Blackbox KW 47 – Glühwein-Festungen und ein Satz heiße Ohren

Schaggeline von Orleans mischt Frankreich auf, Hillary wird deutlicher als Fritze, Jensel & Gretel. Dazu ein undurchsichtiger Milliardär und ein durchsichtiger Schulz.

Viel weiß man nicht vom gelernten Tümpelforscher Anton Hofreiter, außer dass er zu den letzten selbst in seiner Partei gehört, die ihre Haare in etwa der Art und Länge tragen, wie Mitglieder eines schwedischen Musikquartetts aus den siebziger Jahren des letzten Jahrtausends. Des weiteren ist bekannt, dass Hofreiter, sobald er eines AfD-Abgeordneten ansichtig wird, die Gesichtsfarbe eines notorischen Trinkers annimmt, Nase und Bäckchen laufen rot an, es ist mit dem Schlimmsten zu rechnen. Dabei macht der Bayer grundsätzlich einen harmlosen, eher beschränkten Eindruck, Motto: Der will bloß spielen. Umso mehr schockierte uns der wohl von Herzen kommende Ausfall von Wolfgang Kubicki, FDP, der einem Kriminalmagazin anvertraute: „Anton Hofreiter von den Grünen. Er könnte mich zu Dingen verleiten, die ich eigentlich nicht will: ihm eine knallen zum Beispiel“. Leider fragte der Journalist erwartungsgemäß nicht weiter nach.

♦ Die Firma Lego bietet jedes Jahr allerhand Neues, vom Weltraumbahnhof bis zur Ritterburg, selbst Schwerlasttransporter sind im Programm der Dänen. Nur die Weihnachtsmarkt-Festung „Breitscheidplatz“ fehlt, obwohl doch die vielen bunten Merkel-Steine zum Nachbauen geradezu einladen …

♦ Jacline (kein Schreibfehler) Mouraud kommt so harmlos daher, aber sie bringt mehr revolutionären Sprengstoff auf die Waage als Sahra Wagenknecht und ihr Oskar zusammen. Die Hypnosetherapeutin aus dem kleinen bretonischen Dorf Bohal hat sich eine gelbe Warnweste angezogen und Monsieur Macron via sozialen Netzwerken gesagt, was sie von seinen Preiserhöhungen und seinem Kampf gegen den Diesel so hält: Rien. Und damit gebar die Schaggeline von Orleans den citoyen(ne) en colère – den Wutbürger. Hunderttausende gehen seit Tagen mit gelben Schutzwesten auf die Straße und rufen Merk…äh…Macron muss weg!  Achtung! Bei uns sind #wirsindmehr-Demonstrationen nur nach schriftlicher Einladung durch Kirchen, Gewerkschaften, Staatsparteien und von Frank-Walter, dem Einseitigen erlaubt. Verpflichtend dabei: Marschmusik von Toten Hosen und Feine Sahne Fischfilet. Nur eines ist ähnlich: Am Ende übernehmen auch in Frankreich die linken Schlägerbanden ohne gelbe Weste die Straße.

♦ Im Land der Leichtgläubigen gilt weiter „Du sollst keine fremden Grenzwerte neben mir haben!“, und zunehmend wird der Bus als Buße akzeptiert. Hilft es, wenn wir rufen wie einst Luther oder Galilei: „Die Schadstoffbelastungen in unseren Städten sind völlig unbedenklich. In Deutschland ist noch kein Mensch durch Stickoxide gestorben. Trotz Diesel.“? Wohl kaum. Eher verhungern die Armen vor der wg. Diesel geschlossenen Tafel in Essen.

♦ In der UNO glauben sie anscheinend selbst nicht mehr so recht an den Klimawandel. Warum sonst sollte ausgerechnet der Chef des UN-Umweltprogramms Erik Solheim 424.000 Euro Reisekosten abrechnen? Ärger gab‘s übrigens nicht wegen CO2, sondern wegen möglichem Spesenbetrug.

♦ Apropos: Martin 100%-Schulz hofft auf ein Comeback in der Spezialdemokraten Partei Deutschlands, der SPD. Als Begründung rief er in seiner typisch pathetischen Art aus: „Es läuft beschissen, aber sollen wir den Laden dicht machen?“ Willst Du eine ehrliche Antwort, Genosse?

