Ein vom Berliner Senat bestelltes Dossier dokumentiert massiven Antisemitismus in Teilen der queeren Szene: Juden werden ausgegrenzt, bedroht und zum Rückzug gezwungen. Doch weil der Befund nicht ins eigene Weltbild passt, versucht die zuständige Verwaltung, die Untersuchung kleinzureden und möglichst geräuschlos zu versenken.
IMAGO
Eigentlich wollte man in der komplett überflüssigen und allzu viel Steuergeld kostenden „Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung“ wohl ganz sichergehen. Die zur Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gehörende Stelle gab ein Dossier über „Umfang, Verbreitung und Relevanz von Antisemitismus in queeren Szenen in Berlin“ in Auftrag. Dafür engagierte sie einen Herrn Lauer vom Portal Belltower, der für die Amadeu Antonio Stiftung arbeitet – womöglich in der Erwartung, ein politisch passendes Ergebnis zu erhalten. Außerdem konnte man so ganz nebenbei der AA-Stiftung etwas Gutes tun.
Hatte man sich erhofft, dass das Dossier zeigen würde, dass alles nicht so schlimm ist, so zeigt die Dokumentation von Lauer, dass alles noch viel schlimmer ist, als man wissen wollte. Lauer kommt nämlich in seinem Dossier zu dem Schluss: „Denn in Teilen der international geprägten queeren Szenen Berlins hat sich ein Antisemitismus etabliert, der sich als „legitime Israelkritik” oder antiimperialistische Solidarität tarnt, in seiner Wirkung aber exakt das tut, was Antisemitismus immer tut: Er grenzt Jüdinnen*Juden aus, macht sie zur Zielscheibe von Hass und zwingt sie in die Unsichtbarkeit. Die Eskalation seit dem 7. Oktober 2023 hat diese Entwicklung nicht ausgelöst, sondern lediglich brutal offengelegt und beschleunigt.“
Antisemitismus ist in der queeren Szene verbreitet, obwohl die queere Szene ihren CSD in Israel feiern kann, nicht aber in Gaza. Doch wer keine Moral besitzt, dem kann man Doppelmoral nicht vorwerfen. Dass der Anschlag auf den CSD in arabischsprachiger Social Media gefeiert wird, blendet die queere Community komplett aus. Denn eigentlich kam ja der Anschlag von rechts, und die Queeren fürchten sich natürlich so ganz furchtbar vor den so ganz furchtbaren Hass von rechts. Lauer wäre nicht bei der extrem linken Kampagnentruppe der Amadeu Antonio Stiftung, wenn er seinen eigenen Befund nicht gleich wieder verwässern würde. Zum eigentlichen Buhmann macht er deshalb die „Mehrheitsgesellschaft“: Der „Antisemitismus in queeren Szenen ist eingebettet in den Antisemitismus der Mehrheitsgesellschaft“. Das sind die sattsam bekannten Taschenspielertricks der Stiftung.
