Staatsanwaltschaft hält islamistischen Hintergrund des Verdächtigen zwei Wochen zurück

Die Sächsische Zeitung (SZ) präsentiert ein Foto des Täters aus einem Gerichtssaal von einem frühren Prozess. Maßnahmen oder gar eine Ausweisung des mutmaßlichen Islamextremisten gab es nicht. Ein Krefelder Dresden-Tourist musste das jetzt mit seinem Leben bezahlen.

© Getty Images
Symbolbild

In den ersten Tagen flackerte auf dem gereinigten Asphalt nur eine dieser roten Friedhofskerzen. Ein Licht, aufgestellt in Dresden am Tatort eines Mordes an der Kreuzung Schlosstrasse/ Rosmaringasse in der Nähe des Dresdner Kulturpalastes, also mitten in der Innenstadt. Hier wurde ein Dresden-Tourist am 04. Oktober 2020 mit einem Messer brutal niedergestochen und erlag anschließend im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Der 55-Jährige Krefelder war mit einem weiteren Mann aus Nordrhein-Westfalen in der sächsischen Hauptstadt unterwegs, als die beiden von einer unbekannten Person angegriffen und auf sie eingestochen wurde. Wenig später lagen beide so lange blutend am Boden, bis Passanten Hilfe holten.

Gegen 21:30 Uhr sperrten Beamte den Tatort ab und sollen dabei auch Beweise sichergestellt haben. Darunter auch ein großes blutverschmiertes Küchenmesser als mutmaßliche Tatwaffe. Am Abend kam noch ein Fährtenspürhund zum Einsatz, allerdings zunächst ohne Erfolg. Ein Zeugenaufruf folgte.

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Wie es hieß, aus „ermittlungstaktischen Gründen“ wollten die Beamten keine weiteren Details preisgeben. Das allerdings ist mittlerweile über zwei Wochen her. Ist das schon ein skandalös zu nennendes Versäumnis gerade im Lichte der Ermordung des Lehrers in Paris? Denn wie gestern bekannt wurde, soll die Tat in Dresden einen islamistischen Hintergrund haben, der Täter wurde jetzt festgenommen. Der Syrer soll schon häufiger mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sein, die sächsische Zeitung veröffentlichte zur Meldung von der Festnahme ein verpixeltes Foto mit der Bildunterschrift: „Der Tatverdächtige in einem früheren Prozess.“

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland schreibt nach wie vor von unklaren Hintergründen. Die Zeitung vor Ort nennt bereits den islamistischen Hintergrund. Mittlerweile wurde gegen den am Dienstag festgenommenen 20-Jährigen Haftbefehl erlassen. Der Tatverdacht gegen den Syrer fußt auf der Spurenlage vom Tatort.

T-Online berichtete schon Tage nach der Tat von einer intensiven Fahndung nach dem Täter und Rückmeldungen nach Zeugenaufruf. Interessanter ist hier, dass der MDR schon am 6. Oktober meldete, dass der Überlebende bereits von der Polizei zum Tathergang verhört werden konnte, also mutmaßlich auch Angaben zum Täterprofil hatte machen können. Auch hier heißt es aber, weitere Angaben könnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht werden.

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Aber wenn so ein Täter weitere 14 Tage frei herumläuft, ab wann meint dann eigentlich die zuständige Staatsanwaltschaft, die Bevölkerung über die Medien informieren zu müssen? Denn nicht die Polizei, die Staatsanwaltschaft ist nun mal Herr des Ermittlungsverfahrens.

TE spricht mit einem der Redaktion bekannten höheren Polizeibeamten und erfährt zunächst nur Lob für die Kollegen und Staatsanwälte in Dresden. Man müsse diesen speziellen Fall doch bitte vom Ergebnis her betrachten: Der Täter wurde nach offensichtlich aufwendiger Fahndung festgenommen. Also ein Erfolg.

Selbstverständlich aber haben die empörten Bürger u.a. die Verschleierungsversuche der Kölner Silvesternacht mit hunderten von Vergewaltigungsanzeigen ebenso im Kopf, wie die Verschleierungen der Plünderungen von Stuttgart als Partyereignisse. So betrachtet weisen auch die Umstände des Mordes von Dresden die Mutmaßungen der Bürger von Anfang an in eine bestimmte Richtung.

Und die Staatsanwaltschaft muss sich 14 Tage später die dringende Frage gefallen lassen, ob beispielsweise wegen der Ausschreitungen und Verwerfungen rund um den Mord in Chemnitz hier so lange „ermittlungstaktische Erwägungen“ vorgeschoben wurden. Wollte man keine Demonstrationen, die man anschließend wieder als Nazi-Aufmärsche hätte polit-medial diffamieren müssen?

