Was tun für die Ukraine?

Die richtige Antwort des Westens wäre 2014 die Lieferung allermodernster Abwehrwaffen bei entschlossenem Vorenthalten von offensiven Systemen gewesen. Ersteres stärkt die Verteidigungsfähigkeit, während letzteres als westliche Aggression ausgelegt worden wäre.

imago images / ITAR-TASS
Wladimir Putin

Nach Russlands Eroberung der Krim werde ich 2014 am NATO Defense College (NDC/Rom) gefragt, auf wie viele Gefallene man sich einstellen müsse. Nicht mehr als 10.000 Mann, lautete die Antwort. Sie wird mit Unglauben quittiert, da beispielsweise allein im syrischen Bürgerkrieg in den sechs Jahren zwischen 2011 und 2016 rund 400.000 Tote zu beklagen sind.

Da die kombinierte Bevölkerung von Russland und der Ukraine im Jahr 2014 mit 190 Millionen zehnmal höher liegt als in Syrien und überdies modernere Waffen zur Verfügung stehen, wäre – so meine Studenten (Oberste und Generale) – in einem vergleichbaren Zeitraum doch wohl eher mit einer Million, wenn nicht gar mit vier Millionen als mit lediglich 10.000 Toten zu rechnen.

Tatsächlich werden bis zum Frühjahr 2021 rund 3.250 zivile und 9.750 militärische Opfer in den Kämpfen zwischen Russen (einschließlich solchen mit Kiewer Pässen) und Ukrainern gezählt.

Zeit zum Lesen
"Tichys Einblick" - so kommt das gedruckte Magazin zu Ihnen
Putin rühmt sich 2014, dass bei Eroberung der Krim kein Schuss gefallen ist. Seine Bürger verstehen die Botschaft genau. Man hatte also keinen einzigen Mann verloren. Die Begeisterung für den Staatschef erreicht Rekordhöhe. Doch er hat nur die Halbinsel selbst. Ihre Versorgung mit ausreichend Wasser bleibt weiterhin von der Ukraine abhängig. Putins Krimsieg bleibt unvollendet und die Lage deshalb gefährlich.

Beide Seiten des Konflikts gehören zu den „sterbenden“ Nationen mit 1,5 oder weniger Kindern pro Frauenleben. Sie wollen schon nehmen oder behalten. Doch Verluste können sie kaum ertragen, weil mit jedem Gefallenen – einziger Sohn oder gar einziges Kind – eine Familienlinie ausgelöscht wird. Russland hat damals einen Kriegsindex von 0.67, die Ukraine von 0.76. Auf 1.000 Männer im Alter von 55 bis 59 Jahren folgen nur noch 670 bzw. 760 Jünglinge im Alter von 15 bis 19 Jahren. In Syrien hingegen sind es über 4.000.

Man fragt damals, wie man helfen könne, ohne Kriegstreiber zu werden. Um sicher zu gehen, werden der Ukraine keine modernen Waffen geliefert. Eben das erweist sich als kontraproduktiv. Man versteht zwar, dass Putin 500 oder auch 1.000 Panzer in Marsch setzen kann. Man versteht aber nicht, dass er allen Rückhalt verliert, wenn 100 seiner Panzer abgeschossen werden und dabei auf einen Schlag 400 Elitesoldaten ihr Leben verlieren.

Joe Biden ist herausgefordert
Putins Truppenaufmarsch: Was passiert in der Ukraine?
Die richtige Antwort des Westens wäre die Lieferung allermodernster Abwehrwaffen bei entschlossenem Vorenthalten von offensiven Systemen gewesen. Ersteres stärkt die Verteidigungsfähigkeit, während letzteres als westliche Aggression ausgelegt worden wäre. Erst drei Jahre später wird dieser Ratschlag befolgt. Im Herbst 2017 erlaubt Präsident Trump die Lieferung panzerbrechender Javelins an die Ukraine.

Die Grundsituation hat sich bis heute nicht geändert. Schon bei 100 Gefallenen durch einen Überfall auf die Ukraine hat Putin Mütter und Witwen vor dem Kreml. Selbst unter dem Sowjetkommunismus hatten die Frauen keine Angst, für die 1979 bis 1989 in Afghanistan Gefallenen – rund 13.000 Mann – mitten in Moskau zu protestieren. Putin weiß und fürchtet das.

