Am Ende war es eben doch kein Grieche. Der Täter von Homburg ist ethnischer Albaner. Die Nennung der bloßen Staatsangehörigkeit nach schweren Gewalttaten genügt nicht mehr. Die ethnische Herkunft muss hinzukommen, damit die Öffentlichkeit nicht desinformiert wird. Der genaue Name des Täters bleibt nach einem griechischen Bericht weiter unklar.
picture alliance/dpa | Wolfgang Jung
Es war eben doch kein Grieche – kein ethnischer, keiner, dessen Muttersprache und Kultur zweifellos griechisch sind. Das müsste nach so vielen Tagen der Berichterstattung eigentlich als Richtigstellung groß in allen Zeitungen gedruckt werden. Die weitergegebene Nachricht beruhte dabei auf der lückenhaften Information durch Polizei und Justiz. Und man fragte sich: Warum eigentlich erfuhr die Öffentlichkeit nicht weitere Details zum Täter, um ihn und die Tat besser einschätzen zu können? Die Nachfrage von TE bei der zuständigen Staatsanwaltschaft führten zu Datenschutzbedenken.
Es geht um die tödliche Gewalttat von letzter Woche, als ein Fahrgast den Zugbegleiter Serkan C. kurz vor dem saarländischen Homburg durch einige gezielte Schläge gegen den Kopf erschlug. Bald meldeten zahlreiche Medien, dass es sich beim Täter um einen „26-jährigen Griechen“ handele. Das ging so rauf und runter, ohne dass weitere Details benannt worden wären. Unklarheiten im Anfangsstadium von Ermittlungen werden nicht kritisiert. Aber hier lag zum Teil Vorsatz vor: Die persönlichen Daten des mutmaßlichen Täters wurden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht.
Auch der Vorname wurde in diesem Fall einer schweren Gewalttat nicht genannt, da – so die Staatsanwaltschaft gegenüber TE – „ein gesteigertes Risiko“ bestehe, „dass der Beschuldigte auch bei nur teilweiser Nennung seines Namens identifiziert werden könnte“. Sein griechischer Vorname sei nämlich in Luxemburg und Deutschland selten.
Athener Zeitung nennt anderen Namen: Eine neue Charade?
Doch nun kennen wir einen Vornamen und einige weitere Details. Die Bild wollte mit der Recherche vor allem ein böses Gerücht zerstreuen: In griechischen Medien und deutschen Leserkommentaren hatte es geheißen, der Täter sei ein kürzlich nach Griechenland zugewanderter Syrer und zudem „Islamist“. Das stimmte anscheinend nicht. Wie Bild berichtet, ist der Täter aber auch kein Herkunftsgrieche, sondern soll ethnischer Albaner aus dem nordgriechischen Thessaloniki sein, der in der zentralmakedonischen Großstadt nur aufwuchs. Sein Name lautet angeblich „Ioanni V.“, also gemäß Bild.
Dass To Vima durchaus direkte Nachrichten von der Sache hat, zeigt ein Detail, das in der deutschen Presse bisher kaum erwähnt wird, nämlich dass der mutmaßliche Täter inzwischen von der Justizvollzugsanstalt Zweibrücken in die JVA Wittlich verlegt wurde. Geboren sei der Beschuldigte am 25. Januar 2000 (bei Bild: „im Januar 2002“) in Thessaloniki.
Schwieriger Zugang zur „Quelle“
Die griechische Blatt kommt zur Einschätzung: „Es bleibt eine Nachfrage wert, warum so viele Spekulationen und Fake News rund um diesen Fall kursierten, der die deutsche Öffentlichkeit und die griechische Gemeinschaft in Deutschland erschütterte.“ Zum einen hätten sich einige über die Nennung der Staatsangehörigkeit echauffiert. Das führte auch in Griechenland zu Gerüchten, dass absichtlich etwas verschwiegen werde.
Es sei nicht wahr, dass griechische Korrespondenten in Deutschland absichtlich etwas verschwiegen hätten. Aber die Zeitung fragt, warum nicht zumindest der Vorname veröffentlicht wurde wie in ähnlichen Fällen üblich. Ein weiterer Rebus dieses Artikels: „Der Zugang zur Informationsquelle bleibt sehr schwierig, und der mutmaßliche Täter möchte keinen Kontakt zu den konsularischen Behörden aufnehmen.“ Das sind zwei Dinge: zum einen die deutschen Behörden als schwierige Quelle, dann der Täter, der offenbar nichts mit dem griechischen Konsulat zu tun haben will.
