Von Bauhaus-Manifesten bis „Herz statt Hetze“: In Sachsen-Anhalt kämpfen Kirchen und Politik gegen die AfD. Dabei bekennen sich dort nicht einmal mehr 15 Prozent zum Christentum. Im postchristlichen Zeitalter werfen Kirchenvertreter ihre Hoffnung nicht auf Christus, sondern auf die politische Relevanz.
picture alliance/dpa | Heiko Rebsch
Auf zum letzten Gefecht! Sachsen-Anhalt hat es in wenigen Monaten geschafft, zum ultimativen Schauplatz des politischen und kulturellen Ringens der Gegenwart zu avancieren. Eine steile Karriere für ein Bundesland, das einst so exotisch wie unbedeutend war, dass eine Satire-Sendung wie „Switch“ die Landschaftsform als Schablone für das krisengeschüttelte Drittweltland Lampukistan verwenden konnte. Längst vergangene Zeiten, seitdem Sachsen-Anhalt aus Sicht der etablierten Parteien selbst zu einem „Krisenland“ geworden ist.
Fern liegen auch die Tage, als man die AfD mit dem Hinweis abbürstete, dass nur eine Minderheit diese Partei wählen würde – Sprüche wie „90 Prozent wählen die AfD nicht“ haben deutlich an Aktualität eingebüßt. „60 Prozent wählen die AfD nicht“ hört sich eben weniger schmissig an. Um dennoch einen „Wir sind mehr!“-Moment zu kreieren, hat sich die „Zivilgesellschaft“ gleich mehrfach zu Wort gemeldet. „Zivilgesellschaft“, das sind im besten Deutschland aller Zeiten: Prominente, die Bundesregierung und die Kirchen.
Kulturkampf mit Bauhaus und Promi-Kampagnen
Den Aufschlag machte bekanntlich Didi Hallervorden. Da dessen Anti-AfD-Sketche sich als Rohrkrepierer im Wahlkampf entpuppten, wollen nun zahlreiche C- und D-Promis auf denselben Zug aufspringen. Die Kampagne „Wahre Heimatliebe ist“ des Vereins „Mehr als uns trennt“ versammelt dafür Funktionäre aus Sport, Kultur und Wissenschaft, die niemand kennt, aber die hoffen, wenigstens etwas öffentliche Aufmerksamkeit abzugreifen.
Die Bundesregierung – genauer gesagt: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer – greift über ein „Bauhausmanifest“ direkt in den Wahlkampf ein, gibt dem ganzen Unternehmen aber freilich den Anstrich einer „zivilgesellschaftlichen“ Aktion, obwohl das Logo des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien darüber prangt. Hätte früher ein CDU-Bundesminister in einen Landtagswahlkampf eingegriffen, um das SPD-Programm anzugreifen, dann wäre das früher zum Skandal hochgejubelt worden. Der Kulturkampf und die Übertretungen von Gewaltenteilung und Unterscheidung von Land und Bund lassen die meisten darüber nur noch übermüdet gähnen.
Das „Manifest“ richtet sich gegen das Ansinnen der Landes-AfD, die Fördermittel für den Bauhaus-Standort in Dessau zu kürzen, sowie dessen Bezeichnung als „Irrweg der Moderne“. Ein gefundenes Fressen: Denn die Nazis waren gegen das Bauhaus, die AfD ist gegen das Bauhaus, und damit neuerlich die althergebrachte Parallele bestätigt. Im Manifest liest sich das so: „Den gesellschaftspolitischen Impetus der Bauhaus-Vordenkerinnen und Vordenker brauchen wir gerade in Zeiten, in denen die politischen Ränder erstarken und Rückschritt statt Fortschritt propagieren.“
Das Bauhaus ist fortschrittlich und demokratisch, die AfD eben das komplette Gegenteil. Dass auch Bauhausarchitekten wie der berüchtigte Fritz Ertl Karriere im Dritten Reich machten und Bauhauselemente durchaus auch im Nationalsozialismus zu finden sind, bricht den manichäischen Kampf da zu sehr auf. Vor allem aber sind es die „kulturellen“ Unterzeichner des Manifests, die auffallen. Dass die Bundesarchitektenkammer und die Deutsche UNESCO-Kommission den Aufruf unterzeichnen – das kann man nachvollziehen. Aber die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK)? Sind die Kirchen nun Anhänger der Bauhauskultur? Freilich: Mancher Kirchenbau ab den 1960er Jahren hat die architektonische Geschmacksverirrung mancher Prälaten enthüllt.
