Dummheit und ihre vielen Gesichter

„Das Volk hat zukünftig die Pflicht, sich so dumm zu stellen wie die Regierenden, damit die Regierenden glauben können, sie seien so gescheit wie das Volk.“ Es naht die Zeit, in der dieser Satz in die Präambel des Grundgesetzes aufgenommen werden wird.

imago images / Eibner

Über Dummheit eine Rede zu halten oder einen Essay zu schreiben ist sträfliche Dummheit: Wer sich nämlich über Dummheit äußert, der eckt nicht nur an, sondern der setzt für sich wie selbstverständlich voraus, dass er nicht dumm, sondern ganz schön schlau sei. Dies zu tun wiederum gilt als ein Zeichen von Dummheit! Also dürfte man über Dummheit gar nicht reden/schreiben. Dennoch bekenne ich freimütig, dass ich mich der Dummheit gerne mit einem grimmigen Vergnügen widme: als Staatsbürger, als Publizist, als Psychologe, als vormaliger Leiter einer staatlichen Dummen-Verhinderungsanstalt.

Nun denn: Wir leben in einer aufgeklärten Informationsgesellschaft. Sagt man. Das aktuelle Wissen hat eine immer kürzere Halbwertszeit. Sagt man. Das Wissen des Jahres 2018 sei 2021 zur Hälfte überholt. Sagt man. Alle zehn Jahre verdoppelt sich das Wissen der Menschen. Sagt man. In dieser Stunde forschen auf der Welt so viele Forscher wie in den 15.000 Jahren menschlicher Kulturgeschichte zusammen. Sagt man. Also wird niemand bezweifeln, dass die Menschheit noch nie so gescheit war wie heute. Niemand? Ich bin dieser Niemand! Ich leugne es geradezu. Denn die Summe menschlicher Dummheiten bleibt nicht einmal gleich, sie wird sogar immer größer. 

Gehen wir das Thema erst einmal objektiv an, nämlich naturwissenschaftlich-anatomisch, und fragen: Ist der Mensch wirklich ein „homo sapiens sapiens“? Hier sind Zweifel angebracht. Denn das menschliche Gehirn hat sich in den letzten 40.000 Jahren nicht geändert. Schon damals hatte sich die Natur bei der Gehirnentwicklung gewaltig angestrengt, wahrscheinlich verausgabt! Zwei Drittel der menschlichen Gen-Ausstattung (ca. 25.000) hatten bzw. haben mit dem Gehirn zu tun.

Diese genetische Ausstattung des Menschen ist dann aber gleich geblieben. Das heißt: Würden wir ein Steinzeitkind heute nach seiner Geburt in eine Familie des Jahres 2018 aufnehmen, so wären seine Chancen, Abitur, Bachelor, Master und Diplom zu machen oder Ministerpräsident zu werden, nicht schlechter als die Chancen eines x-beliebigen Kindes heute. 

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Aber eines ist immerhin tröstlich: Die Größe des Hirns spielt – zumindest wenn es ein gewisses Limit nicht unterschreitet – keine Rolle. Auch die These, der Mensch habe unter allen Lebewesen das größte Gehirn, mag für den Homo sapiens schmeichelhaft sein, sie ist aber falsch: Der Mensch hat ca. 1.450 Gramm Hirn, der Pottwal 8,5 Kilogramm, der Elefant 5 Kilogramm. Weiter: Menschenaffen besitzen zwischen 400 und 550 Gramm, ein Löwe hat 220 Gramm, ein Hund 135, ein Katze 30, eine Ratte 2 und eine Maus 0,4 Gramm. Ebenso falsch, aber schon ein wenig richtiger ist die Aussage, der Mensch habe von allen Tieren das größte Gehirn relativ zu seinem Körpergewicht. Mit einem Gewicht von 3 Pfund hat sein Gehirn einen Anteil von rund 1,5 bis 2 Prozent am Körpergewicht, während ein Elefantengehirn nur rund 0,2 Prozent des jeweiligen Körpergewichts ausmacht. Allerdings wird der Mensch hinsichtlich seines relativen Gehirngewichtes von manchen Kleinsäugern übertroffen. Bei Spitzmäusen beispielsweise beträgt das Gehirngewicht 4 Prozent des Körpergewichtes. 