Klar wird so jedenfalls, dass die deutschen Behörden hier extrem vorsichtig agierten, um das Mindeste zu sagen. Warum? Sollte etwa nichts von der Identität des Opfers ablenken, das wir inzwischen mit vollem Namen und aus zahlreichen Bildern kennen? Sogar ein Bild des Sargs mit Koransuren darauf kursiert. Sollte so ein neues „Hanau“ errichtet werden, ein neuer NSU, also eine neue Erzählung von in Deutschland besonders durch Gewalt gefährdeten Migranten?
Drei Handynummern, darunter eine britische
Aber auch beim Täter geht es um doppelten Migrationshintergrund: Nicht nur war der beschuldigte Albaner in Nordgriechenland aufgewachsen, er war auch erst vor einem halben Jahr in ein Co-Living-Haus in Schlewenhof in der Gemeinde Leudelingen (Kanton Esch an der Alzette) eingezogen. Dort soll er schon als gewaltbereit aufgefallen sein, es wird von einer Prügelei um einen Parkplatz berichtet. „Er hat ein ziemlich heftiges Temperament“, wird ein Mitbewohner, ein gewisser Ahmed Hamed, zitiert.
Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken blieb auch gegenüber der Nachfrage von TE standhaft und sprach „nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen“ von einem „in Griechenland geborenen griechischen Staatsbürger“. Das lässt sich nicht verifizieren, ist aber bei Geburt in Griechenland möglich, zumindest wenn die Eltern da schon mehr als fünf Jahre im Land lebten. Daneben können Ausländer einen griechischen Pass bekommen, wenn sie in Griechenland die Schule abschließen. Der Migrationshintergrund bleibt freilich, und selbst im vergleichsweise beschaulichen Thessaloniki gibt es Parallelgemeinden von Albanern und anderen Zuwanderern, die weitgehend außen vor bleiben und mit Misstrauen beäugt werden.
Albaner sind in Griechenland überproportional delinquent
Albaner bilden heute zwei Drittel der ausländischen Bevölkerung in Griechenland und sind häufig als Hilfsarbeiter in Landwirtschaft oder Baugewerbe tätig. Zumal im Norden, wo sie massenhaft und nicht immer legal in das Land einsickern, haben sie keinen guten Ruf und sind meist schlecht integriert. Ihnen wird außerdem eine Neigung zur Delinquenz nachgesagt, vor allem zu Diebstahl und Einbrüchen, was Statistiken bestätigen. Aber auch Körperverletzungen und Drogendelikte sind häufig. Albaner stellen heute drei bis fünf Prozent der Bevölkerung, aber knapp 14 Prozent der Strafgefangenen. Albanien hat im europäischen Vergleich eine hohe Gewaltrate, auch wenn Länder wie Frankreich und Schweden ihm eng auf den Fersen sind.
Solche Faktoren und Grundlagen gehören zum Nährboden einer Tat, wie sie im Regionalzug bei Homburg geschah. In diesem Fall hätte übrigens selbst die Frage nach dem Vornamen, die TE an die Staatsanwaltschaft richtete und die nicht beantwortet wurde, nicht weitergeholfen: Ioannis ist einer der häufigsten griechischen Vornamen und zweifellos christlich, das Gleiche gilt für Vasilis. Wie lange der mutmaßliche Täter den einen oder den anderen Namen trug, ob er auf eine Taufe zurückging oder nur ein griechischer „Rufname“ war, der einen albanisch-muslimischen ersetzt – all das wissen wir nicht. Die Praxis gäbe es durchaus, denn muslimische Vornamen bleiben in der griechischen Gesellschaft fremd. Es gibt also den Anreiz, den eigenen Namen zu hellenisieren.
Umso wichtiger wird bei diesem Bündel von offenen Fragen die ausdrückliche Offenlegung der ethnischen Herkunft, wobei die Quelle unklar bleibt. War es etwa die Gemeinde Leudelingen? Bürgermeister Lou Linter bestätigt gegenüber L’Essentiel: „Solche Ereignisse stärken natürlich nicht das Sicherheitsgefühl der Menschen.“ Wie sollten sie … Richtig und gut ist es, wenn kommunale Amtsträger solche Effekte zugeben, statt sich hinter vorgeblichem „Datenschutz“ zu verstecken.
Es bleibt beim Rätsel um die genaue Identität und einen glaubwürdigen Namen des mutmaßlichen Gewalttäters aus dem Regionalzug bei Homburg. Wenn eine Zeitung von „Ioanni V.“ schreibt und die andere von „Vasilis I.“, dann ist das noch keine zufriedenstellende Information, weil anscheinend der Vor- und Nachname nach Belieben vertauscht wurden und sich so kein plausibler „griechischer Name“ ergibt. Auf Anfrage von TE hat die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass sie den Namen nicht offengelegt hat. Die kolportierten Namen will sie weder bestätigen noch dementieren.



