Carolin Emcke: Der Hass der Anderen

Wenn Carolin Emcke schreibt „Gehasst wird ungenau. Präzise lässt sich nicht gut hassen“, dann trifft das exakt auf ihr Buch zu. Letztlich geht es in ihrem Opferfetischismus um ihren ungenauen Hass auf die bürgerliche Mitte.

© Hannelore Foerster/Getty Images
At the 2016 Frankfurter Buchmesse on October 20, 2016 in Frankfurt am Main.

Für ihr Buch „Gegen den Hass“ hat Carolin Emcke nun den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten. Selten ist ein Titel von einer so scheinheiligen Doppelmoral geprägt. Wenn Emcke schreibt „Gehasst wird ungenau. Präzise lässt sich nicht gut hassen“, dann trifft das exakt auf ihr Buch zu. Letztlich geht es in ihrem Opferfetischismus um ihren ungenauen Hass auf die bürgerliche Mitte. Die Normalität findet bei Emcke nicht statt und wird somit ausgegrenzt. Wer ihrer moralischen Selbstgerechtigkeit politisch unkorrekt widerspricht, der wird Zielscheibe des herrschenden Hasses auf das „Pack“.

Carolin Emcke ist eine Schriftstellerin, die in ihrer Schaffenszeitvier Büchlein geschrieben hat. Diese haben so viel Leserresonanz erzeugt, dass dies kaum messbar ist. Bei Amazon haben nicht 1000, nicht 100, nein, weniger als 10 Leser pro Buch es für Wert befunden, einen Kommentar zu hinterlassen.

Demgegenüber stehen aber 11 Literaturpreise der einschlägigen ideologisch geprägten Kreise. Da darf weder der Ernst-Bloch Preis noch die Friedrich-Ebert Stiftung als Preis-Verleiher fehlen. Im Raum steht der Eindruck, dass jetzt eine Autorin hochgejazzt werden soll, die die richtige, politisch korrekte Opfer-Ideologie verbreitet, die aber die Leser weder kennen, noch kennenlernen wollen.

So hat sie nun für ihre „Mikroliteratur“ den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten. Und so beginnt Emcke ihre Dankesrede in der Frankfurter Paulskirche:

Letztes Jahr noch bin ich mit einem Freund am Vorabend der Verleihung nachts in den Festsaal im Frankfurter Hof geschlichen, um die Tischordnung für das Festessen zu manipulieren…(wobei wir peinlicherweise erwischt wurden) und jetzt das hier

und jetzt das hier... peinlich ist, dass man heute als ältere Frau auf pubertäres Verhalten stolz ist und dies in einer national bedeutsamen Rede als Zeichen seiner Unangepasstheit präsentiert. Das erinnert an die Grüne Künast, die sich noch in fortgeschrittenem Alter als „frech“, als Göre vorstellt. Das ist peinlich an den Alt-68ern, dass sie an ihrem pubertären Oppositions-Gestus festhalten, obwohl sie längst die Macht übernommen haben.

Offensichtlich sind beide in der Pubertät steckengeblieben und sie sind auch noch stolz darauf, denn was will uns Emcke damit sagen, dass sie sich schon im Vorjahr eingeschlichen hätte? Wir sollen denken: Oh wie frech. Oh wie revolutionär. Oh wie unangepasst. Aber genau das ist weder Emcke noch sind es ihre Gesinnungsgenossen. Sie sind in totaler Weise an die hegemoniale Kultur der politisch korrekten Klasse angepasst, ja sie sind ein rechthaberischer Teil von ihr, ein Teil der aufgrund von Netzwerken und Seilschaften wohl immer oben schwimmt und sich dabei frecher Weise auch noch das Schild des Opfers umhängt. Dabei sind Damen wie sie in einer Weise privilegiert, wie es sich keine Verkäuferin nur erträumen könnte. Die würde sich allerdings auch nicht das Schild des verfolgten Opfers umhängen.