Ein Zusammenhang zwischen der Größe des Gehirns und der menschlichen Intelligenz gilt heute somit als ausgeschlossen. Aber eines gilt natürlich schon: Nach unten gibt es eine Grenze. Wer überhaupt kein Hirn hat, kann keinerlei Spur Intelligenz haben. Wenn ein solcher Mensch Ohropax verwendet, nennt man das Hohlraumversiegelung. Manche halten das für wünschenswert, wie der bayerische Spruch belegt: „Ja, ja, du host‘s guad. Host koa Hirn, brauchst net denga.“

Bleiben wir bei der biologischen Betrachtung und fragen weiter: Wenn Intelligenz bzw. Dummheit schon nichts mit der Größe des Hirns zu tun hat, haben Intelligenz versus Dummheit dann wenigstens mit dem Geschlecht oder gar mit Sex etwas zu tun? Dies ist eine höchst pikante Frage. Fragen wir dennoch. Dass Dummheit oft genug mit Sex zu tun hat, ist eine Alltagserfahrung. Nicht umsonst sagt der Volksmund, diesem oder jener sei bei der berühmt-berüchtigten körperintensiven Interaktion das Hirn in die Hose gerutscht. Von manch gnadenlos Hochfrequenten heißt es sogar, ihre Hirne befänden sich irgendwo zwischen den großen Zehen. 

Zugleich gibt es die Theorie, dass der Appetit auf körperliche Vereinigung mit steigendem Intelligenzgrad abnehme. Das heißt: Je gescheiter desto seltener und je dümmer desto öfter. Man denke nur an die deutschen Großphilosophen Immanuel Kant und Arthur Schopenhauer: Der eine soll sein ganzes Leben lang nicht ……, der andere ist bekannt als philosophischer Frauenhasser. Derselbe Schopenhauer war gleichwohl der Meinung, dass die große Mehrzahl der Menschen so beschaffen sei, „dass … es ihnen mit nichts ernst sein kann als mit Essen, Trinken und sich Begatten.“ Warum es dann trotzdem nichts wird mit einer ausreichenden Kinderzahl der Deutschen? Dieses Volk der Dichter und Denker denkt und dichtet eben zu viel, anstatt zu ………… ???

Gäbe es nur noch Philosophen, die Menschen wären jedenfalls längst ausgestorben. Das wusste vor einem halben Jahrtausend schon Erasmus von Rotterdam, der einmal schrieb: „Dem Weisen fehlt es entschieden an praktischer Lebenserfahrung. Nicht einmal zur Fortpflanzung taugt er.“ Oder ähnlich deutlich an anderer Stelle: Ohne gewisse Dummheiten käme der Mensch nicht einmal auf die Welt!

Strukturell humorlos
Aus! Aus! Das Jahr ist aus! Oder: Zehn Gründe, weshalb ich 2020 nur Satiren schreiben will
Nein, auch heutzutage gibt es den schlagenden Beweis dafür, dass sich körperintensive Interaktionsfrequenz einerseits und hoher IQ andererseits gegenseitig ausschließen. Hier der nächste Beweis: Die Kinderzahl von Akademikerinnen (also tatsächlich oder vermeintlich kluger Frauen) ist nur etwa halb so groß wie diejenige der Durchschnittsfrau. Letztere hat im Durchschnitt 1,3 Kindern (bei Männern weiß man es nicht immer so genau) und wird damit europaweit nur von Italien inkl. Vatikan unterboten. Deutsche Akademikerinnen haben sogar nur 0,6 Kinder. 

Widmen wir uns der Frage, wie es geschlechtsspezifisch (neuhochdeutsch: gender-mäßig) denn oberhalb des Halses aussieht. Wir schwingen uns zur Beantwortung der Frage nach „Dummheit weiblich“ und „Dummheit männlich“ in wissenschaftliche Höhen empor: Ein – damals – berühmter Psychiater namens Paul Möbius hat dazu ein Buch geschrieben. Es trägt den Titel „Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes“. In dem Jungphilosophen Otto Weininger hat er einen Kumpan gefunden; auch er verbreitete die Theorie von der Minderwertigkeit der Frau. Die Dummheit eines Mannes erklärt er übrigens damit, dass der Mann zu 50 Prozent weibliche Gene in sich trage. (Siehe später: Intelligenz und X/Y-Chromosome) 

Lassen wir Fakten sprechen! Ein Neugeborenes kommt mit rund 120 Milliarden Gehirnzellen auf die Welt. Davon sind beim männlichen Neugeborenen ca. 23 Milliarden Großhirnrinde, beim weiblichen rund 19 Milliarden. (Aber freuen Sie sich nicht zu früh, meine Herren! Das dicke Ende kommt nach.) Seine maximale Power erreicht das Gehirn mit ca. 27 Jahren. Das Gehirn nimmt zum Ende des Lebens hin allerdings dramatisch an Gewicht ab – alle zehn Jahre etwa um zwei bis drei Prozent, um bis zu 30 Prozent in einem langen Leben (interessanterweise aber nur bei Männern!)

Und noch ein Hammer: Die Basis der menschlichen Intelligenz ist die Frau, nämlich das X-Chromosom. Davon haben bekanntermaßen Frauen zwei, Männer nur eins. Anstelle des zweiten X-Chromosoms haben Männer nämlich ein Y-Chromosom. Auf letzterem wurde noch kein einziges Gen entdeckt, das mit Intelligenz zu tun hat. Dass Frauen zwei X-Chromosome und Männer nur ein X-Chromosom haben, das ist übrigens auch der Grund dafür, dass es bei Männern in puncto Intelligenz mehr Extreme gibt: mehr Schwachsinnige, aber auch mehr Höchstintelligente.