Doch schaut man in die Belege, dann hat das tatsächlich nichts, rein gar nichts mit der Mehrheitsgesellschaft zu tun und erklärt, weshalb der Senat das Dossier am liebsten versteckt hätte: „A. M. antwortet auf die Frage, was seit dem 7. Oktober 2023 in der LGBTQ*-Community passiert ist, so: „Die Atmosphäre hat sich dramatisch verändert. Gespräche über Israel und Palästina sind stark polarisiert, und jüdisch zu sein bedeutet in queeren Räumen jetzt oft, dass die Leute dich als politische Position sehen, bevor sie dich als Person sehen. Ich habe offen antisemitische Slogans bei queeren Protesten erlebt und gehört, wie Menschen Gewalt gegen Juden im Namen der Solidarität rechtfertigten. Was fast noch schlimmer ist, ist das Schweigen: Queere Freunde und Organisationen, die sich über jede andere Form von Ungerechtigkeit lautstark äußern, haben plötzlich nichts mehr zu sagen, wenn es um Antisemitismus geht. Dieses Schweigen kann sich wie Verlassenheit anfühlen. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich bestimmte Veranstaltungen oder Orte meide – nicht, weil ich nicht Teil der Gemeinschaft sein möchte, sondern weil ich befürchte, zur Zielscheibe zu werden, wenn ich einen Davidstern trage oder offen über meine Identität spreche.” Oder: „Für Jüdinnen*Juden bedeutet Antisemitismus auch immer wieder, dass Räume beengter oder weniger werden, das wird auch hier deutlich: „Insbesondere in queeren Räumen muss ich mich immer umschauen: Wer ist hier und werde ich vielleicht erkannt? Orte wie die Möbel Olfe konnte man früher besuchen, um ein bisschen Abstand von der Heterowelt zu gewinnen. Wenn ich jetzt dort erkannt werde, ist es für mich einer der gefährlichsten Orte überhaupt”.“
Lauer belegt die Kampagnen der Gruppe „Palästina Spricht“ (PS). PS pflegt u.a. den Umgang mit der queeren Szene: „„Wir sind angewiesen auf breite Bündnisse mit verschiedenen Organisationen”, sagt Ramsis Kilani, das wohl prominenteste Gesicht der Gruppe in einem Videovortrag und nennt die Klimabewegung und die Antirassismus-Bewegung. Genauso anwendbar ist der Aufruf auf queere Szenen und internationale Communitys. Eng verbunden ist PS auch mit der Gruppe „The Left Berlin”, die aus dem Zusammenschluss „Internationals” innerhalb des Berliner Landesverbandes der Partei Die Linke entstanden ist, aber seit Ende 2024, unter Verweis auf die angeblich mangelnde Palästina-Solidarität der Partei, diese Verbindung gekappt hat.“ Dass die postmoderne, linke Ideologie der Aufklärung, Europa und der Mehrheitsgesellschaft feindlich und mit Hass gegenübersteht, macht der totalitäre Ideologiemix deutlich: „Offensichtlicher Antisemitismus und Terrorverherrlichung werden auch in den Aussagen von Sprecher Kilani transportiert. Kilani identifiziert sich selbst als revolutionärer Sozialist und Antiimperialist. Er deutet den Nahostkonflikt als antikolonialen Befreiungskampf, der untrennbar mit globalen antiimperialistischen Kämpfen verbunden sei. Seine Rhetorik ist von der Verteidigung und Verherrlichung des „Widerstands“ geprägt. Die Massaker vom 7. Oktober versteht er als einen „Wendepunkt“, an dem „palästinensische Kämpfer die Initiative ergriffen“ und Israels Ruf als Militärmacht „gedemütigt“ hätten. Terroristische Gewalt ist nicht nur Mittel zum Zweck, sondern wird zum emanzipatorischen Akt verklärt.“
Das ist alles nicht neu, nur unendlich platter, man kennt das seit den fünfziger Jahren, seit den Schriften von Frantz Fanon und anderen, als den Marxisten die revolutionäre Klasse, das revolutionäre Subjekt der Geschichte, die Arbeiterklasse abhanden kam, und sie dafür das „kolonialisierte Ding“, die People of Color, die „LGBTQ“-Community nahmen und eine „Opfergruppe“ nach der anderen erfanden.