Die NATO muss also unmissverständlich deutlich machen, dass die Ukraine alles Nötige bekommt, um Panzer- und Luftangriffe abzuwehren, ohne dafür selbst nach Russland eindringen zu müssen. Wir machen nichts gegen Russland, schicken keine Soldaten und – wie soeben weise angekündigt – auch keine Kriegsschiffe ins Schwarze Meer. Doch die Ukrainer können sich darauf verlassen, dass der Nachschub mit effektivsten Abwehrwaffen eisern aufrechterhalten wird. Ein solches Verfahren schafft den Konflikt nicht aus der Welt, kann aber seine blutige Lösung womöglich solange herausschieben, bis das politische Personal zu gewaltfreien Vereinbarungen findet.


Gunnar Heinsohn (*1943) hat von 2011 bis 2020 Militärdemographie am NATO Defense College in Rom gelehrt.

Anzeige
Unterstützung
oder

Kommentare ( 134 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

134 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Piet1975
4 Monate her

hmmm zu wichtigen innenpolitischen Themen findet man in der Regel TE etwa 20 bis 60 Kommentare, manchmal mehr. Bei dieser Meinung sind es 129! Zufall?

Ralf Poehling
4 Monate her

Der große Denkfehler des Westens im Umgang mit der Ukraine, ist der gleiche Denkfehler, wie der der damaligen Sowjetunion unter Chrustschow mit Kuba und der daraus folgenden Kubakrise, auf die Kennedy dann vollkommen verständlich knallhart reagierte. Die Ukraine erfüllt, wie auch Weißrussland, die Funktion einer strategischen Pufferzone zwischen Ost und West. Wenn der Westen plötzlich zu nah an Russland heranrückt, nachdem er die ganze Zeit schon die Russen bei jeder erdenklichen Gelegenheit als Schuldige für alles und jeden auserkoren hat, dann sorgt dies natürlich für Abwehrreaktionen, die die Verhältnisse in der Ukraine nicht im Sinne des Westens, sondern im Sinne… Mehr

the NSA
4 Monate her
Antworten an  Ralf Poehling

sehr richtig….hat das niemand gelesen, Null Likes ? Bin ich der Einzige ?

Juergen Schmidt
4 Monate her

»Die Eroberung der Krim« .. durch die Russen … einfach klasse. Ich kann bis heute immer noch nicht verstehen, wie man bei der EU und der NATO so dumm sein konnte zu glauben, man könne sich einfach mal eben so die Ukraine einverleiben. Wo doch seit über hundert Jahren die russische Schwarzmeer-Flotte auf der Krim stationiert ist. Dachte man die Russen gehen einfach da weg, wenn man das denen sagt? Ernsthaft? Schade, die Ukraine (ohne Krim) hätte eine Art »Schweiz des Ostens« werden können. So ein neutrales Bindeglied zwischen Ost und West. Goldene Zukunft. Jetzt sind sie Spielball der Großmächte.… Mehr

Last edited 4 Monate her by Juergen Schmidt
3 Finnen
4 Monate her
Antworten an  Juergen Schmidt

Russland hat an seiner hunderte Kilometer langen, EIGENEN Schwarzmeerküste keine Häfen?
Und die Nato hat auch keine Häfen an den Küsten ihrer Mitgliedsländer und brauch daher unbedingt Sewastopol?
Wie für dumm halten Sie uns in St. Petersburg oder dort wo sie ich physich befinden, gedanklich aber in St. Petersburg sind.

Deucide
4 Monate her

„Russlands Eroberung der Krim“ ? Soweit bekannt und faktisch gab es dort ein Referendum und in einer Direktwahl haben sich die Bewohner zur Unabhängigkeit und dann Eingliederung in die russische Föderation entschieden – Rußland mußte nichts militärisch oder sonstwie „erobern“.
Das ist das Framing des Washingtagon Empires,aber die Tatsachen sind was anderes.. Noch merkwürdiger sind die hochgefährlichen Ratschläge für die Nato bzw. für uns alle..

