Grossteil der Zugewanderten auf Dauer Hilfeempfänger

Der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Uwe Brandl fällt ein vernichtendes Urteil in Richtung Integrationserfolge, wenn er im Interview befindet: „Großteil der Zugewanderten hat an unseren Angeboten kein Interesse“ sowie: „Nach jetzigem Stand wird ein Großteil der Zugewanderten aber auf Dauer in den sozialen Netzen bleiben.“

imago/Jürgen Heinrich

Schon Ende Dezember 2015, ein paar Tage nach Weihnachten, warnte der Abensberger Bürgermeister Uwe Brandl (CSU) davor, die Zuwanderung auf die leichte Schulter zu nehmen, als er unter dem Eindruck beispielsweise einer seine hilfsbereiten Bürger verängstigenden Messerstecherei zwischen Zuwanderern, mit zu den ersten Politikern gehörte, die eine Obergrenze forderten.

Die Devise des Bürgermeisters sei es, so berichtete damals die Mittelbayrische Zeitung, die Menschen zu informieren, „auch über für die Gesellschaft negative Begleiterscheinungen der Aufnahme der Flüchtlinge.“ Auch TE hatte Brandl Mitte 2017 dahingehend zitiert.

Nun, über drei Jahre später, fällt Brandl, der auch Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ist, ein wirklich vernichtendes Urteil in Richtung Integrationserfolge, wenn er im Interview gegenüber Welt befindet: „Großteil der Zugewanderten hat an unseren Angeboten kein Interesse.“

Vehement widerspricht er damit auch den so medienwirksamen Aussagen des Präsidenten der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeber, Ingo Kramer, der gerade in Sachen Integration verkündet hatte: „Wir schaffen das mit der Integration“ und damit also einfach nahtlos an die Welcome-Jubelarien der Industrie aus 2015 angeknüpft hatte. TE titelte dazu: „Vorweihnachtliche Märchenstunde mit BDA-Präsident Ingo Kramer.“

Dort also das Statement aus dem Arbeitgeber-Elfenbeinturm und hier nun die kritische Stimme des einfachen Bürgermeisters. Also von einem, der täglich auf der Straße mit seinen Bürgern in Kontakt ist und von ihren täglichen Erfahrungen zu berichten weiß. Und der auch noch diesen sympathischen niederbayrischen Mumm hat, zu sagen, was ist.

Brandl hält mit seinen Erfahrungen nicht hinterm Berg, wenn er über die ab 2015 neu Zugewanderten berichtet:

„Ich sehe in meiner kleinen Stadt, dass es nur einen verschwindend geringen Prozentsatz echter Integrationswilliger gibt. Der Großteil der Zugewanderten hat an unseren Angeboten kein Interesse. Da werden Sprachkurse geschwänzt oder Auflagen der Behörden nicht eingehalten.“

Auch Brandls Prognose für die kommenden Jahre ist eine Ohrfeige mitten ins Gesicht der vielen Befürworter der Massenzuwanderung und nicht zuletzt des Präsidenten der BDA, wenn der Bürgermeister befindet: „Nach jetzigem Stand wird ein Großteil der Zugewanderten aber auf Dauer in den sozialen Netzen bleiben.“

Auch wer sich noch der Illusion hingibt, dass irgendwann die Rückführungen abgelehnter Asylbewerber in größerer Zahl passieren werde, bekommt von Brandl diesen Zahn gezogen: „Viele bleiben ja ohnehin, auch das sollten wir offen kommunizieren. Solange sich die aktuelle Rechtslage nicht ändert, wozu es eine Zwei-Drittel-Mehrheit bräuchte, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Rückführungsquoten deutlich steigen.“

Die Rezepte des Abensberger Bürgermeisters sind dann allerdings auch nicht besonders hilfreich, wenn auch er letztlich dafür plädiert, die Zugangsvoraussetzungen ins Handwerk zugunsten der Zuwanderer aufzuweichen. Nur so könne doch noch eine deutlich höhere Integrationsquote erreicht werden als heute: „Die unschöne Alternative sind Parallelgesellschaften.“

Nun gut, ein Politiker muss Lösungen anbieten auch da, wo er kaum welche sieht. Denn wenn Brandl zunächst befindet, die Zuwanderer hätten sowieso kaum Interesse an Integration, wie stellt er sich dann Berufsausbildung vor? Sollen die Berufsausbilder das „Bitte“ neu lernen und beispielsweise die Stechuhr abschaffen, wenn einer mal etwas länger ausschlafen will?

Der Ball liegt nun im Feld der Regierung ebenso, wie beim BDA- Präsidenten und weiteren Refugees-Welcome-Adepten, die jetzt zwei Möglichkeiten haben: Mit Brandl in die Debatte einzusteigen oder machen wie immer: solch ehrliche Haltungen gewohnheitsmäßig diskreditieren, diffamieren oder ignorieren.

