Nach Merz droht Thorsten Frei Sachsen-Anhalt mit dem Bundeszwang. Justizministerin Hubig erinnert die Beamten an ihre Remonstrationspflicht. Noch ist keine neue Regierung im Amt, da denken die Genossen von CDU und SPD bereits darüber nach, wie sie dem Land schaden und dessen Wähler entmündigen und bestrafen können.
picture alliance / Andreas Gora | Lenny Karpe
Der neue Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Thorsten Frei macht seinem Namen alle Unehre, denn Freiheit wird für Friedrich Merz und dessen Mandarine zum Fremdwort, mehr noch zum Feind. Frei, der immer mehr an eine Figur erinnert, die Molière nicht geschrieben hat, nämlich an Tartuffes treuen Hausdiener, fordert nichts Geringeres, als den Bürgern Sachsen-Anhalts die Demokratie, die sie sich erkämpft haben, zu nehmen.
Schon Friedrich Merz, einer der Hauptverantwortlichen für die Niederlage in der Sachsen-Anhalt-Wahl und Architekt des drohenden Wahldesasters der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, drohte dem Bundesland mittelbar mit der Anwendung des Bundeszwanges. Nun folgt Frei als Abteilungsleiter für die Unionsfraktion seinem Chef in jetzt unverblümter Rede.
Frei schimpft darüber, dass die Zahlen „grottenschlecht“ seien. Doch schuld daran, dass die Untertanen falsch wählen, ist nicht die einfache Tatsache, dass die CDU eine falsche Politik macht, sondern, „dass wir mit unserer Politik, unseren Inhalten und der Art und Weise, wie wir sie vertreten, nicht überzeugt haben“. Was sollen denn „unsere Politik“ und „unsere Inhalte“ sein? Rotgrün in Anthrazit? Aus Sicht von Frei sind die Bürger in Sachsen-Anhalt offenbar zu blöd für die Weisheiten des Welt-Denkers Thorsten Frei aus Donaueschingen.
Dabei hätte man das drohende Unheil doch schon sehen können. „Schon bei der Kommunalwahl 2024 war die AfD landesweit stärkste Partei in Sachsen-Anhalt. Und bei der Bundestagswahl sind wir in Sachsen-Anhalt nur auf etwa 19 Prozent der Stimmen gekommen. Natürlich sieht auch der Bundeskanzler das.“ Wenn man das so sieht, stellt sich die Frage, weshalb Friedrich Merz und Thorsten Frei den Bürgern in Sachsen-Anhalt nicht einfach das Wählen verboten hatten, das hätte doch Merz und Frei das Nachdenken über den Bundeszwang erspart?
Die Genossin Hubig von der SPD tritt als Justizministerin den Fußstapfen ihrer Vorgängerin in Berlin-Ost, Hilde Benjamin, gefährlich nahe, wenn sie die Beamten des Bundeslandes zur Beamten-Sabotage, zum Beamten-Putsch aufstachelt: „Wenn ein Beamter den Eindruck hat, dass ihm rechtswidrige Weisungen erteilt werden, muss er die Bedenken intern klar äußern“, sagte Hubig den Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“ (Samstagausgaben). „Er kann sich nicht einfach darauf zurückziehen, dass man nur tue, was ihm gesagt wurde.“
Wenn das so ist, fragt man sich, weshalb die Genossin Hubig zum Putsch gegen die Demokratie auf kommunalpolitischer Ebene in Niedersachsen, zum kalten Entzug des passiven Wahlrechts und zur unzulässigen Einschränkung des aktiven Wahlrechts auf dem Verwaltungsweg, zum Bruch des Grundgesetzes in Niedersachsen schweigt?
Wie man in der Sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR es wie Demokratie aussehen ließ und dabei doch alles in der Hand behielt, kann man in dem Buch „Der kurze Sommer der Freiheit. Wie aus der DDR eine Diktatur wurde“ nachlesen. Gegenwart aktualisiert ein historisches Buch.
Der Genosse Pistorius aus dem diktaturaffinen Niedersachsen, der, wie er selbst eingestand, die AfD verbieten will, weil ihm die Argumente fehlen, erwägt laut RND-Informationen, den streng geheimen Operationsplan Deutschland aus der Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt zurückzuholen, damit, wie dts schreibt, „er im Falle einer Regierungsübernahme der AfD nicht in deren Hände fällt. Eine entsprechende Absicht äußerte er demnach am Dienstagvormittag vor Verteidigungspolitikern der Koalitionsfraktionen. Der über 1.000 Seiten umfassende OPLAN Deutschland enthält die zentralen Vorkehrungen für die Landes- und Bündnisverteidigung im Krisen- oder Kriegsfall. Politisch Verantwortliche rechnen damit, dass dieser derzeit vor allem aufgrund einer Konfrontation mit Russland eintreten könnte.“
Wie gesagt, es ist noch nicht einmal eine neue Regierung im Amt, da denken die Genossen der CDU und der SPD schon darüber nach, wie sie dem Bundesland Sachsen-Anhalt massiv schaden, die Wähler entmündigen und bestrafen können.
