30 Staaten beschleunigen das Comeback der Atomkraft

Beim ersten internationalen Gipfeltreffen für Atomenergie haben rund 30 Staaten ihren Einsatz für einen schnelleren Ausbau und einfachere Finanzierung von Atomkraft bekräftigt. Neben dem Bau neuer Werke soll auch die Lebenszeit von bestehenden Anlagen verlängert werden.

IMAGO
Beim ersten internationalen Gipfeltreffen für Atomenergie haben rund 30 Staaten in einer gemeinsamen Erklärung ihren Einsatz für einen schnelleren Ausbau sowie eine vereinfachte Finanzierung von Atomkraft bekräftigt. “Wir verpflichten uns dazu, das Potenzial der Nuklearenergie voll auszuschöpfen”, hieß es darin.

Die Teilnehmer betonten die entscheidende Rolle von Atomkraftwerken bei der Reduzierung klimaschädlicher CO₂-Emissionen. Hochrangige Politiker aus Frankreich, den Niederlanden, Polen sowie Vertreter aus den USA, China und Japan nahmen an dem Treffen teil. Deutschland war nicht vertreten.

Atomkraft soll stärker unterstützt werden

Neben dem Bau neuer Atomkraftwerke unterstützten die Politiker auch die Verlängerung der Lebensdauer bestehender Anlagen. Zudem plädierten sie für die zügige Einführung neuerer und kleinerer Reaktoren, um die Nutzung von Atomenergie zu optimieren. Die Teilnehmer forderten internationale Finanzinstitutionen wie die Weltbank zudem auf, Atomprojekte stärker zu unterstützen.

Protest von Greenpeace

Begleitet wurde der Gipfel von Protesten der Umweltorganisation Greenpeace. Weil sich ein Greenpeace-Aktivist vom Dach abseilte, mussten am Donnerstag Statements der eintreffenden Staats- und Regierungschefs unterbrochen werden.


Dieser Beitrag ist zuerst bei exxpress.at erschienen.

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Kommentare ( 19 )

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bfwied
27 Tage her

Nun, es gibt immer Wirrköpfe und Dumme. Normalerweise sind die zu verkraften, man braucht sie nicht zu beachten. Dumm nur, wenn die die Macht erobert haben!! Aber ewig können die Weltfremden, die Träumer und Sektierer ihren Unsinn nicht durchziehen. Ziemlich schnell werden die mit ihrem Quatsch konfrontiert, dann gnade ihnen Gott, sehr viele Menschen ganz sicher nicht!

November Man
28 Tage her

Während in Deutschland dummerweise die letzten Atomkraftwerke vom Netz gegangen sind, fahren die europäischen Nachbarn die Produktion hoch. Mir bekannte EU-Staaten: Frankreich, Schweden, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Belgien, Bulgarien, Finnland, Niederlande. Insgesamt eine Mehrheit von 14 EU-Staaten ist inzwischen Mitglied eines Atomkraft-Bündnisses unter französischer Führung.
Polen und Italien produzieren bislang keine Atomenergie, planen aber ebenfalls erste eigene Atom-Kraftwerke. Alles mit hohen EU-Subventionen, auch mit vielen Milliarden aus Deutschland finanziert.
Deutschland wird Klimaneutral und geht wegen der halsstarrigen und nicht notwendigen grünen Energiewende Bankrott. Und niemand auf dieser Welt interessiert das. Das Klima sowieso nicht.  

TruthHurts
28 Tage her
Antworten an  November Man

Den Wahlprognosen nach interessiert es nicht mal den deutschen Steuerzahler. Wohl einmalig auf der Welt.

kasimir
27 Tage her
Antworten an  November Man

Japan war auch bei diesem „Gipfeltreffen“ dabei. Sie haben sich entschlossen, ihre Atomkraft landesweit wieder auszubauen und auch neue AKW’s zu planen.
Es ist einfach die billigste und langfristig gesehen beste Möglichkeit für eine so große Industrienation.

November Man
27 Tage her
Antworten an  November Man

Weltweit sind 1.380 neue Kohlekraftwerke in Planung. Allein in China sind derzeit mehr als 200 neue Kohlekraftwerke im Bau. Noch Mitte 2022 waren weltweit 476 Gigawatt an neuen Kohlenkraftwerken im Bau oder in Planung, rund 90 Prozent davon z.B. in Bangladesch, Indien, Indonesien, Laos, der Mongolei, Pakistan, der Türkei, Vietnam und Zimbabwe. Wer übrigens Dekarbonisierung betreiben, also auf natürlich vorkommende fossile Energieträger wie Erdöl verzichten will, der sollte mal zu mindestens seinen eigenen Haushalt durchforsten und sämtliche Geräte in denen technischen Kunststoffteile verbaut sind entfernen und mit den Fahrrad zum Recyclinghof zur Entsorgung bringen. Anfangen sollte er mit dem Fernseher,… Mehr

bfwied
27 Tage her
Antworten an  November Man

Dass die fossilen Rohstoffe viel zu wertvoll sind, um sie nur zu verbrennen, da würde ich zustimmen, aber die Sache mit dem CO2 ist reine ideologisch betriebene Panikmache. So war der Einsatz dieser Greta in Davos ein Meisterstück der Psychologie! Und das desavouiert schon die Sache. Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun – ich bin Erdwissenschaftler. Aber technische Entwicklungen brauchen Zeit, sie sind wie alle Innovationen evolutionär, nie revolutionär. Daher muss man technikoffen sein, nicht wie die Grünen eingleisig, engstirnig und mit Scheuklappen versehen. Doch um die beste Technik geht es denen gar nicht, nur um Macht und ihre… Mehr

