Hinaus ins Weite

Paulus in dem zweiten Brief an seinen Freund Timotheus: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher.
Aber dafür werden Schiffe nicht gebaut.

Ein Land, das im Lock-Down erstarrt, ist erst einmal sicher.
Aber in ihm werden keine Schiffe mehr gebaut.

Ein Mensch, der in festen Gewohnheiten wohnt, ist sicher,
aber er wird niemals erfahren, wie groß das Meer ist.

Eine Kirche, die sich in Verschlossenheit und Bequemlichkeit an die eigenen Sicherheiten klammert, ist krank, selbst wenn sie den Gesundheitsschutz über alles stellt.

„Herr,
es gibt Tage, da haben wir es nötig, dass du uns aufstöberst in unseren sicheren Verstecken, in denen wir uns vor dem Leben verkrümeln.
Führe unsere Füße hinaus ins Weite.
Schenke uns Mut, besonnen ins Dunkle zu gehen.
Lass uns hinausfahren, denn nur im Fahren können wir Erfahrungen machen.
Verrücke uns, denn der Ernst des Lebens ist ein bisschen verrückt leichter zu ertragen.“

Paulus in dem zweiten Brief an seinen Freund Timotheus:
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes Segen für das neue Jahr 2022!

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Kommentare ( 33 )

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33 Comments
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Kartoffelstaerke
7 Monate her

„Tanz auf dem Vulkan“, Gustaf Gründgens:

„Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da,
die Nacht ist da, das was geschieht.
Ein Schiff ist nicht nur für den Hafen da,
es muss hinaus, hinaus auf hohe See….“

https://www.youtube.com/watch?v=XqzX-uZUtI4&ab_channel=brassens66

WIR SCHAFFEN DAS!

giesemann
7 Monate her

Mein Lieblingsspruch. Aber nur, wenn wie ursprünglich „Zucht“ gesagt wird, doch nicht „Besonnenheit“. 1933: Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. 2. Timotheus 1,7 aus https://de.wikipedia.org/wiki/Jahreslosung. Dort nochmal für 1949 (Grundgesetz!!) und 1984 (Orwell). „Zucht“ kömmt von ziehen, Pflanzenzucht etwa und Tierzucht; es kommt ausdrücklich nicht von „züchtigen“ – höchstens weiter hergeholt. Da passt eher der Zügel, um das Pferdchen im Zaum zu halten, den kleinen Racker. Zügeln oder ziehen – das ist hier die Frage. Ziehen aus dem Sumpf der Dummheit ist halal – zügeln beim Herauskrabbeln ist haram.… Mehr

Nibelung
7 Monate her

Laß uns hinausfahren, denn nur da können wir Erfahrungen machen. Wie wahr und das machen aufgeweckte Menschen ja schon immer, während sich andere aus Mangel an Courage sich nicht von der Scholle trennen können und leider gibt es auch Politiker die auch fahren wollen, aber in die falsche Richtung ohne Mehrwert und nicht die Fahrt als solche ist das Problem, sondern die Sinnhaftigkeit die in ihr steckt, denn man kann auch unnötig Zeit und Energie dabei verbrauchen und hat doch nichts dazu gelernt und das wiederrum ist der innere Wille, der dahinter steckt und den einen befruchtet und den anderen… Mehr

Lebensfreude
7 Monate her

„Besonnen ins Dunkle gehen“ – Das will ich machen: Mit der Sonne im Rücken in das ungewisse neue Jahr gehen.

Stephan Lindemann
7 Monate her

Starke, weise Worte.

Carrera73
7 Monate her

Wunderbare Worte!
Mein Motto für dieses Jahr:
Audaces Fortuna Juvat.

StefanB
7 Monate her

Die Kirche sucht nach Wegen zur Wiedererlangung der Deutungshoheit und adaptiert in Ermangelung geeigneter spiritueller Ansätze die weltliche Klimareligion. Geistliche auf Irrwegen.

