Empfehlung für Jean Asselborn: Erst denken, dann reden

Luxemburgs sozialistischer Außenminister Jean Asselborn im SPIEGEL-Interview: „Kanzler Kurz spricht die Sprache Donald Trumps.“ Eine von vielen abwegigen Äußerungen von Europas dienstältestem Außenminister.

© JohnThys/AFP/Getty Images

Zur „Begründung“ für seinen Trump/Kurz-Vergleich führte Asselborn an: „Kurz sagt, jedes Land entscheidet alleine, ob es Flüchtlinge aufnimmt… Wer so spricht, versteht das Einmaleins in der Europäischen Union nicht, den Grundgedanken der Solidarität.“ Es ist geradezu abenteuerlich, zu erklären, Kurz spreche wie Trump, nur weil Kurz sich – so wie eine Reihe anderer europäischer Staaten – gegen eine Zwangsquote für Flüchtlinge ausspricht.

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Offenbar hat sich Asselborn entweder zu wenig mit Kurz oder zu wenig mit Trump beschäftigt, sonst würde er nicht behaupten: „Kurz spricht die Sprache Trumps“. Zur Erinnerung für Luxemburgs sozialistischen Außenminister daher noch mal einige von vielen Äußerungen Trumps – verbunden mit der Frage, ob das auch die Sprache von Kurz ist:

„Niemand baut bessere Mauern als ich“; „niemand respektiert Frauen mehr als ich“; „niemand in der Geschichte dieses Landes hat je so viel über Infrastruktur gewusst wie Donald Trump“; „niemand ist größer oder besser bei Militärischem als ich“; „ich weiß mehr über ISIS als die Generäle, glaubt mir“; „niemand weiß mehr über Handel als ich“; „niemand weiß über Arbeitsplätze besser Bescheid als ich“; „niemand versteht den atomaren Schrecken besser als ich“; „Ich denke, niemand weiß mehr über Steuern als ich, vielleicht in der gesamten Weltgeschichte“. „Sorry, Verlierer und Hasser, aber mein IQ ist einer der höchsten – und ihr alle wisst das! Bitte fühlt euch nicht so dumm oder unsicher, es ist nicht euer Fehler.“ (Entnommen aus der Trump-Biografie von Ansgar Graw).

Asselborn redet oft, bevor er denkt

Im September 2016 sorgte Asselborns Äußerung für Aufsehen, Ungarn behandle Flüchtlinge fast „schlimmer als Tiere“. Daher solle das Land aus der EU ausgeschlossen werden. Offenbar gilt das Prinzip „erst denken, dann reden“ für Asselborn nicht – jedenfalls dann nicht, wenn es um sein Lieblingsthema der „Flüchtlingspolitik“ geht. Asselborn spricht viel von europäischer Solidarität und europäischem Zusammenhalt. Es gehe darum, sich „gegen die EU-Zerstörer“ zu stellen und „für ein buntes Europa“ einzutreten, so eine andere Äußerung Asselborns. Was seine Schimpftiraden über andere Länder und Politiker in der EU zur europäischen Solidarität beitragen sollen, bleibt sein Geheimnis.

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Politisch liegt Asselborn meist völlig daneben. Als sich 2011 Deutschlands Außenminister Westerwelle gegen eine Beteiligung am Militäreinsatz in Libyen aussprach, lästerte er über ihn und meinte laut SPIEGEL, Deutschland habe keinen Außenminister (später dementierte er das). Wer sich heute die Situation in Libyen anschaut, weiß erstens, dass Westerwelle Recht hatte und sieht zweitens, dass auch hier für Asselborn das Motto besser gewesen wäre: „Erst denken, dann reden.“

Während Asselborn gut ist im Austeilen gegen andere europäische Politiker, macht er Kritik an seinem Land, das seit Jahren einer der Vorreiter für die oft kritisierten Briefkastenfirmen von Steuervermeidern war, lächerlich. Sein Argument in einer Talkshow lautete: „Wir haben keinen Platz für Häuser, nur für Briefkästen.“ So viel zum Thema „europäische Solidarität“ im Kampf gegen Steuerparadiese.

Es gibt nur wenige Politiker, die dem europäischen Gedanken durch ihr Auftreten so viel geschadet haben wie das Luxemburger Gespann von Juncker und Asselborn.