Last edited 4 Monate her by Deucide
Deutscher
4 Monate her

Kommt in die EU, liebe Ukrainer! Dann bekommt Ihr so viele Menschen geschenkt, dass es Euch fast schon unangenehm wird, diese unendliche Großzügigkeit! Und noch viel mehr: Die Ukraine wird sich verändern und zwar drastisch! Freut Euch drauf!

Last edited 4 Monate her by Deutscher
StefanB
4 Monate her

Was hat die NATO in der Ukraine verloren und sei es auch nur in Form von Abwehrtechnik? Welche Leute will sie denn beschützen und warum?

3 Finnen
4 Monate her
Antworten an  StefanB

Hat die Ukraine kein Selbstbestimmungsrecht?

Schwabenwilli
4 Monate her

Russland hat damals einen Kriegsindex von 0.67, die Ukraine von 0.76. Auf 1.000 Männer im Alter von 55 bis 59 Jahren folgen nur noch 670 bzw. 760 Jünglinge im Alter von 15 bis 19 Jahren. In Syrien hingegen sind es über 4.000. Sehe mir gerade so Filme an über den US Vietnam Krieg, den Pazifik Krieg, Irak, Afghanistan. Es fällt auf das im 2. Weltkrieg und Vietnam massenhaft von ihren Soldaten durch den Fleischwolf gelassen haben. Das wäre und ist heute nicht mehr möglich. Um diesen Kriegsindex zu kompensieren wird deshalb auch auf biegen und brechen auf Technik, KI usw.… Mehr

Deutscher
4 Monate her
Antworten an  Schwabenwilli

Wo laufen diese Filme?

Schwabenwilli
4 Monate her
Antworten an  Deutscher

Auf dem bekanntesten Streaming Dienst.

Marcel Seiler
4 Monate her

Ich habe für die Putin-Versteher hier kein Verständnis. Die tun, als hätte Putin ein Anrecht auf Dominanz in Mittelosteuropa, als ob die Völker dort kein Selbstbestimmungsrecht hätten. Diese Völker aber haben die Nase von den Russen voll. Sie haben die Nase von der permanenten Bedrohung durch die Russen voll. Mal mit Polen über Russland geredet?

Die Nato bedroht russisches Territorium nicht. Putin aber immer wieder mittelosteuropäisches Territorium. Ist das so schwer zu begreifen? – OK, jetzt heißt es Feuer frei auf diesen Kommentar.

Last edited 4 Monate her by Marcel Seiler
Schwabenwilli
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Das ist ihre Meinung, die ich nicht teile aber darüber nachdenke wie man dazu kommen kann?

Marcel Seiler
4 Monate her
Antworten an  Schwabenwilli

„… wie man dazu kommen kann?“ Ganz einfach: Ich mag es nicht, wenn Diktatoren andere Länder bedrohen und denke, man muss ihnen ihre Grenzen aufzeigen. Schwer nachzuvollziehen?

Weiss
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Die Wiedergeburt Rußlands unter Putin habe ich vor allem als eine spirituelle Wiedergeburt und nicht als eine aggressive Bedrohung des Westens durch Rußland verstanden. Es ist vor allem mit Putin und Rußland in den letzten Jahren eine christlich-orthodoxe Macht entstanden, die der faschistischen und totalitären NWO-Regenbogenideologie entgegenstehen muß. Die NWO-Oligarchen können diese christlich-orthodoxe Macht Rußlands nicht ertragen und dulden, da die NWO im Kern faschistisch und antichristlich eingestellt ist. Die NWO ist in meinen Augen die Reinkarnation des Antichristen, sie ist direkt gegen das Judentum und auch Christentum gerichtet. Weil Putin nach meinem Verständnis die christlich-jüdische Welt gegen diesen Antichristen… Mehr

Last edited 4 Monate her by Weiss
the NSA
4 Monate her
Antworten an  Weiss

sehr korrekt, aber politically completely incorrect.
Putin Putinov ist der Schlimmste aller Schlimmen, die Nato sollte dort mal wieder eingreifen, siehe Handbuch AIRLAND BATTLE 2000 der Nato….heute ersetzt durch FULL SPECTRUM DOMINANCE: O-ton:
The cumulative effect of dominance in the air, land, maritime, and space domains and information environment, which includes cyberspace, that permits the conduct of joint operations without effective opposition or prohibitive interference.

