Bundesregierung erweitert Kernfamilie: Zweitfrauen aus Afghanistan eingeflogen

Die Bundesregierung hat unter der Ampel klammheimlich den Familiennachzug für Zweitfrauen aus Afghanistan eingeführt. Die neue Bundesregierung beschweigt das Faktum sowie entsprechende Fragen der AfD-Fraktion und rechtfertigt damit die Verhältnisse. Legalisierungen werden zweifellos folgen.

picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg

Die Bundesregierung weiß von nichts, das heißt, speziell nichts von dem dank ihr ermöglichten Familiennachzug, auch für eingeflogene Afghanen. Dieser Familiennachzug hat es nämlich möglich gemacht, dass zwei ehemalige afghanische „Ortskräfte“ – bekanntlich eine dehnbare Kategorie – inzwischen mit ihren Erst- und Zweitfrauen in Deutschland leben. Was schon länger klar schien, das hat nun auch das Ausländeramt des Hochsauerlandkreises gegenüber der Westfalenpost bestätigt. Auch die Kinder der Nebenfrauen sind mit nach Deutschland gekommen, selbstverständlich genehmigt von der Bundesregierung. Die Zweitfrauen mit Kindern wohnen dabei gerne in separaten Wohnungen. Im anderen Fall sind aber alle drei Eltern mit ihren neun Kindern zusammen untergebracht.

Die Bild meint dazu: „Was nach Skandal klingt, hat aber einen nachvollziehbaren Hintergrund.“ Wirklich? Man mag den Satz nicht fassen. Den Redakteuren scheint, dass „Familiennachzug“ ein absolut nachvollziehbarer Grund für die Zulassung der Vielehe in Deutschland ist. Doch es gibt auch Probleme: „Eines der Kinder ist in Deutschland geboren und kann keine deutsche Geburtsurkunde bekommen, da die Ehe ihrer Eltern in Deutschland nicht anerkannt ist.“ Hier wird es ohne Zweifel bald eine Ausnahme- oder Härtefallentscheidung geben.

Doch die Bundesregierung weiß auf zwei entsprechende Schriftliche Fragen des AfD-Abgeordneten im Bundestag, Martin Reichardt, nur Leerformeln zu antworten wie: „Es wird auf die Antworten der Bundesregierung … verwiesen. Diese haben weiterhin Gültigkeit.“ Oder eigentlich noch besser: „Statistische Angaben im Sinne der Fragestellung liegen der Bundesregierung nicht vor.“ Dabei verweist Reichardt schon in seiner ersten Frage auf den konkreten Bericht zu den beiden Bigamie-Fällen aus dem Sauerland.

Die Antworten, auf die verwiesen wird und die ihrerseits auf eine dritte Antwort der Bundesregierung verweisen, sagen am Ende aus, dass die Aufnahme „grundsätzlich“ nur „die Ortskraft als solche und deren Kernfamilie (ein/e Ehepartner/in, und die eigenen, minderjährigen Kinder)“ umfasse. Natürlich könne es „härtefallbegründende Umstände“ geben, so dass „in besonderen Einzelfällen eine Berücksichtigung von über die Kernfamilie hinausgehenden Familienangehörigen in Betracht“ kam.

Handfester Skandal

Und genau von denen spricht die Bundesregierung auch in ihrer neuen Antwort auf die Fragen von Martin Reichardt: „Eine zahlenmäßige statistische Erfassung von Personen, die zuvor als zweite Ehefrau eines afghanischen Mannes in Afghanistan gelebt hatten und nach Feststellung einer außergewöhnlichen Härte im Sinne des § 36 Absatz 2 des Aufenthaltsgesetzes unter den Begriff ‚sonstige Familienangehörigen‘ subsumiert worden sind“, erfolge nicht. Es gab sie also, die Subsumierung von „zweiten Ehefrauen“ und „sonstige Familienangehörige“. Dies klingt nicht nur nach Skandal, es ist ein ganz handfester, der unsere Rechts- und Werteordnung auflöst.

Bezeichnenderweise war es eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag, die zu der ausführlichen Antwort der Bundesregierung führte. Hier ging es ausdrücklich auch um den Familiennachzug aus Afghanistan. Die Linkspartei hatte global gefragt, „wie genau … die Verfahren zur Aufnahme von afghanischen Ortskräften und anderen für deutsche Stellen arbeitenden afghanischen Staatsangehörigen (z. B. ‚Werkvertragsnehmer‘) und ihrer Familienangehörigen seit 2013 ausgestaltet“ waren. Anscheinend eine sehr leicht und mit vielen Worten zu beantwortende Frage, wo die Fragen der AfD-Fraktion regelmäßig deutlich „schwerer“ und nur sehr knapp zu beantworten sind.

