Aufgerieben zwischen Klimaregulierung und energiepolitischen Katastrophenentscheidungen bricht eine wachsende Zahl von EU-Unternehmen aus der Hochtechnologie die Zelte ab. Über Börsendeals zieht es mit den Firmen IQM und Pasqal zwei Top-Unternehmen aus dem Quantencomputing schrittweise in die USA. Der Aderlass der europäischen Wirtschaft wird stoisch hingenommen.
picture alliance / Lehtikuva | Vilja Sirviö
Keine Woche vergeht ohne Katastrophenmeldungen aus der Wirtschaft. Im ersten Halbjahr verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen Insolvenzrekord – die höchsten Insolvenzzahlen seit 2013. Tausende Industriearbeitsplätze werden in der Folge gestrichen, die Wirtschaft blutet weiter aus. Ein Einlenken der Politik hin zu einer Stärkung der wirtschaftlichen Basis scheint weiterhin unmöglich. Und das ist erst der Anfang: Der Klammergriff aus teurer Klimapolitik, Verknappung fossiler Energien und wachsenden Regulierungskosten wirkt wie ein Brandbeschleuniger auf die Betriebe der Eurowirtschaft. Wer kann, der geht.
Was sich in Deutschland abspielt, wiederholt sich anderswo: in Finnland etwa, wo die Firma IQM den Sprung an die US-Börse wagt. IQM ist Spezialist für supraleitende Quantencomputer und entwickelt die dafür benötigten Quantenprozessoren. Die Systeme werden für Forschung, Hochleistungsrechnen und industrielle Anwendungen entwickelt. Das Unternehmen fusionierte mit der Real Asset Acquisition Corp., einer Art amerikanischer Börsenhülle, und wechselte mit einer Bewertung von etwa 1,8 Milliarden US-Dollar Anfang Juli unter dem Kürzel IQMX an die Nasdaq. Es handelt sich dabei zwar nicht um einen klassischen Unternehmensverkauf an die Amerikaner – die bisherigen Eigentümer erhielten keine Barzahlung, sondern blieben am Unternehmen beteiligt. Allerdings ändert dies wenig am Ergebnis: Kapital, Börsenmacht und ein wachsender Teil der Kontrolle über die Unternehmensstrategie werden künftig in den USA verwurzelt sein – amerikanische Patente, amerikanisches Wissen über Zukunftstechnologie, made in Europe.
Systeme von Pasqal gehen an Rechenzentren wie das Forschungszentrum Jülich oder den saudischen Energiekonzern Aramco. Die Anwendungsfälle reichen quer durch die Branchen – vom Energiekonzern EDF bis zur Großbank Crédit Agricole, für die das Wettrennen um Kryptografie und Sicherungstechnologie längst begonnen hat. Von Logistikoptimierung über Materialsimulation bis zur Risikoanalyse – Pasqal mischt überall ganz vorne mit.
Einer der Mitgründer der Firma war Alain Aspect, jener aus Frankreich stammende Physiker, der 2022 gemeinsam mit John Clauser und Anton Zeilinger den Nobelpreis erhielt und damit die wissenschaftliche Grundlage moderner Quantentechnologie legte. Ein gutes Beispiel dafür, wie universitäre Forschung und technologische Weiterentwicklung auf Unternehmensebene miteinander verschränkt werden können. Durch den zunehmenden Kapitalstrom von der EU nach Amerika verschwinden diese Grundpfeiler europäischer Akademie- und Unternehmenskultur allerdings schrittweise.
Im Falle von Pasqal ebnete die Übernahme der Firma durch die Börsenhülle Bleichroeder Acquisition Corp. II am 28. August den Weg des Know-hows über den Atlantik. Derzeit wird die Firma mit etwa zwei Milliarden US-Dollar bewertet – doch dürfte dies wohl nur eine Momentaufnahme sein, das Potenzial ist riesengroß. Mit den Patenten, den Forschungsergebnissen und der akademischen Substanz verliert Europa sein geistiges Fundament – was umso schwerer wiegt, da der Kontinent energiearm, politisch in die Ecke gedrängt und ziellos durch unsichere Gewässer steuert. Europa ist für Spitzenforschung, Spitzenkapital und Spitzenpersonal schlicht nicht mehr attraktiv genug.