Frauen haben zudem eine stärkere Vernetzung zwischen beiden Gehirnhälften, Männer haben eine stärkere Verbindung innerhalb jeder einzelnen Hälfte. Das weibliche Hirn sieht mehr, hört mehr, kommuniziert schneller, schafft schneller Querverweise. Die Sprachbereiche im weiblichen Hirn sind größer als jene bei den Männern. Deren Hirn kann ganz eng fokussieren – daher wohl auch der männliche „Tunnelblick“. Sie hat sozusagen Flutlicht, er hat Spotlight.

Und die Folgen davon? Mädchen sprechen mit ihrem Spielzeug. Jungen nehmen es auseinander. Mädchen lernen früher sprechen, lesen besser und mehr, können sich besser konzentrieren und leiden seltener an Legasthenie. Jungen hingegen können einen Körper in ihrer Vorstellung drehen. Sie können schon als Zweijährige dreidimensionale Puzzles zusammenbauen und haben eine bessere Hand-Augen-Koordination. Die Jungen haben auch einen besseren Ortssinn. Mädchen finden einen Weg besser, den sie zum zweiten Mal zurücklegen, weil sie das räumliche Problem in ein verbales verändert haben – „rechts hinter dem Spielplatz, links hinter der Gärtnerei“. (Nur beim Rückwärts-Einparken klappt es nicht so ganz!)

Wirklichkeit und wacklige Bühne
Politische Korrektheit, das größte Theaterstück der Geschichte
Neben der Humanbiologie gibt es aber auch noch die Biologie in Form der Zoologie. Gehen wir das Thema zoologisch-tierisch an. Wenigstens aus dieser Perspektive können wir Menschen uns unserer Nicht-Dummheit rühmen. Schließlich weiß der Volksmund Bescheid über die Dummheit im Tierreich: Wenn etwas besonders dumm gelaufen ist, dann ist es saudumm gelaufen. Wenn jemand ein „Hirnfraß“ ist, dann ist er – je nach Geschlecht – dumm wie eine Gans, eine Ziege, ein Schaf, eine Kuh, ein Ochse, ein Rhinozeros. 

Hüten wir uns dennoch, die Tiere für blöd zu halten. Fuchs und Eule gelten als Symbole für Schlauheit und Klugheit. (Für die rabenschwarze Intelligenz von Raben fehlt noch der Platz im Sprachschatz.) Und auch eine Kuh ist nicht so blöd, für wie sie gilt. Immerhin hört sie auf zu saufen, wenn sie keinen Durst mehr hat. Auch sonst gilt für Tiere: Sie fahren nicht besoffen Auto, sie machen kein Bungiespringen, sie rauchen nicht … und: Sie wählen sich keine Mittelmaß-Typen zu politischen, pardon: Hordenführern!

Und von Schimpansen wissen wir, dass sie sogar instrumentell denken können, also ein Werkzeug-Denken praktizieren. Beispiel: Ein Schimpanse sitzt in einem Käfig. Neben ihm liegt ein Rohrstock, außerhalb des Käfigs eine Banane. Nicht durch Versuch und Irrtum, sondern durch Wahrnehmungsleistung wird die Aufgabe gelöst. Der Zweck Banane und das Mittel Stock werden im Kopf in Verbindung miteinander gebracht. Ganz spontan als „Aha“-Erlebnis. Friedrich Nietzsche hat also recht, wenn er im „Zarathustra“ festhält: „Der Mensch ist mehr Affe als irgendein Affe.“ 

Die Evolutionsgeschichte kann dies sogar noch präzisieren: Der Mensch ist mit dem Schimpansen näher verwandt als letzterer mit dem Gorilla. Man erklärt das damit, dass sich die Gorillas von den Menschen vor rund 10 Millionen Jahren abtrennten, die Schimpansen „erst“ vor rund 6 Millionen Jahren. Manche Evolutionsforscher und Genetiker meinen sogar, der Schimpanse sei der Gattung Mensch zuzurechnen, weil er bis zu 99,4 Prozent genetisch mit dem Menschen identisch ist. Verwandtschaftsbildlich ausgedrückt: Menschen und Schimpansen (vor allem Bonobos) sind Geschwister, Gorillas sind ihre gemeinsamen Cousins.

