Grüne 2021: „Keine Waffen in Kriegsgebiete.“ Grüne 2026: „Noch mehr liefern!“ Jetzt sucht das Verteidigungsministerium mit Landser-Kitsch-Plakaten Soldaten, die so gar nicht in der grün-woken bunten, diversen, queeren und vielfältigen Welt vorkommen. Ob das funktionieren kann?
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In der Kurve erkennt man die Linientreue. Und die Linientreuen müssen neuerdings beim Kurvenfahren sehr große Herausforderungen bewältigen. Schwarz ist jetzt weiß, 0 ist 1 und Pazifismus ist jetzt auch nicht mehr so ganz doll. Eventuell ist er sogar rechts. Wer weiß?
Das ist ein Wahlplakat der Grünen aus dem Jahre 2021.
— BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (@Die_Gruenen) September 21, 2021
„Keine Waffen und Rüstungsgüter in Kriegsgebiete“. Eine klare Aussage. Die aber jetzt problematisch ist und deshalb, aus heutiger Sicht, damals natürlich so nicht gemeint gewesen sein will. Jetzt gilt, ganz besonders bei den Grünen, vor allem für ein spezielles Kriegsgebiet, genau das Gegenteil. Jetzt heißt es: Möglichst viele Waffen in eine Kriegsgebiet, denn, jetzt will man „noch mehr von dem liefern, das jetzt so effizient hilft, also Luftabwehr, Artillerie, Mehrfachraketenwerfer“.
Für Marketingfachleute, oder in diesem Fall für die Propagandisten der Agitprop-Abteilungen in Parteien und den, von der Regierung wohlwollend betrachteten Medien, sind solche grundlegende Wechsel, naja, wie formulieren wir das?, ah ja, ebenfalls eine Herausforderung. Eine Herausforderung, die durchaus der er Agitprop-Abteilung der sowjetischen Komintern aus dem Jahr 1939 vergleichbar ist. Diese stand vor der Aufgabe, das Regime der deutschen Nationalsozialisten, das sie bisher als Feind der Sowjet-Union dargestellt hatten, nach dem deutsch-russischen Pakt als ideale Partner für genau dieselbe Zielgruppe zu präsentieren.
Das Verteidigungsministerium hat diese, gewiss nicht einfache, Aufgabe jetzt einer Werbeagentur übertragen. Mitarbeiter von Werbefirmen müssen dem Zeitgeist folgen und versuchen, die Strömungen des Zeitgeistes auf die Produkte ihrer Kunden zu übertragen und Konsumenten, von denen die Werber wiederum annehmen, dass diese dem Zeitgeist positiv gegenüberstehen, zum Kauf der beworbenen Produkte oder Dienstleistungen zu animieren. Der Zeitgeist, den die Werbeagenturen bis vor ein paar Jahren in jeder Werbung abbildeten, war bunt, divers, vielfältig und queer.
Und genau hier traten dann bei der geplanten Werbekampagne für die Bundeswehr offensichtlich erste Dissonanzen auf. Ob beim Verteidigungsministerium oder bei den Werbern, oder bei beiden, ist nicht klar. Tatsache ist, dass man offensichtlich in den Personen, die die bunte, vielfältige und queere Regenbogenwelt der neuen grün-woken Welt abbilden, nicht den Idealtyp eines Soldaten erkannt haben will. Der ideale Soldat, den das Verteidigungsministerium vor Augen zu haben scheint – wenn man sich jetzt ihre Werbeplakate betrachtet – kommt nämlich in der bunten Regenbogenwelt überhaupt nicht vor. Und wenn doch, dann negativ konnotiert: weiß, deutsch, ergo rechts, wahrscheinlich sogar irgendwie nazi.
Also diese Personen, weiß, deutsch und vielleicht rechts, sind für das Verteidigungsministerium die idealen Verteidiger einer bunten, diversen, vielfältigen und queeren Gesellschaft? Einer Gesellschaft, in der diese Personen nicht, oder wenn, als verachtenswerte und rückwärts gewandte Störenfriede vorkommen?
Ob das so funktionieren wird? Werden diese Soldaten für eine Gesellschaft sterben wollen, die sie verachtet und in der sie eigentlich unerwünscht sind? Und würden sie und ihre Angehörigen diesen Tod als süß und ehrenvoll empfinden?