Ein Bischof auf Abschiedstournee will mit Anti-AfD-Parolen punkten
Aber nein, sowohl die evangelische wie die katholische Kirche in Sachsen-Anhalt sehen sich offenbar als Spitzen des „zivilgesellschaftlichen Engagements“ gegen die AfD. Der katholische Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige, ist es, der im Namen der DBK unterschrieben hat. Erst vor einer Woche hat Feige ausdrücklich vor einer Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt gewarnt. Positionen der Partei wiesen in Teilen „menschen- und demokratiefeindliche Züge“ auf. Es vergeht kaum eine Woche, in der Feige die Partei nicht scharf angreift. Er sieht „keine Gemeinsamkeiten“ zwischen AfD und Kirche.
Feiges Bistum hat deshalb auch die Aktion „Bewusst wählen“ ins Leben gerufen. Sie kooperiert mit weiteren Initiativen, die den AfD-Wahlsieg verhindern sollen, darunter auch mit dem EKD-Bündnis „Herz statt Hetze“. Auch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat sich ganz dem Widerstand gegen „Nationalismus, Fremdenhass und Angstmacherei“ verschrieben, die sie der „rechtsextremen“ AfD attestiert. In einer gemeinsamen Erklärung stellten Feige, Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer und Landesbischof Friedrich Kramer fest:
„Der Freiheit der individuellen Lebensgestaltung steht ein Rückgriff auf traditionalistisch patriarchalische Rollenbilder gegenüber. Staatliche Denkvorgaben ersetzten die Wissenschaftsfreiheit. Religionsfreiheit wird nach politischer Zweckmäßigkeit bemessen. Eine völkisch-nationalistische Sicht verengt Kunst und Kultur. Statt Wandel mit Zuversicht zu gestalten wird Angst vor Veränderung geschürt.“
Dabei bemerken die Kirchenvertreter nicht einmal, wie altbacken ihre Methoden gegen das Social-Media-Charisma des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund wirken. Während sie sich sowohl beim Bauhaus als auch ihren Gesellschaftsvorstellungen auf der progressiven und innovativen Seite wähnen, amüsierte sich Siegmund in seinem Wohnort Tangermünde über ein gehisstes „Herz statt Hetze“-Banner am Kirchenturm. In einem Video, das deutlich mehr Reichweite bekam als die Botschaften der Kirchen, verbuchte er den gegen ihn gerichteten Aufruf als Erfolg.
Missionarsgebiet Sachsen-Anhalt
So, wie die CDU nicht verstanden hat, dass ein Auftritt bei „Ben ungeskripted“ mehr Einfluss hat als ein Auftritt im CDU-Ortsverein, so haben auch die Kirchen nicht verstanden, dass sie im Zeitgeist der 1970er Jahre festsitzen. Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt zeigt gnadenlos, dass vermeintlich progressive Inhalte – ob in Politik oder Kirche – nichts damit gemein haben, ob man tatsächlich innovativ ist. Gegen Siegmunds jugendliche Frische wirken nicht nur die Bischöfe angestaubt. Da kann man noch so viel über die Rückwärtsgewandtheit der AfD klagen, wenn man nach zwanzig Jahren immer noch nicht die neuen Medien verstanden hat.
Aber nicht nur deswegen führen die Kirchen einen Zwergenaufstand an. Ihre Relevanz ist gewollt und bemüht. Aber Sachsen-Anhalt ist ein weißer Fleck auf der religiösen Karte Europas. Feiges Magdeburger Bistum zählt rund 71.000 Katholiken. Es ist aber nicht deckungsgleich mit Sachsen-Anhalt. Dort dürften nur noch rund 61.000 Katholiken leben. Es handelt sich also um ein Mini-Bistum, dessen Bischof sich größer aufbaut, als er ist. Dazu gehört auch die Tatsache, dass Feige „angezählt“ ist. Er hat im Sommer um seine Entpflichtung gebeten. Der Bischof ist also auf Abschiedstournee.
Traditionell ist die evangelische Kirche in einer der Kernregionen der Reformation stärker aufgestellt. Aber vom einstigen Einfluss ist sie weit entfernt. Die jahrzehntelange Herrschaft des atheistischen Sozialismus hat ihre Wurzeln ausgedörrt. 2023 gehörten noch rund 230.000 Menschen einer der evangelischen Kirchen an. Ähnlich wie bei den Katholiken ist dabei nicht klar, inwiefern sich aber diese Getauften überhaupt noch als Gläubige bzw. als Mitglieder einer Kirche ansehen. Nicht jeder macht seine Ansicht durch Austritt öffentlich.
