Der linke Mainstream ersetzt das Grundgesetz

Bis zu 17.500 Bürger in Dresden und andern Ortes demonstrieren seit 10 Wochen jeden Montag gegen „Islamismus“ und gegen einen wachsenden Flüchtlingsstrom nach Deutschland. Eigentlich sind es nicht so viele; während der Nachrüstungsdebatte belagerten bis zu 400.000 Menschen Bonn. Trotzdem – eine gewaltige Allianz aus Merkel, Gauck und anderen Spitzenpolitikern, aus Gewerkschaften, Kirchen, muslimischen Verbänden, den großen Medien und Talkshows bis hin zur terroristischen Antifa schlägt zurück. Die Pegida- Bewegung sei antiislamisch, fremdenfeindlich, rassistisch, rechtsradikal, gefährlich, rattenfängerisch und eine „Schande für Deutschland“. Von den TV-Sendern bis hinunter zu Ankündigungen in der Dresdner Straßenbahn werden Bundesbürger dazu aufgerufen, gegen die Demonstranten aufzumarschieren und Flagge zu zeigen. Dabei zeigt sich: Nicht die paar Demonstranten sind so furchtbar gefährlich – sondern der Umgang mit ihnen, und die dahinter steckende Triebkraft. De facto hat ein linker Mainstream das Grundgesetz ausgehebelt und streckenweise ins Gegenteil verkehrt.

Fehlende Identifikation mit den Werten des Westens ist für den Westen wie für jedes Gemeinwesen katastrophal. Gern wird von der großen Wertegemeinschaft Europa, der Wertegemeinschaft des Westens gesprochen. (Exklusive Putins Russland, versteht sich). In diesem Zusammenhang fallen regelmäßig Begriffe wie Abendland, Aufklärung oder christlicher Humanismus. Nur ein Begriff, von dem viele denken, er spiele gar keine Rolle mehr, fällt im Kontext nie und das, obwohl er für das gängige Bild, das sich der Durchschnittsbürger vom Westen macht, eine entscheidende Bedeutung hat: Es geht um den hässlichen, totgesagten sogenannten „wissenschaftlichen Sozialismus“.  Dabei wird dieser in vielen Köpfen, teils bewusst, meist unterbewusst, als die höchste, modernste und menschenfreundlichste Ausprägung der Aufklärung und der diversen Revolutionen, die der Westen durchlitten hat, angesehen – mit weitreichenden Folgen.

Warum dreht der Mainstream in Deutschland so entschieden nach links? Weil das geistige Erbe von 150 Jahren Kommunismus mit all seinen sozialistischen Kaderschmieden den tradierten Wertekanon des Westens durchwirkt hat. Das Wort der Wertegemeinschaft lässt sich leicht daher sagen, weil diese Werte längst korrumpiert sind. Allein, jeder versteht darunter etwas Anderes und oft diametral Gegenläufiges. Der wissenschaftliche Sozialismus ist einerseits eine weit entfernt scheinende, eigene gesellschaftliche Strömung, die in dem angeblich beendeten Lagerkampf auf der linken Seite verortet ist. Andererseits ist eben dieser wissenschaftliche Sozialismus in seinen mutierten Ausprägungen, wie etwa den ursprünglich auf dem Maoismus basierenden Spielarten der Westlinken (Neue Linke, 68er-Bewegung, Grüne) in popkulturell verklärter Form seit langem zu einem Filter, einer Art Auslegungsmethode, zu einem Empfindungsschema geworden, das unser Bewusstsein und Handeln bestimmt:

Alles was im Westen gedacht und gemacht wird, inklusive der Selbstreflexion ist seit langem, spätestens seit dem zweiten Weltkrieg durch den sozialistischen und zunehmend auch psychologistischen Fleischwolf gedreht worden. Ob Atheist oder religiöser Mensch, ob Kapitalist, ob Antikapitalist, es gibt eigentlich keinenLebensbereich, in dem nicht eine pseudosozialistische und hochideologisierte Betrachtungsweise der Welt und der Realität den Ton angibt und mindestens gepflegt wird.

Das Bewusstsein prägt das Sein

Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Klar, alle Menschen hängen irgendwie am Tropf ihrer Umwelt. Aber oft bestimmt eben doch das Bewusstsein das Sein und prägt und verändert es. Daher stehen alle Menschen im Westen längst unter diesem Druck eines linkskorrekten Mainstreams, der sie zwingt, entweder selber links daherzureden und daherzukommen oder aber, falls sie Probleme mit der linken Attitüde haben, sich dafür zu entschuldigen oder zu verkriechen. Die meisten Menschen repräsentieren sich diffus links. Ihr Bewusstsein sagt ihnen, dass dies günstig für ihr Fortkommen ist. Und das ist es auch.

Im krassen Gegensatz zu all diesen linken Attitüden führt die überwiegende Mehrheit der Menschen in Europa und im Westen ein konservatives Leben, genießt die Früchte des Kapitalismus und hat sich in ihrem kleinen oder großen Wohlstand eingerichtet.  Das kapitalistische, konservative Sein im Westen (und überall auf der Welt) war 25 Jahren so stark, dass es die unkaputtbar erscheinende DDR und den Ostblock zur Implosion bringen konnte.

Um Haaresbreite hätte schon damals das sozialistische Bewusstsein der geistig herrschenden Westlinken die DDR  noch in letzter Minute gerettet, galt sie doch aus dieser Perspektive als der in Wahrheit bessere, weil sozialistische deutschen Teilstaat. Übrigens von den selben Westlinken, die  sich auch damals in ihrem Privatleben schon hübsch kapitalistisch eingerichtet hatten. Seit dem  Wegfall des Ostblocks und dem sogenannten Sieg des Kapitalismus  wurde dieses westlinke Bewußtsein  zum  Mainstream in den Köpfen der Menschen im Westen; die unterlegene Praxis und Lehre wurde zur Herrscherin im Reich des Geistes. 

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