Ein Toter, fünf Verletzte, darunter ein zwölfjähriges Mädchen, das um sein Leben kämpft: Der Terroranschlag in zwei Gemeinden westlich von Paris erschüttert Frankreich. Dabei sorgt noch Präsident Emmanuel Macron mit einer historisch falschen Aussage für Empörung.
IMAGO / ABACAPRESS
„Es ist das erste Mal, dass es einen Terrorakt gibt, um unsere Landsleute, unsere Kinder zu töten, aufgrund ihrer Hautfarbe oder der Religion“, sagte Emmanuel Macron. Die Reaktionen auf diese eindeutig falsche Darstellung durch den französischen Präsidenten fielen heftig aus – auch Juliette Briens, eine französische Journalistin, politische Kommentatorin und konservative Influencerin, kritisierte dazu auf X:
„Die 86 Franzosen, die in Nizza zerquetscht wurden, existieren nicht. Die 130 Franzosen, die im Bataclan abgeschlachtet wurden, existieren nicht. Die 7 Franzosen, die von Merah hingerichtet wurden, existieren nicht, Thomas existiert nicht, Stéphanie Monfermé und Samuel Paty existieren nicht. Wir existieren einfach nicht.“
Was Macron nach dem Attentat behauptet hat, ist tatsächlich falsch: Er unterschlägt mit seiner Aussage zum Beispiel auch die Terrormorde des französisch-algerischen Islamisten Mohammed Merah, der jüdische Kinder erschossen hat. Bei dieser Anschlagsserie in Toulouse und Montauban sind 2012 insgesamt sieben Menschen getötet wurden: drei Soldaten, sowie vier Zivilisten. Unter den zivilen Opfern befanden sich ein Rabbiner und drei jüdische Kinder der Schule Ozar Hatorah. Zwei der ermordeten Kinder waren die Söhne des Rabbiners.
Mohammed Merah ging bei allen drei Anschlägen nach demselben Muster vor: Er trug einen Motorradhelm, war mit einem Motorroller unterwegs und führte eine Kamera mit sich, um seine Taten aufzuzeichnen. Seine Opfer erschoss er aus nächster Nähe mit einer Pistole sowie mit einer Maschinenpistole vom Typ Mini-Uzi.
Der Präsident versuchte damit, die entstandene Kontroverse zu entschärfen. Seine nachträgliche Klarstellung macht allerdings noch deutlicher, wie unintelligent seine ursprüngliche Aussage gewesen war: Ein französischer Staatspräsident sollte die Geschichte der Terroranschläge seines Landes kennen und bei öffentlichen Erklärungen entsprechend sorgfältig formulieren.
Kevin T. baute auch Sprengstoff-Falle
Die Ermittlungen zum Anschlag von Trappes und La Verrière lieferten bereist erste Details zum Terroranschlag: Bei dem festgenommenen Verdächtigen handelt es sich um den 39-jährigen Franzosen Kevin T. Nach Angaben der Behörden soll der Mann mit einer Maschinenpistole vom Typ Sten aus einem Fahrzeug heraus auf seine Opfer geschossen haben. Die Polizei konnte ihn nach einer etwa 20 Minuten dauernden Mordserie in Coignières festnehmen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung machten die Ermittler eine weitere beunruhigende Entdeckung: Drei Gasflaschen waren mit elektrischen Leitungen und einer Zeitschaltuhr verbunden. Und im Fahrzeug des Verdächtigen fanden die Beamten außerdem eine Maschinenpistole und eine Tränengasgranate.
Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen: Untersucht wird insbesondere, ob die Opfer gezielt aufgrund ihrer tatsächlichen oder vermuteten ethnischen beziehungsweise religiösen Zugehörigkeit ausgewählt wurden. Nach Recherchen von Le Monde war der Verdächtige bereits mehrfach wegen gewöhnlicher Straftaten verurteilt worden. Eine Verbindung zu rechtsextremen Gruppen war zunächst nicht nachgewiesen.
Marine Le Pen fordert harte Strafe
Die Vorsitzende des Rassemblement National, Marine Le Pen, verurteilte die Bluttat ebenfalls ausdrücklich: Der Anschlag sei ein terroristisches Verbrechen, das durch das verabscheuungswürdige Motiv des Rassismus zusätzlich erschwert werde. Und sie schreibt auf X: „Die Justiz wird unerbittlich sein müssen.“
Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, sprach von einem mutmaßlich islamfeindlichen Anschlag. Er warnte vor einer weiteren Verschärfung gesellschaftlicher Spannungen.
Die genauen Motive des Verdächtigen sind allerdings noch Gegenstand der Ermittlungen.



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Man muss schon gewaltig einen an der Waffel haben um so einen Kommentar abzugeben.
Würde noch ein Funken Verstand im Nachbarland herrschen, hätte man wegen krimineller Desinformation den muslimischen Vorort-Bürgermeister („mutmaßlich islamfeindlicher Anschlag“) gleich des Amtes enthoben. Aber die Justiz, wie leider in allen altwestlichen Ländern, ist zu einer höchst stabilen 5. Kolonne von Islam + Linken verkommen. Manichäische Gemeinschaften scheinen auf die überforderten Juristen Eindruck zu machen.
> Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, sprach von einem mutmaßlich islamfeindlichen Anschlag.
Mit dem Vornamen Kevin wohl kein Islamist – wäre keiner genannt, wäre Hasbara längst auf Hochtouren. Bloß in einen Religionskrieg hetzen.
eine „Sten“-MP ist ein Relikt aus dem 2WK,gebaut in GB und den französischen Resistance-kämpfern geliefert.
Wer auf so etwas zurück greifen muss,kann keine Verbindungen zu Waffenhändlern haben oder organisiert sein, das ist ein Scheunenbodenfund von Grossvater.
Da ist jemand schlicht ausgeknallt,der Präsident sollte sich überlegen,wie verrückt die Situation in Frankreich noch werden soll,bevor wirklich Bürgerkrieg ausbricht
Macron ist ein selbstverliebter eitler Schwätzer. Nichts weiter.