Dabei allerdings dürfte Vorsicht geboten sein, wenn Uwe Brandl gewissermaßen die Stimme der Bürger ist, wenn er berichten kann, was real passiert und wie das bei ihnen ankommt. Diesen Erfahrungen gegenüber den Kopf in den Sand zu stecken, wird die Politik am Ende teuer zu stehen kommen. Leute wie Brandl sind das Gewissen der CSU-Basis, diese Basis blüht jetzt erst richtig auf, seit Horst Seehofer in Berlin die Segel gestrichen hat.

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Kommentare ( 128 )

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Wer jemals den Schallmeienklängen einer gewissen Frau Merkel glaubte, dass sowohl die Defizite der Geburtenrate als auch in der Rentenkasse von Jenen ausgeglichen werden würden, die eigentlich nur ins gelobte Land wollten ohne auch nur eine Spur von Anpassung-,u. Assimilationswillen bei sich zu haben als Reisegepäck, der hat, meiner Überzeugung nach, wohl von der heiligen Fastnacht geträumt. Nichts, trotz aller anders lautender Beteuerungen, wird sich da zur Zufriedenheit der Wunschträumer erfüllen. Im Gegenteil, dieser Klotz am Bein wird uns bei schwieriger werdender Kassenlage, und die ist zu befürchten nach Lage der Dinge im gesamtwirtschaftlichen Bereich, den sicher geglaubten Boden unter… Mehr

Wer hätte das gedacht?

Echt jetzt? Zuwanderer (wenn ich das Wort schon lese…) nicht integrationswillig. Da konnte ja keiner drauf kommen. Gerade die Jünger Mohammeds sind doch schon seit 40 Jahren für ihre freundliche, dankbare und kooperative Haltung bekannt. Und Afrika ist ja eh Regenbogenland – außer für Weiße, was aber nicht rassistisch ist.

Umschichtung monetärer Mittel ist dringend notwendig. Rein in Rentner, Hartz IV-er, Mindestlohnverdiener. Raus aus analphabetischen Zuwanderern, die man in 30 Jahren nicht in einen sozialversicherungsfähigen/-pflichtigen Job bekommt, selbst wenn man für jeden 100.000 € pro Nase ausgibt. Das wird keiner hier mehr auch nur im Ansatz wieder zurückzahlen können, falls er überhaupt willens und fähig ist. Es gab also Geld, nur war und ist es weiterhin falsch investiert – für einen weiterhin nicht abreißenden Strom illegaler Einwanderer. Interessant übrigens, dass Herr Scholz schon langsam mal auf eine Finanzlücke hinweist – das hat aber alles garantiert nichts mit nichts zu tun,… Mehr

und der Integrationsrat verhindert mit einer erneuten Forderung Integrationswillen :
„Nordrhein-Westfalen
Integrationsrat will Englischunterricht in Grundschulen abschaffen
Der Integrationsrat in NRW will Englisch an Grundschulen abschaffen. Stattdessen sollen die Schüler Alltagssprachen lernen: Türkisch, Polnisch oder Russisch – das sei lebensnäher.“ http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/grundschulen-in-nrw-integrationsrat-will-englischunterricht-abschaffen-a-1252415.html
ausgrechnet in einer globalisierten Welt englisch abschaffen zu wollen hat schon was. Ob wohl der Wohlstand auch und gerade für die Einwanderer haltbar ist, wenn wir aus unseren Kindern Ziegenhirten machen?

Zitat: „Der Integrationsrat in NRW will Englisch an Grundschulen abschaffen. Stattdessen sollen die Schüler ….. Türkisch …“ > DER TAG hat noch gar nicht richtig begonnen UND mir wurder WIEDER SPEIÜBEL. DENN GENAU DAS habe ich heute Vormittag SO beim ersten Zappen durch die Nachrichten bei tagesschau24 erfahren dürfen. Es ist schon bemerkenswert: Da faseln die Polit-„Experten“ von „Weltvernetzung“ und „das die Länder der Welt immer mehr zusammenrücken“. DOCH ANSTATT dann die Weltsprache ENGLISH zu fördern – hinzu in einem Exportland wie Deutschland es (noch) ist, kommen die linksgrün vernebelten Traumtränzer damit an, dass man in NRW an den Schulen… Mehr
Leider, Herr Wallasch, versäumen Sie es, eine der Kernaussagen Brandls wiederzugeben. Nämlich: „WIR bräuchten zweitens eine deutlich intensivere Beteiligung der Wirtschaft. Ich sehe den Staat gefordert, auf DIE FIRMEN zuzugehen. SIE müssen sich viel stärker einbringen, wenn es um die Vermittlung von Fähigkeiten und die Integration in unsere Arbeitswelt geht. Industrie und Handwerk müssen selbst interessiert sein herauszufinden, wer mit seinen Qualifikationen wohin passt oder wie schnell nachqualifiziert werden kann. Es muss UNSER GEMEINSAMES Ziel sein, eine deutlich höhere Integrationsquote zu erreichen als heute. Die unschöne Alternative sind Parallelgesellschaften.“ „Wir“, „unser“ und „gemeinsam“ das ist die Ausdrucksweise der Unfähigsten. Die… Mehr

