"Frei sind wir nur als Wir" – ein Satz, der das totalitäre und kollektivistische Denken der Grünen auf den Punkt bringt. Brantners Ausspruch ist kein Ausrutscher, sondern Programm.
Screenprint: Youtube/Im/puls
Franziska Brantner hat auf dem „Forum für Zukunft“ erneut der totalitären Ideologie des Kollektivismus der Grünen gehuldigt. Stalin, Mao und Ulbricht hätten es nicht schöner, nicht bündiger als Dogma formulieren können, als es Brantner mit dem Diktum glückte: „Denn niemand ist frei allein. Frei sind wir nur als wir.“ D.h. der Wert des Menschen besteht für Brantner nicht in seiner Einzigartigkeit, sondern in seiner Funktion für die Rettung der Welt, für die Umsetzung der gerade in Mode seienden Weltbeglückungsideen.
Au contraire: Der Anfang aller Freiheit besteht im Recht, allein sein zu dürfen, im Schutz der Privatheit. Freiheit beginnt mithin beim Recht, nicht „wir“ sein zu müssen.
Der Sozialismus stellte die Forderung auf: „Vom ich zum Wir“. Hitler wollte die „Volksgemeinschaft“, Ulbricht die „sozialistische Menschengemeinschaft“. Sogar Karl Marx grauste vor der Kollektivierung des Ichs, wie es seine Schüler und Gefolgsleute dann verwirklichten, als er im Kommunistischen Manifest einen warnenden Satz einfügte, der dem ganzen Text widersprach, als er in die Bibel der Verklassung, der Kollektivierung des Menschen, in den Katechismus der Diktatur des Wirs einen unauflösbaren Widerspruch schmuggelte, als er von einer Gesellschaft sprach, „worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist.“
Es ist logisch, dass die kollektivistischen Doktrinäre von Lenin über Stalin, über Mao, über Ulbricht, über Honecker bis Brantner diesen Satz genau anders herum lasen, so wie ihn Marx nicht geschrieben hatte, ihrer Meinung aber hätte schreiben sollen, dass nämlich ihre neue Gesellschaft eine Gesellschaft ist, worin die freie Entwicklung aller die Bedingung für die freie Entwicklung eines jeden ist. Oder in den Worten Brantners: „Frei sind wir nur als wir.“ Man könnte bitter spottend hinzusetzen, dass dann die größte Fürsorglichkeit des Staates im Gulag bestünde.
Totalitäre Ideologen sind nicht wählerisch in der Wahl ihrer politischen Farbe, sie sind sogar weitgehend von ihr unabhängig, da sie letztlich nur die Eskamotage totalitärer Herrschaft darstellen. Den Gegensatz zur totalitären Herrschaft stellt die pluralistische Demokratie dar. Die totalitäre Herrschaft fußt auf dem Kollektiv, auf dem Verschwinden des Menschen in der Gemeinschaft, die pluralistische Demokratie auf dem mündigen Bürger, auf dem Schutz der Rechte des Individuums. Die totalitäre Herrschaft beruht auf dem Prinzip der Ein- und Unterordnung des Einzelnen, die pluralistische Demokratie auf der Freiheit des Einzelnen, auf den unveräußerlichen Bürgerrechten, deren Fundament das uneinschränkbare Freiheitsrecht des Individuums ist, eben nicht in der Einsicht des vermeintlich Notwendigen, sondern in der freien Verhandlung der Interessen.
Denn das vermeintlich Notwendige ist eine Definitionsfrage, eine Machtfrage: Wer kann was als Notwendigkeit per ordre de mufti für alle verbindlich definieren, über das dann nicht mehr diskutiert werden darf, was brav hinzunehmen ist, mehr noch, dessen Diskussion bereits ein Verbrechen am Wir bedeutet und als menschen- oder staatsfeindlich deklariert wird, wie man es im Klimatotalitarismus oder in Merkels Pandemie-Diktatur erleben musste. Und es ist gewiss kein Zufall, dass die Grünen in beiden totalitären Entgleisungen der Demokratie mit Megaphonen voranmarschierten. Brantners Diktum ist nicht neu, es ist lediglich die Confessio des Totalitarismus konzentriert in einem Satz.
Die ewige Wiederkehr des Gleichen – zwar in stets veränderter Gestalt, in den Moden der Zeit – dürfte seinen deprimierenden Grund in den anthropologischen Konstanten finden. Die Sehnsucht nach einer Ideologie als geschlossene Heilslehre entspringt dem Herdentrieb, dem Glück der Unmündigkeit, die nach Immanuel Kant selbstverschuldet ist.