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Ganz klar, der politische Druck auf die Dresdner Staatsanwaltschaft muss besonders groß gewesen sein. Und wenn nicht offen ausgesprochen, dann jedenfalls spürbar. Aber all das ist Makulatur, denn offensichtlich saßen in Dresden besonders gute Polizisten und eine fähige Staatsanwaltschaft, die Ruhe bewahrt und den Täter zunächst im Glauben gelassen hat, man sei ihm nicht auf der Spur. Der Erfolg der Fahndung jedenfalls – wie viel Glück auch immer dabei eine Rolle gespielt haben mag – spricht jetzt eindeutig für sie.

Und sollte sich ein islamistischer Hintergrund, von dem die sächsische Zeitung schreibt, analog zum Mord in Paris tatsächlich bestätigen, dann bleibt immer noch Zeit für Demonstrationen. Für Schweigemärsche oder wie auch immer die aufgebrachte Bevölkerung sich gegenüber der Politik artikulieren will.

Die Sächsische Zeitung (SZ) präsentiert bereits ein Foto des Täters aus einem Gerichtssaal von einem frühren Prozess. Offensichtlich ohne dass es hier Maßnahmen oder gar eine Ausweisung des mutmaßlichen Islamextremisten gegeben hätte. Ein Krefelder Dresden-Tourist musste das jetzt mit seinem Leben bezahlen. Er wurde 55 Jahre alt. Gib es hier mehr Schuldige als den Täter?

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Kommentare ( 194 )

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Manfred_Hbg
1 Monat her

Und wieder NUR EIN EINZELfa…. -na, Sie wissen schon. Zitat: „Selbstverständlich aber haben die empörten Bürger u.a. die Verschleierungsversuche der Kölner Silvesternacht mit hunderten von Vergewaltigungsanzeigen ebenso im Kopf, wie die Verschleierungen der Plünderungen von Stuttgart als Partyereignisse“ Mhh, mal ausgehend davon, dass sich (auch) hier von der Justiz tatsächlich aus „ermittlungstaktischen Gründen zurückgehalten wurde und dass das zum Erfolg geführt hat. Was so dabn erst einmal gut ist. DOCH das Problem mit solcher „Zurückhaltung“ ist und wird nun dank der seit 2015 gewesenen „zurückhaltenden“ Vorkomnisse sein: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht(mehr). Womit sich die Justiz dieses Problem… Mehr

Gjergj Kastrioti
1 Monat her

Die Schweinerei ist ja eben auch, dass die Bundesregierung sich nach wie vor weigert, Syrer (oder auch nur „Syrer“), von denen es hier bei uns 800000 geben soll (und damit fast 1% der Bevoelkerung!) trotz schwerer Verbrechen in ihr Heimatland abzuschieben, weil da angeblich noch Krieg herrscht.

HavemannmitMerkelBesuch
1 Monat her

Uns erschüttert diese Tat im Besonderen, sind wir doch wirklich ca. 1 Stunde vor der Tat an besagtem Tag als ahnungslose ordentliche Touristen, denen bisher nur die Angst an sich Angst machte und die nach den Beglückungen der herrschenden Politik der Akademie der Wissenschaften der DDR ein wesentlich gestärktes „Gefühl der Sicherheit“ hatten, erkennen mußten, das es nicht reicht das Gefühl der Bevölkerung von Sicherheit zu stärken sondern tatsächlich doch die Sicherheit, indem der Rechtsstaat seine Gesetze achtet und dieser Täter damit gar nicht mehr hätte töten können, zum Abschluss unseres Besuchs von Dresden genau die besagte Schlossstrasse entlang geschlendert,… Mehr

Eberhard
1 Monat her

Unter den Tisch kehren und hoffen das Gras darüber wächst. Warum das blöde Volk erst wieder in Aufregung versetzen, wenn sich sowieso schon um die Frage zu Rassismus, Islamismus und angebliche Fremdenfeindlichkeit und ihre ideologische Auslegung, langsam auch abweichende Meinungen in die Öffentlichkeit wagen? Lasst das Volk weiter im Corona Koma ruhen und weckt erst keine Geister die daran zweifeln, ob Merkels sozialistische und linksgrüne gefärbte Politik der Weltrettung uns nicht mit unnötigen Gefahren heimsucht und dazu unsere eigene Zukunftssicherung behindert. Was das Volk nicht weiß, macht es auch nicht heiß. Da scheinen immer noch in Behörden und Verwaltungen Menschen… Mehr

Werner Brunner
1 Monat her

Wie könnte man / frau sich vor solchen Kriminellen schützen ?
Auf die Politik , Kirchen , Polizei , NGO’s vertrauen ?
Sich selbst bewaffnen , damit , wenn es sich tatsächlich
ereignen sollte , man / frau sich wehren kann ?
Was ist richtig , was ist falsch ?
Wo können wir uns informieren ?