Politisches Seelenheil als Ersatzreligion
So oder so: Die Bischöfe beider Seiten treten im Habitus des vergangenen Jahrhunderts auf – so, als existierten die Volkskirchen der alten Bundesrepublik noch. Sie sind aber längst in einem postchristlichen Umfeld angekommen, zwischen Diaspora und Katakombe. Statt demgemäß zu handeln und die Gemeinden zu sammeln und zu festigen, geben sie den politischen Anspruch nicht auf. Nach aktuellem Stand bekennen sich nur noch etwas mehr als 13 Prozent zu einer der christlichen Konfessionen.
Zum Vergleich: Damit ist der Anteil der Christen in Sachsen-Anhalt etwa so hoch wie früher in Syrien oder dem Irak vor dem Exodus der christlichen Minderheiten. Er ist nur unwesentlich höher als der Anteil der Kopten in Ägypten (zwischen 10 und 15 Prozent). Bahrain dürfte mit etwa 14 Prozent vergleichbar christlich sein. Sachsen-Anhalt ist demnach mindestens Missionsgebiet.
Das wäre eigentlich – wie erwähnt – Potenzial, sich auf die eigentliche christliche Botschaft zu konzentrieren. Siegmund, der als Katholik getauft wurde, habe das gemeinsame Gespräch vor seinem Austritt mit Feige gesucht, so der Bischof selbst. Nach Aussage Feiges seien die Positionen „unversöhnlich“ gewesen. Vermutlich habe er Siegmund sogar als Jugendlichen gefirmt.
Aber auch das bestätigt: offenbar stehen Glaubensfragen hinter den politischen Fragen zurück. Don Camillo und Peppone sind auf dem altmärkischen Land nicht möglich, weil dort Politik von Person nicht mehr unterschieden werden kann. Das politische Seelenheil ist wichtiger geworden.


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Die Kirchen sind und waren immer an der Seite der Regierenden, haben sich eingescheimt, egal an wen, deshalb glaube ich nicht, dass diese Herrschaften an den Gott glauben, sie glauben nur an ihre Portmone.
Die schwindsüchtigen & nunmehr moribunden „Kirchensteuerkirchen“ -Dr. Kissler- setzen sozusagen das Reichskonkordat & das Werk vom bekannten „ROTEN Pastor“ Kasner -Vater von FDJ-Agitpropsekretärein Angela Merkel- „Kirche im Sozialismus“ mit der Parole: „Wir wollen Kirche nicht neben, nicht gegen, sondern IM Sozialismus sein!“ sinngetreu & klassenkampfbestärkt weiter um. Sie predigen in diesen schweren Tagen statt der „Frohen Botschaft“ eine düstere „Drohende Botschaft“ -Peter Hahne- uo. sind dem „queeren“, nmbM., diabolischen Zeitgeist zgT. verfallen. Auch die Pfadfinder „DPSG“ sind es leider wohl schon auch, wo laut -> Domradio.de & ->magstrauss, ua. auf YT, 20-30% der Kinder & Jugendlichen SEXUELLEN Mißbrauch zum Opfer… Mehr
Diese verrückt gewordenen Organisitionen hassen das eigene.
Deshalb hetzen die gegen die einzige Vernunft für Deutschland.
Was aber befürworten die?
Dass der Islam übernimmt?
So wenig, wie sie sich vor die eigenen Mitglieder stellen und diese nicht global gegen Tod und Teufel verteidigen helfen?
Beide Amtskirchen sind zu billig, peinlichen Vorfeldorganisationen der grünen Khmer verkommen. Mit christlichem Glauben hat das rein gar nix mehr zu tun!
Bei mir in NRW ist seit einigen Tagen das Mittagsgeläut abgeschaltet. Kriegt man raus, ob es der amerikanische Papst war, der das unterlassen lässt – oder ob die deutschen Kirchen ihren eigenen Weg weiter gehen? Einer aus Berlin vermeldete, dass dort die Glocken zur Mittagszeit dankbar weiter klängen. Wo noch? . „Der Brauch, zur Mittagszeit die Kirchenglocken zu läuten, ist auf die Zeit zurückzuführen, als die Heerscharen der Türken das christliche Abendland bedrohten. Papst Calixt III. (1378–1458) aus dem Geschlecht der Borgia ordnete am 29. Juni 1456 in einer Bulle an, dass eine oder mehrere Kirchenglocken mittags durch ihr Geläut… Mehr
Nichts gegen Glauben und einzelne in den Gemeinden. Aber die institutionelle Kirche mit ihren verfetteten Vortänzern, die sich wie selbstverständlich ins Leder ihrer Dienstlimousinen flegeln, die den Missbrauch durch Pädophilenschw**ne decken und die rechtswidrig Illegale und abschiebepflichtige ins Kirchenasyl locken, das ist die verkommene Pfaffengesellschaft, die längst rotgrünlinks verstrahlt ist.
