Der Ulmen-Fernandes-Plot bricht zwar zusammen. Justizministerin Hubig (SPD) setzt dennoch darauf und marschiert heute Abend zu Caren Miosga (ARD). Der Staat soll künftig unsere biometrischen Daten jederzeit von jedermann für jeden Zweck nutzen können. Der perfide Plan ist die Totalüberwachung im Netz.
Bild: ARD/Caren Miosga
Was hier heute Abend bei Caren Miosga aufgezogen wird, ist keine nüchterne Debatte über einen offenen Fall. Es ist der nächste Akt einer Kampagne, deren Fundament längst in Scherben liegt. Die Vorwürfe gegen Christian Ulmen stehen weiter im Raum. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung – allerdings nicht mehr im Fernsehgericht. Dort wird anklage erhoben für ein Urteil das schon feststeht. Gleichzeitig ist das Verfahren in Deutschland gegen ihn zunächst an fehlender Mitwirkung von Fernandes gescheitert, in Spanien wurde das Verfahren nach Angaben seiner Anwälte ausgesetzt, gegen die Spiegel Berichterstattung wird juristisch vorgegangen, und die Deepfake-Schiene, mit der die Empörungsmaschine zuerst heiß lief, wird von Ulmens Seite ausdrücklich bestritten.
Mit anderen Worten: Das Ganze sackt immer schneller in sich zusammen wie ein missratenes Soufflé. Nur interessiert das die politische Verwertungsindustrie kein bisschen.
Das Urteil wird in einer Talk-Show gesprochen
Später hieß es dann, es gebe eine „Ergänzung zur Gästebesetzung“. Es wurde also nachträglich noch eine weitere Teilnehmerin aufgenommen. Nur einer durfte offenkundig gerade nicht mit hinein: der Anwalt von Christian Ulmen. Widerspruch in diesem politmedialen Safe Space / Echokammer: unerwünscht.
Genau das ist der Punkt, an dem aus Schlagseite jetzt Absicht wird. Ulmens Anwalt Christian Schertz erklärte laut einem Bericht in der FAZ, er habe angeboten, in die Sendung zu kommen. Das sei abgelehnt worden mit der Begründung, die Runde stehe schon fest. Wenig später war sie dann offenbar eben doch nicht fest. Denn eine weitere Teilnehmerin wurde aufgenommen. Aber auch wenn diese Reihenfolge nun nicht genau zuträfe: diesen einen Stuhl für Schertz hätten sie an die runde Miosga-Tafel durchaus noch ran stellen können, ohne dass es eng geworden wäre.
Fest war also nicht die Runde. Fest war nur, wer draußen bleiben sollte. Das ist keine Petitesse. Das ist der Kern. Wenn das Fernsehen mit der Justizministerin, der Anzeigeerstatterin und ausgewählten Mitspielern über einen hochumstrittenen Fall spricht, den Vertreter der Gegenseite aber bewusst draußen lässt, obwohl dessen Teilnahme angeboten war, dann geht es nicht um Aufklärung. Dann geht es um Rahmung, um Einhegung, um die saubere politische Nutzbarmachung eines emotional aufgeladenen Falls.
Sie wollen den biometrischen Abgleich aller Internet-Nutzer – zu jedem Zeitpunkt, auch ohne Anlass
Dazu kommt § 98e StPO. Dort geht es um automatisierte Datenanalyse, also um das Zusammenziehen, Verknüpfen und Auswerten vorhandener polizeilicher Datenbestände. Das Ministerium verkauft das als technische Modernisierung. Tatsächlich wird damit die Fähigkeit des Staates ausgebaut, immer größere Datenmengen schneller in Ermittlungslogiken zu überführen. Heute der angebliche Schutz vor digitaler Gewalt. Morgen der nächste Anlass. Übermorgen die nächste Kategorie von „erheblicher Bedeutung“. So wächst dieser Apparat immer nur in eine Richtung: tiefer hinein in Bilder, Spuren, Verknüpfungen und Daten normaler Bürger.
