Friedrich Merz wirft keine 24 Stunden nach der Bundestagswahl seine letzten verbliebenen konservativen Grundsätze über Bord. Die Schuldenbremse soll fallen – und Merz riskiert massive Inflation und sogar den Zerfall der Euro-Zone.
Die Stimmen sind gezählt, die Würfel sind gefallen. Deutschland muss künftig ohne Robert Habeck, ohne Sahra Wagenknecht und ohne Christian Lindner auskommen. Das ist nicht weiter schlimm. Schlimm dagegen ist: Die Wahl hinterlässt ein gespaltenes Land.
Sahra Wagenknecht hatte vor der Wahl angekündigt, sich aus der Politik zurückzuziehen, wenn ihre Partei nicht in den Bundestag einzieht. Nach der Wahl gilt das nicht mehr - diese will die Linken-Dissidentin vielleicht anfechten.
Ein Fünftel der Wähler hat für die AfD gestimmt – doch Friedrich Merz schließt die Partei aus will mit der SPD koalieren. Peter Hahne sieht darin eine Missachtung des Wählerwillens. Eine Koalition mit der SPD würde nur die katastrophale Ampelpolitik fortsetzen.
Das neue Wahlrecht führt dazu, dass direkt gewählte Kandidaten ihr Mandat nicht antreten können. Besonders die Union ist betroffen. Die Ampel hat ein Instrument geschaffen, mit dem die Stadtelite die Stimme des Landes aushebelt. Wie hoch ist der Vertrauensverlust in die Demokratie?
Die SPD verliert Arbeiter an die AfD, Großstädter an die Grünen und den Realitätsbezug gleich mit. Selbst mit Boris Pistorius als Kanzlerkandidat hätte die Partei keine Trendwende geschafft – stattdessen diktiert sie nun als Juniorpartner der Union ihre Bedingungen.
Die FDP befindet sich auf dem Weg, die deutsche Geschichte zu verlassen. Doch vorher ist sie noch für einige lustige Geschichten gut. Zum Beispiel dem Machtkampf zwischen einer 66-Jährigen und einem 72-Jährigen.
Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki, der sich gestern in den politischen Ruhestand abmeldete, will nun möglicherweise für den Parteivorsitz kandidieren. Also im Augenblick jedenfalls.
Nach ihrem Wahldebakel versuchen sich die Grünen in Schönrednerei. Doch die Fakten zeigen: Sie haben ausgetanzt. Ihr Superstar Robert Habeck verzichtet auf eine Führungsrolle und inhaltlich droht die Partei im Parlament zerquetscht zu werden.
Nach dem schlechten Abschneiden der Grünen bei der Bundestagswahl zieht Kanzlerkandidat Robert Habeck persönliche Konsequenzen. Die Schuld für das Versagen seiner Partei sucht er bei Alice Weidel und Friedrich Merz.
Die neue Regierung hat 45 Prozent der Wählerstimmen erreicht. So wenig wie noch nie eine Regierung zuvor in der Bundesrepublik. Von einer "großen Koalition" kann bei Union und SPD keine Rede mehr sein.
Die SPD hat die größte Wahlniederlage ihrer Geschichte erlitten - und kommt trotzdem wieder in die Regierung. Sie ist die Untote unter den Parteien. Zwar verspricht ihre Vorsitzende Saskia Esken einen Neuanfang - doch mit altem Personal.
Die Union gewinnt die Wahlen und wird sich nach links öffnen. Das starke Ergebnis der AfD weist in die entgegengesetzte Richtung. Es ist ein Signal der Bürger an die etablierte Politik: Der ersehnte Politikwechsel könnte herbeigeführt werden, würde sich die Union nur trauen. Von Fabian Kramer
Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis die 3.000-Dollar-Marke beim Goldpreis fällt. Sollte US-Präsident Donald Trump den „Trade War“ über angedrohte oder tatsächlich eingeführte Zölle weiter verschärfen, dann – so die Analysten von Goldman Sachs – könnte das Edelmetall bis auf 3.500 Dollar steigen.
Elefantenrunde und dünner Miosga-Talk gaben einen Vorgeschmack auf die Durchwurschtelei, die Deutschland erwartet. Die Mimik des Friedrich Merz wird zum Menetekel: Probleme will er krampfhaft weggrinsen – Angriffe von Links und ausgestreckte Hände von Rechts. Von Michael Plog
Die alten Alten unter den Wählern haben verhindert, dass die von Merkel bis Merz für die Katastrophe der Vernichtung von Wirtschaft und Wohlstand ursächlich verantwortliche CDU die verdiente Niederlage erhielt. Der Selbstabriss Deutschlands geht weiter.
Der TE-Wecker erscheint montags bis freitags – und bietet Ihnen einen gut informierten Start in den Tag. Ideal für den Frühstückstisch – wir freuen uns, wenn Sie regelmäßig einschalten. An Wochenenden und Feiertagen erscheint der Wecker mit einer Schwerpunktsendung.
Die Gegen-Rechts-Aufmärsche haben SPD und Grüne geschwächt, während die Linkspartei profitiert. Das rechte Lager mobilisiert neue Wähler, während das linke sich nur intern umverteilt. Eine Wahl, die alte Gewissheiten ins Wanken bringt.
Der Terror reicht bis nah an diese Bundestagswahl heran. Egal ob in Berlin, Brandenburg oder Mulhouse – die Täter zeigen allen in Deutschland und Frankreich ihre Verachtung. Die Staaten bleiben machtlos. Und auch diese Wahl scheint nichts daran zu ändern.
Nach drei Jahren kehrt die CDU aus der Opposition zurück und stellt zum siebten Mal den Kanzler in der Bundesrepublik. Doch so rechte Euphorie kommt nicht auf. Nicht nur wegen der schwachen Zugewinne – sondern eher wegen der anstehenden rot-grünen CDU-Politik.





