Privilegierte, keine Opfer

Anklagend blickt Emcke auf die Anwesenden in der Paulskirche herab: Nach 13 Jahren erhielt zum ersten Mal eine Frau den Friedenspreis. Verschüchtert blicken die Männer auf: Der Vorwurf der Frauendiskriminierung steht im Raum. Dass es in dieser Zeit einfach keine Frau gab, die diesen Preis verdient hätte, ist in Zeiten der Frauenquote und der Quotenfrauen undenkbar. Nun haben wir also die erste PreisträgerIN. Und die Qualität ihrer Rede steht nun im Fokus. So spricht sie:

Ist Zugehörigkeit also etwas, das aufscheint im Zusammensein mit anderen oder etwas, das aufscheint, wenn man als einziger aus einer Gemeinschaft herausfällt? Weil die jüdische Perspektive als eine, die zu dieser Gesellschaft gehört, einfach ausgeblendet wird.

Dass die jüdische Perspektive in unserer Gesellschaft unterschlagen wird, entspricht nicht der Realität. Spricht Emcke davon, um die Bedeutung „ihrer“ Opfergruppen zu „heben“? – die der „bedrängten Gruppen“ Frauen und Schwule, Lesben, Bisexuelle, inter*, trans* und queer. Alles Modeopfergruppen, die immerhin soviel Macht haben, dass die Medien sie immer wieder als Opfer darstellen. Was ist aber mit den Opfern ohne Medienmacht in Deutschland? Was hilft der Klofrau die Frauenquote bei DAX-Vorständen, durch die privilegierte Frauen noch privilegierter werden?

Weiter sieht sich Emcke dem „universalen Wir“ zugehörig. Einer romantischen „Alle Menschen werden Brüder (und Schwestern)-Idee, die seit Jahrhunderten auf der Welt scheitert und dadurch immer mehr Elend anrichtet. (Ganz aktuell würde es einigen arabischen Ländern ohne gutgemeinte westliche Beglückung wesentlich besser gehen). Die Vorstellung einer universellen Weltordnung teilt keine Kultur der Erde. Den Weltbürger gibt es nur in den Köpfen westlicher Intellektueller. Mit anderen Worten, Emcke und Gesinnungsgenossen tanzen im luftleeren Raum. Sie haben keine Wurzeln und haben nur Verachtung für den Patriotismus der kleinen Leute übrig.

Loyalitäten sind lokal und regional, nicht global

Man kann sich das Gefühl der Zugehörigkeit in allen Kulturen der Welt ähnlich vorstellen. Die Loyalitätsgefühle sind wie eine Zwiebel angeordnet. Den innersten Ring bildet die Familie. In der 3. Welt ist es die Herkunftsfamilie, im Westen die Kleinfamilie. Interessanterweise fühlt man sich in der 3. Welt Eltern und Geschwistern näher verbunden als dem Ehepartner. Blut ist dicker als Wasser. Bei uns, ist es umgekehrt.

Der zweite Ring umfasst das Dorf, die Stadt die Region. Diese Menschen kennt man oft noch, wenn auch nicht so direkt wie Familienmitglieder. Den dritten Ring bildet die Nation, das Land, das sich über seine Kultur, seine Sprache und Denkweise definiert. Dann hört es im Denken der Kulturen meist auf.

Emcke schert das nicht, sie fühlt sich der Gruppe zugehörig, die schwul, lesbisch, bisexuell, inter*, trans* oder queer ist, Und sonst? Welche Zugehörigkeit empfinden Emcke und ihre Gesinnungsgenossen noch? Jedenfalls fühlen sie sich nicht ihrer Nation verbunden, denn diese taucht nur negativ konnotiert auf.

Die Missachtung der Ökobourgeoisie von allem was deutsch ist, ist teilweise pathologisch, sie ist von Selbsthass geprägt. Sie verleugnet, dass es so etwas wie Herkunft, Kultur und Mentalität und typische Denkstrukturen gibt. Ironischerweise fordert die gleiche Ökobourgeoisie Andere auf, doch bitte die Kulturen, Traditionen, Sitten, Gebräuche und Religionen von Migranten zu respektieren. Und wer diese Doppelmoral kritisiert, ist im besten Falle verdächtig, im schlimmsten Falle auszugrenzen und als Fremdenfeind abzuwerten.