Warum aber ist Quantencomputing derzeit in aller Munde?
Das macht sie nicht zum besseren Alltagsrechner. Für Texte, Tabellen oder Videos bleibt der klassische Computer überlegen. Doch bei Aufgaben, bei denen es darum geht, aus astronomisch vielen Möglichkeiten die richtige Kombination zu finden – neue Moleküle zu simulieren, Logistiknetzwerke zu optimieren oder Verschlüsselungen zu brechen –, eröffnet sich ein prinzipieller Vorsprung. In Strategiepapieren der USA, Chinas und der EU wird Quantencomputing explizit als Schlüsseltechnologie geführt, die Felder wie Materialforschung, Pharmazeutik und Kryptografie erheblich anschieben wird.
Wer die Schlüsseltechnologien der Zukunft beherrscht, beherrscht die globalen Märkte und gewinnt geopolitischen Einfluss.
Umso tragischer ist es mitzuerleben, dass sich in der EU politisch, aber auch aus der Wirtschaft heraus bislang kaum Widerstand gegen die ideologiegetriebene technologiefeindliche Politik regt. Dem EU-Standort fehlen inzwischen nahezu sämtliche Voraussetzungen, um kluge Köpfe aus der Hochtechnologie anzulocken, Unternehmensgründungen anzureizen sowie Ansiedlungen in Zukunftsclustern wie Robotik, Quantencomputing oder künstliche Intelligenz zu ermöglichen. Man hat sich auf die Klimarettung spezialisiert, und vielen auf dem Kontinent scheinen die Deindustrialisierung und die langsam einsetzende Verarmung der Gesellschaft gleichgültig zu sein. Doch auf die Europäer wartet Ayn Rands Schlussbombe: Man kann die Realität ignorieren, doch die Konsequenzen der ignorierten Realität kann man nicht ignorieren.




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„Man kann die Realität ignorieren, doch die Konsequenzen der ignorierten Realität kann man nicht ignorieren.“
Diese Erkenntnis sei allen neoliberal verblendeten Lagerideologen in ihr Stammbuch geschrieben.
Einen derart komplizierten Satz können Ideologen doch überhaupt nicht begreifen.
Gewöhnt euch dran, ein weltweit erfolgreiches Europa ist Geschichte. Die eigene Führungsschicht ist nicht proeuropäisch. Sondern pro Blackrock, pro Soros, pro Epstein, pro Maxwell, pro Nordstreamsprengung, pro Energiewende ins Nichts, pro Krieg gegen Russland, pro mehr Krieg in der Ukraine bis da keiner im wehrfähigen Alter mehr übrig ist. Pro völkerrechtswidrige Kriege am persischen Golf, pro Venezuelas Öl plündern zugunsten der USA, pro Nordstreamsprengung, pro deutsche Wirtschaft dauerhaft zerstören, pro eigenem Exitus durch 21 Sanktionspakete, die Deutschland vom russischen Markt, von Öl Gas und bezahlbaren Rohstoffen abschneiden. Pro Zerstörung des Sozialstaats und der Staatfinanzen durch außereuropäische unqualifizierte kulturfremde Massenmigration und… Mehr
Und die deutsche Politik meint, dass wir die KI bremsen müssen, damit sie nichts Böses tut.
Und der Ami, der Chinese und der Inder etc. pfeifen auf solche dummen Verlierersprüche und entwickeln die KI zur Superintelligenz weiter.
Es wird jeden Tag augenscheinlicher, dass Doofland am Ende ist.
„Isch over“, sagte Herr Dr. Schäuble, bevor er uns leider verließ.
Und Dr. Guido Westerwelle hielt uns den Spiegel vor, indem er uns „spätrömische Dekadenz“ unterstellte, was natürlich der Wahrheit entspricht.
Auch er verließ uns viel zu früh.
So lange so Vollversager wie UvdL in Brüssel das Sagen haben wird sich da nichts ändern. Die hat ja in Deutschland als Ministerin nichts auf die Reihe gebracht. Nun gut, die Panzer wurden schwangerengerecht. Da wurde auch langsam Zeit. Und nicht zu vergessen, die Schminkspiegel im Spind. Das hat die Verteidigungsfähigkeit der BW ja massiv erhöht.