Hieran knüpfen alle Ideologen an, wie zuletzt Franziska Brantner auf dem „Forum für Zukunft“ der Grünen. Viele Worte muss man über den Kongress vom Wochenende nicht verlieren, auf dem die Grünen wieder einmal nach der Zukunft suchten, die sie in ihrer Hybris gepachtet zu haben glauben.
Denn alle totalitären Bewegungen meinen, die Zukunft zu besitzen, von der sie ihren Herrschaftsanspruch in der Gegenwart herleiten, und der ihr einziges Argument unter den wechselnden Phrasen ist. Und wenn es um Zukunft und Jugend geht, sind auch die Pensionäre der Phrase nicht fern, weder ein Nassehi, der die arge Kunst beherrscht, selbst die Phrase noch inhaltlich zu entleeren, noch ein Friedman, der im vorigen Jahrtausend einmal bei der CDU war und nun glücklich bei den ideologisch vergreisten Grünen angekommen ist, weil sie ihm noch zuhören.
Wenn eines die Geschichte der Menschheit klar gezeigt hat und klar zeigt, dann dies, dass Freiheit niemals kollektiv funktioniert, weil der einzelne als Mensch, als eine Einzigartigkeit zu verstehen ist und eben nicht als abhängiges Teil eines Kollektivs, dessen Zugehörigkeit und mithin einzig relevante Eigenschaft entweder in der Stellung im Produktionsprozess (Marxismus), oder in der biologisierten Herkunft (Nationalsozialismus) oder nach seinen sexuellen Vorlieben (Queer-Ideologie) hypertrophiert wird.
Erinnert man sich daran, dass das Grundgesetz als Abwehrrecht des einzelnen Bürgers gegen den stets übergriffigen Staat geschaffen wurde, dann formuliert Brantner den Versuch, den Einzelnen im Wir, den Bürger im Staat oder wie es Hegel ontologisch formulierte, das Subjekt im Objekt als Subjekt-Objekt verschwinden zu lassen.
An dieser Stelle existiert dann auch kein Recht – zumindest als gleiches Recht für alle – mehr, sondern das Recht wird zu einer Funktion des Staates, zu einer Funktion der Machtausübung des „Wirs“, zum Zwang, Einsicht in das als notwendig Definierte aufzubringen. Immanuel Kant, der vom mündigen Bürger ausgeht und Aufklärung als Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit erkannte, hielt Subjekt und Objekt auseinander, Bürger und Staat, weshalb es einer Vermittlungsfunktion zwischen Bürger und Staat bedarf, und das ist eben das Recht. Die Freiheit des Bürgers wird in einem Rechtstaat gegenüber dem Staat, gegenüber dem „Wir“ vom Recht geschützt.
Dass Brantners Diktum kein Ausrutscher war, sondern genau ihre Arbeit an der Rückkehr des Totalitarismus verdeutlicht, hatte sie bereits mit ihrer Rede in Oxford belegt. Was Brantner in Oxford gefordert hatte, war nichts Geringeres, als die Abschaffung der deutschen Demokratie, indem die Bürger in Deutschland entmündigt werden. Vom Ich zum Wir. Wenn die Wahlentscheidungen der deutschen Bürger in Brüssel oder in London oder in Paris oder in Warschau Missfallen auslösen, sollen die Rechte der deutschen Regierung „im Voraus eingeschränkt“, die Stimmen der deutschen Bürger „im Voraus eingeschränkt“ sein.
Wenige Kilometer vom Forum für Zukunft fanden sich die anderen ohne Zukunft ein, um andächtig dem Gerede Habecks zu lauschen, reaktionär, vorgestrig, wie das, was Brantner und Freunde auf ihrem Kongress äußerten. Zweimal Zukunft, die bei Licht besehen Vergangenheit ist.
Es wird Zeit, dass Deutschland die Grünen hinter sich lässt, den Totalitarismus des 20. Jahrhunderts, wenn Deutschland wirklich eine Zukunft haben will, denn eine Zukunft hat man nur, wenn man die Aufgaben der Gegenwart meistert, oder wie es Voltaire in Candide sagte, wenn man zuerst seinen Garten bestellt.





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Eine neue Variante von „Schwarmintelligenz“, weil die viel zu blöd sind um zu erfassen, dass Menschen keine Schwarmtiere sind, aber als psychologische Masse temporär dazu werden können. Allerdings mit dem Nachteil verbunden, dass diese Masse so schlau wie ihr dümmstes Individuum ist, nicht das klügste. Immerhin hätten so auch die Grünen eine echte Chance zu führen. Freiheit im ursprünglichen Sinne ist die Freiheit von Grundbesitz, also die Freiheit der Besitzlosen, nicht zwingend etwas Gutes und nicht unbedingt etwas Schlechtes, denn Boden bindet. Heute ist diese Definition überholt, aber man hat glatt vergessen, eine verbindliche neue zu etablieren, also kann jeder… Mehr
Ein Volk von Masochisten für eine Regierung von Sadisten –
Davon träumen die Grünen.