♦ Mit großem Trommelwirbel verkündet der „Spiegel“ von allen Kiosken, der Milliardär August von Finck sei „in die Konzeption der AfD-nahen Zeitung ‚Deutschland Kurier’ eingebunden“ gewesen. Schlimm! Der Mann war schon „ein großzügiger Unterstützer“ von Franz Josef Strauß (auch schlimm, aber war FJS nicht in der CSU?) Was uns dann vollends verwirrte. Bei Spiegel online stand am selben Tag, mit dem gleichen Foto geschmückt, der August habe der FDP 1,1 Millionen gespendet. Welche Erkenntnis soll die linke Logik bringen: AfD ist gleich CSU ist gleich FDP? Die SPD lebt von der Liebe und die Grünen schlucken Feinstaub?

♦ Und was wollte der andere, dreimal so umstrittene Milliardär namens Soros bei der Spezialdemokratin Katharina Barley, die sich immerhin Justizministerin nennen darf? Dass sie mit dem nur „über die Bedeutung einer lebendigen Zivilgesellschaft für die Zukunft unserer Demokratie gesprochen“ hat, das würde nicht einmal ein Thomas die Misere glauben, und der glaubt sonst alles.

♦ Das mit dem Wanderzirkus der drei CDU-Kandidaten Jens, Friedrich und Annegret war wohl doch keine so gute Idee. Denn so langsam merken auch die Letzten in der Partei, was Merkel in den 13 Jahren angerichtet hat.

♦ Selbst Hillary, die gegen Donald fast gewonnen hätte, fordert, dass Europas Führer (in USA ist das Wort noch in Mode) ein „starkes Signal an die Welt aussenden müssten, dass sie nicht mehr in der Lage sind, weiterhin Schutz und Unterstützung bereitzustellen.“ Also kurz: „Flüchtling“, stay home! Leider hält die Merkel in ihrem Lauf weder Ochs‘ noch Hillary auf.

♦ Und wieder eine Woche, in der man nicht verallgemeinern darf. Die meisten Flüchtlinge sind ganz anders, als die sechs, die in München eine 15-Jährige über Tage vergewaltigten. Damit kein Wasser auf die Mühlen … stellte der Tagesschau-Faktenfinder die rhetorische Frage „Wie viele Gruppenvergewaltigungen gibt es?“, was der FF natürlich auch nicht weiß, aufgezeichnet werden schließlich nur gemeldete oder aufgedeckte Gruppenvergewaltigungen, und die wiederum werden in Statistiken geschickt versteckt. So bleibt den Faktenfindern allein die Phantasie – die bekanntlich die schönste Nothelferin bestimmter Journalisten ist.

♦ Sollten nach den Vorkommnissen der letzten Jahre (Wir hören schon empört die Grünen: Vorkommnisse? Welche Vorkommnisse?) Frauen und Mädchen bei Dunkelheit lieber zuhause bleiben – denen hat Sozialpsychologe Pohl, Hannover, einiges zu sagen: „Dass Frauen sich angewöhnen, nachts bestimmte Wege und Plätze zu meiden, finde ich empörend!“ (13) Hat der Frau und Töchter?

♦ „Unter den Talaren – Muff aus 1000 Jahren“, skandierten die 68er, bevor sie sich selber darunter warm einrichteten, und was sollen wir sagen, es müffelt schon wieder:

Ein Richter in München predigte einer syrischen Familie zwar streng: „Sie haben Ihre Tochter wie einen Hund behandelt… (Wir sparen uns die üblen Details.) … Sie sollten sich schämen.“ Aber bestrafen wollte er sie nicht – Bewährung. Schämen reicht.

Eine Richterin in Frankfurt verurteilte einen türkischen Vergewaltiger zu einer Haftstrafe und anschließender Abschiebung. Der Mann ist frei, er hatte doch tatsächlich seinen Pass verloren.

In Baden-Württemberg haben Ganoven gute Chancen, erst gar nicht vor Gericht gestellt zu werden – Personalprobleme.

Bei unserer Justiz wird inzwischen sogar der Islamist in der Pfanne verrückt. Sami A., die Koffer schon gepackt, soll jetzt doch nicht ins gelobte Islamistenland zurückgeholt werden.

Da scheint sich eine „von einer Minderheit gebildete, in einem Land neben der Gesellschaft der Mehrheit existierende Gesellschaft“ entwickelt zu haben. Vulgo: Parallelgesellschaft.

