Nachdem sie die Situation angeheizt haben, rufen die Brandmauer-Verteidiger die Aufmarschierer in Erfurt nun heuchlerisch auf, den Parteitag der AfD doch ja friedlich zu blockieren. Sollte die Situation entgleiten, tragen sie alle Mitverantwortung. Es ist kein Fest der Demokratie, sondern eine Schande der Demokratie.
picture alliance / Flashpic | Jens Krick
Für Katrin Göring-Eckardt hat sich der Verrat an der Friedlichen Revolution von 1989 gelohnt, als sie zu denen gehörte, die für die Fusion von Bündnis 90 mit den Grünen war. Ihr Lohn bestand darin, ein Leben lang von der Öffentlichkeit fürstlich alimentiert zu werden. Noch nie hat die Berufsabgeordnete ohne Berufs- oder Studienabschluss ein Direktmandat gewonnen, sondern fläzte sich über die Landesliste ins Parlament. In ihrem Wahlkreis Erfurt – Weimar – Weimarer Land II holte sie bei der letzten Bundestagswahl beeindruckende 3 Prozent der Stimmen. Dass Göring-Eckardt mit den Kommunisten von den SED-Linken zusammen gegen die Demokratie steht, interessiert die Politikerin, die es freut, dass sich Deutschland drastisch verändert hat, nicht die Bohne. Was erwartet man auch von Leuten, deren Wohlstand nicht an ihren Fähigkeiten, sondern an der Brandmauer hängt.
Göring-Eckardt nennt den Verstoß gegen das Demokratiegebot des Grundgesetzes und den Verstoß gegen das Parteiengesetz, denn die Durchführung von Parteitagen ist keine Kür, sondern Pflicht, ein „Fest der Demokratie“ – und zeigt damit nur, wie aktuell 1984 von Orwell wieder ist. Aber freilich, verstehen würde sie den Roman ohnehin nicht. Gegen keine Partei ist Protest gegen und Blockade des Parteitages gerechtfertigt, schon gar nicht demokratisch. Parteitage, das ist eine conditio sine qua non der Demokratie, müssen von den Parteien, ob Linke, Grüne, SPD, BSW, FDP, CDU, CSU und AfD ungestört abgehalten werden können.
Ist es ein Fest der Demokratie, wenn für die Delegierten des Parteitages Mut dazu gehört, zu ihrem Parteitag zu gehen, blockiert und angefeindet von aufgeputschten Demo- und Randale-Touristen, nicht wissend, ob die Polizei die Situation unter Kontrolle hält?
Was würde Göring-Eckardt sagen, wenn das, was sie der AfD zumutet, das nächste Mal beim Parteitag der Grünen geschähe? Habeck, den ein paar friedliche Bauern sprechen wollten, erlitt geradezu einen Nervenzusammenbruch, verkroch sich in den hintersten Winkel der Fähre, die wieder ablegen musste, weil er es aus lauter Angst so wollte, der Held. Hinterher wurde das von den Brandmauer-Medien als Angriff auf die Demokratie skandalisiert. Was ist dann das, was in Erfurt geschieht?
Göring-Eckardt und ihre Brandmauergenossen nennen die Blockade des Parteitages ein Fest der Demokratie. Als ihr Auto von ein paar Leuten blockiert wurde, war das mitnichten in ihren Augen ein Fest der Demokratie, sondern wieder ein Angriff auf die Demokratie.
Göring-Eckardt und ihre Brandmauergesellen glauben, die Demokratie gehört ihnen. Doch dort, wo nicht dem Volk als Souverän, dem Demos, die Demokratie gehört, sondern ein paar Funktionären, ist deren Demokratie nichts anderes als die Diktatur für das Volk.
Besonders abgeschmackt jedoch ist die Heuchelei. Göring-Eckardt, Georg Maier, Bodo Ramelow – und wie sie alle heißen mögen – rufen, nachdem sie gehörig die Situation angeheizt haben, die Aufmarschierer auf, doch ja friedlich zu protestieren, bzw. friedlich zu blockieren. Doch es gibt keine friedlichen Blockaden, jede Blockade ist mindestens Nötigung.
Eines aber wollen wir wieder und immer wieder feststellen, wenn es zu Gewalt kommt, gegen Polizisten oder gegen Delegierte, dann tragen Göring-Eckardt, Georg Maier, Bodo Ramelow, das Bündnis „Zusammenstehen“ und „Widersetzen“, Felix Banaszak und Ines Schwerdtner eine große Mitschuld daran. Man kann nicht Feuer an eine Tür legen und dabei behaupten, dass man nicht möchte, dass das Haus abbrennt.
Die Erfurter und die Einsatzkräfte der Polizei müssen wissen, dass sie den „Tag X“, wie es die Antifa nennt, erleben, daran tragen Göring-Eckardt, Ramelow und Maier keine geringe Verantwortung. Sollte dem Thüringer Innenminister, dessen SPD-Landesverband zu den Unterzeichnern des Aufrufs von Zusammenstehen gehört, die Situation entgleiten, muss er dafür die Verantwortung übernehmen.
