Verdopplung binnen eines Jahrzehnts: Zahl der Vergewaltigungen steigt massiv

Die Zahl der polizeilich registrierten Vergewaltigungsdelikte in Deutschland hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht: Nach einer bundesweiten Abfrage der „Welt am Sonntag" bei allen Landeskriminalämtern wurden insgesamt 13.920 Fälle erfasst – ein Anstieg um neun Prozent gegenüber 12.771 Fällen im Vorjahr.

picture alliance / Christian Charisius/dpa
Die Angeklagten, ihre gesetzlichen Vertreter und Anwälte sitzen am 10.01.2018 in Hamburg im Gerichtssaal im Strafjustizgebäude. Knapp zwei Jahre nach der Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen in Hamburg-Harburg müssen sich die mutmaßlichen Täter erneut vor Gericht verantworten.

Seit 2018, als die Statistik noch bei 8.106 Delikten lag, zeigt sich somit ein kontinuierlicher Aufwärtstrend, im Schnitt kam es in Deutschland im Vorjahr zu 38 Vergewaltigungen pro Tag. Besonders auffällig sind die regionalen Entwicklungen: In Berlin stieg die Zahl um 12,3 Prozent auf 1.357 Fälle, in Brandenburg um 4,4 Prozent auf 310 Fälle.

In nur zehn Jahren Anstieg von 7.002 auf 13.920 Fälle

Der Vergleich mit früheren Jahren: Im Jahr 2005 registrierte die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamts (BKA) 8.133 Fälle von Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung (nach dem damaligen § 177 StGB, einschließlich Versuche). Zehn Jahre später, 2015, lagen die Zahlen bei 7.022 Fällen. Im direkten Vergleich der Jahresbilanzen wäre die Zahl der Vergewaltigungen mit Beginn der großen Migrationswellen um fast einhundert Prozent gestiegen.

Allerdings: Die große Strafrechtsreform 2016 unter dem Motto „Nein heißt Nein“ hat die Definition sexualisierter Gewalt erheblich erweitert, viele Formen nicht-einvernehmlicher sexueller Handlungen wurden neu oder strenger unter Strafe gestellt. Hinzu kommt angeblich eine messbar gestiegene Anzeigebereitschaft der Betroffenen, wie das BKA und das Bundesinnenministerium in früheren PKS-Berichten stets betonen. Kampagnen wie #MeToo sowie ein stärkeres gesellschaftliches Bewusstsein für Opferrechte tragen dazu bei, dass mehr Taten in die Statistik gelangen. Das Dunkelfeld – nicht angezeigte Fälle – bleibt dennoch groß, wie Studien der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zeigen.

Die aktuell publizierten Daten beruhen auf den landesspezifischen Polizeilichen Kriminalstatistiken: Sie erfassen von der Polizei bearbeitete und abgeschlossene Vorgänge und geben Aufschluss über angezeigte sowie ermittelte Straftaten. Eine Aussage über spätere Verurteilungen oder tatsächliche Tatgeschehen ist damit aber nicht möglich.

Die Aufklärungsquote bei Vergewaltigung, sexueller Nötigung und besonders schweren sexuellen Übergriffen liegt weiterhin hoch – in vergleichbaren Vorjahren bei 83 bis 84 Prozent.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) nennt die sexualisierte Gewalt ein „ernstes Problem in Deutschland“. Vergewaltigungen seien „entsetzliche Verbrechen und eine besonders schwere Form sexualisierter Gewalt“, deren psychische, physische und soziale Folgen die Betroffenen oft ein Leben lang belasteten. Die Politik müsse hier mit Prävention, Opferschutz und konsequenter Strafverfolgung gegensteuern.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) ergänzte, dass zwar die Mehrheit der Tatverdächtigen die deutsche Staatsangehörigkeit besitze, doch Personen mit Migrationshintergrund seien dabei jedoch überrepräsentiert. Poseck verwies auf kulturelle Faktoren: „Unter den Zugewanderten sind Menschen, die durch ein völlig falsches Rollenverständnis geprägt sind und die deshalb Selbstbestimmungsrechte von Frauen missachten.“

Die Daten der Polizei bestätigen klar eine Überrepräsentation nichtdeutscher Tatverdächtiger bei schweren Sexualdelikten im Verhältnis zum Bevölkerungsanteil, betonen jedoch dabei demografische Einflussfaktoren wie einen höheren Anteil junger Männer.

Auffallend ist der Kontrast zur allgemeinen Entwicklung der Gewaltkriminalität: Während Vergewaltigungsdelikte zunehmen, ging die Gesamtzahl der Gewalttaten 2025 leicht zurück – von 217.277 Fällen 2024 auf 212.344 Fälle im Vorjahr. Zu dieser Kategorie zählen schwere Körperverletzung, Raub, Mord und Totschlag.

