Blackbox KW 25 – Nachrichten aus der Provinz

In Merkelburg-Vorpommern geht es um Intelligenz und die Frau, Frank Walter übt fleißig Anti-Rassismus, und die SPD steckt wohl im falschen (Partei-)Körper ...

Nehmen wir mal an, die Firma „Augustus Intelligence“ sei ganz weit vorne bei der Künstlichen Intelligenz, von der die Kanzlerin immer so viel und hoffnungsvoll spricht. Wäre es da nicht die Pflicht des jungen Abgeordneten Philipp Amthor gewesen, sofort einen Brief an Peter Altmaier aufzusetzen, mit dem Hinweis, sich den Laden mal genauer anzuschauen und gegebenenfalls ein paar Milliarden, die doch eh gerade ziellos herumschwirren, in das „amerikanische Start-up“ (der Jasper von der FAZ) zu investieren? Außerdem: Beim Andi Scheuer (CSU-Maut-Minister) war man doch auch bereits vorstellig.

Was hätte den Abgeordneten Amthor stutzig machen müssen? Dass der Schlawiner und falsche Doktor Karl-Theodor-von-und-zu-auf-und-davon Guttenberg einen Führungsposten hatte? Dass die Firma weder Kunden noch Umsätze verzeichnete? Die „Geschäftsreisen“ (Amthor) nach Korsika und St. Moritz, wo manches blüht, aber keine künstliche Intelligenz?

♦ Trotz „überragender Zustimmung“ will sich Amthor nun nicht für das Amt des CDU-Landesvorsitzenden zur Verfügung stellen. Das freut besonders die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die bislang ungestört Verwandtschaft und Freunde großzügig mit Posten versorgen konnte, aber gegen einen Kandidaten Amthor keine Chance gehabt hätte. Vielleicht ist das vorübergehende Unsichtbarmachen ja auch nur ein Zaubertrick vom Harry Potter der CDU …

♦ Merkelburg-Vorpommern, da wo das Internet noch langsam ist, hat andere Sorgen als die, wer Ministerpräsident wird. Denn „durch das Auftauchen der AfD“ hat sich die Situation für die Frau an sich dramatisch verschlechtert (SPD-Kampfblatt Vorwärts). Die Rechts-Vertreter nutzten vordergründig eine Konfektionsfrage („Na, das Kleid ist aber ganz schön knapp“), um Nadine Julitz, eine propere Maid der SPD, „als Politikerin zu erniedrigen und einzuschüchtern“. Erst nach einem Foto-Shooting der Bild-Zeitung konnte sich das ganze Wahlvolk eine eigene Meinung bilden: Camping-Fähnchen? Oder passend zum Dresscode des Landtags? (Wir halten uns da raus.)

♦ Wer Provinz sagt, denkt sofort an Frank-Walter Steinmeier, auch wenn der gerade als Genosse Präsident im Schloss wohnt. Mit einiger Verspätung – die Jung-Genossen randalierten schon auf der Straße – sagte auch Frank-Walter, was ihm zu „Rassismus“ einfiel, und das war, wie erwartet, ein Satz fürs Geschichtenbuch. „Es reicht nicht aus“, so der Genosse Präsident, „kein Rassist zu sein“, man müsse auch Antirassist sein. Und „Antirassismus muss gelernt und geübt werden“. 

Weil der Präsident aber niemanden kennt, den er versehentlich beleidigen könnte, hat er sofort den Fußballspieler Gerald Asamoah, die Lehrerin Gloria Boateng, die Schülerin Vanessa Tadala Chabvunga und den „Bildungsaktivisten“ Daniel Gyamerah ins Schloss Bellevue eingeladen, um schon mal zu üben.

♦ Sicherlich hat sich der ein oder andere beruhigt zurückgelehnt wegen des Rassismus-Skandals um Uncle Bens Reis – nur gut, dass wir diesmal nichts damit zu tun haben! Tja, Pech gehabt, denn Ihnen sagt wohl der Name Erich Huzenlaub nichts. Der hat doch das dem Produkt zugrunde liegende „Parboiling“-Verfahren überhaupt erst erfunden! Nun wird ein neuer Name gesucht. Erichs Reis wäre perfekt.

♦ Übrigens: So wie es keine Rassen gibt, gibt es auch keine Antifa (SPD-Grundgesetz Artikel Drei). Denn, so erklärt keiner so schön wie der SPD-Abgeordnete und Polizeibeamte Grötsch aus der Oberpfalz: „Alle Antifaschisten sind automatisch Demokraten, weil sie gegen den Faschismus kämpfen.“ Da haben diese Demokraten seine Polizistenkollegen in den letzten Jahren aber ganz schön verhauen. Warum, weiß der SPD-Polizist wohl auch nicht.

