Blackbox KW 29 – Little Fires Everywhere – Feuer unterm Dach 

In Nantes brennt eine Kathedrale, in Brüssel stehen Billionen im Feuer. SED-Bodo gibt den Vandalen im Thüringer Landtag, und die SZ will uns ein heiterer Begleiter sein.

Zum Brüsseler EU-Gipfel trug Dr. Angela Merkel, genau wie der eitle Macron, ausnahmsweise Maske, obwohl sie Geburtstag hatte. Weil sie sich wegen der Fotografen nun den Lappen vors Gesicht hängen musste, wies sie gleich den bulgarischen Regierungschef Boiko Borissow zurecht, weil der seine Maske auf Laschet-Art trug – also nicht die Nase bedeckte –, was aber längst wieder aus der Mode ist.

Die anwesenden Polen, Ungarn, Tschechen und Slowaken verzichteten gleich ganz auf jeden Corona-Schnickschnack, sie sind schließlich wegen der Kohle gekommen, nicht wegen modischem Firlefanz.

Immerhin stehen 1,8 Billionen Euro zur Verteilung an. Das Geld wäre ja längst in die Taschen der Mafia, NGOs, der Zeugen Coronas (Beda M. Stadler), Klimawandler und von Gaunern vieler Herren Länder geflossen – wenn nicht zuerst ein Verteilungsschlüssel (relativ unproblematisch) und Verwendungszweck (höchst problematisch) einstimmig festgelegt werden müssten. 

♦ Denn, so beklagte Österreichs Sebastian Kurz, es gebe halt große Gerechtigkeits-Unterschiede in der EU, etwa bei Renteneintrittsalter, Steuerbelastung und Schattenwirtschaft. ‚Na und?’, kann Merkel da nur sagen, jetzt sind sie halt da, die Unterschiede.

♦ Damit alle 27 Mitgliedstaaten schließlich zustimmen, bekommen Österreich, Dänemark und Schweden bereits Extrawürste gebraten, bei den Niederländern müsste es allerdings mindestens ein Filet Mignon mit viel Käse sein, bevor die einknicken.

♦ Hollands Chef Rutte will die Gelder nämlich sachbezogen und als Darlehen vergeben, nicht als Geschenke. Außerdem reicht es ihm nicht, dass die Südländer Reformen versprechen, sie müssen sie beginnen, bevor Geld fließt. Da hat EU-Ratspräsident Charles Michel eine grandiose Idee: Rutte könne „bei Zweifeln oder Unzufriedenheit mit dem Reformstand den EU-Ratspräsidenten (also ihn, Charles Michel) einschalten. Dieser beauftragt dann den Europäischen Rat oder den Rat der Wirtschafts- und Finanzminister mit Prüfung“. Genial! Da sieht man, warum die EU auf der ganzen Welt beneidet wird. 

♦ Weil Merkel auf ihrem Geburtstag nach Brüssel musste, hatte Markus Söder sie ein paar Tage zuvor an den Chiemsee eingeladen (und nebenbei viele schöne Fotos machen lassen für seine Bewerbungsmappe als Bundeskanzler). Zur Feier des Tages war auch für die Mitglieder des bayerischen Kabinetts maskenfrei. Für den Markus war es jedenfalls ein rundum gelungener Tag – bis auf diesen einen Merkel-Satz, über den er immer noch brütet: „Sie wissen, dass ich als Bundeskanzlerin ja sozusagen nicht mehr zur nächsten Wahl antrete.“ Sozusagen? Was heißt „sozusagen“?

♦ Obwohl sich unser Innen-Horst und sein braver Assistent Haldenwang vom Verfassungsschutz nun wirklich alle Mühe geben, sind sie doch auf die Hilfe der Medien-Blockwarte angewiesen, um rechte Verschwörungen aufzudecken. So verdanken wir dem Spiegel die Entdeckung, dass sich sogar Manuel Neuer, hauptberuflich Torwart, in einem „Dickicht der rechten Symbole inmitten von Folklore“ verhedderte, als er in seinem Kroatien-Urlaub „laut“ ein kontaminiertes Lied mitsang. Bei „Lijeba li si“ („Du bist schön“) ist „der Inhalt mindestens einer Zeile sowie der Urheber des Songs politisch äußerst heikel“. 