Ansonsten, wohin man schaut, Entsprechungen beim Affen (Menschenaffen) und Menschen: Beide haben sie ein Gebiss mit 32 Zähnen, beide haben 8 Handwurzelknochen, beide haben gleichgeformte Ohrmuscheln, beide haben AB0-Blutgruppen. Deshalb könnte man auch den Nietzsche-Aphorismus „Der Mensch ist mehr Affe als irgendein Affe“ andersrum formulieren: „Der Affe ist mehr Mensch als irgendein Mensch.“

Das war jetzt die Biologie der Dummheit. Das ursprünglich Menschliche ist – so sagt man – die Sprache. Gehen wir also das Thema Dummheit sprachlich an. Was sagt die Weisheit der Sprache über die Dummheit? Nun, die Sprache ist weise genug zu wissen, dass es viel Dummheit auf der Welt gibt, sonst hätte sie nicht so viele Synonyme (bedeutungsgleiche/-ähnliche Wörter) entwickelt: begriffsstutzig, behämmert, bescheuert, blöd, damisch, dämlich, deppert, doof, dümmlich, dusselig, idiotisch, töricht, unbedarft, verrückt (neben die Realität gerückt). 

Ferner: (stroh-, stock-, brunz-)dumm; stupide; minderbemittelt; hirnlos; unterbelichtet; geistlos; beknackt; bekloppt; behämmert; töricht; schwer von Begriff; dumpf; verschnarcht; hirnrissig; kopflos; borniert; engstirnig; beschränkt; stur; vernagelt; verbohrt; verschroben; hirnverbrannt; zurückgeblieben; verblödet; stumpfsinnig; plemplem; idiotisch:

Und Redensarten ohne Ende: Er/Sie ist auf den Kopf gefallen; hat das Pulver nicht erfunden; ist nicht ganz dicht; hat eine weiche Birne; hat einen Dachschaden; eine lange Leitung; einen Hau; einen Stich; einen Knall; einen Vogel; ein Brett vor dem Kopf; einen Sprung in der Schüssel; ist nicht ganz bei Trost; ist von allen guten Geistern verlassen; aufs Hirn gefallen; als Kind zu heiß gebadet worden; hat nicht alle Tassen im Schrank; tickt nicht richtig; bei ihm rappelt es; piept es; da ist eine Schraube locker; er spinnt; ist nicht ganz dicht; ist jeck; gaga; meschugge; balla balla… Weiter: Dumm-, Schwach-, Hohl-, Flach-, Wirr-, Dös-, Holz-, Stroh-, Schafs-, Knallkopf; Dödel; Depp; Dumpfbacke; Dussel; Dummbeutel; (Voll-)Trottel; Kleingeist; Einfaltspinsel; Bierdimpfel; Pfeife; Blödian; Schussel; Flasche; Simpel; Seifensieder; (Voll-, Fach-) Idiot; Kreatin; Spatzenhirn. Außerdem: zu heiß gebadet, mit dem Klammerbeutel gepudert, mit einem Brett vor dem Hirn, das Pulver nicht erfunden haben; dümmer, als die Polizei erlaubt. Zudem: Armleuchter, Depp, Dummsuff (für alkoholisch Verblödete), Dussel, Holzkopf, Gipskopf, trübe Tasse, Trottel. Das verbale Gegenteil kommt seltener vor: klug, gescheit, intelligent, vernünftig, aufgeweckt, scharfsinnig, geistreich.

Gehen wir das Thema grammatisch an: Es gibt die eine Dummheit (im Singular), und es gibt Dummheiten (im Plural). Und fast stockt man dabei, weil man feststellt, dass die Dummheiten (in der grammatischen Mehrzahl eigentlich weniger dumm sind als  d i e  Dummheit in der Einzahl. Ja, dümmer noch: Dummheiten können sogar reizend sein. In diesem Sinne ist es mit unter Umständen gar nicht so leicht zu entscheiden, was man mehr bereuen soll: Dummheiten gemacht oder keine einzige begangen zu haben. Wenn schon Sprache so feinsinnig hinter Dummheit her ist, dann kann der Volksglaube dem nicht nachstehen. Und wo es um den Volksglauben geht, da ist der Aberglaube nicht fern. Die Dummheit wiederum ist die Mutter des Aberglaubens, so Jean Paul in seiner Schrift „Von der Dummheit“ (1779). Ansonsten belegen viele Sagen und Schwänke des Volkes die Existenz des Dummen. Man denke etwa an die Schildbürger – an den fiktiven Ort „Schilda“. Und man denke an das Geschick der Schildbürger, in ein ohne Fenster gebautes Rathaus Licht in Säcken hineinzutragen!

Gehen wir die Dummheit historisch an! Hier lautet meine These: Die Weltgeschichte wird in mindestens gleichem Umfang wie von Intelligenz und von Einsicht vom Gegenteil beherrscht: von Dummheit nämlich. Ein früher Beleg: Bereits der alte Römer Plautus (254 bis 184 vor Christus) wunderte sich über die, die nicht wissen, „quot digitos habet in manu“ (wie viele Finger sie an der Hand haben) – die also nicht bis fünf zählen können. (Am Rande: Die Germanen sind hier anspruchsloser: Hier gilt einer erst als dumm, wenn er nicht bis drei zählen kann.) 