Genau das beschreibt auch die Kritik aus dem juristischen Raum. Der emotional überhitzte Einzelfall liefert den Druck. Der Begriff digitale Gewalt liefert die moralische Kulisse. Der Gesetzentwurf liefert die technische Infrastruktur. Der Abstand zwischen Anlass und Instrument ist riesig. Aus einem unsicheren, umstrittenen und in Teilen bereits wegbrechenden Fall wird kein enges Sonderrecht geschmiedet, sondern ein neuer Instrumentenkasten für den staatlichen Zugriff. Der Anlass schrumpft. Die Befugnis bleibt. Und sie bleibt nicht auf diesen Fall beschränkt, sondern gilt später auch gegen andere Beschuldigte, andere Zeugen, andere Konstellationen.
Fernandes ist nur falsches, aber willkommenes Vehikel
Deshalb ist Hubigs Auftritt heute Abend so aufschlussreich. Eine Justizministerin, die wirklich Distanz wahren wollte, würde sich nicht derart an einen solch hochumstrittenen Fall binden, solange Verfahren offen sind, zentrale Behauptungen juristisch angegriffen werden und die Gegenseite nicht einmal fair in der Debatte vertreten ist. Hubig tut das genaue Gegenteil. Sie setzt sich mitten hinein. Sie macht sich politisch mit dieser Geschichte gemein. Sie tut es trotz der Kritik. Sie tut es trotz der Widersprüche. Sie tut es trotz der immer sichtbarer werdenden Sollbruchstellen.
Das zeigt die Absicht hinter der ganzen Unternehmung. Fakten waren von Anfang an völlige Nebensache. Der Durchgriff auf den Bürger soll kommen. Koste es, was es wolle.
Schon Heiko Maas (ebenfalls SPD) hatte sich an einem ähnlich aufgeladenen Fall politisch verhoben. Im Sommer 2016 griff er die Debatte um Gina-Lisa Lohfink auf, um das Sexualstrafrecht unter dem Schlagwort „Nein heißt Nein“ rasch weiter zu verschärfen. Damals wurde bereits kritisiert, dass ein laufender, medial überhitzter Einzelfall zum politischen Hebel für ein größeres Gesetzesprojekt gemacht werde. Genau diese alte Versuchung kehrt nun wieder zurück: Ein emotionaler Promi-Fall liefert den Druck, die Ministerin liefert den Auftritt, und im Hintergrund wird an Instrumenten gearbeitet, die weit über den Anlass hinausreichen. Wer aus einem umstrittenen und offenen Fall heraus Politik macht, bindet sich nicht an Recht und Distanz, sondern an Stimmungen, Bilder und Kampagnenlogik — und genau das wurde für Maas damals bereits zum Problem.
Am Ende bleibt ein Bild, das man in Deutschland inzwischen nur zu gut kennt. Erst wird eine moralische Panik aufgebaut. Dann wird die politische Lösung schon bereitgelegt. Dann sortiert man die Bühne so, dass sie zur Botschaft passt. Und wenn der Anlassfall anfängt zu zerfallen, hält man nicht inne, sondern drückt erst recht aufs Gas. Sie lernen es nie. Nicht nach Relotius. Nicht nach Correctiv. Nicht nach all den Fällen, in denen die Wirklichkeit der Erzählung hinterherhumpelte. Jetzt läuft dieselbe Maschine wieder. Nur diesmal sitzt die Justizministerin selbst mit im Studio.




