisierung erklären können.

Kryptowährungen haben einen gewissen Charme: Sie könnten die Macht der Zentralbanken und die Banksterkartelle zerbrechen -und genau das ist auch der Grund, warum sie aktuell systematisch zerstört werden: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Und den Politikern und Bankstern das Geldmonopol wegzunehmen, das darf eben nicht sein. Und nein: Das hat originär nichts mit dem Energiebedarf für Bitcoin zu tun. Bitcoin ist eine Kryptowährung, die auf dem sog. „Proof-of-work“-Prinzip beruht -das (und der Umstand, dass Bitcoin schlecht skaliert und nur wenige hundert Überweisungen pro Sekunde zulässt) wird dafür sorgen, dass Bitcoin wieder von der Bildfläche verschwinden wird. Aber… Mehr

geld, in form von buch-oder fiatgeld ist ja im eigentlichen sinne nichts anderes als eine forderung gegenüber dem staat, der verspricht diese einzulösen.
bei kryptowährungen ist, resp. war diese forderung mit dem kaufwert ja abgesichert durch den „erstkäufer“ als gläubiger im gegensatz zum staatlichen buch- und fiatgeld, das seit den 70ern nicht mehr mit gold hinterlegt ist.
gleichwohl verschwindet geld nicht wenn gezockt wird, es landet lediglich in anderen taschen -siehe börse oder bankenrettung (inkl. griechenland).