Elki
28 Tage her

Ich habe nicht den Eindruck, dass sich die Mitbürger hier um etwas Sorgen machen, die Mehrheit schaut vmtl. abends mal die Tagesschau oder das ZDF und solange da nichts Beunruhigendes berichtet wird, dürfte für sie alles im Lot sein. Das bislang immer noch Gas aus Russland über die Ukraine-Pipeline nach Deutschland und Österreich floß, dürften die ebenso wenig bemerkt haben wie die Tatsache, dass die Ukraine diese Durchleitung ab Ende 2024 nicht mehr akzeptiert und den Vertrag gekündigt hat – was das für den Gaspreis in Deutschland bedeutet, scheint nicht zu interessieren. Ich laufe seit einiger Zeit Montags wieder mit,… Mehr

kasimir
27 Tage her
Antworten an  Elki

Tja, wenn man keine stichhaltigen Argumente hat, geht man auf diese Ebene…
Haben Sie auch etwas wirklich Interessantes mitzuteilen, HPs?

ssasse
28 Tage her

Und wenn Deutschland demnächst sich selbstverschuldet in einen wirtschaftlich und sozial migrantischen Shithole Country verwandelt hat, dann wird der Rest der Welt mit Achselzucken und Indifferenz einfach ohne uns weitermachen. Noch tragen wir die EU. Aber die EU wird uns fallenlassen wie eine heisse Kartoffel.
Die noch relative Stärke ist der Schutzmantel vor der Vergeltung deutscher Überheblichkeit.
Wehe der Schulhofbully hat mal beide Arme in Gips. Dann sind die Freunde rar.
Wohl bekommt es.

Endlich Frei
28 Tage her

Wahnsinn, welch gewaltiges Volksvermögen durch die grünbunten Ideologen in kürzester Zeit vernichtet wurde. Das ist eine Politik der verbrannten Erde – und nun soll es mit dem Gasleitungsnetz genauso laufen.

Aber auch die Bundesbahn und eAuto-Industrie wird in Deutschland nebenbei geschreddert. Erst heute gab die DB ein Rekordminus bekannt – wegen horrender Energiepreise und der Inflation als Folge dieses Wahnsinns….

Eingeborener
28 Tage her
Antworten an  Endlich Frei

Ich schreibe es worden immer wieder, genau dafür ist diese Mischpoke installiert worden.

Endlich Frei
28 Tage her

Nicht die Atomkraft ist unbezahlbar, sondern die absurde Fantasie dieses „Wirtschaftsministers“ ist unbezahlbar.

Wilhelm Roepke
28 Tage her

Gott sei Dank sind die meisten unserer Nachbarländer klüger als wir. Es wäre schön gewesen, wenn TE die Namen der Länder aufgelistet hätte.

CIVIS
28 Tage her

30 Staaten beschleunigen das Comeback der Atomkraft“ !

Und wie wollen wir, will Deutschland, denn nun diese 30 Länder wegen ihres Ungehorsams im Alleingang sanktionieren?
Auf die EU dürfen wir da bei Sanktionsandrohungen nicht hoffen, da viele Länder selbst EU-Mitglieder sind und man sich schließlich nicht selbst nochmal ins eigene Bein schießen will; da reichen dann schon die allesamt wirkungslos verpuffenden Sanktionen gegenüber Russland.

Am Ende steht Deutschland mit seiner Atom- und Energiepolitik -wie so oft in letzter Zeit- mal wieder vollkommen allein auf weiter Flur.

Last edited 28 Tage her by CIVIS
P.Schoeffel
28 Tage her
Antworten an  CIVIS

Wir stehen nicht allein auf weiter Flur. Wir reiten vor. Die Anderen haben das nur wieder nicht verstanden.

BK
28 Tage her

Technisch sind wir gar nicht mehr in der Lage, ein AKW zu bauen. Unsere höchste Ingenieurskunst befasst sich heute mit dem Bau von Windparks, wobei das mit Parkanlagen und Naturschutz nichts zu tun hat. Außerdem wird seit Hiroshima nach einem Endlager in Deutschland gesucht und konnte bis heute nicht gefunden werden. Aktuell gilt das Expertenteam der Suchenden als verschollen. Vorstellbar ist, dass man in der grünen Parteizentrale an einem Notfallplan für das Endlager arbeitet. In die engere Wahl kommen nur die Insel Rügen. Dort, wo man LNG anlandet, könnte man die alten Brennstäbe in der Ostsee verklappen. Den Fischbeständen würde… Mehr

Michaelis
28 Tage her

Bitte alle 30 Staaten publizieren!!
Greenpeace & Co. sollte niemand ernst nehmen, ideologische Fanatiker machen nirgendwo Sinn, und ganz besonders nicht bei Energiefragen!!!

kasimir
27 Tage her
Antworten an  Michaelis

Habe mir nicht alle Staaten gemerkt. Aber es waren auf jeden Fall: Indien, USA, Japan, Korea, Serbien und ca. die Hälfte aller EU-Staaten (Schweden, Niederlande, Ungarn, Polen, Frankreich z.B.)
Und natürlich nimmt international gesehen keiner Greenpeace als Organisation ernst. Nur in Deutschland werden sie von den Medien hofiert und hochgejubelt.