Ansonsten zeigt die Etymologie, also die Wortgeschichte, dass auch die Germanen relativ bald in der Lage waren, Dummheit zu benennen: „dumm“ gab es als „dumb“ bereits in der germanischen Sprache (also vor Karl dem Großen) und als „tumb“ im Althochdeutschen; es hängt in beiden Fällen zusammen mit „stumm“ und heißt damit zunächst „mit stumpfen Sinnen“. 

Literarisch entdeckte man die Dummheit um das Jahr 1500 herum. So lautet denn die Kernthese bei einem Sebastian Brandt: Die Welt wird von Dummheit beherrscht. Im Jahr 1494 hat er dazu sein Bändchen „Das Narrenschiff“ geschrieben; es enthält die Beschreibung von 112 Narreteien. In Kapitel 34 beispielsweise heißt es: „Denn eines plagt den Narren sehr: Was neu ist, das ist sein Begehr‘; doch ist die Lust dran bald verloren und etwas andres wird erkoren.“ 

Im Jahr 1511 schrieb der große Humanist Erasmus von Rotterdam sein Bändchen „Das Lob der Torheit“. Was wie eine Hymne auf die Dummen daherkommt, ist natürlich satirisch gemeint. Allerdings bedeutet Torheit für Erasmus nicht nur Dummheit, Beschränktheit, sondern auch Lebensfreude, Harmlosigkeit, Gutmütigkeit. Doch ist Erasmus der Meinung: Torheit beherrscht das Universum. 

Unzählige große Geister haben sich seither mit der Dummheit befasst. Im Jahr 1673 veröffentlichte Christian Weise einen Roman mit dem voluminösen Titel: DIE DREY ÄRGSTEN ERTZ-NARREN IN DER GANZTEN WELT; AUSS VIELEN NÄRRISCHEN BEGEBENHEITEN HERVORGESUCHT UND ALLEN INTERESSENTEN ZU BESSEREM NACHSINNEN ÜBERGEBEN. Dieser Roman ist in den Jahren 1673 bis und 1710 in zehn Auflagen erschienen. Insgesamt beschreibt der Prediger zwölf verschiedene Narrentypen: Über den einfältigen Narren etwa schreibt er, er sei von ödem und blödem Verstand und seine Vernunft sei wurmstichig. Über den versoffenen und über den verliebten Narren weiß er gleichermaßen zu berichten: Bachus und der Weiber Garn, machen viel zu lauter Narrn. Und dem verliebten Narren schreibt er ins Stammbuch: „amantes amentes“ (besser verständlich als „amantes dementes“ – Liebende sind oft von Sinnen). Dennoch – bei aller Boshaftigkeit gegenüber Narren: Es gibt und gab auch den weisen Narren. Er galt und gilt als der kluge Bruder des Dummen – als Unterhalter, Spötter, der als Hofnarr durchaus politischen Einfluss hat. 

Moralisierung der Geschichtswissenschaft
Kulturkrieg in den USA: Wenn Althistoriker zu Rassisten erklärt werden
Aber schreiten wir fort in deutscher Geistesgeschichte! Georg Lichtenberg hält unter Umständen sogar Gebildete für dumm, wenn er bemerkt: „Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, dann ist es nicht immer das Buch.“ Johann Wolfgang von Goethe erregt sich über die Wertschätzung der Dummheit, wenn er sagt: „Wenn ich dumm bin, lassen sie mich gelten. Wenn ich recht habe, wollen sie mich schelten“ (Zahme Xenien). Friedrich Schiller hält in der „Jungfrau von Orleans“ (III/6) fest: „Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.“ Schockierend aber bleibt, was Albert Einstein festhielt: „Zwei Dinge sind unendlich: das Weltall und die menschliche Dummheit. Beim Weltall bin ich mir allerdings nicht so sicher.“

Kommen wir jetzt schnell zu einem weiteren Aspekt zeitgenössischer Dummheit. Dummheit für sich allein wäre ja noch erträglich; aber die Dummheit hat drei hochintensive Schwestern. (Diese Feststellung entspringt nicht einer schwestern- bzw. frauenfeindlichen Haltung; aber die Geschwister der Dummheit sind nun einmal wie „die“ Dummheit selbst – grammatisch, natürlich nicht in der Realität – Feminina). 

Schwester Nr. 1: Da ist zum einen die Schwester Eitelkeit; Ignoranz und Arroganz treten häufig im Tandem auf. Dummheit und Stolz wachsen aus einem Holz, sagt man. Bei Abraham a Sancta Clara heißt das: Stultus und Stolz wachsen aus einen Holz. 