3 Finnen
4 Monate her
Antworten an  Weiss

Haben Sie ein spirituelles Leiden? Falls ja, das russische, spirituelle Leiden, Alkohol, ist das was weniger Schaden anrichtet, nur so ein Tipp.

Ulrich
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Versuchen Sie sich einmal in einen Bürger der Stadt St. Petersburg hineinzuversetzen, der selbst oder dessen Eltern/Großeltern die 1000-tägige Belagerung dieser Stadt durch deutsche Truppen überlebt hatte. 100 km vor dieser Stadt stehen aktuell wieder deutsche Truppen. Ist das schwer zu begreifen?

Marcel Seiler
4 Monate her
Antworten an  Ulrich

„Ist das schwer zu begreifen?“ Weil Deutschland vor 80 Jahren in Russland einmaschiert ist, soll jetzt Putin Osteuropa bedrohen dürfen? Das hat Logik, aber was für eine Logik!

Ulrich
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Deutschland verteidigt schon wieder die Welt, mal am Hindukusch, mal in Mali, Kosovo oder Litauen. Damals vor der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung, heute vor dem Gottseibeiuns Putin.Wie Putin Osteuropa bedroht, wenn er Militär im eigenen Land stationiert, ist ihre eigentümliche Logik. Fremde NATO-Truppen (Amerikaner, Deutsche) vor der eigenen Haustür ist für die Russen verständlicherweise wenig beruhigend.

Albert Pflueger
4 Monate her
Antworten an  Ulrich

Na ja, es ist aber ein Unterschied, ob es sich um Truppen der schlagkräftigsten Armee der damaligen Welt handelt, oder nur um ein paar Uniformierte aus einer abgewirtschafteten Truppe, oder kann man das auch anders sehen?

Ulrich
4 Monate her
Antworten an  Albert Pflueger

Die osteuropäischen Befindlichkeiten bezüglich deutscher Soldaten sind auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch vorhanden. Obwohl Ulbricht gerne bei der Niederschlagung des Prager Frühlings mitgemacht hätte, haben die Russen wegen 1938 (deutscher Einmarsch in der CSR) darauf verzichtet. Und auch bei den gemeinsamen Manövern der Truppen des Warschauer Vertrages hatte sich die DDR in Polen sehr zurückgehalten. Die dortige Bevölkerung reagierte allergisch auf deutsche Soldaten.

3 Finnen
4 Monate her
Antworten an  Ulrich

Versuchen Sie sich mal in die Finnen, Esten, Letten, Littauer, Ukrainer, Polen und andere, die die russischen Kommunisten überfallen und unterjocht haben reinzuversetzen.
Sind ein paar mehr und die Unterwerfung, Tötung und Versklavung war auch nur rund 18270 Tage lang.
Wenn der Täter AUCH leiden musste, macht es ihn trotzdem nicht zum Unschuldslamm.

EinBuerger
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Ich bin kein Russenversteher, kein Ukraineversteher, kein Polenversteher. Theoretisch wäre ich der Meinung, dass wir in der Lage sein sollten, uns selbst verteidigen zu können – gegen wen auch immer. Aber das wird niemals passieren.

Weiss
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Als Berliner, der nicht weit von der polnischen Grenze wohnt, war ich schon öfters auf Erkundigungen in Polen. Teilweise über mehrere Wochen… Dort habe ich keine Bedrohung durch Rußland feststellen können. Die Ängste mancher Polen sind zwar aufgrund der Geschichte begründet, in der heutigen Zeit halte ich das aber für übertrieben. Wie der Autor dieses Artikels, Herr Heinsohn, richtigerweise andeutet, gibt es schon länger eine demographische Krise in Rußland. Es werden einfach wie in der antideutschen BRD zu wenige Babys von Russen geboren. Darauf hat auch ein russischer Priester im russischen Hauptfernsehprogramm vor 2 Jahren hingewiesen und das beklagt. Hier… Mehr

Last edited 4 Monate her by Weiss
Albert Pflueger
4 Monate her
Antworten an  Weiss

