Eine 214-seitige Anklageschrift des Generalbundesanwalts dokumentiert: Die Terrororganisation Hamas plante grausame Anschläge in Berlin und Wien. Die Angriffe sollten also Städte treffen, in denen regelmäßig linke Gruppen für die Palästinenser demonstrieren.
picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth
Mit seiner Anklageschrift hat der Generalbundesanwalt das Bild einer weit fortgeschrittenen Terroroperation gezeichnet: Die Terrorgruppe Hamas plante koordinierte Anschläge in Berlin und Wien – terminiert auf den zweiten Jahrestag des Massakers vom 7. Oktober 2023. Sieben Männer sitzen in Untersuchungshaft.
Die Bundesanwaltschaft erhob am 8. September Anklage vor dem Staatsschutzsenat des Berliner Kammergerichts. Den Beschuldigten – darunter die zwei deutschen Staatsangehörigen Abed Al G. und Ahmad I., der Däne Yousif C., der Bulgare Mohammad S. und die im Libanon geborenen Borhan El-K., Wael F.M. und Kamel M. – wirft sie Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffenrecht vor. Spätestens seit Juli 2025 habe die Hamas einen konkreten Mordanschlag gegen israelische Repräsentanten, Juden oder pro-israelische Personen in Deutschland oder Österreich vorbereitet.
Der Angriff sollte Anfang Oktober 2025 stattfinden, zeitgleich oder in enger Abfolge in beiden Hauptstädten. Die Primärziele waren israelische Diplomaten, jüdische Gemeindezentren und pro-israelische Demonstrationen.
Eine Schlüsselrolle spielte der gesondert verfolgte Mohammed A., der in Großbritannien in Auslieferungshaft sitzt und nach Erkenntnissen der Ermittler in die Hamas-Führung eingebunden war. Ende Juli 2025 übernahm er in Berlin fünf scharfe Pistolen vom Typ HS-9, transportierte sie nach Wien, mietete dort ein Lager und deponierte neben den Waffen Magazine, Wollmützen, Schlauchschals und Handschuhe. Eine erste Munitionslieferung war zuvor aus Angst vor Entdeckung in die Spree geworfen worden. Ersatz wurde organisiert: Am 25. August übergab man in Berlin 100 Patronen, die ebenfalls nach Wien gingen.
Bekennervideo bereits aufgenommen
Bereits am 7. August 2025 soll Mohammed A. in einer Wiener Wohnung ein Bekennervideo aufgenommen haben. Das Bundeskriminalamt wertete es aus: vermummt, bewaffnet, vor einer Hamas-Flagge. Im Namen der Qassam-Brigaden kündigte er blutige Racheaktionen in Europa an. Für die Anklage ist das Video der Beleg, dass die Gruppe nicht nur Waffen hortete, sondern diese auch einsetzen wollte.
Parallel entstand in Deutschland ein zweites Arsenal: ein vollautomatisches Sturmgewehr vom Typ Crvena Zastava, weitere Pistolen – insgesamt 13 funktionsfähige Handfeuerwaffen – und mehr als 700 Schuss Munition.
Den finalen Zugriff führten Spezialkräfte der Polizei am 1. Oktober 2025 in einem Berliner Hinterhof in Moabit durch, nur sechs Tage vor dem geplanten Zeitfenster. Drei Verdächtige wurden festgenommen, als weitere Waffen übergeben werden sollten. Das Wiener Depot hob die österreichische Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst im November 2025 aus.
V-Mann in der Terrorgruppe
Besonders brisant ist die Rolle von Mohammad S.: Er soll die Ersatzmunition beschafft haben – und war zugleich Vertrauensperson des Bundesamts für Verfassungsschutz. Laut Anklage lieferte er seinem V-Mann-Führer Berichte, verschwieg oder verharmloste aber seine eigene Beteiligung. Der Fall wirft die Frage auf, wie tief Hamas-Strukturen in Deutschland operieren konnten, während einer ihrer Akteure auf der Gehaltsliste des Inlandsnachrichtendienstes stand.
Die Ermittler rekonstruierten ein Terrornetzwerk über Dänemark, Deutschland, Österreich und Großbritannien, gesteuert offenbar über eine Operationsbasis in der Türkei. Schon vor dem 7. Oktober 2023 soll die Hamas Pläne gehabt haben, Europa vom Rückzugsraum zum aktiven Operationsgebiet zu machen. Ein früherer Prozess vor demselben Gericht hatte im März 2026 vier andere Männer wegen Hamas-Waffendepots in mehreren europäischen Staaten zu Haftstrafen verurteilt.


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“ …darunter die zwei deutschen Staatsangehörigen Abed Al G. und Ahmad I“
Womit einmal mehr bewiesen ist, daß Deutsche so etwas auch machen.
Darauf ganz schnell eine Demo gegen RÄÄÄCHTZZZZ.
Und die CDU-Wähler finden es toll, diese Leute im Land zu haben. Die machen sich alle mitschuldig.
Unsere gesichert inkompetenten Schlapphüte geben mal wieder keine gute Figur ab. Aber was soll’s, die größten Gefahren gehen ja ohnehin von gebrechlichen Rentnern aus, die sich mit Hilfe von Rollatoren fortbewegen.
Laut Anklage lieferte er seinem V-Mann-Führer Berichte, verschwieg oder verharmloste aber seine eigene Beteiligung: Eigene Beteiligung in so einer kleinen Gruppe ist nie harmlos. Was soll es also. Hat er die Gruppenpläne verharmlost oder etwas verschwiegen?
zu Haftstrafen verurteilt: und keine Angabe zu Dauer der Strafen? Schade.
„Crvena Zastava“ ist laut Wiki eine Pistole, kein Sturmgewehr.
Nun sind sie schon mal da. !
Dafür zahlen sie später immerhin unsere Rente, die kleinen Racker.