Die Linksfraktion hatte die Bundesregierung 2022 zudem diskret daran erinnert, dass „Annalena Baerbock … einen offeneren Umgang bei der Definition der Kernfamilie und mit Härtefällen“ angekündigt habe. Das dankte man ihr. Und weiter im Baerbock-Text: „Auch die Familienzusammenführung solle beschleunigt werden; dass Familien über Jahre voneinander getrennt würden, sei ‚unhaltbar‘.“

Da ist es doch: offener Umgang mit der Kernfamilie, unhaltbare Trennung von Ehepartnern, verschärfter Familiennachzug. So etwas galt unter der Grünen als zumutbar. Aber CDU, CSU und SPD scheinen es gar nicht anders zu halten. Die unhaltbaren Zustände, nun nach Deutschland importiert, die auch aus vielen Zeitungsmeldungen herausdringen und tropfen, werden bemäntelt und weiterhin unterstützt. Etwa, wenn ein Syrer mit Ehefrau und „Geliebter“ zusammen Passbetrug begeht und weitere Syrer einschmuggelt (TE berichtete).

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Kommentare ( 119 )

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yeager
1 Monat her

Ist schon erstaunlich, dass die Linke so gar kein Problem mit dem Patriarchat hat, wenn es nur den „richtigen“ ethnischen Hintergrund hat.
Diese doppelten Maßstäbe widern mich an.

giesemann
1 Monat her

Stimmt, es hilft nur beharrliche Aufklärung. Tut man das, dann kommt der Richter: AG München, Urteil vom 04.09.2018 – 824 Cs 112 Js 101229/18 – openJur zu Kinderehen beim Muslim. Man will es nicht nur nicht wissen, man bestraft es auch noch, wenn es mal einer sagt. Was will der Muslim mehr?

Bernd Bueter
1 Monat her

Es läuft deshalb längst die „Stille Völkerwanderung“ in Europa:
Die „Könnende Intelligenz“ verlässt bereits still und leise wegen erkannter Hoffnungslosigkeit in zunehmender Zahl das untergehende Europa. Brain Drain nennt sich das.
Die Demokratie als Staatsform erlaubt es, problemlos zusammen mit der Bevolkerungs-Dummenmehrheit eine sozialistische Diktatur zu errichten. Begriffe werden einfach umdefiniert und schon passt es.

Ob nun aus modRNA Gentherapie eine Impfung wird oder aus Grundgesetz+FDGO die Diktatur „UnsereDemokratie“.
Da „funktioniert“ dann sogar ein öffentlich nur noch lügender Bundeskanzler, dessen
einziges Ziel lautet: NfD = Nichts für Deutschland.

BellaCiao
1 Monat her

Familiennachzug für die Zweitfrau ist nur konsequent zu Ende gedacht progressive Familienpolitik. Dabei muss natürlich auch die Zweitfrau die gleichen Leistungen erhalten wie die Erste, zumal der Mann die Reihenfolge tauschen könnte. Auch Drittfrauen sind möglich. Vollversorgung für alle, außer für die Einheimischen – Chiffe: die schon länger hier leben.

Wir dürfen nicht vergessen, alle Eingereisten sind dringend gesuchte Fachkräfte, auch wenn die heimischen Unternehmen zunehmend Mitarbeiter entlassen und vielfach die Produktion ins Ausland verlegen.

Bernd Bueter
1 Monat her

Regierungsbeihilfe zur strafbewährten Bigamie.

giesemann
1 Monat her
Antworten an  Bernd Bueter

Polygamie hat sich bewährt, sagt der Herr der Welt, rab al alamin zum Dhimmi. Ob der Dhimmi das strafbewehrt ist doch dem egal. Hauptsach‘ der Dummi zahlt, für den fdJ (finanziell-demografischer Jihäd).
„Der Leib unserer Mädchen wird uns den Sieg bescheren“, Biografie: Houari Boumedienne/Houari Bu Madyan war ein algerischer Politiker und Staatschef von 1965 bis 1978.
– https://gutezitate.com/autor/houari-boumedienne
Der Krieg ist erklärt, schon lange.

spindoctor
1 Monat her

Merz, Dobrindt und CDU/CSU arbeiten fleissig an einer Neuordnung des Siedlungsgebietes BRD.

Vox populi
1 Monat her

Die suchen doch mit Fleiss nach Gründen, wie man noch mehr Afghanen einfliegen kann. Migrantistan hat noch nicht genug. Der Kollaps ist für linke Gehirne noch nicht nah genug, um ihn auch nur im entferntesten zu erahnen.

P.Lohmann
1 Monat her

Tja, der Bevölkerungsersatz muss ja irgendwo herkommen. UND: Der glaubensfeste Musel braucht mindestens drei Gebärmütter zur Erfüllung seiner Pflichten. Auch die oft minderjährigen Drittfrauen werden gebraucht, sonst wird es Deutschland bald an Flachkräften mangeln. Also bitte, vollstes Verständnis!

Willi4
1 Monat her

Soweit ich weiß, ist in Deutschland Bigami lt. StGB verboten. Aber was stört schon ein Gesetz, wenn der Islam betroffen ist! Wir alimentieren in jedem Fall. Narrenschiff.

OJ
1 Monat her

Finde ich großartig, werde ich auch machen. Ich lebe dann weiterhin kapitalisiert von meinem eigenen Geld und meine vier Frauen werden dann sozialisiert mit eigener Wohnung und der entsprechenden Grundsicherung.
Sensationell❗