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Dieser sinnlose Staatsanwalt schützt den Mörder. Man darf noch nicht mal den Vornammen wissen. Die Türken werden es klären= BRD 2026
Das nächste Mal bei der Polizei fragen ob der Täter einen Dolmetscher braucht und wenn ja, in welcher Sprache. Es gibt Mazedonische Albaner – vor allem die jüngere Generation – die kein Wort Mazedonisch sprechen. Könnte mir vorstellen, dass der Täter auch kein Griechisch kann.
Schon seltsam, das Wohnhaus des Täters ist bekannt, die übliche Boulevardpresse klingelt sich üblicherweise für Informationen durch die Nachbarschaft (das sogenannte Witwenschütteln) und hinterher weiss man sogar alles von Elternhaus über Geschwister, Herkunft und Jugend des Täters. Hier bleibt das komischerweise aus..Bei dem Kerl der damals mit dem LKW in Berlin über den Weihnachtsmarkt gedonnert ist wusste man hinterher sogar den Namen und den Wohnort der Eltern in Tunesien und wieviele Arme der Vater noch hatte und die restlichen 8 Geschwister durften auch was sagen. Auch der Werdegang des Südsudanesen aus Hamburg war nach einigen Tagen bebildert nachvollziehbar. Und hier?… Mehr
Die trauernden Hinterbliebenen werden schon wissen oder heraus bekommen, wer ihren Angehörigen da ins Jenseits beförderte – und eventuell gibt es bei denen auch die Sitte, solchen Mord an der anhängenden Täterfamilie zu rächen. In Albanien gibt es jedenfalls so was wie Kanun – einen Ehrenkodex – hier vor Merkels Sause so gut wie unbekannt – aber bei solchen uns zugemuteten Tätern immer mitzudenken: https://de.wikipedia.org/wiki/Kanun_(Gewohnheitsrecht) Einmal auf islamischen Namen getauft ist verboten, den in einen christlichen zu wechseln, eh ganz und gar verboten, einen christlichen Namen zu wählen: https://www.islamweb.net/de/fatwa/122793/Darf-man-Kindern-Namen-geben-die-nicht-von-Muslimen-verwendet-werden Es wäre also als Taqiyya zu werten, nutzte ein muslimischer Mann… Mehr
Ich verstehe die Geheimniskrämerei nicht. Nationalität und ethnische Herkunft/Migrationshintergrund immer nennen bei Täter und Opfer (soweit bekannt), und gut ist’s. Medienkonsumenten machen sich in Einwanderungsgesellschaften ohnehin ihre Gedanken, auch wenn nur ein Mensch einen anderen Menschen angreift.
Die Gedanken machen sich nur Konsumenten der „alternativen“ Medien. Die anderen glauben der Propaganda.
Beim Zeus, die Griechen nehmen uns ja die dringend benötigten Fachkräfte weg.
Hatte nicht die Familie von Serkan C. gebeten, den Namen öffentlich zu nennen?
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/ludwigshafen-getoeteter-zugbegleiter-serkan-c-familie-meldet-sich-100.html
Das Opfer hieß Serkan Çalar – und sein Name soll nicht vergessen sein.
So wie kein Opfer von Merkels Migrationsirrsinn vergessen sein soll !!!
Jeder indigene Deutsche hier ist „vogelfrei“!
Jeder Hergelaufene wird in einen Seidenkokon gepackt, mit rotgrüner Schleife!
Finde den Fehler.
Die Marschrichtung ist doch klar. Laut UN-Migrationspakt, den Merkel 2018 höchstselbst unterzeichnet hat, soll über Flüchtlinge und Migration nur positiv berichtet werden. Das bedeutet, dass Straftaten von Migranten relativiert und verschleiert werden sollen.
Für linke Universalisten ist es einfach unerträglich, dass sich die Ethnien dieser Erde im Hinblick auf die Häufigkeit antisozialer Persönlichkeitsstörungen wahrscheinlich doch signifikant unterscheiden. Ein Blick auf die Statistik der Mordraten und Inhaftierungen spricht hier Bände. In „Race Differences in Psychopathic Personality“ hat Richard Lynn die empirischen Forschungsergebnisse dazu referiert – beeindruckend.
Leider gehört zum Glaubensbekenntnis der Linken, dass es nun einmal keine Rassen gibt.