Denn dann bekommt jeder seinen Willen.
Wir sollen wollen, was sie uns vorschreiben.
Wer arm sein will, beschwert sich nicht über Armut, weil er einsieht, daß Armut gottgefällig (klimaneutral) ist.
„Ihr werdet nichts besitzen, und ihr werdet glücklich sein.“
Sie behaupten, links zu sein.
Aber sie ziehen den Karren der Hochfinanz für einen neuen Absolutismus der Hochfinanz.
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Die französische Revolution soll rückabgewickelt werden.
Die Rothschilds dieser Welt wollen ihr Versailles zurück.
Bereitet sie mit ihrem philosophischen Tiefflug die Rückkehr des Kinderbuch-Philosophen in die deutsche Politik vor?
Wenn ich das so lese „…Freiheit im Wir..“ kommen mir zwangsläufig die Bilder von choreographiert-glücklichen Nordkoreanern während Sie Ihrem Führer huldigen vor Augen, Vielleicht sind das auch die feuchten Träume von Grünen?
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Danke, Herr Mai, für Ihren Beitrag. Im muss etwas abschweifen: Was die Grünen wollen ist, dass das (böse) Deutsche hinter uns gelassen wird und die Deutschen aufgehen in Europa und der Welt. Die Kartellparteien forcieren ungeregelten Zuzug bzw. Familiennachzug, der Chaos stiftet und kein Innehalten mehr erlaubt. Wenn die Wirtschaft noch liefe, kämen noch mehr Muslime etc. ins Land. Ich denke, für die Grünen, die SPD und Linke, aber auch Teile der CDU/CSU hat Deutschland, wie wir es kannten bis 1933, sein Lebensrecht verwirkt durch das, was in den folgenden 12 Jahren passierte. Und tatsächlich: es ist unvorstellbar, wie eine… Mehr
Ich fürchte, der Autor unterschätzt sehr stark, dass unsere Gesellschaft und die große Masse der Bürger keine Individualisten sind und auch gar keine sein wollen. Die nordisch-germanische Kultur, die das Deutsche alles in allem immer noch determiniert, ist eine kommutartistische, aber keine individualistische Kultur. Das hat, nebenbei, auch zu ihrem unbestreitbaren Erfolg beigetragen. Es ist sicher so, dass eine große Zahl an Menschen Egoisten ist, und die Digitalisierung und das Smartphone haben diese Tendenz noch einmal verstärkt. Sie sind aber keine Individualisten, da das Eigenverantwortung bedeuten würde, die den meisten Menschen Angst macht oder sie überfordert. Sie unterwerfen sich lieber… Mehr
> Die nordisch-germanische Kultur, die das Deutsche alles in allem immer noch determiniert, ist eine kommutartistische, aber keine individualistische Kultur.
Und die landete in den letzten 100 Jahren bereits zweimal in totalitären Verhältnissen – jetzt ist es das dritte Mal. Wenigstens irgend ein Nutzen der hier so beklagten „Umvolkung“, es könnte freiheitlicher zugehen.
Brantner präferiert also die Freiheit in Form des Insektenstaates. Nein danke!
Nur, damit ich hier nicht für Verwirrung sorge: Das sind doch die gleichen Grünen, die nach jeder islamischen Gewaltorgie stets und immer auf den Artikel 1 und die Menschenwürde des Einzelnen beharren, oder?
Die Kehrseite des „Frei bin ich nur als Individuum“ ist der machiavellianische Machtmensch. Wer’s braucht…
Viele Ur-GRÜNE hatten ihre „Denk“schule & Karrieren schon bei den BRAUNEN nationalen SOZIALISTEN & als dann die ROTEN internationalen SOZIALISTEN, K-Kader & RAF-Sympathisanten,wie Trittin, Fischer uvva., bzw. immer noch aktiven RAF-Unterstützer, die GRÜNEN kaperten, fand -& findet man noch immer- manch „einheitsbraunen“ Ahnen -> Trttin, Bärbock, Luisa, uvva.
Die kommenden GRÜNEN „Brotschlangen“ werden nur ein Zwischenschritt zu den modernen GULAGs sein, wobei der „Digitale €“ auch als ein wesentliches Uneterdrückungswerkzeug zu nennen ist.
So kam & kommt wieder zusammen, was schon immer zusammen
gehört.Ideologische uo. religoide Tyrannen können es nicht lassen,
andere zu zerstören. Das nenne ich „EINHEITSBRAUN“!