W aus der Diaspora
7 Monate her

Wie es gerad gefällt, wählt halt eine Person das alte Testament und di andere Prson das neue Testament. Das alte Testament handelt von einem Rachegott, der Menschen wegen einer einzigen Frucht aus dem Paradies hinauswirft, wegen eines Blicks zurück zu Salzsäure erstarren läßt und bis auf wenige, die in die Arche passten, alle anderen Lebewesen tötet. Vor dem Gott muss man sich fürchten! Das neue Testament handelt vom Sohn dieses Gottes, die alten Griechen und Römer hatten davon recht viele, di allerdings als Mutter keine Jungfrauen hatten 🙂 Dieser Sohn war vom Verhalten her ein Hippie – make love not… Mehr

Johann Thiel
7 Monate her
Antworten an  W aus der Diaspora

Die Natur kommt von Gott, so wie Sie es in Ihrem letzten Absatz schon ganz gut beschreiben. Wir selbst sind Teil der Natur ohne selbst Gott zu sein.

W aus der Diaspora
7 Monate her
Antworten an  Johann Thiel

nein. Die Natur ist Gott
Sie dürfen das für sich gerne anders sehen, aber ich sehe das so und nicht anders.
Wir sind genauso göttlich wie jede Pflanze, jedes Tier, jede Schneeflocke, jeder Stein und jeder Windhauch.

Deshalb sollten wir mit all dem sorgfältig umgehen. Nichts zerstören nur um es zu zerstören z.B.

Johann Thiel
7 Monate her
Antworten an  W aus der Diaspora

Ihre Idee von „der Natur“ als Gott ist lediglich ein Surrogat, wie „die Wissenschaft“ oder „der Sozialismus“ Eine Betrachtungsweise der Welt, die versucht ohne Gott auszukommen und innerhalb der vom Menschen erfahrbaren Wahrnehmung verbleibt. Die Natur als Ersatzgott, weil man nicht die Kraft und den Mut aufbringt, sich in einer immer gottloseren Gesellschaft, zu Gott zu bekennen. Aber all diese Vehikel funktionieren nicht, wie man beispielhaft an den zerfallenden westlichen Gesellschaft sieht.

W aus der Diaspora
7 Monate her
Antworten an  Johann Thiel

Ich habe nun darüber nachgedacht was mein persönlicher Glaube mit der zerfallenden Gesellschaft zu tun hat – und habe keine Antwort darauf gefunden. Die Natur gleichzusetzen mit dem Sozialismus oder der Wissenschaft finde ich schon sehr gewagt 🙂 Die Natur existiert schlicht und einfach immer und übrall. Das das was Sie durch den Mund zu sich nehmen Ihren Körper ernährt und am Ende die für uns unverwertbaren Reste am After wieder ausgeschieden werden ist Natur. Sozialismus dagegen ist ein Konstrukt von menschlichen Gehirnen. Die Wissenschaft hat viele hundert Jahre damit zugebracht die Naturgesetze erst einmal herauszufinden. Wobei sie damit wohl… Mehr

Johann Thiel
7 Monate her
Antworten an  W aus der Diaspora

Der Gottesbegriff bezieht sich auf das nicht mit den menschlichen Sinnen Erfahrbare, womit auch die Natur lediglich Ausdruck Gottes bzw. seiner Schöpfung ist. Wenn man die Frage nach dem stellt, was hinter der Natur steht, hinter allem Sein, führt es immer zu Gott. Dagegen scheint es sehr genügsam, die Natur als erste und letzte Instanz zu sehen, welche sich demnach aus sich selbst geschaffen hat. Sie gibt dem Menschen keinen Hinweis auf seine Existenz, ausser dass das Stärkere das Schwächere frisst. Damit soll und will sich der Mensch aber nicht zufrieden geben, weil er erkannt hat, das seine Existenz mehr… Mehr