Was in Erfurt nicht stattfindet, ist ein Fest der Demokratie, was in Erfurt stattfindet, ist die Schande der Demokratie.

Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
„Blockieren“ ist nie friedlich, sondern Nötigung und damit eine Straftat. Das Recht auf Demonstrationen beinhaltet aber kein Recht auf Straftaten.
Es ist keine „Schande der Demokratie“: Eine Versammlung verhindern zu wollen ist eine Straftat – Grüne, Gewerkschaften und Co rufen daher zu einer Straftat auf, was wiederum einen eigenen Straftatbestand darstellt.
„Unsere“ Demokratie zeigt und garantiert, dass wir zulassen, so regierte zu werden, wie wir es verdienen. Auch undemokratische Schandtaten, die wegen extrem gewalttätigen Verhaltensweisen innerhalb des linken politischen Spektrums Frieden und Freiheit bedrohen, braucht kein Mensch.
Das Ziel den Parteitag zu verhindern wird wohl nicht mehr gelingen. Die AfD Delegierten sind ein bisschen früher aufgestanden und in beschlussfähiger Anzahl bereits in der Messehalle.
Na das ging dann mal ordentlich in die Hose für die Einheitsparteifaschisten… es sind kaum Demonstranten vor Ort…. nur absolut lächerliche Häuflein Elend…
Das macht dann doch mut, dass sich endlich was dreht in Deutschland…
Wenn so viele faschistoide Organisationen trommeln und keiner hingeht … tja dann besteht evt doch noch ein Fünkchen Hoffnung. Ich hoffe dass es so bleibt und nicht dem Ausschlafverhalten der Linksfaschisten geschuldet ist.
Der AfD wünsche ich einen erfolgreichen und ruhigen Parteitag. Alice für Deutschland!
Sie haben leider vergessen zu erwähnen, daß die Saat des Hasspredigers aus einem Schloß in Berlin endgültig aufgeht.
„Fest der Demokratie“, das ist in diesem Zusammenhang der zynische Sound linker Politverbrecher vom Schlage U. Meinhof.
Seltsamerweise fällt auch dem geschätzten Autor nicht auf, dass die Vorgänge um Erfurt die grösste Lüge der letzten 15 Jahre widerlegen. Wo ist die Gefahr von rechts in Erfurt? Die angebliche Gefahr von rechts versammelt sich friedlich, demokratisch, grundgesetzkonform, wenn nicht gar spiessbürgerlich zu einem Parteitag. Wie bei Parteitagen anderer Parteien sind keine rechten Demonstranten angekündigt. Keine militanten Demonstranten, die sich der Frechheiten der linken Gesellschaft entgegenstellen. Wie bei Parteitagen anderer Parteien wird kein Polizist für rechte Demonstranten geplant. Die Gefahr von rechts ist eine Schimäre, wohlgenährt von Linken, die mit ihr ihre Macht sichern. Tausende Polizisten werden jedoch benötigt… Mehr
Während ein vom Gesetz vorgeschriebener Parteitag einer rechtmäßigen demokratischen Partei durchgeführt werden soll.
Was sollen sie sonst machen, sie kennen nichts und wollen ihre Pfründe behalten und dann kommt die AFD , Das geht gar nicht, da müssen sie lügen und zu Gewalt aufrufen. Die wüden ohne diese Ämte unter Brücken wohnen, oder Geschier waschen. Sie reden von Demokratie obwohl sie gar nicht wissen, was es ist, ihnen sind auch die Menschen egal, ihnen geht NUR um IHREN gELD UND MACHT. Sie sind nur BÖSE und EMPATHIELOS.
Bei Danisch gefunden: „Was der Westen immer noch nicht begreift: Der wahre Kern des Kommunismus: Die systemische Lüge Die meisten Menschen im Westen denken, sie verstehen den Kommunismus. Sie stellen sich Brot-Schlangen, Gulags, gescheiterte Fünfjahrespläne und den kollabierten Sowjetblock vor. Sie behandeln ihn als eine diskreditierte Wirtschaftstheorie – ein Experiment, das bewiesen hat, dass die Abschaffung des Privateigentums nicht funktioniert. Fall erledigt, die Geschichte ist weitergeschritten. Dieses Missverständnis könnte der gefährlichste intellektuelle Fehlschlag unserer Zeit sein. Der Kommunismus war nie in erster Linie ein Wirtschaftssystem. Die Ökonomie war nur die Oberfläche. Darunter lag etwas weitaus heimtückischeres: eine totale, systemische, institutionalisiert… Mehr
Woher nehmen sich diese selbsternannten „UnsereDemokraten“ das Recht, den Parteitag einer konkurrierenden Partei sabotieren zu wollen? Gehen Rechte etwa zu Parteitagen von Linken, Grünen oder Sozis und wollen das Gleiche? Noch nie gehört.Und die CDU – so verlogen und verpeilt sie auch ist – sollte da gewaltig aufpassen. Sie wären dann die nächsten: Und dann hätten wir sie wieder, unsere DDR.
„unsere DDR“ haben wir doch schon lange zurück!