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ober-antifa und chronischer arbeitsverweigerer l.klingbeil hat damals offen zugegeben, dass er eine fr hubig vor allem als justizministerin installiert hat, damit sie -mit allen mitteln -ein AFD verbotsverfahren durchdrückt..da dieses für die SPD einzig relevante thema
wohl nix mehr werden wird, ist die dame..da ohnehin völlig inkompetent vor allem überflüssig und gehört ( politisch )entsorgt.mit ihrem auftritt bei miosga hat sie einen ersten wichtigen schritt dahin getan
die minister – vor allem der Spd -waren in den letzten 30 jahren nahezu a l l e inkompetente,quoten/parteisoldaten*innen mit parteibuch statt sachverstand.und nur einem geringenn mass an emphatie,bildung und den sog „werten“. „was sich aber eine hubig zur zeit herausnimmt ist nahe an rechtsbeugung und müsste der dame eigentlich den job kosten..mit welcher chuzpe und verachtung an die intelligenz des bürgers die ihre allerletzten hausdeppen…steinke hubig miosga..auf das mündige bürgervolk-die letzten 23, die sich diesen schrott noch reinziehen-loslassen kann nur mit absoluter hilflosigkeit beschrieben werden-und was der sz- jude steinke dort verloren hat erschliesst sich mir sowieso nicht..wo sind… Mehr
Wenn es nicht gelingt die Sozialisten-Pest zu tilgen, dann wird diese den eigenen Niedergang einleiten, denn das ist ein Naturgesetz und wer das mißachtet wird zum Opfer werden, ob er will oder nicht. Das Theater drum herum sind nur unliebsame Begleiterscheinungen um von den eigentlichen Problemen abzulenken und wäre es anders würde unser Land nicht in dieser drastischen Form seinem Untergang entgegen eilen, denn das ist das Machwerk von üblen Gestalten, die seit gut zwanzig Jahren über uns gekommen sind und niemand bereit ist, diesen Unsinn zu beenden, was sicherlich auch unbequem sein kann, aber notwendig wäre, wenn wir noch… Mehr
Fernandes sieht Gesetzeslücken beim Schutz vor sexualisierter Gewalt
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-03/sexualisierte-gewalt-caren-miosga-collien-fernandessagt sie mit ihren profunden juristischen Kenntnissen und Miosga jubelt.
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Collin Ferandes ist eine C-Promi, die für das Showgeschäft ihr Mindesthaltbarkeitsdatum längst überschritten hat. Nur darum das ganze Tamtam, ähnlich wie bei Gil Ofarim.
Hier wird in einem ersten Schritt exikutiert, was Daniel Günther fordert: Die totale Kontrolle des Bürgers und des Internets
Für HateAid besteht die Chance, sich von einer Denunziationsbehörde zu einer vollumfassenden Stasi/Gestapo-Stelle „fortzuentwickeln“ und künftig zu einem unentbehrlichen Zuarbeiter und Unterstützer eines Regimes zu werden, welches demokratische Elemente ablehnt und Meinungsfreiheit bekämpft. Eine Entwicklung, die schon in den Meldestellen angelegt war und nun rasant seine „natürliche“ Weiterentwicklung erfährt…..
In einem wirklichen Rechtsstaat würden Politibanditen die sich gegen die Bevölkerung stellen aus ihren Palästen gezogen und komplett enteignet! Dann bekommen sie ihre Mauern lebenslang zu spüren!
Ich würde fast drauf Wetten und Gift nehmen wollen, dass sich Ulbricht, Honecker und Mielke bei solch „WirDemokraten“ vor lauter Begeisterung stundenlang auf die Schenkel klopfen würden. Ich frage mich hier aller Ernstes, wie es nur angehen kann, dass die CDU und SPD immer noch um die 26 und 14 Prozent an Wählerstimmen bekommen können? WAS wollen diese auch wählenden Elternteile und Großeltern eigentlich später mal ihren Kindern und Enkelkindern erzählen, wie es nur dazu kommen konnte und wer vor allem dafür verantwortlich ist, dass diese Land der Dichter & Denker vollends in die Grütze gefahren wurde? – ….den Erklärungen… Mehr
Staats- TV allerschlimmster Sorte auf DDR- und Polen- Niveau,
das ist Miosga.
Was heißt sie lernen es nie?
Es klappt doch, und das haben sie gelernt.
Frauen mit aktivem und passiven Wahlrecht sind der sichere Untergang jedes funktionierenden Gemeinwesens.
Hätte es 3000 v Chr schon Demokratie gegeben, hätte Tsun Tsing oder so ähnlich sicher geraten „wer den Gegner ohne Kampf besiegen will, braucht nur etwas Geduld sowie ein Mitspracherecht für Frauen“.