Schwester Nr. 2: Da haben wir sodann die Schwester Geschwätzigkeit –  vornehm ausgedrückt: Dummheit scheint ein besonderes Kommunikationsbedürfnis zu haben. Hier wird die präzise Mitteilung von Wichtigem durch Menge ersetzt. (Intelligenzdefinitorisch hochtrabend heißt das: Intelligenz als Gegenstück zur Dummheit ist das Vermeiden von Redundanz.) Klinisch heißt Geschwätzigkeit übrigens Logorrhoe; man könnte auch sagen: verbale Inkontinenz – oder noch drastischer: Sprechdurchfall. (Das Pendant dazu ist die Graphorrhoe.) Gerade die Verbindung Dummheit und Geschwätzigkeit haben viele große Geister erkannt. Von Heinrich Heine lesen wir die Bemerkung: „Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ Karl Kraus meint dazu: Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, sondern muss auch in der Lage sein, sie nicht zum Ausdruck zu bringen. Und: Es gibt leider Leute, die nicht einmal das für sich behalten können, was sie nicht wissen. Ich wende diese Sprüche einmal auf das Gros unserer Medienmacher an und behaupte: Die größte Verdummungsanstalt sind unsere Medien. Dabei machen die Medien dumm, obwohl sie auch gescheit machen könnten. Mit unseren quasi-modernen Medien haben wir jedenfalls eine Tyrannei der privaten und intimen Geschwätzigkeit beschert bekommen. 

Schwester Nr. 3: Und schließlich haben wir als weitere Schwester der Dummheit die Schamlosigkeit. Sigmund Freud weiß dazu: Der Verlust der Scham ist der Beginn der Verblödung. Wir finden einen ähnlichen Gedanken übrigens schon bei Thomas von Aquin: Für ihn ist „die Torheit eine Tochter der Unzucht“). Oder in anderen Worten: Was uns tagtäglich hier begegnet, das ist eine Tyrannei des Vulgären, ja des Obszönen.

Stets neue Tiefpunkte auf der nach unten offenen Richterskala erreichten gewisse Müllsendungen wie etwa die Dschungel-Show mit dem Titel „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“. Hier haben Prolo-Promis live Ekelaufgaben zu bestehen, zum Beispiel Mehlwürmer, Känguru-Hoden oder Krokodilaugen hinunterwürgen; in Kakerlaken baden. Man müsste auf solche Sendungen schreiben: „Dieses Medienprodukt schadet Ihrem Hirn.“ 

Nach der Verbindung von Dummheit und Medien wäre zu reden über die Verbindung von Dummheit und (hoher) Politik. Aber dafür reicht der Platz nicht. Dafür braucht man mindestens ein Jahr TE-Analysen 😉 Wir erkennen das spätestens jeden Abend, wenn außerparlamentarische Worterteiler_:/*Innen der Nation in ARD/ZDF ihre zweibeinigen Talkshow-Wanderpokale zu ihrem Problem-Rangierbahnhof einladen. Von der Macht des Geistes jedenfalls spürt man heute wenig, um so mehr jedoch vom (Un-) Geist der Macht. 

In George Orwells düsterer Roman-Vision mit dem Titel „1984“ heißt einer der Leitsprüche: „Unwissenheit ist Stärke“. Wäre ich Orwell und könnte einen düsteren Science-fiction-Roman schreiben, mein erfundener Leitspruch lautete: „Das Volk hat zukünftig die Pflicht, sich so dumm zu stellen wie die Regierenden, damit die Regierenden glauben können, sie seien so gescheit wie das Volk.“ Es naht die Zeit, in der dieser Satz sogar in die Prämbel des Grundgesetzes aufgenommen werden wird.

Hierher passt die Frage, ob es eine Schwarm-Intelligenz oder doch nicht eher eine Schwarm-Dummheit gibt. Nun gut, Schwarm-Intelligenz gibt es – zum Beispiel in einem Ameisen- oder Bienenstaat. Wenn sich Menschen zu Schwärmen zusammentun, habe ich eher Zweifel, ob daraus Intelligenz entsteht. Siehe gewisse Massenpsychosen! Oder Wahlen: Es gilt doch auch: In der Demokratie geht nicht nur alle Macht, sondern auch alle Dummheit vom Volke aus. 

Was Schwarm-Intelligenz betrifft, so halte ich es jedenfalls mit den Beobachtungen des Neurophysiologen Holzmann, der das Schwarmverhalten von Fischen untersuchte. Dazu nahm er aus einem Fischschwarm einen Fisch und kappte bei diesem die Verbindung zu seinem Großhirn. Er wollte sehen, ob der gehirnamputierte Fisch sich noch im Schwarm halten kann. Und was geschah? Dieser Fisch, frei von Mitwelt-Wahrnehmung, Rücksicht und Vorsicht, schwamm ungebremst ziellos in schnellem Zickzack umher – und der ganze Schwarm folgte ihm. Sein chaotisches Verhalten machte auf den Schwarm den Eindruck, er wisse, wo es lang geht.  Es wurde sozusagen Ziellosigkeit als schnelle Urteilsfähigkeit fehlgedeutet. Ähnlichkeiten mit der Politik sind natürlich rein zufällig