Bei Muslimen sind die archaischen Familienstrukturen und das Frauenbild akzeptabel, gleichzeitig kritisiert man das reaktionäre Familienbild der AfD und macht sich darüber lustig. Letztlich behauptet Emcke indirekt, dass es überhaupt keine Normalität gäbe, die es zu respektieren gilt. Ihre Welt besteht aus diskriminierten Opfergruppen. Dies setzt die jeweilige Mehrheit einer Gesellschaft automatisch ins Unrecht und macht ihr sehr wirksam ein schlechtes Gewissen.

In einer Demokratie ist es aber die Mehrheit, die die Normen setzt. Sie bestimmt die Leitkultur, über die sich der Staat letztlich definiert. Deutschsein konkretisiert sich über eine gemeinsame Kultur, die Sprache, die Geschichte und eine emotionale Verbundenheit, die man oft erst bemerkt, wenn man im Ausland lebt oder natürlich bei einem Fußballländerspiel mit der deutschen Mannschaft mitfiebert.

Emcke und Co. sind elitär

Für Emcke gibt es aber nur Individuen mit Grundrechten und Minderheiten. Mehrheiten sind so out, dass sie gar nicht erst erwähnt werden. Das bedeutet, sie denkt strukturell antidemokratisch. Wahrscheinlich ist sie wie viele Linke für eine von ihrer Ideologie gelenkte Demokratie. So wie wir das oft in Politik, in Kultur und Medien und nun eben auch in der Paulskirche so sehen.

Wer einer Gruppe zugehörig ist, gibt Individualität auf. Das ist eine Binsenwahrheit, die aber Emcke nicht einmal auffällt. Das Leben ist kein Supermarkt, indem sich ohne Verbindlichkeit jeder herausnehmen kann, was er gerade will. Vielleicht ist die Unverbindlichkeit des Individualismus die Pathologie der westlichen Kultur.

Zugehörigkeit wird in der westlichen Kultur oft als unverbindlich erlebt. Vom Ehepartner lässt man sich scheiden, wenn es nicht mehr so recht klappt, von Eltern oder Geschwister hält man Abstand, weil sie einem auf die Nerven gehen. Welch ein jämmerlich unverbindliches Konzept der Verbindlichkeit. Was hat Emcke dazu zu sagen? Nichts! Sie scheint von ihren eigenen Themen jenseits ihrer Opfer-Ideologie nichts zu verstehen. Und zur Zugehörigkeit gehört überall die Pflicht zur Solidarität, und zwar nicht gegenüber den jeweiligen Modeopfern, sondern gegenüber dem System.

Aber Emcke ist nur die Verbundenheit zu ihren Opfergruppen wichtig. So erwähnt sie die Angehörigkeit zum Islam kritiklos als etwas Positives. Ausgerechnet Emcke als lesbische Feministin hat nichts am Islam zu kritisieren. Eine Religion, für die die Frau zweitklassig ist und die Homosexualität verdammt. Im Christentum existiert diese Verdammung ebenso, sie wird nur von den modernen Vertretern des Christentums, die ja im Saal sind, einfach totgeschwiegen. Religionskritik war gestern. Die heutigen Pseudoaufklärer predigen die Freiheit der Unterwerfung:

„Das ist die soziale Pathologie unserer Zeit: dass sie uns einteilt und aufteilt, in Identität und Differenz sortiert … um damit Ausgrenzung und Gewalt zu rechtfertigen.“

Das ist sehr schön, dass Emcke das erkennt. Leider hat sie vergessen, zu den ganzen Opfergruppen zum Beispiel AfD-Anhänger zu zählen, die sich öffentlich zu dieser Partei bekennen. Bei entsprechendem Bekenntnis in der Öffentlichkeit können sie sich auf Ausgrenzung, Abwertung und psychische Gewalt gefasst machen. Im Kultur- und Medienbereich wäre ein solches Bekenntnis existentieller Selbstmord.

Wenn sich die Herrscher, also diejenigen, die die kulturelle Hegemonie ausüben, also auch die Gäste der Paulskirche, als Opfer zelebrieren, dann wird das Bild der Gesellschaft von den Füßen auf den Kopf gestellt. Und wenn die Nichte des ehemaligen Chefs der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, sich als Opfer der bösen Gesellschaft zelebriert, dann entbehrt das nicht einer gewissen Ironie.