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Kommentare ( 29 )

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Montesquieu
1 Monat her

Teddybären wollen halt, einmal gekauft, auch geliebt werden. Die sollte man nicht einfach in die Ecke werfen.

Metric
1 Monat her

Das viel viel größere Problem sind doch „digitale Vergewaltigungen“. Weiß doch jede*r. Und hier handelt die Bundesregierung.

MT
1 Monat her

Die Komplexität in der Vergleichbarkeit der Zahlen ist noch größer als Dargestellt. Es gibt keineswegs nur eine Zunahme des Gesellschaftlichen Bewusstseins für sexuelle oder sexualisierte Gewalt. Es gibt im Gegenteil auch das genaue Gegenteil. Die Wahrnehmung scheint Bildungsabhängig zu sein.

November Man
1 Monat her

Vor allem die Grünen, die Lügenpresse, andere Linksextremisten und Migrantenschlepper fassen die insgesamt 13.920 Fälle allzu gerne bekanntlich zu einem Einzelfall zusammen. Es wird Zeit das sich da was durch die AfD gewaltig ändert. Der Staat, in dem Fall diese linksextreme Regierung, ist verfassungsrechtlich dazu verpflichtet, die Sicherheit der Bürger vor Gewalt, Kriminalität und Gefahren für Leib und Leben zu garantieren. Dies ist ein Kernmerkmal des Rechtsstaates, um Freiheit, Grundrechte und die öffentliche Ordnung zu schützen. Laut Grundgesetz (Art. 1 Abs. 1) muss der Staat aktiv die Menschenwürde und Sicherheit der Bürger vor Angriffen Dritter schützen. Und was macht dieses… Mehr

Britsch
1 Monat her

Und was ist da die Ursache? Dadurch, daß man jetzt Jedem die Deutsche Staatsbürgerschaft regelrecht aufdrängt und dies bei bestehen bleiben der mitgebrachten Staatsbürgerschaft wird ja regelrecht versucht dies zu vertuschen. Was haben die selbst ernannten „Moralapostel“ aus Deutschland nur gemacht? Von Moral gegenüber Denen die schon lange oder immer hier sind weit entfernt. Es hat mal Jemand, überlegt, Diejenigen, die schon lange oder immer hier sind (wir) und dieses Land aufgebaut haben, sollten jetzt eigentlich dahin gehen wo die Meisten her kommen. Nur wie ist das in ein paar Jahren? Wenn wir dann dort alles aufgebaut haben und hier… Mehr

cernunnos
1 Monat her

Andrea aus Neukölln wird aber sehr wahrscheinlich eher grün oder rot wählen. Der Kälbermarsch müsste unentwegt aus jedem Lautsprecher plärren.

Michaelis
1 Monat her

Verehrter Herr Schmitt, Sie wissen doch auch, dass man mit ideologischem Vokabular vorsichtig umgehen sollte. Und vielleicht wissen Sie auch, dass „kriminalistische Statistiken“ nicht nur „Realitäten“ abbilden, sondern stets auch den juristischen und soziologischen UMGANG mit vermeintlicher Wirklichkeit.

Kassandra
1 Monat her

Das Gewaltmonopol des Staates versagt – und wir werden „geopfert“.
In Österreich kochte das unter der Regierung Kurz/Kickl einstmals ein paar Wochen hoch – aber seitdem auch dort: still ruht der See: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/mordserie-in-oesterreich-drei-regierungsfrauen-sprechen-klartext/

MartinKienzle
1 Monat her

Das Besatzerkonstrukt BRD (https://www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab Minute 3:25) führt mithilfe der sogenannten „Flüchtlinge“, in Wahrheit sind es Soldaten, Krieg gegen das Deutsche Volke, das die Deutschen aus meiner Warte erkennen sollten, um dadurch entsprechende Verteidigungsmaßnahmen zu ergreifen, anstatt permanent über die Gräueltaten der Soldaten an unserem Volk zu lamentieren!

H. Priess
1 Monat her

Wenn man gleich nach der Tagesschau eine Kriminalitätsumschau, mit dem Namen: Und jetzt wieder unsere täglichen Kriminalitätsmeldungen!, senden würde, könnte die locker die Sendezeit der Tagesschau übertreffen. Dazu danach die Sendung: Heute aus unseren Gerichtssälen, die neuesten Verhandlungen und Urteile! Das sollte eine halbe Stunde bringen und die Zuschauerzahlen würden durch die Decke gehen. Warum ist da noch keiner drauf gekommen? Nicht mal die Privaten die sonst um jeden Zuschauer buhlen? Eine Frage an die Frau Hubig: Wenn eine Vergewaltigung so ein entsetzliches Verbrechen ist, warum werden die Täter dann gehätschelt und getätschelt? warum nicht eine Mindeststrafe von 5 oder… Mehr