Da lob‘ ich mir den Sport. Denn hier geht es lebensnah und philosophisch zu. Frühe Beispiele: Peter Pacult: Der FC Tirol hat eine Obduktion auf mich. Lodda Maddäus: Ein Wort gab das andere – wir hatten uns nichts mehr zu sagen. Bruno Labbadia: Das wird alles von den Medien hochsterilisiert. Die Ehre der Balltreter rettet freilich Lukas Podolski mit seinem Spruch: Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel. Berühren sich hier nicht sogar die Spitzen von Doofheit und Intelligenz? In diesem Zusammenhang eine boshafte Frage: Was geschieht, wenn einer von denen seinen Verein verlässt? Boshafte Antwort: Dann steigt in diesem Verein sprunghaft der IQ. 

Vielleicht vermisst der geneigte Leser/Zuhörer jetzt eine pädagogische Betrachtung der Dummheit. Ich muss ihn aber enttäuschen: In der modernen Pädagogik kennt man keine Dummheit mehr. Schüler sind schlechtestenfalls einseitig begabt oder einseitig unbegabt oder in der Regel halt frustriert und demotiviert. 

Wer den Begriff „Dummheit“ in pädagogischen Lexika sucht, wird nichts finden. Denn die Dummen kann es aus Gründen der „educational correctness“ nicht mehr geben. Mit Dummheit hat Pädagogik aber nach wie vor zu tun. Denn alles, was Schule vermittelt, vermittelt sie nicht nur gegen so manch natürliche Trägheit so mancher Zöglinge, sondern auch gegen eine Dummheit, die Schule von außen fest im Griff hat – durch so manche Schulpolitik!“

Manche Bildungspolitik ist alles andere als ein Genie-Streich! Man denke an den umwerfenden Vorschlag (übrigens zugleich aus Wirtschaft und sog. Pädagogik kommend), dass die Kinder mit vier Jahren eingeschult werden sollten. Da will man denn noch dümmer sein und vorschlagen: Verkürzt doch endlich die Schwangerschaft; volle neun Monate – das ist doch wirklich verlorene Zeit!

Und man denke an die Rechtschreibreform – wohl eine der größten politischen Dummheiten der letzten Jahrzehnte. Sie hat in mehr als zehn Jahren so kreative Regeln zustande gebracht wie folgende: „Stendelwurz“ – früher mit „e“, jetzt mit „ä“, weil nämlich irgendein oberschlauer Rechtschreibreformer festgestellt hat, dass der Stendelwurz im Volksglauben als eine erektionsfördernde Pflanze gilt. Weil das aber mit Standvermögen zu tun hat, meinte man, Ständelwurz (jetzt mit ä) vorschreiben zu sollen. 

Deshalb sollte eigentlich gelten: Ein Land, das solchen Schrott produziert, das sich solche Stars kürt, das solche seichten Reformen inszeniert, braucht keinen PISA-Test mehr. 

Aber jetzt an vorletzter Stelle etwas zur Ehrenrettung der Dummheit! Das Gute am Schlechten sozusagen! 

1. Dummheit kann Glück und Gnade zugleich sein. „Die Dummheit ist so glücklich, dass man´s verwünschen möchte, ein Weiser zu sein!“ (Jean Paul) Dumme wissen nämlich nicht, dass sie dumm sind. Inkompetente Menschen sind blind für ihre schlechte Leistung, sie überschätzen ihr Können sogar. Allerdings – auch das ein Vorteil zumindest für das Selbstbewusstsein der Dummen – wissen Inkompetente nicht nur nicht, wie schlecht sie sind, sondern sie erkennen auch nicht, wie gut andere sind.“ 

2. Dummheit bietet weniger Angriffsflächen, ja, sie kann das eigene Leben retten. Früher galt das fast überall, heute gilt es noch in Ländern wie Nordkorea. Für Untertane dort ist es klüger, nicht für klug zu gelten: Klugheit kann an den Kragen gehen! Dummheit hingegen lullt das Misstrauen ein; sie „entwaffnet“. 

3. Dummheit ist der Motor der Wirtschaft, denn wer schon kauft und konsumiert nicht ständig mehr, als er braucht! 

Fragen wir zum Schluss nach dem richtigen Umgang mit Dummheit!

