Israelische Medien berichten, President Trump könnte dem Mullah-Regime ähnlich wie im 12-tägigen Israel-Iran-Krieg 2025 eine "Falle" gelegt haben. Wer sich im Hause Saud durchsetzt, Mohammed oder Khalid bin Salman, könnte zugleich mit Trumps Entscheidung gegen die Mullahs fallen.
picture alliance / ZUMAPRESS.com | Thomas Krych
Israelische Medien berichten, President Trump könnte dem Mullah-Regime ähnlich wie im 12-tägigen Israel-Iran-Krieg 2025 als Taco (Trump always chickens out) eine „Falle“ gelegt haben. Trump habe seine Rhetorik zuletzt eskaliert und gleichzeitig zu Verhandlungen aufgerufen, berichtete der hebräischsprachige Yedioth Aharonot.
Der Iran könnte eine begrenzte Flexibilität bei seinem Atomprogramm zeigen, aber bei seinen ballistischen Raketen keine Kompromisse eingehen. Trump könnte das Szenario vom Juni 2025 wiederholen und angreifen, nachdem Teheran die genannte Obergrenze nicht akzeptierte. 2025 griff Israel am 13. Juni überraschend an, die US folgten mit Schlägen gegen die Atomanlagen.
Die US-Luftwaffe hat die Frachtflüge nach Jordanien deutlich erhöht; mindestens 11 C-17-Transportflugzeuge sind eingetroffen. Dies deutet auf die Stationierung der Raketenabwehrsysteme THAAD und Patriot inmitten der Spannungen mit dem Iran hin.
Eine ungenannte Quelle sagte, Washington biete Teheran ein Abkommen an des Verzichts auf sein Atomprogramm, Aufgabe der Urananreicherung und Übergabe seines Vorrats an ein Drittland, Reduzierung des ballistischen Raketenprogramms mit Begrenzung der Reichweite – und Beendigung der Unterstützung bewaffneter Gruppen in anderen Ländern.
Ali Bagheri Kani, stellvertretender Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, erklärte, der Iran werde seine Urananreicherungsbestände bei Verhandlungen nicht abgeben. In einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur Fars betonte er, ein Transfer an ein anderes Land sei „völlig ausgeschlossen“ und kein Gegenstand von Gesprächen mit den Vereinigten Staaten.
Im Iran lässt das Regime seinen Unterdrückungsapparat auf vollen Touren laufen. »Menschenrechtsgruppen warnen vor einem lautlosen Massaker in iranischen Haftanstalten, wo Gefangene Berichten zufolge mit tödlichen Injektionen unbekannter Chemikalien getötet werden, während verwundete Demonstranten in Krankenhausbetten hingerichtet werden.« ++ Aktivisten schlagen Alarm über eine zunehmende Kampagne von Druck, Verhaftungen und Einschüchterung gegen iranische Ärzte und Krankenschwestern, die verletzte Demonstranten behandeln. ++ In den sozialen Medien finden sich zahlreiche Beiträge von Iranern, die eine mögliche amerikanische Militärintervention offen begrüßen. ++ Die Mullahs fürchten zunehmend, ein amerikanischer Militärschlag könnte die bereits weit verbreiteten Proteste erneut entfachen. Ein hochrangiger Parlamentarier äußerte sich äußerst skeptisch zu den bevorstehenden Gesprächen mit der Trump-Regierung und betonte, dass jede Verhandlung die Nuklearfrage direkt ansprechen, die Sanktionen aufheben und die Lebensbedingungen verbessern müsse.
Der Basarkrieg im Internet läuft. Ein hochrangiger iranischer Beamter sagte Reuters: „Für den Beginn der Gespräche will Teheran, dass die US-Militärkräfte aus der Iran-Umgebung abgezogen werden.“ Ein anderer iranischer Beamter und ein westlicher Diplomat deuteten gegenüber Reuters an, US-Witkoff und Außenminister Abbas Araqchi könnten sich in den kommenden Tagen in der Türkei treffen. Ali Shamkhani, hochrangiger Berater des Obersten Führers Khamenei droht in Militäruniform im Fernsehsender Al-Mayadeen auch.
In den letzten Wochen vollzog Mohammed bin Salman eine massive Kehrtwende in der saudischen Außenpolitik. Zehn Jahre nachdem Saudi-Arabien die Vereinigten Arabischen Emirate um Hilfe im Jemen gebeten hatte, bombardierte bin Salman von den Emiraten ausgebildete Streitkräfte und forderte anschließend den Abzug sowohl dieser Streitkräfte als auch ihrer emiratischen Berater. Die Rivalität zwischen Saudi-Arabien und den Emiraten ist zwar nicht neu, doch offenbar hat jemand in Riad einen Schalter umgelegt, und saudische Kommentatoren und Internet-Trolle wandten sich gegen ihre ehemaligen Verbündeten.
Im Trump-Lager setzt die Geopolitik-Fraktion darauf, die Auslieferung der F-35 an MBS zu blockieren, nachdem der die Mullahs schützt. Sie hoffen, Trump wiederholt den Al-Jolani-Fehler nicht, der die Kurden verraten und ISIS in Fortsetzung der Axis of Ikhwan wieder freigesetzt hat. Verteidigungsminister Prince Khalid bin Salman (KBS) ist die Personifizierung der Kritik an MBS innerhalb der Königsfamilie, die für konservative Stabilität, gemäßigte Reformen und wenig Risiko steht im Gegensatz zu Mohammed bin Salman (MBS) und seiner Basartaktik zwischen Mullahs und Trump. Wer sich im Hause Saud durchsetzt, könnte zugleich mit Trumps Entscheidung gegen die Mullahs fallen. Der Gewinner wird König in Riad.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) dementierten einen Bericht, demnach sie die zivile Verwaltung des Gazastreifens übernehmen und mehrere Milliarden Dollar in die Region investieren. Der israelische Kanal 12 hatte über einen solchen Schritt berichtet. Aber wie viele Dementis waren schon Bestätigungen? Es ist eben viel mehr zwischen Mittelmeer und Kaspisee im Gange, als Gesternmedien und Gesternpolitiker und Gesternexperten mit Gesternsinnen wahrnehmen können.

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Wer schreibt den neuerdings die kryptischen Überschriften?
„Wer sich im Hause Saud durchsetzt …. könnte zugleich mit Trumps Entscheidung gegen die Mullahs fallen.“