„Herz statt Hetze“ – schade, dass diese Leute kein Herz für unsere Kinder, unser Land und unsere Kultur haben.
Weshalb ergründet eigentlich keiner, weshalb das so ist?
Man ist fassungslos, dass sie sich bis hoch zum Papst auf die Seite der Fremdlinge stellen – und kein Wort des Mitleids für solche übrig haben, die hier durch Illegale geschädigt oder gar getötet werden.
Wie kann das sein?
Hat der Hirte die Schafe verlassen – und wenn – weshalb kümmert er sich um solche, die niemals in den christlichen Glauben wechseln werden können?
Das Programm der AfD gelesen hat von denen keiner.
Aber auch nicht die Kairoer Erklärung der Menschenrechte, die die Scharia über die Würde aller Menschen stellt: https://goldseiten-forum.com/wcf/attachment/152566-scharia-f%C3%BCr-nicht-muslime-pdf/
Und wann wird die Verteilung der Macht hier gewechselt haben?
„60 Prozent wählen die AfD nicht.“
Eben.
Die sich als progressiv verstehende „Kirche“ ist einer der Gründe für die Islamisierung dieses Landes und den Niedergang des Christentums im Westen. Kirche ist Tradition in Verbindung mit Kultur, wenn man beides in die Tonne tritt, bleibt, sowie bei uns im dekonstruierten Westen, nichts substantielles mehr übrig.
Die Zeiten des Hospitaler- und Templerordens sind definitiv vorbei, diese Männer des Glaubens waren aus ganz anderem Holz geschnitzt als das heutige, devote, materialistische, Weicheier-Pfaffentum, welches uns heutzutage als „Christentum“ verkauft wird.
> Die sich als progressiv verstehende „Kirche“ ist einer der Gründe für die Islamisierung dieses Landes und den Niedergang des Christentums im Westen.
Wollen wir die Kausalität nicht vergessen – zuerst haben die Papst-NGO und die Luther-NGO das Christentum für Mammon, Gender und Klima aufgegeben – erst danach füllt sich die entstandene Leere, mit dem Islam zum Beispiel. Wenn die Bewohner Westeuropas nicht selber zum Christentum zurück finden, braucht man auf Muslime, Putin, Xi oder Reptiloiden nicht zu schimpfen.
Das II. Vatikanische Konzil war vor all dem – und ich könnte nicht behaupten, wer die wie vor sich hertreibt – und weshalb.
Und weshalb sie zu Getriebenen wurden – das schon gar nicht.
Aber vielleicht liegt es im kommenden Armageddon, an das ja alle 3 Schriftreligionen glauben? Wer kennt sich aus und kann beschreiben?
Und dann kamen die 68er und mit ihnen fortschreitend wohl das: Juri Bezmenov: „Zersetzung“, 1984 Inzwischen (wahrscheinlich schon immer) ist das eine universelle Methode, nicht nur auf den alten Osten, KGB oder Stasi beschränkt. kleiner Auszug: 1. Demoralisierung (Dauer: 15 bis 20 Jahre) Das Hauptziel ist es, das Wertesystem, die Religion, die Moral und die nationale Identität einer ganzen Generation zu untergraben. Dies geschieht unter anderem durch die Infiltration des Bildungssystems und der Medien mit ideologischen Narrativen. Laut Besmenow dauert dies bewusst so lange, da es der Zeit entspricht, eine neue Generation heranzubilden. 2. Destabilisierung (Dauer: 2 bis 5 Jahre)… Mehr
Bis in die 80er wurde die Kirche von SPD, Linken und Grünen dafür kritisiert, dass sie Parteipolitik von der Kanzel predigte, damals natürlich für die CDU, wegen des „C“ im Namen. Nachdem die Kirche nun auf den Zug des linken Mainstream aufgesprungen ist ist sie dessen Sprachrohr. Es ist schon absurd, wie die ehemals konservative Kirche heutzutage dem Zeitgeist nachhechelt, wo sich früher der sich Wandel über den Zeitraum von Jahrhunderten vollzog. So wurde Gallileo Gallilei, verurteilt 1633 durch das römische Inquisitionsgericht, erst 1992 rehabilitiert. Mehr als 300 Jahre brauchte die Kirche dazu anzuerkennen, dass die Erde um die Sonne… Mehr