Die New York Times offenbart mit einem Bericht über die Flut ihren Niedergang

„In 1000 Jahren nicht gesehen“ – Die früher renommierte Zeitung aus New York verbreitet Fake News über die Flut in Deutschland, damit ihr Klima-Narrativ passt.

IMAGO / Pacific Press Agency

Die New York Times zählte einmal zu den großen Zeitungen der Welt – vor allem wegen des von ihrem damaligen Eigner Adolph S. Ochs 1897 geprägte Blatt-Mottos: „All the news that’s fit to print“. Alle Nachrichten, die es wert sind, gedruckt zu werden, unabhängig davon, ob es in ein bestimmtes Bild passt – das gilt für die Zeitung schon länger nicht mehr. Neuerdings hilft das Blatt schon einmal nach und macht einen Nachrichtentext passend. Unter der Überschrift „European Floods Are Latest Sign of a Global Warming Crisis“ – die Überschwemmungen in Europa sind das jüngste Zeichen einer globalen Erwärmungskrise – fügt die NYT die Überflutungen mit über 160 Toten in Deutschland in ihre Klimakatastrophen-Berichterstattung ein. Damit die monokausale Erklärung auch greift, fügt sie in der Unterzeile des Textes die Behauptung ein, die Fluten von Ahr und Wupper wären ein Jahrtausendereignis, das „has not been seen in perhaps 1000 years“.

Schon eine kurze Online-Recherche hätte den NYT-Schreibern gezeigt, dass es sich bei dieser Darstellung um kruden Unfug handelt. An der Ahr tobte das letzte große Hochwasser am 13. Juni 1910. „Das Elend übersteigt jeden Begriff“, notierte ein Zeitzeuge. Allein der Kreis Ahrweiler registrierte damals 52 Hochwassertote. Die Jahrhundertflut der Ahr vom 21. Juni 1804 übertraf das Hochwasser von 1910 noch deutlich.

An der Elbe gehören die Flutmarkierungen von 1845 vielerorts zu den höchsten, nur an wenigen Stellen übertroffen von den Marken des Jahres 2002.
Das Magdalenenhochwasser vom 22. Juli 1342 zählt bis heute zu den schwersten Flutkatastrophen in Mitteleuropa. „In diesem Sommer war eine so große Überschwemmung der Gewässer durch den ganzen Erdkreis unserer Zone, die nicht durch Regengüsse entstand, sondern es schien, als ob das Wasser von überall her hervorsprudelte, sogar aus den Gipfeln der Berge […], und über die Mauern der Stadt Köln fuhr man mit Kähnen“, heißt es in einem zeitgenössischen Bericht.

Die frühere NYT-Redakteurin Bari Weiss verließ die ehemals renommierte Zeitung 2020, weil sie die orthodoxe Ausrichtung auf Rasse- , Gender- und Klimathemen nicht mehr ertragen konnte. Die Herrschaft in der Zeitung, so Weiss, liege heute bei Redakteuren, „die sich für die wenigen Aufgeklärten halten“.

Der linksliberale Journalist Yascha Mounk, Mitgründer der Plattform „Persuasion“, urteilte vor einiger Zeit: „Ich bin ein Fan der ‚New York Times’. Ich wäre traurig, wenn die ‚New York Times’ ihre Bedeutung verlieren würde. Aber im Moment sprechen die Meinungsseiten der ‚New York Times’ nur noch für die linksextremsten … drei bis fünf Prozent der Bevölkerung in Amerika.“

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