Iran und Pakistan schieben massenhaft Afghanen ab

Zum Jahreswechsel ergeben sich neue Quellen für den Zuzug von Afghanen nach Deutschland, sei er nun illegal oder schein-legalisiert. Neben Pakistan schiebt nun auch der Iran vermehrt Afghanen ab. Das Reservoir in beiden Staaten liegt bei mehreren Millionen. Daneben lassen Faeser und Baerbock auch weiterhin Scharia-Gelehrte einfliegen.

IMAGO / Xinhua

Die Bevölkerungsexplosion in Subsahara-Afrika ist ein rege diskutiertes Thema in Frankreich. Man hat noch aus der Zeit des Kolonialismus Beziehungen zu diesem Teil der Welt und pflegt sie in der einen oder anderen Weise, durch Francophonie und CFA-Franc. Manchmal geht das nach hinten los, wie die Militärrevolten in der Sahelzone zeigen. Aber Frankreich ist immerhin in der Lage, sich zu den früheren Kolonien (und ihren Nachbarn) zu verhalten und sich selbst zu sagen, dass man lieber weniger als mehr Zuwanderung von dort haben möchte. Man weiß, wovon man spricht. Postkoloniale Beziehungsgeflechte müssen nichts Schlechtes sein.

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In Deutschland gibt es kein sachliches Verhältnis zu den Herkunftsländern der hier aufschlagenden Zuwanderer. Zum deutschen „Einzugsgebiet“ – wenn man von so etwas reden will – gehört vor allem die westasiatische Landmasse, die mit Syrien, der Türkei und Afghanistan die drei aktuell häufigsten Herkunftsländer von Antragstellern umfasst. Die Verhältnisse in diesem Teil der Welt sind dabei unübersichtlich. Kriege, Bürgerkriege und Kleinkonflikte zerfurchen verschiedene Länder. Die Spaltung in Schia und Sunniten, Kurden, Persern und Arabern hält an und macht sich immer wieder bemerkbar.

Der schiitische Iran gehört dabei zu den aktivsten Mitspielern. Sein Arm reicht bis in den Irak, nach Syrien, in den Jemen und seit langem auch in den Libanon. Auf der anderen Seite ist er ein Nachbarland Afghanistans und insofern seit Jahren Transitland für Migranten auf dem Weg nach Deutschland. Sie gelangen, wenn sie das große Land durchqueren, auf direktem Wege in die Türkei, einem wichtigen Verteilerstaat vor Europas Toren.

Nun hat der Iran 60.000 Afghanen in nur einem Monat abgeschoben, laut Medienberichten in ihr Heimatland. Aber das bedeutet zugleich, dass der Druck auf Afghanen, die illegal im Iran leben, steigt. Einige Millionen dürften im Land sein, die meisten ohne legalen Aufenthaltsstatus.

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Vor kurzem erst hatte Pakistan 1,7 Millionen Afghanen angewiesen, sich außer Landes zu bewegen. Die Begründung der Regierung in Islamabad war informativ: Man fühlte sich nach vielen Anschlägen nicht mehr sicher vor den oftmals radikalisierten Afghanen, die allein in diesem Jahr mehr als 14 Selbstmordanschläge begangen haben. Es waren offenbar nicht nur von den Taliban verfolgte Afghanen ins Land eingedrungen, sondern zudem islamische Extremisten.

Eigentlich hatte man in Islamabad gehofft, dass der pakistanische Arm der Taliban (Tehreek-e-Taliban-e-Pakistan, TPP) nach der Machtübernahme der afghanischen Taliban leichter zu zähmen wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Eingesickerte Talibankämpfer heizen innerpakistanische Konflikte um die rechte Islamlehre an. Die Terrorangriffe im Land haben um 60 Prozent zugenommen, Selbstmordattentate sogar um 500 Prozent, wie Interimspremier Anwaar-ul Haq Kakar erklärte. Mehr als 2.000 Pakistaner verloren dabei ihr Leben. Angesichts dieser Umstände beklagte Kakar die Untätigkeit der afghanischen Taliban, wie die türkische Agentur Anadolu berichtet.

Seit vergangenem Herbst sollen mehr als 400.000 Afghanen das südliche Nachbarland verlassen haben, meist freiwillig, doch sicher nicht ohne Druck von der pakistanischen Regierung. Unsicher bleibt auch hier, wohin die teils religiös-ideologisch radikalisierten Afghanen sich wenden werden.

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Nun folgt also der Iran, der innerhalb eines Monats mehr als 60.000 Afghanen in ihr Heimatland abgeschoben hat, die sich zuvor illegal im Land aufgehalten hätten, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet. Das gilt allerdings für den Großteil der 3,5 Millionen Afghanen im Iran. In Pakistan befinden sich noch einmal 4,4 Millionen Afghanen, wie die FAZ im Oktober schrieb. Laut dem Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) sind nur etwa halb so viele Afghanen in den beiden Ländern (Iran: 1,75 Millionen; Pakistan: 1,9 Millionen).