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Kommentare ( 82 )

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Asselborn ist eine Witzfigur, ähnlich wie sein Landsmann Juncker. Schwer zu erklären wie solches Kraut gedeihen konnte…

für mich einfach nur erschreckend, wie sich all diese marxistisch-leninistischen Ideologen trotz angeblicher demokratischer Freiheit insbesondere im Sinne aller Andersdenkenden mit ihren widerwärtigen Parolen und Phrasen an der Macht und in der öffentlichen Meinung halten können. All diese kommunistischen Gleichmacher dürfen sich gern in Nordkorea oder Kuba austoben oder sollten einfach ihre Bonzenfressen halten. Reichen die gleichmachenden kommunistischen Experimente der Vergangenheit noch nicht aus? Liebe Junkers und Asselborns, warum versteckt Ihr Euch hinter Mauern und Personenschutz, warum habt Ihr noch keine 20 jungen muslimischen Männer beu Euch wohnen, während Ihr das allen anderen aufzwingen wollt? Ihr verdammtes Dreckspack zwecks Selbstbereicherung… Mehr

Asselborn, Juncker, Schulz und Co. stellen in meinen Augen eine Negativauslese dar. Wie solche Leute in solche gehobenen Ämter kommen habe ich noch nie Verstanden. Merkel ist im Grunde genommen von der selben Sorte. Eine mögliche Erklärung wäre das Peterprinzip.

Ich wüsste noch jemand. Nämlich die großartige Ex-EU-Kommissarin Viviane Reding und das Luxemburger Trio ist komplett.

Wenn ich Asselborn reden höre, schäme ich mich dafür, gebürtige Luxemburgerin zu sein.

„Erst denken, dann reden“ Wie soll der gute Jean das denn machen? Sein Reden offenbart roch überdeutlich, dass er des Denkens garnicht fähig ist.

Asselborn, der weinerliche Sprachroboter, bei dem nur ein Satz programmiert wurde, wir müssen solidarisch sein…
Dieser Begriff hört sich gut an, ist ein tolles Buzzword, kann überall und jederzeit eingestzt werden und beschreibt lediglich die Ausbeutung durch eine Instution, Namens EU.
Der Typ aus seinem winzigen Steuerparadies ist eine Zumutung. Er und Junker beschreiben den verrotteten Zustand der EU am Besten.

‚es gibt nur wenige Politiker, die dem europäischen Gedanken durch ihr Auftreten so viel geschadet haben wie das Luxemburger Gespann von Junker und Asselborn‘ – da drängt sich zwangsläufig die Aussage auf: Geld regiert die Welt . Vermutlich gibt es die geheimen Kräfte, die aus Eigeninteresse die Besetzung wichtiger Funktionen in politischen Ämtern steuern. Das Mini-Agrarland Luxemburg, das schon vor Jahrzehnten als Steuerparadies bekannt war, bringt Politiker hervor, die höchste Führungsämter bekleiden. Qualifikation ist nicht gefragt, würde ja nur stören. Zum Dank wird geschwiegen…und anderenorts rumgepoltert. Ganz im Sinne der Strippenzieher der Brüsseler Puppenkiste.

Der linke Orbán und der rechte Asselborn Interessanterweise gehört Asselborn in die Kategorie der reflexartig reagierenden ungarischen Orbán-Hasser – freilich mit dem Unterschied, dass er Null von Ungarn versteht. Aber von diesen bekommt er seine „Informationen“. Orbán ist und bleibt sein Lieblingsfeind. Umgekehrt weniger. Einfach unnötig. Orbáns Liebe gilt der Effizienz, die Asselborn nicht kennt. Man sieht es an der Frühzeitigkeit, mit welcher der Zaun 2015 in Süd-Ungarn fertig wurde. Genau rechtzeitig, damit Deutschland und der reiche Westen nicht in den hohen Wellen der Migration zu ertrinken droht. Dumm und unfair, statt hart und fair, sind daher auch Asselborns Versuche,… Mehr

Das was mir von Asselborn in Erinnerung geblieben ist ist leeres und meist auch sachlich unrichtiges Geschwätz! Ich frage mich auch immer wieder, wieso dieser Schwätzer Stammgast bei den Talkerinnen Will, etc. ist.

Wie heißt es so schön? Gleich und gleich gesellt sich gern. Noch Fragen zu Will etc.?