♦ Bevor Sie jetzt erschrecken, lieber Leser, dass das ZDF den grünen Habeck zum Überflieger erklärte (noch beliebter als Merkel). Auf Platz eins im Politbarometer steht der alte Knöterich Wolfgang Schäuble. Wer’s glaubt, wird selig!


Der etwas andere Jahresrückblick: 
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Kommentare ( 53 )

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Zu dem Punkt ‚Wie viele Gruppenvergewaltigungen gibt es?‘ eine Anmerkung, da ja so gerne Statistiken heran gezogen werden um die Harmlosigkeit unserer Gaeste zu bemuehen.

Wie werden ueberhauptVergewaltigungen erfasst und gerechnet?
Eine Gruppenvergewaltigung = n (jede Zahl groesser 1, i.d.R. ca. 10) oder doch eher
Ein Opfer = eine Vergewaltigung?

Ich glaube da werden ein paar von den Taetern sauber weggerechnet. Und schon schauen sie besser aus – lange nicht gut oder gleich schlecht wie Deutsche, aber besser, viel besser.

Panzersperren und Lebkuchen – Danke Frau Merkel

Toblerone-Aktien im Höhenflug.

„Des weiteren ist bekannt, dass Hofreiter, sobald er eines AfD-Abgeordneten ansichtig wird, die Gesichtsfarbe eines notorischen Trinkers annimmt, Nase und Bäckchen laufen rot an, es ist mit dem Schlimmsten zu rechnen.“ Herrlich! Ich hab gerade so gelacht. Auf sowas muss man erst mal kommen.

Nachtrag: Freuen wir uns neben Weihnachten (ein so besinnliches Fest) auch auf die Vorweihnachtszeit https://www.welt.de/vermischtes/article184409292/Black-Friday-Schnaeppchenjagd-in-Osnabrueck-artet-zu-Massenschlaegerei-aus.html.

In Frieden Geschenke für die Lieben aussuchen (kann allerdings mittlerweile mit ein paar blauen Flecken enden), und 7 Tage nach Heiligabend handsortiert in den Großstädten zwischen Terror-Pollern und ‚Frauenschutzzonen‘ Raketen in den Himmel steigen sehen – nachdem ein Großaufgebot von Polizisten ‚junge Männer‘ bereits vielfach aus den Zügen in Richtung Großstadt aussortieren musste…

Irgendwas läuft schief.

Finde ich gut, Herr Paetow. Wie immer.
Aber was soll’s?
Zwischen Tofu-Toni von den Grünen blitzt ein bisschen Maddin aus Würselen auf, eine kleine Gruppenvergewaltigung hier, drei CDU-Marionetten zur Kandidatur dort (die Entscheidung zwischen dem kleineren Übel), eine Prise nicht mehr aufzuhaltender Migrationspakt, ’n bisschen Diesel-Fahrverbot, ’n paar verlorene Pässe, oder eben auch sonstige Kleinigkeiten wie sich zunehmend unsicherer fühlende Frauen, mit Ausländern überfüllte Knäste, Parallelgesellschaften, die bestimmt nicht weniger werden.

Das ist Deutschland in 2018.

In Frankreich demonstriert man wenigstens gegen diesen selbstherrlichen Autokraten Macron – in Deutschland wären solche Demos unvorstellbar.
Schade.

Ein Fernbleiben der Bevölkerung von den Glühwein-Festen könnte Teile der Regierung verunsichern. Das Weihnachtsgeschenk namens Migrations-Pak(e)t wird daher auch gerne via Amazon/DLF/DITIB etc. und via Steuerbescheid frei Haus jeliefert, wa?

Vorschlag für einen Blackbox-Untertitel: Schland außer Rand und Band.

Nun, Herr Paetow, zur Plauderstunde Soros – Barley würde unser vormaliger Innenminister sich selbst zitieren: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“

Hat er nicht eher gesagt: Unsere Antwort könnte Teile der Bevölkerung verunsichern?

Bericht aus Berlin mit Bettina Schausten. Strobl CDU verkauft den Migrationspakt wie ein Weihnachtsgeschenk für die Deutschen.

Von den vier Gewalten funktioniert nur noch eine, und die nur zum Teil. Erschreckend zu sehen, mit welchem Unvermögen und welcher Gleichgültigkeit eine Zivilisation zerstört wird. Der Paetowsche Wochenrückblick ist Zeugnis dessen.