Er müßte zusammen mit den Verantwortlichen zum Islam konvertieren, dann würde und dürfte man ihn ernst nehmen.
Von „Geflüchteten“ höre ich immer nur Klagen über „Scheiß Deutsche“, „Scheiß Bürokratie“ „Scheiß Nazis“.
Über die Wutbürger macht man sich lustig, verkennt aber, dass die Mehrheit der „Geflüchteten“ massiv enttäuscht sind.
Warum läßt man sie nicht ihre Unterkünfte selber bauen?
das motiviert und macht gute Laune.
Warum soll ein Syrer für ein paar € arbeiten, wenn er auch von AlG2 leben kann und die Groko ihm erzählt, dass er ein von Gott Gesandter ist?

Das möchte ich sehen, wie die angeblichen „Syrer“ ihre Unterkünfte selbst bauen.

Es geht denen nur um eins: Bargeld bekommen und per Western Union in die Heimat schicken. Exportierte Angehörige des „youth bulge“ wollen zudem noch ein paar sexuelle Erlebnisse.

So einfach ist das. Eine Enttäuschung setzt eine Täuschung voraus und die sehe ich nicht.

Die müssen ihre mietfrei gestellten Unterkünfte ja nicht mal selbst putzen.
Dafür kommen Reinigungskräfte, die aus Steuermitteln bezahlt werden.

Merkels „Jobwunder“ ist ein alleine aus Steuermitteln fabriziertes – während Trump gerade ein Tatsächliches auf festem Fundament vollbringt.

Gerne auch ältere Frauen, die ihre niedrige Rente mit Mindestlohn aufbessern, weil sie sonst ihre Miete nicht mehr zahlen können.

Da sagt Herr Brandl >“Solange sich die aktuelle Rechtslage nicht ändert, wozu es eine Zwei-Drittel-Mehrheit bräuchte, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Rückführungsquoten deutlich steigen.“< Wenn ich mich richtig erinnere, war am 04./05. Sept. 2015 NUR EINE STIMME, nämlich die der Kanzlerin Merkel erforderlich, um ab da vollkommen rechts- und gesetzwidrig Millionen sogenannter "Flüchtlinge" über die deutsche Grenze kommen zu lassen, …und dieses unkontrollierte Verfahren wird bis heute praktiziert. Die „Richtlinienkompetenz“ einer Bundeskanzlerin wurde bei der Tragweite einer solchen Entscheidung auf vielen Gebieten weit überschritten! In diesem Land herrschen eigenartige Rechts- und Mehrheitsverhältnisse, insbesondere wenn es um Entscheidungen der… Mehr
Hier sei ein TE-Artikel angeführt, der die unterschiedlichen Kostenschätzungen auflistet: https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/kosten-der-migration/ Das sind unvorstellbare Beträge. Dass die ungebetenen Gäste sich dauerhaft in den Sozialsystemen einrichten, ist klar. Zur Not können die jungen Leute die Stütze durch Schwarzarbeit oder Drogenhandel aufbessern. Das liegt nicht am bösen Willen der Zuwanderer. Deren kulturell inkompatible Sozialisation einschließlich unzureichender Grundbildung war bereits abgeschlossen, als sie in Deutschland aufschlugen. Einige Begabte und Motivierte werden sich durchbeißen. Der Rest muss langfristig alimentiert werden. Hinzu kommen weitere unvorstellbare Kosten durch die vollkommen sinnfreie Abschaltung von Kern- und Kohlekraftwerken im gleichen Zeitraum. Ein sehr lesenswerter Artikel bei achgut.com beleuchtet… Mehr
Es stimmt doch nicht, dass ein Großteil der jungen Männer kein Interesse an nichts hätten. Zumindest Sozialleistungen und Frauen sind sehr begehrt. In meinem Umfeld gibt es viele Zugereiste: in der Pflege, wenige Ärzte, viele Kolleginnen im Hausservice, in der Küche, in der Klinikreinigung. Ohne diese fast immer zuverlässigen MitarbeiterInnen würde die Klinik nicht mehr funktionieren. Allerdings kommen diese MitarbeiterInnen zu 100% aus Europa. Frauen mit abgeschlossenen Ausbildungen und Studiengängen arbeiten bis zur Anerkennung in untergeordneten Bereichen, nur um zu arbeiten. Alle (!) Versuche junge Männer aus der „Schar der seit 2015 hier Schutzsuchenden“ in Lohn und Brot zu nehmen… Mehr