Popanz aufbauen und prügeln

Emcke begreift gar nicht, dass Individualitätsdenken und das Denken in „Angehörigkeit“ zu einer Gruppe Gegensätze bilden. Wenn ich Teil einer Gruppe bin, gebe ich ein Stück weit meine Individualität auf. Ich teile die Merkmale der Gruppe, ich gehe sozusagen in ihr auf. Sie denkt tatsächlich, es gäbe individuelle Freiheit, normative Gleichheit und keinerlei Verpflichtung:

Das Dogma des Homogenen, Reinen, Völkischen verengt die Welt.

Emcke baut mit ihrem Kampfbild ihre politischen Gegner wollten „reine Rasse, reines Volk“ ein Feindbild auf, das es so praktisch nicht gibt. Indem sie vermeidet zu benennen, wen sie meint, lädt sie zu der Vorstellung ein, alle, die ihrer Ideologie widersprechen, seien böse. Im Grunde macht sie nichts Anderes als diejenigen, denen sie Vorwürfe macht. Sie baut einen Popanz auf, um darauf einprügeln zu können.

Der Unterschied zwischen beiden Seiten ist nur folgender: Sie steht in der Frankfurter Paulskirche und vor ihr lächeln Gauck und Habermas. Die mit der entgegengesetzten Ideologie, aber der gleichen Demagogie arbeiten, sind im Internet in den Untergrund abgetaucht. Beide Seiten unterscheiden sich in ihren Mitteln nicht sehr. Ein großer Unterschied aber ist, dass sich die intellektuelle Seite brilliant ausdrücken kann und die Mächtigen zuhören, während die Unterschicht eben ihre eigene ungehobelte Sprache hat. Die herrschende PC-Elite hält das Volk für einen großen Lümmel (Heine), der durch eine medial gelenkte Demokratie erzogen werden muss.

In ihrem Modeopfer-Fetischismus ist es ihr egal, dass die Unterschicht in Konkurrenz zu den Einwanderern gesetzt wird. Deren Ängste und Nöte interessiert sie nicht nur einen feuchten Dreck, nein, Emcke und KollegInnen echauffieren sich auch noch darüber, dass ein Widerspruch zu ihrer Ideologie gewagt wird. Unausgesprochen geht es darum, dass es eine AfD und dass es im Osten eine Pegida gibt. Wie bei jeder autoritären Ideologie, genügt dies bereits zur Aburteilung und Ausgrenzung von deren Anhängern.

Nicht wie Merkel meint, sind die NEIN-Sager der AfD das Problem. Das Problem unserer Gesellschaft sind die JA-Sager in den Parteien und öffentlichen Ämtern, die sich der politisch korrekten Ideologie unterwerfen oder diese sicherheitshalber gleich selbst übernehmen.

Die JA-Sager sind das Problem

Ansonsten baut Emcke einen Opferfetischismus reinsten Wassers auf. Wer laut genug: „Ich bin Opfer!“ rufen kann und deshalb mediale Resonanz findet, hat recht. Dazu gehört die Unterschicht leider nicht. Aber das ist der politisch korrekten Ökobourgeoisie egal, hat sie doch ihre Schäfchen längst im Trockenen. Sie sind es, die von Globalisierung und Internationalismus profitieren. Heute hier, morgen dort, bin kaum da, bin ich fort, sang Hannes Wader. Die Unterschicht, deren Arbeitsplätze durch die Globalisierung verloren gingen oder die sie nun im Kampf gegen die neue Asylanten-Unterschicht zu verlieren drohen, ist als Opfer nicht gemeint. Dass deren Kinder in Deutschland einer der schlechtesten Aufstiegschancen aller OECD-Länder haben, ist ihnen auch egal. Die Kinder der herrschenden Ökobourgeoisie werden auf jeden Fall ihr Glück machen. Das Land teilt sich in überwiegend Arme und vergleichsweise Reiche, in Globalisierungsverlierer und die Bildungselite. Da fabuliert Emcke doch lieber über das universelle-Wir und die Bösen. Wer das genau sein soll, formuliert sie ja nie. Aber die …

beliefern den Diskurs mit Mustern aus Ressentiments und Vorurteilen, sie fertigen die rassistischen Product-Placements, all die kleinen, gemeinen Begriffe und Bilder, mit denen stigmatisiert und entwertet wird, all die Raster der Wahrnehmung, mithilfe derer Menschen gedemütigt und angegriffen werden.

