Der US-Plan einer großem Militär-Basis in Israel nahe der Gaza-Grenze steckt inmitten einer Pattsituation bei den Verhandlungen über die Phase 2 des Waffenstillstands.
picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Manuel Balce Ceneta
Was Daniel Greenfield vor ein paar Tagen schrieb, kann vom Orient bis in den ganzen Westen wahr werden: „2025 ist das Jahr, in dem der islamische Terrorismus in den Mainstream ging. 2026 kann das Jahr sein, in dem wir aufhören, ihn zu tolerieren.“
Greenfield hält President Trump und seinen Leuten vor, wie sie bei ihren Deals im
Orient irren: „Während der Al-Jolani-Besuch im Weißen Haus ein Tiefpunkt war, war die unglückliche Wahrheit, dass wir uns mit Taliban-Kriegsherren in Afghanistan verbündet hatten, solange sie in diesem Moment keine offiziellen Taliban-Kriegsherren waren, und wir Al-Qaida-Milizen in Syrien unterstützt hatten, solange sie so taten, als wären sie gerade nicht Al-Qaida. Was im Moment wie eine opportunistische Realpolitik schien, veränderte die Terroristen nicht wirklich, sie veränderte uns, indem sie die terroristische Abweichung bis auf nichts definierte.“ Und: „Al-Qaida, ISIS und die Hamas haben wie unsere eigenen politischen Radikalen gezeigt, dass sie die Mauern der zivilisierten Ordnung durch schreckliche Handlungen durchbrechen und sie zur neuen Normalität machen können. Welche nächste Gräueltat auch immer, wir werden entweder aufwachen und anfangen, Linien zu ziehen, oder aufwachen und erkennen, dass wir nicht mehr die Macht haben, irgendwelche Linien zu ziehen.“
Schlag 1. Am Freitagabend verkündeten die USA, das Ziel ihres Gaza-Plans sei die Gründung eines palästinensischen Staates ist. Die USA, Katar, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Indonesien, Pakistan, Jordanien und die Türkei erklärten über die US-Mission bei den Vereinten Nationen, einen Prozess einzuleiten, der den Weg zur palästinensischen Selbstbestimmung und Staatlichkeit ebnet. ++ Die Reaktion der israelischen Regierung: Netanjahu verspricht, Gaza im Einklang mit Trumps Plan zu entwaffnen. ++ IDF-Stabschef Generalleutnant Zamir versprach, die Terrorgruppe der Hamas „entweder durch ein Abkommen oder durch militärische Mittel“ zu entwaffnen. Netanjahu bekräftigt das. ++ Die äthiopische Gemeinde in Israel betrug 2024 177.600 Personen, stellte das israelische Zentralbüro für Statistik fest.
Schlag 2. Trump will durch den Verkauf der F-35 an Saudi-Arabien, im Abraham-Abkommen vorankommen. Israel droht der Verlust seines militärischen Vorsprungs, das Pentagon fürchtet, die Technologie könnte so nach China gelangen. Und die Türkei drängt auf Rückkehr ins F-35-Programm. ++ Die Türkei vereitelt Trumps Versuche, die Hamas zu entwaffnen und Frieden im Nahen Osten zu erreichen. ++ Der Minister für Diaspora-Angelegenheiten, Amichai Chikli, warnt, Erdogan baue „Syrien als Frontlinie auf, um den Staat Israel anzugreifen“, und rief auf, die Türkei zu isolieren. ++ Israel bemüht sich um die nächste Generation F-47.
Trump hofft für sein Treffen mit MBS am 18. November im Weißen Haus, Saudi-Arabien werde bald den Abraham-Abkommen beitreten. Diplomatische Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien könnten die politische und sicherheitspolitische Landschaft im Nahen Osten ändern und den Einfluss der USA in der Region stärken. ++ Die New York Times berichtete am 15. November von Gesprächen der Trump Organization und der saudischen Regierung über die Lizenzierung der Marke Trump für ein Luxusimmobilienprojekt des gigantischen, 63 Milliarden Dollar teuren Diriyah-Gate-Projekts – ein „Giga-Projekt“ zur Revitalisierung der historischen Wiege Saudi-Arabiens und Umwandlung in ein UNESCO-Weltkulturerbe mit Luxushotels, Einzelhandelsflächen, Bürotürmen und Markenresidenzen.
