Von 20,8 Prozent bei der Bundestagswahl im Februar 2025 auf demoskopisch 30 jetzt brachten alle anderen Parteien zusammen die AfD in eineinhalb Jahren. Bei den nächsten Wahlen geht es weiter.
picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Gestern forderte Kanzler Merz von SPD und Grünen als „Parteien der politischen Mitte“, zusammen mit der CDU mit der knappen Mehrheit der 82 von 158 Sitzen eine Regierende Bürgermeisterin der Linken in Berlin zu verhindern. Heute haben sich Linke, Grüne und SPD auf Sondierungsgespräche geeinigt. Zur Erinnerung: Bei der Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses wurde die Linke mit 25,7 Prozent der Stimmen Stimmenstärkste, es folgte die bisher regierende CDU mit 18,8 Prozent, die AfD mit 16,3, die Grünen mit 14,3 und die SPD mit 12,1 Prozent (BSW 4,7 und FDP 2,5).
Einig sind sich alle Parteienstaatler, ein Landtagspräsident nicht aus ihrem Kreis, wie diese „gesichert rechtsextremistische“ AfD, das geht gar nicht. „Eigentlich“, sagt die CDU, und ein bisschen die SPD: auch nicht mit der „gesichert linksextremistischen“ Die Linke. Und dann regiert nach viel Geräusch im Roten Rathaus wieder die SED, diesmal „gesichert antijüdisch, antiisraelisch, pro-Hamas, pro-islamistisch und Clan-kooperativ“ – loyal gestützt von den Blockparteien SPD und Grüne.
Berlin ist zwar vorerst nur das Labor für ganz Deutschland und seine Zustände sind erst mal nur in den großen Städten eingezogen, aber der Trend zum verrotteten und heruntergekommenen Stadtbild (Merz) ist unübersehbar. Noch spielt die CDU trotz 4,9 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern demoskopisch in einer Liga mit der AfD in der Zone zwischen fast 20 und 30 Prozent.

Doch mit zuletzt 17,5 Prozent nähert sie sich von Umfrage zu Umfrage der Zone von 10 bis 15 Prozent, in der SPD, Grüne und Die Linke bereits sind.

Wie kurz dauert es, bis Die Linke in den ärmeren Gegenden und die Grünen in den Speckgürteln die Reste der SPD unter sich aufgeteilt haben? Und wie kurz dann, bis sich AfD und AE (alles eins) als zwei Parteien gegenüberstehen, auch wenn CDU-Grüne-Linke-SPD getrennt kandidieren, der vielen schönen Posten wegen und der Scheinpluralität? Die tatsächlichen Unterschiede zwischen den Parteien, gemessen an ihren Taten statt Sprüchen, reichen ja kaum für Flügel einer einzigen Partei. Aber ob getrennt oder zusammen, wann ist es soweit, dass alle zusammen weniger haben als die AfD? Zur Erinnerung: Von 20,8 Prozent bei der Bundestagswahl im Februar 2025 auf demoskopisch 30 Prozent jetzt schoben alle anderen Parteien die AfD in eineinhalb Jahren.

2027 werden an Landtagen gewählt:
18. April: Saarland und Schleswig-Holstein
25. April: Nordrhein-Westfalen
30. Mai: Bremen (Bürgerschaft)
26. September: Niedersachsen
2028 folgen im Herbst die Landtage von Bayern und Hessen.
Hört man den Wortführern im polit-medialen Berlin-Mitte zu, fragt man sich, sehen die von der Wirklichkeit des Landes, in dem sie leben, nichts? Was sie Steuerreform nennen, gleicht erstmals seit 2016 die Inflation nicht mehr aus. Renten- und Pflege-Reform zerreden sie permanent von angeblichen zu angeblichen Kompromissen. Nur noch massivste Subventionen aus Monsterschulden, vor allem in die Rüstung, täuschen ein Wachstum des BIP vor zusammen mit dem Bürokratiewachstum, das ebenfalls täuschend im BIP als Wachstum bilanziert wird.
Die von CDU und SPD geflüchteten Wahlberechtigten haben ihre Stimmen der AfD als NEIN zu CDU und SPD gegeben. Einen Grund, ihnen JA zu sagen, liefern CDU und SPD beharrlich nicht. Denn sie bleiben stur bei ihren Fehlwenden, wollen ihre Gangart noch verschärfen, statt die Fehler zu korrigieren, statt Wenden zu wenden.

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