Wann kann man nicht mehr von Einzelfällen sprechen? Jochen Renz begründet, warum er meint: seit Freiburg.
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Seit langem fragt man sich, wie viele Einzelfälle es denn noch benötigt, bis man nicht mehr von Einzelfällen spricht. So wird auch bei der abscheulichen Gruppenvergewaltigung einer 18-jährigen durch angeblich bis zu 15 Männer in Freiburg am 14. Oktober wieder beschwichtigt: “Es handele sich um eine Tat Einzelner, die nicht pauschalisiert werden dürfe,” so eine Flüchtlingshelferin. Auch der Freiburger OB Martin Horn warnt wie üblich vor Pauschalisierungen und mahnt, dass die Mehrheit der Asylbewerber nicht kriminell sei.
Doch dieses Mal ist es anders. Nicht weil es sich um eine Gruppenvergewaltigung handelt.
Asylbewerber sind laut PKS aber nur diejenigen mit anhängigem Asylantrag, d.h. es wurde ein Asylantrag gestellt, aber noch keine Entscheidung getroffen. 2017 gab es im Jahresdurchschnitt 191.433 Asylbewerber, davon 115.823 männliche und 75,620 weibliche Asylbewerber.
Damit sind männliche Asylbewerber ca. 400 mal häufiger Tatverdächtige der Kategorie 111200 als deutsche Männer und ca. 130 mal häufiger Tatverdächtige in der Kategorie 111300.
Trotz dieser viel höheren Werte für Asylbewerber ist auch diese Erkenntnis aus der PKS 2017 kein Grund zu Pauschalisieren, da die Anzahl Tatverdächtiger in diesen Straftatskategorien sehr gering ist. Mehr Grund hat man, wenn man alle Straftatskategorien (allerdings ohne ausländerrechtliche Verstösse) betrachtet.
Der eigentliche Grund, wieso die Gruppenvergewaltigung von Freiburg das Ende des Einzelfalls darstellt, ist aber ein anderer, und er ist mathematisch so einfach und so eindeutig, dass es keine andere Schlussfolgerung zulässt: Angeblich wurde das 18-jährige Opfer von einem jungen Syrer in einer Disco mit KO Tropfen betäubt. Danach nahm er sie mit nach draußen und vergewaltigte das wehrlose Mädchen im Gebüsch. Soweit ein Einzelfall. Nun holte der Syrer aber wohl nach und nach seine Freunde hinzu, die das Mädchen ebenfalls vergewaltigten, insgesamt bis zu 15 Männer, die meisten davon wohl Syrer. Nun ist es so, dass jeder zusätzlich hinzugekommene Mann die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass einer davon die Schwere des Verbrechens erkennt und sich nicht an der Vergewaltigung beteiligt, dem Mädchen zu Hilfe kommt, oder sogar die Polizei verständigt. Man kann davon ausgehen, dass sobald einer hinzukommt, der so reagiert, die Gruppenvergewaltigung zu Ende ist. Da das Mädchen von angeblich bis zu 15 Männern vergewaltigt wurde, war offensichtlich kein einziger unter den ersten 15 hinzugekommenen Männern, der sich nicht beteiligte.




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