Warum merkt Emcke nicht, dass sie hier zuerst von sich selbst spricht, in ihrem vernagelten, verbohrten Kampf gegen „Rechts“, der in Wirklichkeit ein Kampf gegen die Mitte der Gesellschaft ist. Die kleinen, gemeinen Begriffe und Bilder, mit denen stigmatisiert und entwertet wird, richten sich gegen die Menschen, die nicht ihrer Ideologie entsprechen und daher verachtet werden.

„Sie wollen, dass nur noch Jüdinnen und Juden sich gegen Antisemitismus wehren, dass nur noch Schwule gegen Diskriminierung protestieren, sie wollen, dass nur noch Muslime sich für Religionsfreiheit engagieren, damit sie sie dann denunzieren können als jüdische oder schwule „Lobby“ oder „Parallelgesellschaft“, sie wollen, dass nur noch Schwarze gegen Rassismus aufbegehren, damit sie sie als „zornig“ diffamieren können, sie wollen, dass sich nur Feministinnen gegen Machismo und Sexismus engagieren, damit sie sie als „humorlos“ bespötteln können.“

Warum will Emcke nicht bemerken, dass die größte Antisemitismus-Gruppe muslimische Araber und Türken sind?

Warum will Emcke nicht bemerken, dass die größten Schwulenhasser Muslime sind, weil das im Koran so angelegt ist?

Warum will Emcke nicht bemerken, dass bei muslimischen Arabern oder Türken Sexismus besonders verbreitet ist?

Realitätsverleugnung

Was bedeutet diese Realitätsverleugnung? Was bedeutet es, wenn Hijab und Kopftuch, in die muslimische Frauen und Mädchen hineingezwungen werden, verteidigt wird? Warum setzt sich eine lesbische Feministin für die Freiheit der Unterdrückung ein und wird dafür mit dem deutschen Friedenspreis des Buchhandels ausgezeichnet?

Säkularisierung ist kein fertiges Ding, sondern ein unabgeschlossenes Projekt.

Am besten sie diskutiert das einmal mit islamischen Würdenträgern, für die die Scharia ganz wie im Koran vorgeschrieben über den weltlichen Gesetzen steht.

Anschließend kann sie mit Pfarrer Gauck besprechen, wie die unverhältnismäßige Macht der Kirchen zu beschneiden ist. Aber nein, die sitzen ja vor ihr und klatschen stürmisch Beifall. Schließlich möchte man die Macht der Kirchen, die durch die klerikale Flüchtlingsindustrie immer mehr ausgebaut wird, ungern beschneiden.

Anstatt den kirchlich kontrollierten Religionsunterricht durch einen allgemeinverbindlichen Unterricht Ethik und Religionskundeunterricht zu ersetzen, wird unhinterfragt und ohne Widerspruch der flächendeckende Islamunterricht an allen staatlichen Schulen gefordert. Kontrolliert von? Von unkontrollierbaren Islamverbänden. Soweit zur Säkularisierung. Dazu hat Emcke schlauerweise nichts gesagt, will sie es sich mit den Herrschenden nicht verscherzen will.

Und was braucht es zur Lösung der Probleme?

die Bereitschaft, die Blickrichtung zu ändern, damit es häufiger geschieht, dass wir alle sagen: Wau. So sieht es also aus dieser Perspektive aus!

Genau, dann würde ich Emcke einmal empfehlen, die Blickrichtung der 20 oder 30 Prozent der Bevölkerung einzunehmen, die die kulturelle Hegemonie der Ökobourgeoisie ablehnen, aber weder Stimme noch Lobby haben.

Dann würde Emcke mit recht sagen: Wau, so sieht es also aus dieser Perspektive aus!

So arbeitet Emcke mit Lücken und leistet so wie eine tendenziöse „Lückenpresse“ der Realitätsbeschreibung einen Bärendienst.

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