Aber es kommt ja noch viel schlimmer! Jetzt kam heraus, dass unsere Bundeskanzlerin Merkel im vergangenen Jahr in Zagreb bei dem Lied begeistert mitklatschte! Die Welt schreibt „arglos“, aber das sagen die Angeklagten ja immer. Wurde am Ende nicht auch Robespierre „überführt”?

♦ In diesen Zeiten dürfen die medialen Sittenwächter keine Kompromisse machen, schließlich ist die Wahrheit (hieß früher „Prawda“) „… eine orthodoxe Haltung, die einigen wenigen Erleuchteten bekannt ist, deren Aufgabe es ist, alle anderen zu informieren“. Das schrieb die Redakteurin Bari Weiss der New York Times voller Abscheu in ihr Kündigungsschreiben. Für Bari ist hingegen „Wahrheit ein Prozess gemeinsamer Entdeckungen“ – aber das passt nicht mehr zur New York Times.

♦ Wenn man die Mitarbeiter von vorneherein richtig auswählt, weiß die Süddeutsche Zeitung, bekommt man keine Probleme mit einer zweiten Meinung. Deshalb können dort „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einander zuhören, unabhängig von Alter, Geschlecht, Hierarchie und Betriebszugehörigkeit“, ohne in ideologischen Streit zu geraten. So steht es in Blei gegossen im Großen-10-Punkte-Manifest der SüZ, die „eine Kultur konstruktiver Kritik“ pflegt. Und weil dort, jetzt wo der Birk Meinhardt weg ist, Friede Freude Eierkuchen herrscht, kann die Süddeutsche auch dem Leser wieder ein „heiterer Freund und Begleiter“ sein. Hahaha.

♦ Ein heiterer Freund und Begleiter des Stuttgarters ist die Stuttgarter Zeitung. Die berichtete, dass Polizeichef Lutz, der einfach nicht herausfinden kann, woher die Partypeople, die derzeit Gäste des Präsidiums sind, herkommen, eine „Stammbaumrecherche“ angeordnet habe, was ja doch verdächtig nach Nazi klingt. 

Nun hat aber der Lutz das gar nicht gesagt, sondern ein Schreiberle von der Stuttgarter Zeitung hat es erfunden, beziehungsweise von einem Grünerle übernommen. Eben weil es so schön Nazi ist. Vielleicht sollte die Stuttgarter die „Kultur konstruktiver Kritik“ von der SüZ übernehmen? Die stammen ja aus demselben Hause …

♦ Die Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul in Nantes ist in Flammen aufgegangen. Spezialisten aus Paris sollen nun herausfinden, ob es Brandstiftung war oder wie bei Notre Dame „ein Kurzschluss“. Erst mal abwarten, wer sich in den sozialen Netzwerken freut und was Macron sagt …

♦ Irgendwie führt uns das zur Bild-Schlagzeile „Vandalen verwüsten Krefelder Hauptfriedhof“. Vandalen? Waren das nicht Germanen, diese Vandalen?

♦ Wie ein Vandale führte sich jedenfalls SED-Bodo im Thüringer Landtag auf, bepöbelte Abgeordnete als „widerliche Drecksäcke“ und hätte bestimmt die Stasi geholt, wenn es die denn offiziell noch gäbe. Seine Schild-und-Blumen-Maid Susanne Hennig-Wellsow flocht ihm jedenfalls begeistert gleich einen weiteren Lorbeerkranz.

♦ Allzu lange haben wir nichts von Oskar, dem linken Blechtrommler Lafontaine, gehört. Nun schimpfte er über seine alte Partei, die SPD, weil sich deren Politik „vorrangig nach den Interessen von mittleren Angestellten und Facharbeitern mit gutem Lohn“ richtet. Das wüssten die aber, die mittleren Angestellten und Facharbeiter mit gutem Lohn!

♦ In welcher Partei ist eigentlich dieser Andi Scheuer? Sein Ministerium hat 130 Mio. für „Berater“ verblasen. Ein bisschen „aus dem Ruder gelaufen“ sei das, grämt sich der Andi. Noch mehr ärgert ihn wohl, dass es in der Zeitung steht.

♦ Ganz offiziell und ohne Scham verdreißigfacht Jens Spahn seine Werbeausgaben. Das Geld dient dazu, dass auch der letzte Trottel eingeimpft bekommt, wie gefährlich Corona ist und wie supidupi der Jensi alles im Griff hat.