„Dulce et decorum est pro patria mori“, ist nicht nur ein Gedicht von Horaz, sondern auch von Wilfried Owen, der darin seine im Ersten Weltkrieg gemachten Erfahrungen beschreibt. Es lohnt sich, das Gedicht im Internet zu suchen und dann zu lesen. Es ist eine wertvolle Ergänzung zum neuen Landser-Kitsch der Werbeagenturen.

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Jetzt drehen die Kriegstreiber völlig durch.
Für das verrückte Regime mache ich keinen einzigen Finger krumm.
Wie kann man nur so blöd sein, diesen Kriegstreibern eine stimme zu geben ?
Wenn dann die ersten Raketen Einschläge kommen, ist das Entsetzen wieder ganze groß im Land der dummen Deutschen.
Für ein demokratisches Land würde es sich vielleicht lohnen zu kämpfen. Aber sicher nicht für eine Parteienoligarchie, die sich das Land zur Beute gemacht hat und es nicht mehr loslässt.
Das wird nix: Keine Regenbogenflagge und der Typ trotz seinem martialischen Blick zu weiß, zu europäisch, nicht divers genug. Glatze, Schnauzbart und Bräunungslotion machen aus einer Kartoffel halt noch keinen Kämpfer und einen Kämpfer für Deutschland schonmal garnicht. Kämpfer GEGEN Deutschland und seine Bürger haben wir hingegen genug. Im Jahr 2024 hatten die Regierungssöldner schon die Stärke mehrerer Divisionen erreicht, allerdings nicht Panzerdivisionen, denn sowas wie Panzer hat unsere Bundeswehr nicht mehr. Auch keine Waffen. Also kämpfen ihre Söldnerheere mit einfachen Messern. Damit haben sie es in 2024 schon auf 29 000 Angriffe gebracht, so jedenfalls Feroz Khan – Link… Mehr
Wissen Sie was? Liegen Sie mal bei Temperaturen um den Gefrierpunkt stundenlang im Wald oder marschieren Sie 24h nach der letzten Mahlzeit bis zum Umfallen. Glauben Sie, die Söhne anderer, die sich für Sie abschlachten lassen sollen, interessieren sich ernsthaft für das, was Sie da zum Besten geben???
Ich wollte Ihnen hier nicht zu nahe treten, allerdings kollidieren Ihre eher abstrakten Darlegungen mit den von mir exemplarisch dargelegten soldatischen Realitäten – selbst erlebt, in gesteigerter Form (also im realen Krieg) nachvollziehbar anhand aktueller Reportagen („An Putins Frontlinie“, „Der Feind im Wald“).
180kmh?
Na, Sie sind aber flott unterwegs 😉
PS: Können Sie mir verraten, wo man heute auf Bundesdeutschen Autobahnen noch diese Geschwindigkeit erreichen kann?
Wahrscheinlich mit einem Panzer
Im Namen der Politik heldenhaft in den Tod.
Hört sich an, wie eine Schmonzette aus einem Western des Vor-Vorherigen Jahrhunderts.
Wer nicht einmal für Sicherheit im eigenen Land sorgen kann, fordert junge Menschen dazu auf, im Ausland dafür zu sorgen.
Erbärmlich.
Wir sind eben „von der Wirklichkeit umzingelt“ ((c) R. Habeck). Da muss man dann schon mal unorthodoxe Maßnahmen ergreifen. Im Übrigen lasen wir doch vor einiger Zeit in der Linkspresse, dass die Söhne der „Unseredemokratie“ für das Schlachtfeld ohnehin viel zu schade sind. Die abgebildeten „echten Kerle“ sind es offensichtlich nicht! Ihre Rolle im Leben besteht darin, „anderen Sicherheit zu geben“, ansonsten aber bitte nach der uralten Bundeswehr-Maxime zu handeln: „Fragen? Keine? Wegtreten!“
Ich habe jetzt verstanden:
Krieg ist ein Naturgesetz.