Hinter vorgehaltener Hand raunt es in Trump-Kreisen, er würde sein Gegenüber in beiden Punkten austricksen. F-35 zu haben, hieße nicht, sie technisch einsetzen zu können, wenn es Taco („Trump always chickens out“) nicht passt. Harte Belege gibt es nicht.
Für das Gegenteil spricht, Premier Netanjahu hat dem US-Druck nachgegeben. 200 Hamas-Kämpfer in Tunneln unter Rafah dürfen aus dem Teil des Gazastreifens, den die IDF hält, in den Hams-Teil gehen, von wo sie oder zumindest ihre Führer in ein Land abgeschoben werden, das bereit ist, sie zu nehmen. Bisher hat sich kein Land angeboten. Wird ihnen erlaubt, in Gaza zu bleiben, sich anderen Hamas-Mitgliedern anzuschließen? Oder gegen die Clans zu kämpfen, wie die Doghmush-Familie oder die Miliz von Yasser Abu Shabab, die sich der Herrschaft der Hamas widersetzen?
In Israel plädiert Yishal Fleisher, was zu tun ist.
Der US-Plan einer großem Militär-Basis in Israel nahe der Gaza-Grenze entwickelt sich inmitten einer Pattsituation bei den Verhandlungen über die Phase 2 des Waffenstillstands, eine konkrete Internationale Stabilisierungstruppe (ISF) für die Entwaffnung der Hamas dort aufzubauen, wo sie noch die Kontrolle hat. ++ Die Hamas nutzt die Situation und rüstet auf.
Gaza. Nach Reuters planen die USA eine langfristige Aufteilung des Gazastreifens in zwei Zonen: Rot – das jetzt von der Hamas kontrollierte Gebiet. Grün – das derzeit von Israel kontrollierte Gebiet. Laut The Guardian wollen die USA, Wiederaufbau und Entwicklung des Gazastreifens ausschließlich in der grünen Zone zu fördern, wo neben den IDF auch Stabilisierungstruppen stationiert werden sollen. Es sei möglich, dass nach dem Wiederaufbau des grünen Teils Bewohner des Gazastreifens dorthin umziehen dürfen oder wollen, während eine Vereinigung des roten und grünen Teils erst in ferner und unvorhersehbarer Zukunft erfolgen könnte. Wird die gelbe Linie zu einer provisorischen oder permanenten Grenze? Wird die Hamas den roten Teil so lange kontrollieren, bis sie oder ihre Bewohner nicht mehr wollen? ++ Westliche Medien und Hamas-Kampagne. ABC News erwähnt nicht, dass ein Sprecher des Zivilschutzes in Gaza als Interviewpartner der Hamas angehört. ++ Bei Winterwetter und der Überschwemmungen im Gazastreifen klagen Bewohner, die als kostenlose Hilfe gelieferten Zelte awerden uf den Märkten des Streifens zu Wucherpreisen verkauft, sogar am Wochenende. Große Mengen an Zelten würden in Lagern internationaler Organisationen gehalten und nicht an die Bewohner verteilt. Mahmoud Basal, Sprecher des Zivilschutzes sagte, es bräuchte weitere 450.000 Zelte. Die Hamas wird wie üblich daran verdienen.
Iran. Das Mullah-Regime plant seinen nächsten Krieg. 2.000 Raketen sind auf Israel gerichtet, um als Schwarm Israels Abfangjäger zu überwältigen. Was tut der Westen? Woher hat der bankrotte Iran das viele Geld, um massiv selbst wieder aufzurüsten und auch die Hisbollah im Libanon auszustatten? Wie erklärt man, dass viele Waffen wieder über Syrien reingeschmuggelt werden? Treuer Freund des Iran im gemeinsamen Ziel ist QATAR! Das auch seine Finger bei Al-Jolani im Spiel hat. Im Norden Syriens lässt die Türkei ebenfalls Schmuggel des Iran zulässt. ++ Der Iran hat in der Straße von Hormuz den Öltanker Talara entführt, der von Dubai aus in See gestochen war. ++ Edmund Fitton-Brown, britischer Diplomat und ehemaliger britischer Botschafter im Jemen, fordert die Versenkung von Schiffen der iranischen Revolutionsgarden. ++ Nachdem Luft- und Landwege geschlossen und hochrangige Mitarbeiter der Quds Force getötet wurden, fanden Iran und Hisbollah neue Wege, Waffen und Hunderte von Millionen Dollar an die Hisbollah zu liefern.