♦ Der „Franzose“ (Presse) Mohammed aus Algerien musste, nachdem er gedroht hatte, einen ICE in die Luft zu sprengen, vom GSG 9 überwältigt werden. 300 Fahrgäste wurden evakuiert. Urteil der Amtsrichter in Nauen: 60 Tagessätze zu 15 Euro fürs Schwarzfahren.

Eine Rentnerin aus dem bayerischen Traunreut wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie zwei Packungen Heidelbeeren in Wert von 3,98 Euro hat mitgehen lassen. Da können wir mächtig stolz sein – die Weisheit unserer Juxtix sucht weltweit ihresgleichen!

♦ Trost für Anhänger von Donald Trump, die sich Sorgen um seine Wiederwahl machen: „Wir sollten auf keinen Fall das Talent der Demokraten unterschätzen, einen Wahlkampf zu vermasseln“ (ehemaliger Sicherheitsbeauftragter Trumps und heutiger Anti-Trump-Kronzeuge John Bolton).


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Kommentare ( 88 )

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88 Kommentare auf "Blackbox KW 29 – Little Fires Everywhere – Feuer unterm Dach "

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Unglaublich und schockierend. Nicht nur die Justiz bedarf in Deutschland einer Grundreform. Eigentlich krankt es an jeder Ecke und es gibt eine Partei und eine (Ex)Vorsitzende dieser Partei bei der die Fäden der Verantwortlichkeit zusammenlaufen. Hier muss die Wiedergenesung gestartet werden durch nachhaltigen Entzug politischer Verantwortung.

Das fiktionale Land Deutschland.

So läuft Lügenpropaganda gegen die „entartete Meinung“.
In der Zeitung zu lesen:
Mehrheit der Bürger durch Zunahme von Fake-News in der Corona-Krise beunruhigt.
Zunahme von Verschwörungstheorie und Falschmeldungen
– beunruhigen sie Fake.News? Ja natürlich
– was halten sie von der Zunahme von Falschmeldungen, beunruhigen sie diese?
Ja natürlich.
– was halten sie von Verschwörungstheorien? Gar nix!

Das Fazit der Studie:
„Noch nie zuvor haben sich Desinformationen so schnell und flächendeckend verbreitet.“
Dem kann man nur zustimmen.

die spinnen, die Italiener, oder auch weshalb die soviel Geld geschenkt haben wollen. „AUSLAND ERSTER PROZESS DIESER ART Italien will Kapitän anklagen, weil er Flüchtlinge nach Libyen gebracht haben soll (…) Das unter italienischer Flagge fahrende Handelsschiff „Asso Ventotto“ hatte im Juli 2018 in internationalen Gewässern vor der libyschen Küste mehr als hundert Migranten aus Seenot gerettet, darunter fünf Minderjährige und fünf Schwangere. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die Migranten nach Tripolis zurückgebracht und dort der libyschen Küstenwache übergeben. (…) Der Prozess gegen den Kapitän und den Reederei-Vertreter sei wichtig, um „die Wahrheit hinter den allzu häufigen Vorfällen im zentralen… Mehr

Was da bei der EU an Schulden beschlossen wird, ist für Deutschland verfassungswidrig, weil in Deutschland die „Schuldenbremse“ im Grundgesetz schon mit den deutschen Schulden ausgeschöpft ist. Mehr Schulden geht verfassungsrechtlich nicht weil die verfassungsmäßige Obergrenze bereits erreicht ist.
Mal sehen welcher Politiker, welche Behörde, dem Grundgesetz Geltung verschafft.

Wen interessiert in Merkelland das Grundgesetz?

Uns interessiert es und hat es zu interessieren, denn das Grundgesetz sind wir.
Recht bekommt man nicht geschenkt, jeder muss seine Rechte einfordern.
Unsere Rechte sind das Grundgesetz.

Gemäß unserem Grundgesetz Art.20 haben wird das Volk, auf begrenzte Zeit (Wahlperiode), dieser Staatsmacht nur unsere Macht „delegiert“.
Wir sind die „Auftraggeber“ und die Staatsmacht sind „Auftragnehmer“.
Wie ein Auftrag auszuführen ist, bestimmt der Auftraggeber, denn er bezahlt die abgelieferte Leistung.

O.K., wie konkret beginnen Sie das umzusetzen?

