Das Bundesgesundheitsministerium prüft aktuell die vom Bundesrechnungshof öffentliche gemachten Manipulationen der Intensivbettenstatistik. Doch die Bundesländer kooperieren kaum. Stattdessen will man den nächsten Lockdown an der fragwürdigen Zahl festmachen.
picture alliance/dpa | Jörg Carstensen
In dem als „DiviGate“ bekanntgewordenen Skandal sollen viele deutsche Krankenhäuser die Zahl der belegten Intensivbetten gefälscht haben, um Subventionen des Bundes zu kassieren. Finanziell klamme Krankenhäuser haben so möglicherweise den Staat abgezockt – und die Zahl der freien Intensivbetten nach unten manipuliert, die eine tragende Säule in der Rechtfertigung von Lockdown und Co. darstellte. Es war der vielleicht größte Skandal der Coronazeit: Denn erstmals wurde deutlich, dass die Regierung Monate vorher von den Vorgängen wusste und dennoch mit der falschen Zahl Politik machte. Nachdem der Bundesrechnungshof den unglaublichen Vorgang aufdeckte, begann das Bundesgesundheitsministerium mit einer Untersuchung des Falls.
Die Länder wollen von dem Skandal offenbar gar nichts wissen. Aus Bayern heißt es gar, die Höhe der Boni für Krankenhäuser sei „grundsätzlich nachvollziehbar“. Ein politisches Interesse, die Manipulation aufzuklären, scheint nicht zu bestehen. Stattdessen fordern immer mehr Spitzenpolitiker die weitere Corona-Politik verstärkt an dieser Zahl der freien Intensivbetten zu koppeln – das passt wohl einfach zu gut ins Konzept.





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