Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern neu ausrichten? Fehlanzeige: Nach der historischen Wahlniederlage in Mecklenburg-Vorpommern übernimmt Philipp Amthor den Landesvorsitz. Der Lohn des eifrigen Claqueurs.
picture alliance/dpa/dpa Pool | Marcus Brandt
Die CDU Mecklenburg-Vorpommerns fliegt in hohem Bogen aus dem Landtag. Nicht genug zerstört, bekommt sie jetzt noch Philipp Amthor, des Kanzlers liebsten Animateur, als kommissarischen Landesvorsitzenden eingesetzt.
Daniel Peters hatte die Landes-CDU durch einen stümperhaften Fischbrötchen-Wahlkampf ins Desaster geführt. Jetzt vollendet er die Katastrophe und ruft Amthor zum Partei-Chef aus. Ein Landesparteitag soll dann irgendwann Anfang nächsten Jahres stattfinden. Nur nicht jetzt, bloß nicht riskieren, dass aus Sicht von Merz & Co. die falschen Leute den Landesverband zurück in die Realität führen. Spitzen-Idee vom Spitzen-Verlierer Peters: Irgendwann im nächsten Jahr braucht man dann auch keine Delegierten mehr zu wählen. Die CDU wird dann in Mecklenburg-Vorpommern noch genauso viele Mitglieder haben, wie sie auf den letzten Parteitagen Delegierte hatte.
CDU ohne Profil
Es klingt schon nach der Rhetorik beim Hütchenspiel, wenn Peters panisch vor der Verantwortung flieht und dies als Verantwortung übernehmen camoufliert. Peters hatte im Wahlkampf weder eine klare Linie bezogen, noch sich von Merz und Amthor emanzipiert. Es ist nicht die Schuld von Schwesig, die polarisierte zwischen ihr und der AfD, es ist nicht einmal die Schuld von Friedrich Merz und der Bundespolitik, dass die Landes-CDU unterging, die Katastrophe ist einzig und allein dem unfähigen Apparatschik zu verdanken, der keine eigene konsistente Position aufbaute.
Niemand wusste im Norden, weshalb er die CDU wählen sollte. Diejenigen, die die AfD an der Regierung haben wollten, wählten lieber gleich die AfD, diejenigen, die das partout nicht wollten, wählten Schwesig. Der CDU fehlte es vor allem an Profil, es gab sie einfach, weil es sie gab. In Mecklenburg-Vorpommern hätte die Brandmauer fallen und sich der CDU ein Türchen zur Zukunft öffnen können. Doch das hat Peters vergeigt.
Nichts von dem, was Peters im Wahlkampf ver- und ankündigte, trat ein. So dürften sich seine eilig auf der Flucht noch gerufenen Worte auch nicht erfüllen: „Ich bin mir sicher, dass die CDU Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft, auch wenn wir jetzt nicht dem Landtag angehören werden, eine tragende Rolle spielen wird.“ Worte eines glatten Apparatschicks, der die Verantwortung flieht.
Trio-Infernale: Merz, Amthor, Peters versenken die CDU
Und Amthor, Merzens Vorklatscher, dankte Peters den merzinischen Abgang: „Wir wissen aber auch, dass das eben nicht die Niederlage von Daniel Peters ist.“ Wessen denn sonst? Die des himmlischen Kindes oder Timmy, des Wals? Es kommt aber noch besser, denn Merzens Statthalter salbadert weiter: „Es wäre der Situation und des Ausmaßes der historischen Niederlage jetzt nicht angemessen, hier sofort eine Analyse zu präsentieren oder gar schon Rückschlüsse für eine zukünftige Aufstellung zu ziehen.“ Um Gottes Willen, bloß keine Klarheit!
Genau das hätte aber der Landesverband machen müssen. Vor allem wäre es die verdammte Pflicht und Schuldigkeit von Peters gewesen, in einem zeitnah einberufenen Landesparteitag die Fehler aufzuarbeiten, die Linie zu bestimmen und einen neuen Vorstand zu wählen, anstatt sich aus dem Staub machen. Stattdessen vertuscht man, verzögert und spielt politische Charade, und Amthor macht seine Hinterzimmerspielchen.
In der letzten Wahlumfrage vor dem CDU-Parteitag in Linstow im Mai von Infratest dimap hatte die CDU in Mecklenburg-Vorpommern 3 Prozentpunkte verloren und stand bei 10 Prozent. TE schrieb damals: „In Sachsen-Anhalt wollen sie Merz im Wahlkampf nicht sehen, in Mecklenburg-Vorpommern wird er die CDU Prozente kosten, nach dieser Rede ohnehin, da kann Philipp Amthor noch so klatschen, selbst wenn er zehntausend Hände hätte. Vielleicht macht Merzens Besuch die CDU einstellig. Wie sagte er doch: ‚Wir schaffen das.‘“ Aber auch TE ahnte nicht, dass es das Trio Infernale Merz, Amthor und Peters gelingen würde, die CDU sogar noch unter die 5 Prozent zu drücken.