Man nimmt die Deindustrialisierung nicht hin, man arbeitet darauf hin, die europäische Industrie in die USA zu verschieben.
Weil man als US-Vasall seinem Herren zu gehorchen hat, dessen Kompromatkoffer stets bereit steht.
„Ein Einlenken der Politik hin zu einer Stärkung der wirtschaftlichen Basis scheint weiterhin unmöglich.“ Sie wird niemals möglich sein, denn die EU und die großen Mitliedsstaaten werden von unfähigen, linkgrünen Ideologen geführt, denen Klima, Massenmigration und vor allem das eigene Pöstchen und das Geld der Anderen wichtiger sind als irgendwelche Erfolge eines Staates oder der EU selber. Desweiteren sind diese Linken lediglich die „Stupid Idiots“ der Globalisten und führen deren Anordnungen aus und unterstützen so deren menschenfeindliche Agenda. Eine Agenda, bei der am Ende Armut, Chaos, Massenarbeitslosigkeit, zerstörte Nationen und Identitäten, aber vor allem globaler Krieg steht. Krieg, bei dem… Mehr
Und es scheint bei Quantencomputern keine echten Fortschritte zu geben, die Technologie scheint sehr schwer beherrschbar.
Quantencomputing scheint mir wie „Fusionsenergie“ zu sein.
Wir glauben zu wissen, dass es funktionieren könnte, aber leider immer erst in der Zukunft.
Offenbar genau der Plan von Trump, deutsche und europäische Unternehmen nach den USA zu holen. Ob sie langfristig damit glücklich werden dort, steht auf einem anderen Blatt. Man wird sehen.
Noch immer glaubte wohl die Mehrzahl der Wahlberechtigten, um nicht von Bürger zu sprechen, die EU gewährleiste Frieden und Wohlstand.
War dies schon immer ein groteskes Produkt der Propaganda, scheint nun die Wirklichkeit die staatlich geschaffene Illusion zu verdrängen.
So wie am Ende aller Tage nur die Liebe und eine .45. zählt, wird sich zunehmend der destruktive Charakter der EU offenbaren.
Dann wird man wieder fragen, wie es dazu kommen konnte.
Pharisäerhaft ist das nachträgliche Erschrecken darüber, warum alle mitgemacht haben. Es machen nämlich immer alle mit. Was es war, wo sie mitmachten, erfahren sie erst im Rückblick.
Jeder der eine gute Idee oder sehr gute Ausbildung hat sollte versuchen in die USA zu ziehen. Ich sehe kein anderes westliches Land welches noch irgendwie lebenswert und dynamisch bleibt.
Maidan Putsch 2014 CIA und NATO gesteuert 100 Tote Nordstreamsprengung angestiftet Deutsche Wirtschaft vernichtet 1,3 Millionen Tote Zivilisten durch den us amerikanischen „Krieg gegen den Terror“. … So lebenswert. So dynamisch. Da müssen wir unbedingt hin. Warum machen wir nicht einfach Deutschland so lebenswert und dynamisch? Warum zetteln nicht einfach wir (mal wieder) völkerrechtswidrige Kriege an und organisieren Putsche weltweit. Warum ist Deutschland nicht so dynamisch, den USA einfach mal die komplette Energieversorgung wegzusprengen und so die us amerikanische Wirtschaft und Industrie zu vernichten. Entzieht ihnen das Öl. Entzieht ihnen das Gas. Entzieht ihnen die Rohstoffe. 21 Sanktionspakete der EU… Mehr
Paul Craig Roberts im Artikel vom 22.09.26 über texanische Unis: > „… Die weiße Einschreibung an der University of Texas, Dallas, ist von 43 % im Jahr 2012 auf 19 % im Jahr 2025 gesunken. Die asiatische Einschreibung ist von 25 % auf 42 % gestiegen. … Die Kategorie Asiaten scheint größtenteils aus vertriebenen Muslimen aus Washingtons Kriegen im Nahen Osten im 21. Jahrhundert zu bestehen …“ Kaum anders als in Westeuropa – und die Rede ist vom republikanisch regierten Texas. Wie sieht es in New York Mamdanis aus? Oder in San Francisco am Rande von Silicon Valley? Ob das… Mehr