1. Auf keinen Fall ist Toleranz angesagt. Hier möchte ich zwei großen Geistern widersprechen: Ich widerspreche Voltaire, der meinte: Dummköpfe zu ertragen ist sicherlich der Gipfel der Toleranz. Vehement widerspreche ich auch Immanuel Kant. In seinem Aufsatz „Über Schwärmerei und die Mittel dagegen“ schreibt er zwar durchaus nachvollziehbar: „Gegen redselige Unwissenheit hilft kein weitläufiges Widerlegen, sondern nur verachtendes Schweigen.“ Aber: Wer das beherzigt, der überlässt der Dummheit das Feld. Der Klügere gibt nach, sagt man. In bestimmten Situationen, in denen Gewalt droht, mag das richtig sein. Wenn Klügere aber immer nachgeben, begründet das die totale Weltherrschaft der Dummen. Hier ist Intoleranz angesagt: Intellektueller Widerstand ist also Bürgerpflicht. „Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen“, hat Jean-Paul Sartre gesagt. Ansonsten hilft eine Gewissheit, nämlich die Gewissheit: Dummheit ist nicht, wenig wissen; Dummheit ist es vielmehr zu glauben, genug zu wissen. Also ist der am wenigsten dumm, der weiß, dass er dumm ist (s. Sokrates). Oder zum Mitschreiben: Einer, der nichts weiß und weiß, dass er nichts weiß, weiß mehr als einer, der nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß.

2. Ein bisschen Bescheidenheit täte not. Denn wenn wir die Geschichte des Universums mit einem Kalenderjahr ansetzen, dann ist der Mensch erst wenige Sekunden vor Silvester um 24.00 Uhr erschienen. Siehe den Witz: Treffen sich zwei Planeten im Universum. „Mann, geht es mir schlecht!“, jammert der eine, „ich fürchte, ich habe homo sapiens“. „Oh“, sagt der andere, „das geht vorüber, das hatte ich auch mal.“ Aber das sollte man jetzt nicht an FfF weitergeben! Oder doch? Man wird diesen Witz bei diesen humorlosen Größenwahnsinnigen jedenfalls nicht kapieren.

3. Ansonsten aber haben Wissen und Klugheit einen großen taktischen Vorteil: Der Vorteil der Klugheit und des Wissens besteht nämlich darin, dass man sich im Bedarfsfall dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schwieriger (sagt Kurt Tucholsky). Oder hat man schon einmal einen Dummen gesehen, der sich glaubhaft klug stellen konnte?  

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Kommentare ( 62 )

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62 Kommentare auf "Dummheit und ihre vielen Gesichter"

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Erstaunlich und bewundernswert, wie klug und weit das Feld der Dummheit beleuchtet werden kann. Leider wird es auch erschöpfend beackert und die kollektive Neigung zur Dummheit wird für Macht- und Interessenszwecken ausgenutzt.

Leider besonders gerne von ihrerseits Dummen, die durchaus Mittel und Wege gefunden haben, sich als klug darzustellen. Dazu bedarf es allerdings eines Vermittlers bzw. eines Umwandlers oder Adapters. Den stellen heutzutage die Medien dar, die jede noch so grandiose Fehlleistung bekannter Dummheitenbegeher als klug, vorausschauend und richtig darstellen und jedes Rauschen von Kritik und Einwänden unterdrücken.

Furios, Herr Kraus. Vielen Dank für die vergnügliche Aufbereitung.

Nebenbei haben mir auch die 36 Ausrufezeichen und 85 Strichpunkte außerordentlich gut gefallen!

Einfach Klasse, dieser Beitrag. Dankeschön, Herr Kraus.

Schopenhauer ist kein Frauenhasser.
Der Mann liebte die Wahrheit.

Wer die Dummheit bekämpft, hat die Klugen zum Feind die von ihr leben.

Ein phantastisches Lesevergnügen! Ich glaube, mein Blutdruck ist während des Lesens und Schmunzelns um mindestens 20 mmHg gesunken. Danke…

Herzlichen Dank, lieber Herr Kraus, für diesen erschöpfenden Beitrag über ein so wichtiges Thema! Hier noch ein wenig „physiologischer Schwachsinn eines Weibes“ (frei nach Eugen Roth): Homo [email protected] Ein Mensch, von Forscherdrang beseelt, hat sich die Gene auserwählt, zu finden, was der Schöpfung Krone Geheimnis ist in dem Genome. Nach Darwin, Freud, Kopernikus galt’s zu besiegen all den Frust, zu feiern war’s nun höchste Zeit des Menschen Einzigartigkeit. Mit einem Aufwand ganz immens entschlüsselt er die Gensequenz, zählt Basenpaare, Proteine … bringt Elektronik auf die Schiene. 30 Mille und nicht mehr gab dann der Gen-Pool grad mal her. Nicht viel… Mehr

Guter Lesestoff. Man hätte auch kürzer fassen können. Oder eine einseitige (von 1/Ein) Zusammenfassung am Anfang. Es gibt ja zu viel Lesenswertes -und wer mehr Zeit hat oder Muße oder besonders am Thema interessiert, kann auch die Langfassung lesen.

Wow!!
Wahrlich ein Lesevergnügen .
Wenn auch aus traurigem aktuellem Anlaß.