@“Da können wir mächtig stolz sein – die Weisheit unserer Juxtix sucht weltweit ihresgleichen!“

Die italienische will einen Seerettung-Schiff-Kapitän verklagen. Allerdings nicht dafür, dass er die Leute nach Italien brachte, sondern dafür, dass er sie zurück nach Libyen brachte, wo sie gestartet sind (und den Schleppern das Geschäft vermasselte):

https://www.welt.de/politik/ausland/article211863735/Italien-will-Kapitaen-wegen-Fluechtlingsrueckfuehrung-nach-Libyen-anklagen.html

Falls die Italiener meinen, was verloren zu haben – aus den Camps in Griechenland können die doch beliebig viele Flüchtlinge holen, am besten alle. Nur nicht anschliessend nach dem Geld aus Nordeuropa rufen.

Die in Bella Italia anlandenden Schutzbedürftigen werden doch ohnehin subito durchgereicht nach Dummland.

@“Die anwesenden Polen, Ungarn, Tschechen und Slowaken verzichteten gleich ganz auf jeden Corona-Schnickschnack, sie sind schließlich wegen der Kohle gekommen, nicht wegen modischem Firlefanz“

Mittlerweile merken Polen und Ungarn, dass sie eh nix von der Kohle sehen werden, weil sich immer irgendwelche Vorwände finden, die Länder seien nicht „rechtsstaatlich“ genug – gemeint ist eigentlich Linksstaatlichkeit:

https://www.welt.de/politik/ausland/article211870247/EU-Gipfel-Streit-zwischen-Orban-und-Rutte.html

gestern verirrte sich doch glatt ein Artikel auf ZON „Identitätspolitik: Die digitalen linken Spießer Die heutige Linke wacht mit polizeilichem Blick über Diskurshecken und leugnet die eigene Macht, um ungestört moralisieren zu können. Das hilft weder ihr noch anderen. Während wir dies von der radikalen Rechten nicht anders erwarten, breitet sich auch in unserer Kultur zunehmend eine Atmosphäre von Zensur aus“, hieß es jüngst in einem offenen Brief von 153 Intellektuellen (darunter auch Noam Chomsky, Margaret Atwood oder Salman Rushdie), der gleichzeitig in Harper’s Magazine, Le Monde, La Repubblica und der ZEIT erschien.“ und weiter ist zu lesen:“Die linken Spießer… Mehr

Leute wie Kurz und Rutte sind wirklich ein Segen für die EU, um dieser „Irren“ aus Deutschland Paroli zu bieten.

Allerdings werden Sie sich kaufen lassen – es wird also noch teurer.

Nachdem vom Verfassungsgericht festgestellten verfassungswidrigen Gesetzesbeschluss der linksrotgrünen Landesregierung Thüringen müsste Herr Haldenwang jetzt die Linke Stinkefingerpartei, die deutschlandfeindlichen Roten und vor allem die verfassungsfeindlichen Grünen von seinem Verfassungsschutz beobachten lassen.
Denn die haben sich durch das Urteil des Verfassungsgericht als Verfassungsfeinde erwiesen.
Aber der Haldenwang beobachtet dummerweise lieber einen nicht mehr existierenden Flügel der konservativen demokratischen Konkurrenzpartei AfD.
Haldenwang – eine vorsätzliche, politische Fehlbesetzung sondergleichen.

Was?! Nur poppelige 2 Monate Knast für die Rentnerin?! Der hätte man gleich den Rentner-Status aberkennen müssen und alle Facebook-, Twitter- u. TikTok-Konten löschen. Und wenn dann noch rauskommt, dass sie gern auf der rechten Straßenseite unterwegs ist, dann gleich noch das Sparkassen-Konto kündigen. Und sämtliche Mit-Senioren im Heim müßten sich öffentlich von der Dame distanzieren. Dazu noch einen 360-Tagessatz zur Mitarbeit in der örtlichen Woke-Gemeinde zur Unterstützung des Kampfes gegen Rächts, All-Lives-Matter Vandalen und Kultur im Antifa Sinne. So geht Demokratie u. Kampf gegen Abweichler! … Äh, Frage. Ist sie auch noch weiss?!

der SUV mit dem sie durch den Hühnerstall fährt muss noch konfisziert werden.

Interessanter Einwand – zumal inzwischen hier auch viele alte Menschen wohnen, die ihre Rente eben nicht unbedingt von deutschen Versicherern ausgezahlt bekommen müssen.
Zusätzlich zu den all inclusive Alimenten, versteht sich.