Wenn jetzt nicht die CDU-Bundestagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt aufstehen, ihr Bundesland gegen Strafaktionen von Politikern aus dem Westen verteidigen, sich wie die Bürger in Sachsen-Anhalt schon 1989 als Demokraten erweisen, ihrem Abteilungsleiter von Merzens Gnaden Paroli bieten, lösen sie den Landesverband faktisch auf, denn Sachsen-Anhalt wird nicht diejenigen vergessen, die Sachsen-Anhalt Gewalt anzutun drohen oder Gewalt angetan haben.
Bertolt Brecht hat vor über 70 Jahren, zum 17. Juni 1953, der Regierung von Panzers Gnaden sarkastisch empfohlen:
„Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?“
Diesem Rat folgt die Regierung seit dem Herbst 2015, seit Merkel, der Fachbegriff dafür lautet Migration. Jedenfalls ist, wie wir von Hern Frei erfahren, dem Volk in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern nicht zu trauen. Die glauben doch tatsächlich, dass sie frei wählen können, wo sie doch stattdessen gefälligst verantwortlich die Wahlzettel zu falten haben.





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Dieser Herr Unfrei sollte sich mal das Statement von Herrn Müller (Müller-Milch) anschauen: „Müller forderte ein Schuldenverbot, das Ende der Energiewende, den Abbau von Subventionen, eine restriktivere Migrationspolitik und die Einstellung der Entwicklungshilfe, ebenso der Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Die Energiewende bezeichnete er als „Wende ins Nichts“.“ Damit macht man Deutschland flott, nicht mit Brandmauer und sonstigem Unsinn. Was meint so ein Realitätverweigerer? Das die arbeitende Bevölkerung mit Freude zur Arbeit rennt, während andere Bürgergeld einstreichen? Unternehmer reduzieren eh massiv was geht, bei mir gibt’s ab September keinen Minijobs mehr … die Kündigungsfristen sind teilweise schon… Mehr
Mit so einem Blödsinn erschreckt man nur noch die CDU-Wähler, diese ewigen Leisetreter und Angsthasen. Nur die sind doof genug, solche inhaltsleeren Ankündigungen für bare Münze zu nehmen. Jeder andere erkennt, daß Frei und Merz ihr Pulver längst verschossen haben und lacht sich eins.
Nur so weiter, ihr Genossen, ihr, die wahren Faschisten des 21. Jahrhunderts. Wirklich, bitte genau so weiter, dann werden absolute Mehrheiten der AfD garantiert und schneller möglich, als ihr bei drei zählen könnt!
In Mecklenburg-Vorpommern stellt die CDU überhaupt gar kein Problem dar, weil sie unter „ferner liefen“ fungieren. Die Frau im roten Hosenanzug, die gegen Blau antritt, ist da schon anders zu bewerten. Es wird am 20.09. richtig spannend.
Thorsten Frei gehört aus meiner Sicht klar zu dem Kreis der Personen, welche die freiheitliche demokratische Ordnung der BRD abschaffen wollen, um bis zum Ende der Tage irgendwie zu regieren … toller Typ und das als Fraktionschef. Union = unwählbar
LÄCHERLICHE UNVERSCHÄMTHEIT! Wie lebendig doch die ansonsten schon mausetote CDU sein kann, wenn es um ihre Pfründe (vulgo „Sitze“) geht. Nach ihrem Selbstverständnis ist dieser Staat mit seinen Institutionen Eigentum und Verfügungsmasse der CDU. Eine nicht nur sehr sonder-, sondern sogar starafbare Sichtweise. Jetzt plötzlich zeigen sie noch ein paar Zuckungen. Aber, liebe CDU, jeder muss für seine Fehler gerade stehen. Ihr seid einfach nur das Opfer eurer gigantischen Fehlkalkulation. Was genau wolltet ihr mit eurem Linksrutsch, der nach ganz links außen ging? Wähler von ganz links bis rechts abgreifen? Das lässt aber eben kein demokratisches, sondern ein totalitäres Verständnis… Mehr
Ich weiß gar nicht, warum die den Merz weghaben wollen? Die ticken in der CDU doch alle so. Dann kann er auch bleiben, weiterdilettieren und wir sparen uns eine weitere Kanzlerpension.
Haben die derzeitig am Ruder stehenden Politiker eigentlich vor deren Vereidigung das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verstanden oder kennen sie lediglich die Präambel ihrer jeweiligen Partei-Interessenvertretung?
Grundgesetz? Ist das noch gültig?
Dieser „Apparatschik“ versteht den Sinn der „Demokratie“ so,wie sie seit 1945 angewandt wird……im „erlaubten“ Rahmen des 2 Parteiensystems darf der Deutsche sich entscheiden,für die „Elite“ gabs dann noch die Klientelpartei FDP und als die 68er aufmüpften,wurde noch die Abspaltung der SPD,die Grünen zugelassen.
DAS muss dann aber auch reichen an „Demokratie“, der vorgezeigte Entscheidungsweg darf nicht angezweifelt oder geändert werden,wo kämen wir denn da hin 🙂
Das Ganze ist eine „Simulation“,deren Entscheidungen längst getroffen wurden,darum stört die AFD diese Kreise auch dermassen,das Sie aus der Haut fahren
Merz und Frei sind doch aufeinander angewiesen.
Der eine kann nicht ohne den anderen.
Ist der eine weg, folgt ihm der andere.
Frei ist Merzens Sancho Pansa. Traurig!