Lohnt es sich heute noch, selbstständig zu sein? TE war für eine Straßenumfrage in Göttingen unterwegs und hat Passanten befragt, welche Probleme und Chancen sie sehen.
Lohnt es sich heutzutage überhaupt noch, in Deutschland selbstständig zu sein? Sophia Juwien spricht in Göttingen mit Passanten über Bürokratie und hohe Steuern und darüber, dass Unternehmer in Deutschland zunehmend ausgebremst werden. Die Folgen sind verheerend: Laut ifo-Institut sieht inzwischen jeder fünfte Selbstständige seine wirtschaftliche Existenz in Gefahr.

Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Wer selbstständig war oder ist, kennt alle Facetten des Lebens, bei Erfolg und Mißerfolg beginnend, vermögend oder unvermögend zu sein und die Arbeitsleistung und die Belastung bleibt ständig gleich und nicht einmal der Zenit im erfolgreichen Unternehmerleben schützt vor einem Absturz und wer das alles kennt, weiß die Bedeutung zu schätzen, wenn man alles unbeschadet und erfolgreich übersteht, denn zum Schluß könnte es noch in die Armut führen, weil viele Imponderabilien unberechenbar sind, als das Hauptproblem, selbst bei sorgfältigster Ausführung und trotzdem ohne Gewähr. Die Höhepunkte eines unternehmerischen Lebens sollten nicht über die Risiken hinweg täuschen, denn Sicherheiten gibt es… Mehr
Jeder Selbständige in Deutschland hat zu jeder Zeit seiner Selbständigkeit Existenzangst. Weil seit Beginn der 70er Jahre mit dem Regierungseintritt der Sozis eine unternehmer- und selbständigenfeindliche Ideologie bis hin zur Gesetzgebung Einzug in den deutschen Alltag hielt. Es ist in der Folge erfolgreich gelungen, das mediale Augenmerk weg von Selbständigen und Mittelstand ausschließlich auf das Feindbild „Großkonzerne“ zu lenken, obwohl deren Anteil an der Brutto-Wertschöpfung bei ca. 50% und beider Zahl der Betriebe bei fast 90% liegt. Das ganze Gewerkschafts- und Tarifgedöns funktionierte nur solange, wie es für Deutschland Billiglohnländer (zuerst die DDR, dann die EU-Osterweiterung, mit der Ukraine hat… Mehr
Wer sich in Deutschland selbständig macht, muss eine extrem hohe Leidensfähigkeit mitbringen, sowohl was Bürokratie, als auch Steuern und Abgaben angeht. Wer hier nämlich Leistung bringt, wird gemolken wie eine Hochleistungskuh. Man ist wirklich der dumme August.
Selbstständige haben ihren „Beruf“ als Kernaufgabe, müssen aber enorm viel Zeit darüber hinaus für Bürokratie, Eigenleistung, Betriebsentwicklung, Instandhaltung, Krisenbewältigung, Mitarbeitermanagement aufwenden, Zeit und Energie die fast von niemand mit einberechnet wird, der abhängig beschäftigt ist, und hierzu seinen Senf gibt. Meistens schlagen einem ungefähr an dieser Stelle die Hater-Kommentare entgegen, wie gut es „den Chefs“ doch geht, und dass das doch nur ein Weg wäre Steuern zu. hinterziehen, man selbst würde niiiemand kennen, der auf diesem Weg nicht „fett und reich“ geworden wäre. Man tobt sich in Neidkomplexen und Vorurteilen aus. Die Kommentare werden es zeigen. Also: auf Unterstützung durch… Mehr
Selbständigkeit als Psychotherapeut/in lohnt sich, weil es immer mehr Leute mit Depression und Angstzuständen gibt.
Das ist nicht der Fall, da der Psychotherapeut ab ca. 75.000€ Jahresumsatz bereits 42% Spitzensteuersatz zahlt und so von den ca. 95€ pro 50 Minuten-Einzeltherapiestunde (goä und ebm) 55,10€ übrig bleibt und das obwohl man Psychologie oder Medizin mit Zusatzprüfung studiert hat. Die 55€ bleiben aber auch nicht übrig, da davon noch Jahresbeiträge für die Ärzte- oder Psychotherapeutenkammer, Gebühren für die Kassenärztliche Vereinigung, Arzthaftpflicht, Softwarekosten, Steuerberater, und und und abgehen. Damit beantwortet sich auch die Frage, warum man so schwer einen Therapieplatz bekommt. Im übrigen vermeiden es viele junge Ärzte, eine selbständige Praxis aufzumachen und lieber angestellt arbeiten oder gleich… Mehr
Da ist was dran, Sie sprechen von Kassenärzten und -psychotherapeuten, nicht von solchen, die nur Privatpatienten nehmen. In unseren Kliniken wimmelt es übrigens nur so von ausländischen, angestellten Ärzten. Für die lohnt es sich anscheinend.
Vielleicht ist der Verdienst in Deutschland noch etwas höher als in ihren Heimatländern oder vielleicht finden sie in den Heimatländern gar keine Anstellung aufgrund von fehlenden Krankenhäusern.
Das klang ja noch recht harmlos in dem Video. In Wirklichkeit sind die deutschen Steuergesetze in Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Kammern der Tod jeder Selbständigkeit. Man braucht nicht fragen, warum junge Ärzte die Selbständigkeit scheuen aber es geht quer durch alle Branchen. Die Folgen sind klar: Deutschland geht den Bach runter.
Ich war knapp 25 Jahre solo-selbstständige Wirtschaftsberaterin. In dieser Zeit habe ich sehr gutes Geld verdient. Allerdings habe ich auch bereits sehr früh feststellen müssen, dass ich es trotz guter Honorare nicht schaffen würde, mir eine auskömmliche Altersvorsorge auf konservativem Wege zu erschaffen, da die gesamte Steuer- und Abgabenlast bereits schon sehr lange viel zu hoch ist. Also entschied ich mich bereits sehr früh, weniger und dafür länger zu arbeiten, denn für ein späteres „Hartz4“-Niveau wollte ich mich nicht abschuften. Mir ging es damit sehr gut. Eine stets wiederkommende Frage in meinen Beratungen war jene nach den Optionen der Altersvorsorge.… Mehr