Ich wünsche den Russen, daß sie es schaffen, wieder mehr Kinder zu bekommen. Ohnehin leben nur sehr wenig Leute im größten Land der Welt. Wenn sie es behalten wollen, brauchen sie ein starkes und modernes Militär und starke Familien. Bei uns bekommen die Deutschen zu wenig Kinder, das bleibt Einwanderern vorbehalten. Wir werden unser Land verlieren, wie die Franzosen und die Spanier und die Italiener, eben alle, die auf die „Segnungen“ der sogenannten Emanzipation gesetzt haben, dadurch zu wenig Nachwuchs hatten und schließlich ihre Frauen in die Produktion eingliedern mußten, was diese auch noch freiwillig mitgespielt haben, weil es ja… Mehr

Weiss
4 Monate her
Antworten an  Albert Pflueger

Da in meinen Augen Deutschland von der NWO jetzt vernichtet wird und dadurch auch viele deutsche Christen bedroht werden, halte ich es sogar für möglich, dass Rußland in Zukunft vielen Deutschen die Möglichkeit zur Ansiedlung ermöglichen wird. Es könnte also zu Flucht- und Wanderungsbewegungen der Deutschen nach Rußland kommen, weil man als Christ bzw. Jude dort bald besser als in der antideutschen BRD leben dürfte. Putin und Rußland sollte direkt deutsche Firmen und deutsche Familien mit Fachkenntnissen anlocken. Vielleicht sogar mit einer Freihandelszone und vielen Vergünstigungen ? Merkel wird Deutschland als Diktatorin zerstören. Es wird jetzt nur noch eine Politik… Mehr

Albert Pflueger
4 Monate her
Antworten an  Weiss

Die Basis für frühere Auswandererwellen, z. B. nach Amerika, war immer ein drastisches Bevölkerungswachstum, genau daran fehlt es bei uns Deutschen. Die Jungen werden sich eher anpassen, als auszuwandern.

Deutscher
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Sie glauben offenbar noch, was im deutschen Fernsehen gesagt wird, glauben, was in deutschen Zeitungen geschrieben steht. Ah ja, verstehe: Wenn es gegen Putin (oder China) ist, stimmt es natürlich alles!

Last edited 4 Monate her by Deutscher
K. Schroeder
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Das hat, sehr geehrter Herr Seiler, weniger mit Putin-Versteher zu tun, sondern eher mit Politik verstehen. Und dazu braucht es nur zwei Dinge: 1. ein Blick auf die Weltkarte mit sämtlichen Stationierungsorten von USA und Rußland im Ausland sowie 2. ein Blick auf die US-Außenpolitik seit 1989 „neues amerikanisches Jahrhundert“, „Imperium“), verstärkt seit dem 11. September 2001 („Kampf gegen den Terror“, „Freiheit“).

Warten wir doch einfach mal ab, ob „Nordstream 2“ sabotagefrei arbeiten wird….;-))

Teide
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

@Marcel Seiler „Pünktlich zum Beginn des Großmanövers Defender Europe 21 legt ein hochrangiger US-General a.D. einen Zwölf-Punkte-Plan zur Schwächung Russlands am Schwarzen Meer vor. Die Schwarzmeerregion ist Schwerpunkt der diesjährigen Defender Europe-Übung, an der auch die Bundeswehr teilnimmt. Wie Generalleutnant Ben Hodges, Ex-Kommandeur der U.S. Army Europe, in einem aktuellen Strategiepapier schreibt, sei Russland im Schwarzen Meer zu stark, als dass die NATO die „Kontrolle“ gewinnen könne; sie solle es daher anstreben, die russische Schwarzmeerflotte „verwundbar“ zu machen. Zur Zeit proben rund 28.000 Soldaten aus 21 NATO-Staaten und aus fünf dem Bündnis nahestehenden Ländern im Rahmen von Defender Europe 21… Mehr

Heinrich
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Hallo Herr Seiler, ich neigte dazu Ihren Kommentar als Provokation zu verstehen. Das würde den Diskurs beleben. Lese ich aber Ihre Repliken auf die ernsten Einwände geschätzter Mit-Foristen, werde ich den Eindruck bloßer und platter Polemik nicht los. – Helmut Schmidt sagte in einem seiner späten Interviews: Putin habe, nach der Ära Jelzin, Russland seine staatliche Verfasstheit wiedergegeben, zu unser aller Nutzen und Vorteil. Ein solch abgewogenes und weises Urteil sollten wir zusammen mit dem betrachten, was Sbignew Brezinski und Madeleine Albrigt als Blaupausen für die Zerschlagung des russischen Staates, heute der russischen Föderation vorgedacht haben. Viele vorbereitende Handlungen dazu… Mehr