Wie Antisemitismus in der queeren Community um sich greift, wird in folgenden Statements deutlich, die Lauer bringt: „Ariel Elbert von Keshet Deutschland e.V. bestätigt: „In Berlin sind wir gerade an einem Extrempunkt in queeren Communitys angelangt. Viele jüdische Personen entfliehen dem, verlassen die Stadt oder ziehen trotz Krieg nach Israel.” Eine Debatte innerhalb der queeren Community scheint unmöglich, beschreibt die Sprecherin von „Dykes, Women and Queers against Antisemitism”: „Und wenn so etwas stattfindet, dann geht es immer darum, die eigene Position aufzugeben und wenn man das nicht tut, dann gibt es sehr viel Wut und es wird oft persönlich beleidigend. Dieser scheinbare Dialog ist nur vorgeschoben. Viele von uns wollen sich eigentlich gar nicht mehr politisch äußern und einfach nur in Ruhe gelassen werden. Jüdische Queers dürfen sich nur beteiligen, wenn sie sich der herrschenden Ideologie unterwerfen, die bestimmte Positionen ganz eindeutig setzt.”“
Lauer kann nicht umhin zu konstatieren: „Ein zentraler Befund des Dossiers ist die prekäre und schmerzhafte Situation queerer Jüdinnen*Juden. Sie werden zur „Minderheit der Minderheit“, die einem permanenten Loyalitätsdruck ausgesetzt ist und gezwungen wird, sich zwischen Identitäten zu entscheiden.“ Und schließlich: „Denn in Teilen der international geprägten queeren Szenen Berlins hat sich ein Antisemitismus etabliert, der sich als „legitime Israelkritik” oder antiimperialistische Solidarität tarnt, in seiner Wirkung aber exakt das tut, was Antisemitismus immer tut: Er grenzt Jüdinnen*Juden aus, macht sie zur Zielscheibe von Hass und zwingt sie in die Unsichtbarkeit. Die Eskalation seit dem 7. Oktober 2023 hat diese Entwicklung nicht ausgelöst, sondern lediglich brutal offengelegt und beschleunigt.“
Das will man in Kiziltepes Senatsverwaltung Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung weder hören, noch lesen. Klar, dass der Auftraggeber des Dossiers selbiges am liebsten verstecken möchte. Erst Anfragen der Abgeordneten Klaus Lederer, der wegen antisemitischer Tendenzen aus der SED-Linken austrat, und von Frank-Christian Hansel (AfD), die wissen wollten, weshalb sich die angekündigte Veröffentlichung des Dossiers verzögerte, machten den Vorgang öffentlich. Max Landero Alvarado,, Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung versteckte sich hinter der Aussage, dass es andere Priorisierungen gegeben hätte. Verantwortlich dafür, dass das Dossier auf so „geradezu verschämte und klandestine Weise“ (Lederer) veröffentlicht wurde, lag bei eben jenen Staatssekretär Landero Alvarado, dem die Befunde des Dossiers alles andere als recht gewesen sein dürften, mehr noch, der sie als unschönen Einbruch von Realität in Kiziltepes abgehobener Behörde empfunden haben musste. Und da Realität immer rechts ist, selbst wenn sie von Linken kommt, trompete Landero Alvarado: „Im Zuge der hausinternen fachlichen Prüfung wurde festgestellt, dass dieses Dossier keine wissenschaftliche Studie ist und keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse liefert.“ Alles geklärt, entspricht nicht unserer panzerlimousinengesicherten Wahrnehmung der Welt, kann also weg. Dossier weg – Problem weg.
Geradezu hilflos, bemitleidenswert, weil gefangen in der eigenen Ideologie, bleibt Lauer nur übrig zu flüstern: „Ein Befreiungskampf, der eine Minderheit opfert, um sich auf die vermeintlich richtige Seite der Geschichte zu stellen, verrät seine eigenen Ideale. Eine queere Utopie, in der Jüdinnen*Juden nur dann willkommen sind, wenn sie ihre Identität verleugnen, ist keine. Der Kampf gegen Antisemitismus ist kein Nebenschauplatz, sondern Bedingung für eine glaubwürdige queere Politik.“
Lauer hat nicht begriffen, dass queere Ideologie als Teil der postmodernen Ideologie totalitär ist, dass sie nicht befreit, sondern zerstört und unterdrückt.
War es nicht Berlins Queer-Beauftragter Alfonso Pantisano, der eine Karte in die Kamera gehalten hatte, auf der stand: „Du Hetero-Sau“?