Es ist ein Hohn, wenn Amthor, Merzens Statthalter für den Landesverband, bräsig diktiert: „Wir streben einen Landesparteitag an, jetzt nicht unmittelbar in den nächsten Wochen, sondern eher in Richtung Anfang des nächsten Jahres“ – das kann die CDU in Mecklenburg-Vorpommern akzeptieren und sich stetig der Bedeutung der FDP oder der Tierschutzpartei annähern oder eben sich erneuern, und zwar jetzt. Doch das geht nicht mit Amthor. Die CDU-Mitglieder werden sich zeitnah entscheiden müssen, ob sie den Berliner Ramsch mitspielen oder eben nicht.



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Nomen est Omen
Der Familienname Amthor bedeutet ursprünglich „an dem Tor“.
Wie passend für jemanden, der jetzt gleichsam am Tor zur Macht im Kanzleramt wohnt und dort seinen Strandkorb aufstellen lässt.
Dass Merz diesen „Tor“ Amthor zum Staatsminister im Bundeskanzleramt gemacht hat, sagt alles über den Zustand unseres Regierungschefs aus.
Die kindliche Phase, die sog. Adoleszenz, dauert ungefähr bis zum 15.Lebensjahr und hat angeblich 6 Entwicklungsphasen. Warum soll es nicht ein 7. gar 8. Phase geben. Bei Philipp könnte ich mir vorstellen, dass er in einem Bälleparadies verhaltensauffällig wird und sich mit einem wirklichen Kleinkind streitet.
Ernsthaft, dieser junge alte Mann hat doch schon jetzt jegliche politische Reputation verloren. Ihn nimmt doch keiner mehr wirklich ernst.
Da hat die CDU ihre hellste Schlussleuchte beauftragt!
CDU eben bzw. das, was Merkel davon übrig gelassen hat. Tja, vor 25 bis 30 Jahren hat man Konservative dort noch nicht gehasst und gnadenlos weggemobbt. CDU: In welche Tonne gehört das? Ich denke, der Restmüll-Behälter ist der passende.
Jeder sollte erkennen, wo seine Befähigung liegt. Die Politik ist es in diesem Fall ganz sicher nicht. Der Bubi sollte schleunigst zurück in die Feuerzangenbowle, der er ganz offensichtlich entsprungen ist. Dort kann er wunderbar die Rolle eines zum ersten Mal in seinem Leben verliebten Untertertianers ausfüllen. Im „richtigen Leben“ ist er ja auch gerade unsterblich verliebt. In Fritze Merz. Wenigstens einer auf der Welt, der den langen Ukraine-Kanzler lieb hat!
Mit diesem „Backpfeifengesicht“ ist der Untergang wirklich besiegelt!
https://www.youtube.com/watch?v=igVXHh1wBzM
Ja, er knipst das Licht aus.
Und alles, was man (um in diesem Bild zu bleiben) von Amthor hört, ist seine visionslose Hoffnung, dass es mehrere Lampen sind, die er nicht auf einmal ausschalten muss.
Diese ganze cdu ist nicht nur in höchstem Grade absolut unfähig ein Land zu regieren, sie ist außerdem auch noch dermaßen unsympathisch und selbstverliebt, dass jeder halbwegs rechtschaffene Bürger am liebstem vor Scham im Erdboden versinken möchte. Weil nämlich auch das Ausland durchaus registriert, was für eine Masse an korrupten und unfähigen Leuten immer noch an der Spitze dieses Landes steht und weiter am totalen Zusammenbruch und Ruin Deutschlands herummauscheln kann. Fragen Sie doch mal die Menschen im Ausland nach dem Ruf und dem Gesamtbild Deutschlands. Die Antipathie ist bei jedem Satz spürbar. Der „häßliche Deutsche“ ist wieder da. Und… Mehr
Während ich nachvollziehen kann warum Menschen Rot oder Grün wählen, ich find’s zwar blöd aber nachvolltiehbar, kann ich beim besten Willen nicht verstehen wieso man heutzutage cdu wählt. Der gemeine cdu Wähler gilt doch als Verfechter einer konservativen Politik, die Wirtschaft und Eigenverantwortung in den Vordergrund stellt. All das bietet doch die cdu seit Merkel nicht mehr an. Genau so wenig kann ich Mitglieder der cdu verstehen. Wie kann man nur so dermaßen gegen seine eigen Überzeugung handeln. Oder sind in der cdu nur noch rote und grüne U Boote? Wenn die Ost cdu jetzt nicht sofort umschwenkt und die… Mehr