Aus meiner Sicht gibt es kein spirituelles Gesetz, das über den Zustand dieser Welt entscheidet. Der Starke beschützt „seine“ Schwachen nur, als dass sie ihm für den Kampf gegen seinen Feind zur Verfügung stehen. Sein Feind ist der andere Starke. Beide gönnen sich das Schwarze unter dem Nagel nicht und schicken, wenn keine andere Lösung mehr greift, ihre „Schwachen“ gegen sich zum Kampf, als ihre Werkzeuge. Gewöhnliche Soldaten sind auch nicht hochherzig. Sie kämpfen voller individueller Angst getötet zu werden. Sie wissen, ihr Leben verlängern sie nur dann, wenn sie zuerst schießen. Sie denken, wenn ich schon sterben muss, dann… Mehr
Es gibt keine Hoffnung. Die Entwicklung der Menschheit wurde bis heute getrieben von den menschlichen Eigenschaften Gier, Raffsucht, Neid, Missgunst. Das Streben nach Macht und Reichtum ist unbezwingbar. Im unausweichlichen Krieg um Rohstoffe und Einflusssphären sterben nicht nur Soldaten, sondern es profitieren davon viel mehr Menschen, als man denkt. Selbst der einfachen Mensch sagt, wenn ich es nicht mache, dann macht es ein anderer. Also gehe ich in die Rüstungsfabrik und drehe Granaten oder in den Textilbetrieb und nähe Uniformen. Ich und meine Familie, wir müssen schließlich von irgend etwas leben. Und so stellen die einfachen Leute die Waffen her,… Mehr
O.g. Verständnis eines Mannes über seine Verantwortung gegenüber Familie und Gesellschaft war Ehrenpflicht und Selbstverständlichkeit in Hochkulturen wie Griechenland und Rom. Das war jedoch in ihrer Blütezeit, zur Zeit des „gerechten Herrschers“, noch bevor die Gesellschaft in das übergegangen war, was Platon Tyrannei genannt hatte (Politeia). Das niedergehende Rom gibt ein Bsp. wie die notwendigen Tugenden zerfallen, und dagegen Gier, Machthunger und Unbildung den Untergang begünstigten (s. Marcus Aurelius). Eine entsprechende philosophische Höhe könnte man in Europa in der Epoche der Bürgerlichen Gesellschaften zum Jahrhundertwechsel verorten. Allerdings ist es auch Zeichen unserer Zeit, die Charakteridee eines verantwortungsbereiten Mannes in einer… Mehr
Was wollen sie uns mit ihrem Artikel sagen Herr Punzmann?Darf sich jeder raussuchen? Noch einen idioten-grüne 68′ Parole für sie Herr Punzmann: „Stell dir vor, es ist Krieg und niemand geht hin“ „Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben“ ??? Nein Herr Punzmann niemand stirbt gerne !!! = biologischer Reflex Auch Putins zwangsrekrutierten aus Russland und Korea sterben nicht gerne, abgesehen von ein paar die Wahn des russichen Faschismus sterben, aber sie sterben für die kranke Idiotie eines stalinistischen Verbrechers im Kreml. Sie Herr Punzmann meinen bestimmt die über 600.000 gestorbenen russischen Soldaten, Männer und auch jungen… Mehr
„Soldaten sind Mörder“ – gerichtsfest zugelassen!!!
Tut mir leid, aber ich gehöre zu denen, die die Geschichte anders „verstanden“ haben. Dazu muß ich allerdings nicht erst aufwändig erklären, daß ich Kriege nicht mag. Aber eines sollte klar sein: was Realpolitik bedeutet, wurde insbesondere im sog. Westen vollkommen verlernt. Und um diese Feststellung zu machen, muß man weder Putin, noch Trump besonders ins Herz geschlossen haben. Man muß lediglich deren Politik mit „unserer“ vergleichen.
Wäre ich Russe, oder Amerikaner, dann müßte ich jedenfalls nicht groß überlegen, ob ich mein Land verteidige. Und darum geht es doch im Kommentar, oder?
ja dann gehen Sie doch an die Front…. am besten mit Trompeten
Wo haben sie nur ihren Russenhaß her, ist das erblich bedingt? Nebenbei, sterben müssen wir alle ob so oder so. Außerdem sterben die Soldaten nicht für Führe….sondern für den Fahneneid, können sie nachlesen.
Nicht „Zone“. Die Frau ist aus Hamburg. Ohre Eltern rannten freiwillig in den Stalinismus.