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> Antisemitismus ist in der queeren Szene verbreitet, obwohl die queere Szene ihren CSD in Israel feiern kann, nicht aber in Gaza. In Gaza darf kein nackter Typ mit dem Hintern vor einem Kind wedeln? >>>Obszöner Auftritt beim Berliner CSD: ImmoScout24 prüft Verhalten eines Mitarbeiters<<< (TE) > „… Ein Mitarbeiter von ImmoScout24 zeigt auf dem firmeneigenen CSD-Wagen einen Fächer mit der Aufschrift „Anal?“ und entblößt sein Hinterteil – direkt neben einem Kind. …“ Apropos Israel – Colonel Scott Ritter klagt, das Land würde seine Heimat übernehmen. Einer, der früher so Israel-freundlich war, dass er schon mal beschuldigt wurde, für Israel… Mehr
Und dann stelle man sich vor, wenn dort bald eine linksextreme Islamistin Bürgermeister wird. Die „Chancen“ dafür stehen verdammt gut.
Was dann mit der Migration in unserem !! Land passiert, kann man sich denken. Man muss leider davon ausgehen, dass die CDU das nicht verhindern, sondern fördern wird, obwohl sie es mit einem Federstrich verhindern könnte.
Übelste Risse in der bunten Welt, die Grün-Sozen so gerne vermehren und sich als Wählerschaft züchten würden: Islamisten killen Queere, Queere mobben Juden, … Hat Vosgerau tatsächlich recht, dass ein liberaler Rechtsstaat so ein Mischmasch aus identitätsbesessenen Egoshootern niemals bändigt, sondern dass es massive staatliche Gewalt (Diktatur) und drakonische Vorbeugejustiz (früher Schutzhaft) bräuchte, wenn statt bunt nicht nur eine Farbe übrig bleiben soll: blutrot?
> Ein vom Berliner Senat bestelltes Dossier dokumentiert massiven Antisemitismus in Teilen der queeren Szene: Juden werden ausgegrenzt, bedroht und zum Rückzug gezwungen.
Erstaunlich, was man in Berlin meint, als Probleme zu haben. Ich bleibe sehr gerne und freiwillig der queeren Szene fern.
Ich denke, Linke haben an und für sich ein GANZ GROSSES Problem. Warum? Nun, wenn man sich anschaut, was Linke alles für Gruppen und Initiativen errichten: Antonio Amadeu, „Palästina Spricht“, „The Left Berlin”, „Internationals“ – alles Gruppen, die nur in diesem Artikel genannt wurden. Sicher existieren hunderte, wenn nicht gar tausende linke Interessengruppen, die sich alle als den Nabel der Welt verstehen. Gibt es auch das im rechten Spektrum? Allem Anschein nicht. „Rechte“, besser Konservative scheinen eher mit ihrer Umwelt zurecht zu kommen oder sich besser eingerichtet zu haben. Sie scheinen eher mit sich im reinen zu sein und haben… Mehr
Sind die ganzen Queeren tatsächlich intellektuell so minderbemittelt? Queer for palastine? Dann sollten sei mal einen CSD im Gaza-Streifen abhalten. Mal sehen wie viele das überleben würden. In Israel können sie ohne Probleme einen CSD abhalten. Da werden keine Leute dabei umgebracht. Aber das kapieren die Linken nicht. Dazu fehlt nicht nur Einsicht in die Tatsachen sondern vermutlich auch die Intelligenz.
In der „queeren“ Szene sind nunmal sehr viele Linke unterwegs. Und Linke sind nunmal antisemitisch, das gehört sozusagen zur Grundeigenschaft der linken Ideologie.
Keine Überraschung beim Ergebnis
Oooh Anti-Mimimi, eine Runde Mitleid, eine Runde Kullertränchen, eine Runde Betroffenheit.