Wer alle ständig ungefragt belehrt, wird irgendwann ignoriert. Deutschlands Scheitern bei der Wahl in den UN-Sicherheitsrat ist die späte Rechnung für Jahre moralisierender Außenpolitik.
picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Armes Deutschland, mit deinen Politikern hast du selten Glück. Ist es schon peinlich, dass Deutschland den Sitz im Sicherheitsrat der UNO nicht bekam und in der Abstimmung gegen Portugal und Österreich schmählich unterlag, so ist es, was an Reaktionen deutscher Politiker daraufhin folgte, erbärmlich. Statt die Gründe für die Niederlage bei sich zu suchen, wusste der durch die Welt stolpernde deutsche Außenminister, der immer ein bisschen so wirkt, als mache ein Gymnasiallehrer aus einer schleswig-holsteinischen Kleinstadt gerade eine Auslandsreise mit TUI, schon, dass an dem Eklat Russland einen Anteil hat. Der mit einem drittklassigen ukrainischen Orden abgefundene heroische Kämpfer für Selenskyj, Johann Wadephul, sagte in New York: „Dass Russland eine solche Stimme nicht am Tisch des Sicherheitsrates wissen will und auch Stimmung gegen uns gemacht hat, ist kein Geheimnis.“ Als ob man diese Töne nicht aus der deutschen Geschichte kennt, als ob diese Legenden einem – mit Verlaub – nicht allmählich zum Halse heraushängen, die Mär vom braven, treuen Deutschen, der allerlei Unbill nur aufgrund seiner Anständigkeit im ersten Weltkrieg vom „perfiden Albion“, jetzt von den bösen Russen zu erleiden hat. Brav und ehrlich und treu, doch leider hintergangen.
Schuld an Deutschlands Debakel in der UNO sind nun die bösen Russen, schuld ist, dass Deutschland sich nicht von Israel distanzierte, schuld ist, dass Deutschland den Angriff der USA und Israels auf das Mullah-Regime nicht als völkerrechtswidrig verurteilte, ach und schuld ist vor allem, dass der Regen von oben nach unten und nicht von unten nach oben fällt. Auch eine andere Koryphäe deutscher Politik in seinem Hang zu schiefen Bildern wollte ja bereits „Den Bach rauf“.
Dass Deutschland das erste Mal seit der Wiedervereinigung nicht in den Sicherheitsrat gewählt wurde, ist Klatsche und verheerendes Zeugnis für die Politik von Habeck, Baerbock, Wadephul und Merz, es ist Resultat der „wertegeleiteten Außenpolitik“, des Moralstolzes, der Überheblichkeit bei gleichzeitiger personeller Mediokrität, des Belehrens und Bessserwissens. Hinzu kommt, dass in der Welt derjenige verachtet wird, der nicht eigene Interessen, nicht die Interessen des eigenen Landes vertritt, sondern auf Kosten des eigenen Landes sein Ego über alles strahlen lassen möchte, der selbstgerechte Gernegroß. Wenn man so auftritt, als sei man in seiner Kleinstadt der Größte, dann muss man sich nicht wundern, wenn man in der Welt nicht für voll genommen wird.
Habeck, Baerbock, Wadephul und Merz haben Deutschland in der Welt lächerlich gemacht und dem deutschen Ansehen schwer geschadet. Das ist die eigentliche Lehre der verlorenen Wahl. Man erinnert sich doch nur zu gut, dass es immer etwas zu lachen gab, wenn Annalena Baerbock aus Pattensen ins Ausland reiste, um entweder auf Palau zu kochen oder in Südafrika den Schinken der Hoffnung auszurufen. Aber Baerbock war in ihrer außenpolitischen Unbedarftheit und in ihrer ideologischen Verbohrtheit auch zum Fürchten, wenn sie in Riga sich erhabene Gefühle dadurch bereitete, dass sie posaunte, kein russisches Erdöl und kein russisches Erdgas mehr zu wollen – und in diesem Augenblick nicht wusste, woher dann die Energieträger kommen sollten, die das Land benötigt. Die schaurige Wahrheit ist, es interessierte sie auch nicht. Der „Robert“, der große Energiefachmann, hatte ihr sicher geflüstert, das Windrad schafft das schon, genügend Wind mache ich ja.
In China meinte die Annalena aus Pattensen, die Chinesen nicht nur belehren, sondern auch abkanzeln zu müssen mit dem Erfolg, dass die Chinesen sie nur noch in der Provinz fürs deutsche öffentlich finanzierte, grüne Fernsehen predigen ließen. Es mag sein, dass Annalena Baerbock sehr ehrgeizig im Trampolinspringen war, weil sie sich nach Luftsprüngen sehnte, nur hatte sie dabei nicht bedacht, dass auf jedem Luftsprung der Fall nach unten folgte. Doch sie war weder als Pionierleiterin, noch als Abgesandte der Grünen Jugend nach China, gereist, sondern als deutsche Außenministerin.
Dass sie jegliche Gesprächsgrundlage zerstörte hatte, verdeutlichten die Chinesen in ihrer hochsemiotischen Kultur ihr mit Zeichen. Annalena Barbock jedoch erklären zu wollen, was Semiotik ist, dürfte ein nutzloses Unterfangen sein.