♦ Die SPD* muss weg, rufen die Demokraten von der Antifa in Seattle. (*SPD = Seattle Police Department)

♦ Der CDU-Arbeitsminister im Homeland NRW, ein gewisser Laumann, hat die Beanstandungen bei Unterkünften für Hilfsarbeiter in der Fleischindustrie sogar schriftlich vorliegen – fehlende einfache Hygienemaßnahmen in Kombination mit Überbelegungen, Schimmelpilzbefall, Einsturzgefahr, undichte Dächer, katastrophale Sanitäreinrichtungen, Rattenbefall und Brandschutzmängel  – aber er gründet erst mal einen Arbeitskreis. Die jahrzehntelang im Homeland regierende SPD stellt sich dabei – wie gewohnt – strunzdumm und tut so, als sei sie gerade erst zugereist …

Ach, und übrigens, Herbert Reul, Innenminister vom Homeland NRW, könntest Du Dich zu der E-Mail (Akteneingang 22. Mai) an das Polizeipräsidium Duisburg noch mal abschließend äußern?

„Betreff Allahu Akbar, Duisburg-Marxloh ist unser Stadtteil. (…) Wir verbieten allen Ungläubigen, unseren Stadtteil zu betreten. Alle Polizisten, Journalisten und auch andere Ungläubige werden wir mit Waffengewalt vertreiben oder töten. Bei uns gilt nur die radikale Scharia. Wir haben uns 2.000 Stück AK-47 Sturmgewehre mit genügend Munition aus der Türkei und Russland beschafft. Allahu Akbar, tötet alle Ungläubigen.“

Sollen wir den Bereich großräumig umfahren? Oder hast du die Sache im Griff? Du weißt schon, dass Spuckschutz gegen 2.000 AK-47 nicht wirklich hilft …

♦ Gerade erst haben die SPD-Mitglieder Saskia Esken („58 und Antifa“) zur Parteichefin gewählt, nun finden sie sie schon wieder doof. 88% der Genossen sind mit ihrer Arbeit (SPD-Euphemismus) unzufrieden und Kanzlerkandidatin – geh mir bloß wech!

Nein, der Olaf soll es sein! Der Olaf Scholz, der bei den Wahlen zum Parteichef noch als GroKo-Waschlappen geschmäht wurde.

Fühlt sich der Genosse per se im falschen Partei-Körper? Das wäre doch nun wirklich mal ein Thema für einen Psychologenkongress!

♦ SatireSubstantiv, feminin [die] – darf bekanntlich alles, gell Frank-Walter, sie ist sogar eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Dabei ist Satire eine Kritik von unten gegen oben, das Imperium, die schwarzrotgrüne Macht. 

Hengameh Yaghoobifarah – äh… (der, die das) – darf bei der taz auch alles. Zum Beispiel empfehlen, alle Polizisten auf Müllhalden zu verbannen, weil die sich „von Abfall umgeben … unter ihresgleichen bestimmt auch selber am wohlsten fühlen“.

Selbst die taz erkennt nach zahlreichen Abo-Kündigungen, dass HY keine Satirikerin ist. Nur der Spiegel bleibt bei seiner Einschätzung und lacht immer noch über den Text vom taz-Humorbolzen.

♦ Kann man sich selber für dumm verkaufen? Doch, das geht, sagt die Junge Union. Und sie lässt auf Plakaten eine Thuy Wegmaier fragen:

Arbeite ich 

A. im Nagelstudio oder

B. in der CSU Parteizentrale?

Was ist der Unterschied, höhöhö? Der war gut, Horst. Das warst doch du?

♦ Und noch ein Witz: 68 Millionen Euro für eine Corona-App, die zum großen Teil auf Open Source Software basiert und der „nur“ ein hübsches Frontend draufgepackt wurde … 

♦ Hat Merkel tatsächlich gesagt, dass nun auch die letzten deutschen Spargroschen in den großen EU-Topf versenkt werden? Ja, hat sie. Mit ihren ganz speziellen eigenen Worten natürlich:

„Aus der Pandemie heraus“ soll „der Wandel gestärkt und beschleunigt werden. Europa braucht uns, so wie wir Europa brauchen.“ Amen.


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Kommentare ( 61 )

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61 Kommentare auf "Blackbox KW 25 – Nachrichten aus der Provinz"

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Was soll man sagen? Ich habe es ja schon lange vermutet, aber jetzt ist es amtlich, laut ZDF:
Corona geht auch aufs Hirn! So erklärt sich vieles von selbst.😏

@„Alle Antifaschisten sind automatisch Demokraten, weil sie gegen den Faschismus kämpfen.“

Damit wäre der Genosse Stalin nachträglich ein „Demokrat“… Sieht das die SPD inzwischen so oder nur die Post-SED?

Wo ist der Unterschied zwischen den beiden ?