RA.Dobke
1 Monat her
Antworten an  Werner Brunner

Eine berechtigte, aber auch gefhrliche Frage, wenn ich an die USA denke! ABER: Wenn die Gesellschaft dem Staat das Gewaltmonopol zugesteht, dann muß er es ausüben und hinreichend Personal und Sachmittel zur Verfügung stellen Das hat er jahrelang verabsäumt! Wann machen wir die Politiker und die Abgeordneten für den von Ihnen verursachten desaströsen Zustand von Staat und Gesellschaft verantwortlich? Dummbacken regieren seit Jahr und Tag. Haben wir das wirklich gewollt?

wydy
1 Monat her

„Der Täter wurde nach offensichtlich aufwendiger Fahndung festgenommen. Also ein Erfolg“.
Diese Aussage der Staatsanwaltschft ist Unfug, da der Tatverdächtige sich „sich montags, donnerstags und sonntags 10.00 Uhr im Polizeirevier Dresden Mitte, Schießgasse 7 in 01067 Dresden persönlich vorzusprechen und (…) zu melden hat“.
Es sollte ja wohl ein Einfaches gewesen sein, ihn bei einer Meldung in Haft zu nehmen.

wydy
1 Monat her

„Der Spiegel“ versucht aus Islamisten einen Homophoben zu machen. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf. Hat auch nichts mit dem Elefanten zu tun, der mitten im Raum steht. War alles ganz ungeplant. Ich gehe auch immer mit mindestens zwei mindestens 20cm langen Messern aus dem Haus.  Und wieder wird eine Entschuldigung für den Attentäter gesucht und gefunden. Das löst aber die entstandenen und in Zukunft immer grösser werdenden Probleme nicht. Wie wollen wir unsere freiheitliche Grundordnung an den Schulen lehren und durchsetzen? Ein großer Teil der Schüler kommt aus einem sozialen, religiösen Umfeld welches eben diese freiheitliche… Mehr

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  wydy

So sieht es doch auch. Und keineswegs nur in Neukölln.
https://twitter.com/ainyrockstar/status/1319209082889404416
Die Polizei ist hilflos und wird angegriffen. Bislang holen sie uns aber täglich noch mehr davon, statt diese, die die Ordnung stören, außer Landes zu schaffen.
Kann mir jemand sagen, welcher gesetzlichen Grundlage gemäß „Migranten“ auch noch all inclusive alimentiert werden?

November Man
1 Monat her

 Aus Worten werden Taten;
„Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da.“
Zitat 22.09.2015 Frau Dr. Angela Merkel.
Oder Martin Schulz SPD zur Flüchtlings-Obergrenze:
„Wenn mehr kommen, dann kommen halt mehr“
Und wenn nun halt mehr kommen und wenn sie nun mal da sind, dann gibts auch mehr Verbrechen.
Von den Grünen hört man ja seit einiger Zeit zu dem Thema nicht so viel, aber wann übernehmen die verantwortlichen Politiker, ihre Sympathisanten, Wähler und Freunde endlich mal die Verantwortung für das was sie angerichtet haben?
Wann?

Deutscher
1 Monat her

Ich glaube, dass die Stimmung endlich langsam kippt. Sogar die taz-Leser haben es inzwischen dicke und braten Islamismusleugner Ambros Waibel, der nicht verstehen will, warum auch Linke was gegen islamistischen Terror haben sollten, ordentlich eins über.
https://taz.de/Wer-bekaempft-den-islamistischen-Terror/!5720553/
Es scheint also das linke Fußvolk gesundem Menschenverstand doch zugänglicher zu sein, als seine Lautsprecher es vermuten lassen

Kristina
1 Monat her

Als ich gestern las, dass ein Syrer als mutmaßlicher Mörder des Touristen in Dresden festgenommen wurde, dachte ich sofort, dass jetzt wieder die gleiche Masche abläuft, wie sonst auch: Der Täter wird für psychisch gestört erklärt, ist somit schuldunfähig und wird in die Psychiatrie eingewiesen. Da solche Täter dort wahrscheinlich nicht lange bleiben, sonst hätte man schon von einem Belegungsnotstand gehört, natürlich ohne Ross und Reiter zu nennen, können sie bald wieder die einheimische Bevölkerung heimsuchen. Insofern war ich fast erleichtert, dass man hier wirklich die Fakten nannte. Dieser Irrsinn, dass selbst Schwerstkriminelle nicht abgeschoben werden und Vollversorgung genießen. Allein… Mehr