Libanon. Die Hisbollah hat das Recht, sich widerazustellen, sagt Nabih Berri, Sprecher des Parliaments und Vorsitzender des Shiite Amal Movement. ++ Die IDF sagt, die Mauer an der Grenze zum Libanon wird an der richtigen Stelle gebaut, die arabische Seite und die UN sagen, sie stünde auf libanesischem Gebiet.
Türkei. Israel hat den USA umfangreiche Informationen darüber vorgelegt, wie Hamas- und Hisbollah-Mitglieder in der Türkei terroristische Aktivitäten gegen israelische Ziele finanzieren und lenken.
Paris. Presidente Macron nannte PLO-Mahmoud Abbas „Prinz des Friedens“.
Berlin. Agam Berger, nach 482 Tagen in Gefangenschaft der Hamas frei, spielte bei der Eröffnungszeremonie des Jüdischen Kulturfestivals in Berlin „Hatikvah“ auf der Violine.
Werte Leser, wir veröffentlichen in loser Folge Links und Fundstücke aus dem Orient. Eine Presseschau der anderen Art lädt ein, den ausgetretenen Pfad alter Medien zu verlassen, um sich dann selbst eine Meinung zu bilden.


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Vielen Dank für diese Übersichten zum nahen Osten – gute Idee, einfach Quellen zusammenzutragen, das macht es Interessierten zeitlich leichter. Die Lage dort ist so komplex, dass ich persönlich weitgehend auf eigene Zusammenfassungen und Einordnungen verzichten würde. Zur inhaltlichen Abrundung würde ich allerdings empfehlen, auch ein paar dezidiert Palästina-freundliche Quellen einzubinden. Früher habe ich ab und zu syrisches Staatsfernsehen geguckt, denn dann hätte ich z.B. wissen können, dass sich 2006 im Libanon was zusammenbraute (als Tourist in einer israelischen Militäroperation festzustecken ist nicht empfehlenswert). Heute findet man vielleicht was in iranischen Quellen – es ist wichtig, sich die Mühe zu… Mehr
Dieser Artikel ist nicht TE-würdig. Was für ein Schrott !
> Das Mullah-Regime plant seinen nächsten Krieg. 2.000 Raketen sind auf Israel gerichtet, um als Schwarm Israels Abfangjäger zu überwältigen.
Allerdings nur als Abschreckung, sollte Israel wieder angreifen: https://tkp.at/2025/11/15/bei-angriff-auf-iran-antwort-durch-2000-ballistische-raketen/ Andere Länder schrecken durch Atomwaffen ab, auf die Iran bekanntlich verzichtet.
> Am Freitagabend verkündeten die USA, das Ziel ihres Gaza-Plans sei die Gründung eines palästinensischen Staates ist.
Da diesen die meisten Länder des Planeten fordern, kann es kaum überraschend kommen. Die Siedler sabotieren es auch im Westjordanland, wie sie nur können: https://tkp.at/2025/11/17/das-ultimative-ziel-der-juedischen-siedlergewalt-im-westjordanland/ Dort lebende Christen trifft es auch, wie die Vatican News dieses Jahr berichteten.
Ich frag mich zunehmend, was diese „Artikel“ hier sollen. Kritiklos und recht willkürlich von rechtsradikalen jüdisch-israelischen Blogs und OnlineZeitungen zusammenkopierte Überschriften.
Nichts davon ist objektiv. Nichts davon investigativ.
Ihr solltet diese Rubrik vielleicht doch lieber „Tichys Hasbara“ nennen.
KONFUSER, UNVERSTÄNDLICHER TEXT
sollte von der TE-Redaktion nochmals überarbeitet werden. Worum genau geht es?
Endlich auch bei TE News im Schwurbelstil 😄
Präsident Trump ist vieles, aber nicht (mehr) der mächtigste Mann der Welt!
Es reicht des mächtigste Mann der USA zu sein