Täterprofil – Kleingruppe, mehr weiß man auch 15 Stunden nach dem Großeinsatz nicht. Anscheinend ist den über 1000 Polizisten vor Ort keine einzige Verhaftung geglückt.
Wer oder was ist Kleingruppe, vielleicht die Omas gegen Rechts, die treten nie alleine auf und auch nie in großen Gruppen, kämen als Täter in Betracht. Oder es war wie so oft der Russe oder Reichsbürger, aber als Kleingruppe getarnt.

Früher, als es noch Kaiser u. Könige gab, stürmte und stürzte man deren Thron und jagte sie dahin, wo der Pfeffer wächst. Heute haben wir halt eben Demokratie. Nun isse halt mal da. Wir hätten ja sonst auch nix zu lachen, oder? Dann auf zum nächsten Akt. Wie jede Woche … :o)

Ja, AMEN, dieses Land mit seinen Politikern, Managern, Eliten und weiten Teilen der schon länger hier lebenden, hat fertig – aber sowas von……..
Schönen Sonn(en)tag trotzdem – oder gerade deswegen. Die Musik auf der Titanic spielte ja auch noch…….

„Europa braucht uns“ Kunstpause Nichtaussprechen von „er Vermögen“, dann weiterreden. – Müll: Ist in der Wohnung dieser Dame kein Spiegel, der zum Reingucken, vorhanden? – Kurzes Kleid: verkauft ohne Beipackzettel „Zu Risiken…“ – Heulmeier: Nebenfigur in einem Karl May Roman, Hauptheld ein Oskar Steinbach, verkappter Prinz. – Esken: Als Margot Eskens früher sogar beliebte Sängerin gewesen. Aber „Er hat ein knallrotes Wummiboot“ hat sie nicht gesungen. -Lieber Herr Paetow, Ihre Schreibe kann manchmal ansteckend sein. So einen Virus übernimmt man gern!

Moment, einer noch, der so gut zu dem SPD-Propperchen mit dem grenzwertigen roten Kleid (das Rot ist nicht mit Grenzwerten gemeint), passt: Ein anderes, weibliches und natürlich parasitäres Sozen-** hat gegen den rein männlichen Vorstand der Mercedes-Veredelungsschmiede AMG gehasst und gehetzt, der sich imagegerecht auf einem Bild präsentiert: „Ich möchte gerne in einer Welt leben, in der Männer sich abgrundtief für solche Fotos schämen“.* Mein Kommentar an die Sozen-**: Ich möchte gern in einer Welt leben, in der sich dummschwatzende Nichtsnutze wie Sie, abgrundtief für solche widerlichen Statements und ihr parasitäres Dasein schämen. Und nur nebenbei: Wenn’s die Frauen nicht… Mehr

und in Stuttgart wütet der linke Terror, aber die Polizei spricht von „Kleingruppen“, ermittelt wird, wenn überhaupt, in alle Richtungen. Vielleicht waren es nur kleine Wildschweinrudel, die auf ihren schrumpfenden Lebensraum aufmerksam machen wollten, das wäre dann Wasser auf die Mühlen der Grünen. Hat Kretschmann schon was gesagt?

Herr Kretschmann sitzt doch auf Flughäfen ohne Mundschutz rum und hat dafür keine Zeit: er muss bunt angestrichene Erdnüsse verzehren…

Nein. Er sucht noch seinen Mundschutz am Flughafen.
https://www.bz-berlin.de/deutschland/hier-sitzt-winfried-kretschmann-ohne-mundschutz-in-tegel

Sind die Menschen alle so degeneriert das die nicht merken was für eine ver…….. hier läuft?

Zu ihrer Frage: Ja. Das logische Denken funktioniert bei den meisten nicht (mehr), deshalb fallen ihnen förmlich ins Auge springende Widersprüchlichkeiten (das Merkel und seine Vasallen immer und überall allesamt ohne Gesichtswindeln und ohne den berühmten Sicherheitsabstand) nicht auf. Game over.

Kretschmann hat in Tegel und im Flugzeug alles richtig gemacht. Er ist Mitglied der grünen Partei, daher trifft bei ihm hinsichtlich der Maulkorbvorschrift die Ausnahmeregel „Menschen mit Behinderung“ zu.

Zur Causa Amthor möchte ich mal in die Glaskugel schauen….der gute Mann wird natürlich BT-Abgeordneter bleiben bis zur nächsten Wahl….dann….und das ist absehbar weil er in Meck Pom keinen Fuß mehr auf die Erde bekommt, wird er in der neuen Regierung ein hochdotiertes Staatssekretärs-Pöstchen bekommen….egal welches Ministerium (wie wir wissen können solchen Leute ja alles). Damit ist er aus der Schusslinie, muss nichts arbeiten und ist auf Lebenszeit versorgt. Leider ist man damit nicht im internationalen Jet Set unterwegs….genug Leute die vor einem buckeln hat man aber. Weitere Karriere nach der übernächsten Wahl….wahrscheinlich über Liste ins EU Parlament…..dort dann verschiedene… Mehr

„noch mal arbeiten muss,“
Hat er denn schon einmal gearbeitet?