Diese Zahlen wären dennoch bedenklich, sobald es den beiden Ländern darum gehen sollte, alle Eindringlinge oder auch nur einen Großteil von ihnen wieder loszuwerden. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann wieder eine größere Zahl Afghanen in Deutschland auftauchen wird – entweder als illegale Zuwanderer an der Grenze oder als Passagiere der „Kabul-Luftbrücke“, deren Abflughafen normalerweise Islamabad ist. Im aktuellen Jahr gab es bis Ende November über 50.000 Asylanträge von Afghanen. Sie nahmen damit die dritte Stelle in der Bamf-Statistik hinter „Syrern“ (97.183 Anträge) und „Türken“ (56.673 Anträge) ein.

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Bundesaufnahmeprogramm fortgesetzt
188 Afghanen in Leipzig gelandet: Weiterer Verbleib noch ungeklärt
Außenministerin Annalena Baerbock beharrt zudem (im Verein mit Faesers Innenministerium) auf ihrem Sonder-Bundesaufnahmeprogramm, durch das nach und nach 44.000 Afghanen (pro Monat 1.000) nach Deutschland gelangen sollen. Die Sicherheitsprobleme lassen dieses Programm nicht los, wie Business Insider und Cicero berichten. Laut Cicero, der aus einem Schreiben des deutschen Botschafters in Islamabad zitiert, stehen zahlreiche Scharia-Gelehrte ohne klassische Rechtsausbildung auf den Ausreiselisten. Die Einreise dieser Personen unterstütze „die Unterwanderung unserer Rechtsordnung durch islamistische Kreise“. Frauen erschienen bei Antragstellung vollverschleiert in Burka oder Niqab und weigerten sich, diese Kleidungsstücke zwecks Identifizierung abzunehmen. Hinzu kommt: Die Gewährung der Listenplätze durch regierungsnahe „NGOs“ (darunter die „Kabul Luftbrücke“ des Grünen-Abgeordneten Erik Marquardt, „Mission Lifeline“ oder auch „Pro Asyl“) ist undurchsichtig.

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Der Iran besitzt eine fast fünfmal so große Fläche wie die Bundesrepublik, hat dabei aber nur 88,6 Millionen Einwohner, spielt also in dieser Hinsicht in derselben Liga wie Deutschland. Ein Drittel des Landes ist landwirtschaftlich bebaubar; bei gleicher Effizienz in der Nahrungsmittelversorgung könnte der Iran also auch die doppelte Bevölkerung beherbergen.

Anscheinend haben die Mullahs aber kein umfangreiches Neubesiedlungsprogramm auf ihrer Agenda, obwohl die Afghanen sprachlich eng mit ihnen verwandt und in religiöser Hinsicht ähnlich sind. Jedoch folgt kaum eine Regierung in der Welt einer schlichten Milchmädchenrechnung bei der Frage, wer unter ihr im Land bleiben darf und wer nicht. Wirtschaftliche und kulturelle Aspekte sind meist wichtiger als das Aufblasen der Bevölkerungsziffer. Mit anderen Worten: Die meisten Regierungen sind anders als die deutsche Bundesregierung, die mit ihrer Migrationspolitik nur ein Ziel verfolgt: die Vergrößerung der Bundesbevölkerung auf 90 Millionen. Und auch das könnte nur der erste Meilenstein sein.

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Kommentare ( 25 )

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HMSMUC
2 Monate her

Mich befällt großes Unwohlsein, weil ich befürchte, dass das Aussenamt wieder Aufnahme-Zusagen macht, denn wir haben ja Platz und Geld ohne Ende. Was „wir“ haben ist mangelnder Verstand.

Aegnor
2 Monate her

Nun ja – der Iran dürfte kaum daran interessiert sein, sunnitische Extremisten zu hunderttausenden ins Land zu lassen, sprachliche Nähe hin oder her. Die schiitischen Hazara würde man vermutlich eher nehmen, aber die besitzen ein ostasiatisch-mongolisches Erscheinungsbild und blieben damit im Iran genauso fremd, wie im paschtunisch dominierten Afghanistan. Wenn selbst die Pakistanis, die ja eine große paschtunische Minderheit im Land haben (der gesamte Nordteil des Landes) mit den paschtunischen Extremisten aus Afghanistan nicht zurecht kommen, haben wir in Deutschland da sowieso keine Chance. Nicht Mal Türken und Araber kommen mit denen klar. Die sollen schön bleiben wo der Mohn… Mehr

StefanB
2 Monate her

Haben die Afghanen ein Glück, dass es die deutschen Linksgrünen gibt, die jedermann mit einem sorgenfreien Leben auf Kosten des Steuerzahlers beglücken wollen.