W aus der Diaspora
7 Monate her
Antworten an  Johann Thiel

Wie ich schon anderen hier antwortete, Sie dürfen das gerne so sehen! Nur sollten Sie Ihre Sicht/Meinung/Glauben vielleicht nicht so verallgemeinen und als absolut betrachten. Es gibt genug Menschen die nicht Ihren Glauben/Meinug vertreten. Genau das was Sie so toll an Ihrer Religion finden, die Erhöhung des Gläubigen, des Menschen, hat doch für soviel Unglück und Krieg gesorgt. Ich glaube eben, dass mein Wert nicht höher steht als der eines Veilchens, einer Distel, einer Katze oder Maus oder einem Wolf. Was mich nicht daran hindert das Veilchen zu pfücken und in eine Vase zu stellen, meine Katze zu füttern und… Mehr

Johann Thiel
7 Monate her
Antworten an  W aus der Diaspora

Tja, ein großes Thema, welches wir hier wohl kaum für uns klären werden, zumal wir auch ein wenig aneinander vorbeireden, deswegen nicht noch eine weitere Gegenrede von mir. Lassen wir es einfach mal so stehen. Herzlichen Dank für die interessante Diskussion. 🙂

achijah
7 Monate her
Antworten an  W aus der Diaspora

Ich liebe die Natur von ganzem Herzen. Aber als letzter Halt wäre sie mir zu gnadenlos.

W aus der Diaspora
7 Monate her
Antworten an  achijah

und genau das schätze ich an ihr 🙂 die Natur unterscheidet nicht. Wenn es nichts zu essen gibt, dann verhungert jeder, egal welche Hautfarbe, egal wieviel Geld. Ich sehe es auch nicht als Halt. Ich halte mich nicht daran fest. Der christliche Gott ist für viele ine Krücke. „Heute geht es mir schlecht, dafür komm ich später in den Himmel und da geht es mir dann gut.“ Ich lebe im hier und jetzt, später nach dem Tod diene ich anderen natürlichen Teilen der Natur zum Fortleben (Bakterien, Würmer etc.) Weiterleben werde ich nur in dem was ich an meine Kinder… Mehr

Sidon
7 Monate her
Antworten an  W aus der Diaspora

Sie sind nicht sehr anspruchsvoll. Bloße Natur ist grausam — nur der Geist ist milde. Ich halte mich an Gottes Geist, der sich an Jesus gezeigt hat. Dieser Geist ist Liebe — die höchste Stufe und übersteigt die Gerechtigkeit des Gottes des AT.

W aus der Diaspora
7 Monate her
Antworten an  Sidon

Das dürfen Sie gerne.
Im Namen dieses liebenden Gottes wurden viele Menschen getötet.
Das macht, wenn man so will, mein Gott selbst – nur ohne Ansehen der Person. In jedem Krieg sterben zuerst die „Bauern“. Die Natür tötet den General genauso wie den einfachen „Bauern“.
Ansonsten – schon mal was von der Dreifaltigkeit gehört? Ihr Gott besteht aus allen drei Facetten, Rache, Liebe und Verstand.

AJMazurek
7 Monate her

Eine „Kirche“, die nicht agiert wie Sokrates „ich bin euch zwar zugetan und Freund, dem Gotte werde ich aber immer mehr gehorchen als euch“, ist nur ein Instrument der weltlichen Macht. Jetzt -wie damals- wird die „Volksgesundheit“ über Gott gestellt, ganz „wissenschaftlich“, damals lt. der Rassenkunde und Eugenik, heute wegen der Eugenik und Wirrologie …

Deutscher
7 Monate her

„Eine Kirche, die sich in Verschlossenheit und Bequemlichkeit an die eigenen Sicherheiten klammert, ist krank, selbst wenn sie den Gesundheitsschutz über alles stellt.“

Und ein Mensch, der an diese Kirche weiterhin Steuern zahlt, ist ein Narr.