Nicht nur, dass Baerbock ihren Anteil am Niedergang der deutschen Wirtschaft hatte, hätte sie fast aus lauter Russenhass den Dritten Weltkrieg ausgelöst, wenn Scholz nicht schnell reagiert hätte. Ein paar Stimmen könnte Deutschland übrigens auch aus Rache dafür verloren haben, Baerbock in der Vollversammlung ertragen zu müssen.
Aber auch Habeck, Robert, Deutschlands De-Industrialisierungs-Experte mit speziellen Kenntnissen im deutschen Insolvenzrecht vernuschelte auf seine unnachahmliche Weise Deutschlands Ansehen in China.
Wadephul in Baerbocks Trittchen reist um China herum, um Chinas Nachbarn von Indien bis Japan in eine Anti-China-Koalition zu reden und wunderte sich anschließend, dass niemand von Bedeutung in China für ihn Zeit hatte, so dass er seinen China-Besuch absagen musste. Ansonsten bemüht sich der Mann aus welchem Grund auch immer aus „der grauen Stadt am grauen Meer“ so viel an deutschem Steuergeld nach Syrien, nach Gaza, in die Ukraine zu transferieren, wie es irgend geht. Geld im Übrigen, dass Deutschland pumpt und dass unsere Kinder den Banken und Hedgefonds – Leuten wie Merzens ehemaligen Arbeitgebern – eines Tages zurückzuzahlen haben. Zwischen Merz und Wadephul ist ohnehin ein Wettstreit darüber ausgebrochen, wer Selenskyj mit mehr deutschem Geld versorgt.
Dass der „echte Kanzler“ (so Weimer) Friedrich Merz dann solange von Drohnen schwärmt, die tief im russischen Hinterland einschlagen und keine Gelegenheit auslässt gegen Russland und Putin zu mosern, bis die Russen mitten im Iran-Krieg den Erdöltransit von Kasachstan nach Deutschland unterbrechen, spült dem Verschwendungsminister Klingbeil noch zusätzlich Geld in die Kassen. Komplettiert wird der Dilettantismus von Deutschlands dysfunktionalen Eliten durch die NGOs, die Auffanggesellschaften für nicht vermittelbare Halbakademiker. Diese NGOs sind für Grüne und Rote das, was für Mao die Roten Garden waren.
Jiang Feng, Professor für europäische Studien an der Shanghai International Studies University (SISU) und Chairman of the Board of Shanghai Academy for Global Governance and Area Studies (SAGGAS) sagte der Berliner Zeitung, dass er hoffe, „dass dies zum Anlass für eine außenpolitische Debatte genommen wird, die Deutschland auf der Weltbühne die Anerkennung bringt, die nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt wünschenswert“ sei. Dieser Weckruf sollte zum Anlass genommen werden, „zur Selbstreflexion und gründlichen Analyse“, statt nur „nach Schuldigen zu suchen.“ Da Deutschlands dysfunktionale Eliten von Habeck über Klingbeil bis Merz, von Baerbock über Bas bis Wadephul so dysfunktional sind, dass sie mit Sicherheit viele Schuldige für das Debakel benennen können, nur eben nicht den wahren Schuldigen, sich selbst, dürfte inzwischen klar sein, denn Fehler bei der Regierung sehen zu wollen, ist nur eines, nämlich „rechts“.
Doch eine gute Seite hat die Niederlage schon, denn so wie man Merz und Wadephul kennt, würde ein Sitz im Sicherheitsrat Deutschland noch mehr Geld kosten, denn Deutschland ist der viertgrößte Beitragszahler der UNO. A propos, auch hier könnte man kürzen, warum soll in der Finanznot, in der sich Deutschland befindet, Deutschland nicht Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien oder Österreich den Vortritt lassen im Ranking der Beitragszahler?
Welche der sicher vielen Gründe, von der späten Bewerbung über Merzens Fernbleiben von der UN-Vollversammlung bis hin zur deutschen Moralgroßmannssucht, die so niedlich wie dumm „wertegeleitete Außenpolitik“ genannt wird, auch für den Misserfolg verantwortlich war, eines steht fest, der Hauptgrund besteht im Dilettantismus deutscher Außenpolitik. Die arge Kunst des Außenkanzlers und seines Baerbock-Nachfolgers Wadephul bestand darin, Deutschland mit allen zu verkrachen. Allianzen schmieden diese Leute nur für, sondern nur gegen Deutschland.


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In Aue kann der Kandidat der „Freien Sachsen“ Oberbürgermeister werden! Die Staatsmedien und ihre Loyalisten hyperventilieren schon ob dieser Möglichkeit! Angebliche Politikwissenschaftler – in Wahrheit Mitläufer des Systems – beobachten schon einen deutlichen Rechtsruck im Osten! Die Dummheit dieser Akademiker ist wirklich bemerkenswert, wofür haben sie studiert? Um ihren Geist mit linkem Müll zu füllen?
Daß es bei den Beiden auf einem Bild nicht das Bild verreißt.
Auf dem Bild schütteln sich Not und Elend die Hände…
Ja gut, jeder bei den UN sieht doch, dass man das Personal was man für die BRD ins Rennen schickt, nicht ernst nehmen kann. Und jeder hat auch verstanden, dass die BRD-Regierung nur noch eine Außenfiliale von Blackrock und Pfizer ist.
Also warum sowas in den Sicherheitsrat wählen?
Kein Land des Planeten hat peinlichere Versagertypen in der Außen-Repräsentation stehen, als Deutschland.
Ach, GB könnte da schon mithalten!