Ali Deutscher
2 Monate her

ACAB, Faeser und Konsorten sind zu jung, um in Erinnerung zu haben, dass im Iran die geistig linke Intelligenz, die für den im französischen Exil lebenden Ayatollah auf die Straßen gegangen sind, als erste dran waren.
 
Ebenso wenig können die wohl kaum wissen, dass die erkämpfte „Freiheit“ letztlich in der Luftfreiheit an Baukranauslegern bestand.
 
Käme es bei uns also zu einer Errichtung eines Kalifats, löst sich jede Forderung nach Aburteilung auf jetziger gesetzlicher Basis in luftigen Höhen auf.

Felix Dingo
2 Monate her

Hoffentlich entwickeln sich die Proteste, welche am 8. Januar 2024 beginnen, nach und nach zu einem Generalstreik, welcher in Doofland ausdrücklich verboten ist.

https://www.dw.com/de/in-deutschland-illegal-der-generalstreik/a-6151416

Aber eine sich bildende APO wird auf dieses Verbot pfeifen, so wie die rot-grün-versiffte „Elite“ in Berlin auf §29 Asylgesetz, pfeift.

https://www.gesetze-im-internet.de/asylvfg_1992/__29.html

Laut §29 Asylgesetz sind alle Wirtschaftsmigranten in Doofland illegal eingereist, da sie aus sicheren Drittstaaten kommend Deutschland geflutet haben.

Hieronymus Bosch
2 Monate her

Ja, herrliche Zeiten für uns! Dann können wir weitere Tausende davon aufnehmen: kulturferne, bildungsferne, dafür allzeit gewaltbereite Asylanten, die unser Land wie ein Tsunami überschwemmen! Junge Männer zuhauf, die gern unsere Frauen begrapschen und in unsere Wohnungen einbrechen, da Edeka-Märkte ja nur der Auftakt sind, um sich selbst zu bedienen! Der Staat schaut bei alldem tatenlos zu, die LinksGrünen applaudieren und die fehlgeleiteten Politiker schütteln nur fassungslos die Köpfe! Ja, so ist das Leben schön im Doofland!

Chris Groll
2 Monate her

Alle Menschen/Terroristen/Verbrecher, die die mohammedanische Länder nicht haben wollen, werden in Deutschland landen.
Sei es, daß unsere vielgeliebte Frau Baerbock sie mit dem Flugzeug abholt, sei es, daß sie sich mit Waffengewalt über Grenzen hinweg auf den Weg nach Deutschland machen. Unserer ebenfalls vielgeliebte und verehrte Innenministerin, die für die innere Sicherheit zuständig ist, ist die innere Sicherheit Deutschlands völlig wurscht.
Es ist übrigens auch eine mohammedanische Methode Länder kaputt zu machen zu destabilieren, indem sie alle westlichen Länder mit ihren Terroristen und Verbrechern fluten. Am besten gelingt es ihnen halt eben in Deutschland.
Alles ohne Gegenwehr der Bevölkerung.

ispott
2 Monate her

Wieso schieben Indien und Pakistan die nach Afghanistan ab? Das ist doch logistischer Quatsch, können die die nicht direkt zu uns bringen?

Ho.mann
2 Monate her

Täglich grüßt das Murmeltier. Die illegale Massen-Migrantenschleusung nach Deutschland, die bewusst an der Bevölkerung vorbei vollzogen wird, braucht zur Umsetzung asoziale handelnde Figuren, die bereitwillig und zweckdienlich als Handlanger fungieren. Man wird die an der Umsetzung beteiligten Akteure sicher nicht vergessen.

Last edited 2 Monate her by Ho.mann
Felix Dingo
2 Monate her

Ich verstehe nicht, wie ein Land wie Deutschland seine Industrie aufrecht erhalten will, wenn das Land mit jugendlichen Analphabeten geflutet wird. Unsere Industrie braucht bestens ausgebildete Arbeiter und Angestellte. Wer einmal sehen möchte, auf welchem Niveau in unseren Berufsschulen angehende Werkzeugmacher, Industriemechaniker, Mechatroniker, Elektroniker und technische Zeichner ausgebildet werden, der möge sich einmal die Rahmenlehrpläne für diese Berufe ansehen. Ein Unterrichtsbesuch ist wahrscheinlich nicht möglich. In Deutschland wird in 324 anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet. Der Ausbildung (Lehre) kann sich eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker oder Meister anschließen. Wie sollen Menschen, die kein Wort Deutsch reden in diese anspruchsvollen Berufe hineinwachsen?… Mehr

Felix Dingo
2 Monate her
Antworten an  Felix Dingo