Marcel Seiler
4 Monate her
Antworten an  Heinrich

„H. Schmidt sagte…: Putin habe, nach der Ära Jelzin, Russland seine staatliche Verfasstheit wiedergegeben, zu unser aller Nutzen und Vorteil.“ Mit Helmut Schmidt lege ich mich nicht an. Aber die innere Stabilisierung Russlands rechtfertigt doch nicht die militärische Bedrohung anderer Länder. Jedenfalls nicht in meinen Augen.

the NSA
4 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Herr Seiler, ich brauche kein Verstaendnis von Ihnen in keinster Weise !
Und was die Polen sagen, interessiert mich auch nicht. Ich kenne doch all die Appelbaums und andere, die USA ist voller eingebuergerter Ukrainer und Polen. Sogar der Aussenminister hat Ukraines Eltern…..

prague
4 Monate her

Möglicheweise habe ich sie missverstanden, den ich habe das Gefühl, dass man alles mögliche macht um Putin zu reizen, will man weitere Osterweiterung? Die NATO sitzt an den russischen Grenzen und Putin darf an seine Grenze nicht sitzen? Man hatte schon damals das Wort gebrochen, NATO nicht zu russische Grenzen zu verschieben und jetzt mit Biden fängt der kalte Krieg wieder an. Wer ist wohl nähe an Russland, die USA oder wir? Ich bin keine Befürworterin Putins, aber ich kann sagen und ich kenne viele Menschen aus dem Krim und die meisten sind froh, dass sie nicht mehr zu Ukraine… Mehr

Harrycaine
4 Monate her
Antworten an  prague

Sehe ich auch so. Meinetwegen kann man darüber streiten, wie frei die Abstimmung auf der Krim war, aber es wurde abgestimmt und das nicht erst gestern. Aber ich kann es nicht mehr höhren wenn Wahlen im Sinne des Westens ausgehen, alles demokratisch und anderenfalls nicht demokratisch war. Ich will nicht hoffen, das die USA hier weiter zündelt, so weit ist die Ukraine nicht entfernt das uns das egal sein kann.

Anton Mohr
4 Monate her

Bis zum 2. WK gehörte der Donbass zur Russischen Sowjetrepublik, und die Krim noch bis zur Schenkung durch den Ukrainer Chrustschow an die Ukraine 1956. Die Ukraine gehörte zwischen den beiden Weltkriegen zu Polen, vorher zu k.u.k. Österreich. Stalin mit seinem schon im Hitler-Stalin-Pakt gezeigten Appetit auf polnische Gebiete hatte dann die Anwandlung, den mehrheitlich russisch sprechenden Donbass mit der polnisch-österreichischen Ukraine zusammenzuwerfen zu einer Sowjetrepublik innerhalb der Sowjetunion. Davor war der Don-Bass russisch, die Ukraine polnisch. Warum muß jetzt die Ukraine den Don-Bass zurückbekommen? Die Krim gehörte zeitweise den Mongolen (Tataren), dann den Türken, dann den Russen, und kam… Mehr

Last edited 4 Monate her by Anton Mohr
the NSA
4 Monate her
Antworten an  Anton Mohr

Sehr korrekt, diese Darstellung. Nur unterschreibe ich den letzten Satz nicht, aber er gilt fuer Sie.
Der History Channel (zus. mit Epic History) brachte eine 5 teilige Docu mit dem Titel „History of Russia“ im 2016, welche die genau gleiche Geschichte erzaehlt, beginnt jedoch ca 700 AD.
Die Geschichte haben wir damals auch in den Generalstabkursen der US Army gelernt……

Max Anders
4 Monate her
Antworten an  Anton Mohr

Danke, das ist endlich mal ein kompakter historischer Exkurs, der Putins Bestrebungen nachvollziehbarer mindestens aber erklärbar erscheinen läßt!