Sterben wir aus? Die weltweite demographische Krise

Die Weltbevölkerung wird schrumpfen. Das ist kein Wunsch von Degrowth-Aktivisten oder Überbevölkerungs-Predigern, sondern ein Fakt der demographischen Entwicklung fast aller Gesellschaften weltweit. Nur noch eine Handvoll Nationen kann eine wachsende Bevölkerung vorweisen, die meisten Länder schrumpfen ab dem Erreichen eines gewissen Grads des Wohlstands.

 
Die Weltbevölkerung wird schrumpfen. Das ist kein Wunsch von Degrowth-Aktivisten oder Überbevölkerungs-Predigern, sondern ein Fakt der demographischen Entwicklung fast aller Gesellschaften weltweit. Nur noch eine Handvoll Nationen kann eine wachsende Bevölkerung vorweisen, die meisten Länder schrumpfen ab dem Erreichen eines gewissen Grads des Wohlstands.

Aber der Niedergang wird nicht kontrolliert vonstattengehen, der Menschheit steht ein katastrophaler Zusammenbruch der Weltbevölkerung bevor. Denn unabhängig von Religion, Kultur oder Nation kriegen die Menschen zu wenige Kinder. So hat sich Südkorea „zum Aussterben schlafen gelegt“, wie Boos es ausdrückt. Pro Frau wird deutlich weniger als ein Kind geboren.

Gibt es einen Ausweg aus der Krise? Politiker und Bevölkerungsforscher sehen einen „Kampf um die Ressource Migration“ voraus. Doch kann es keine Lösung sein, Ländern im neokolonialistischen Stil ihrer Bevölkerung zu berauben. Warum fehlt den Menschen der Antrieb, Kinder zu kriegen? Auf diese Spurensuche begibt sich David Boos im dieswöchigen Redaktionsschluss.

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Kommentare ( 57 )

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57 Comments
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Peter W.
13 Tage her

Nehmen wir mal an es gäbe so etwas wie einen Plan die Weltbevölkerung zu regulieren.
Zunächst einmal wäre dies nicht grundsätzlich verkehrt, weit sinnvoller als das Klimageschwafel, aber auch brandgefährlich. Während sich nämlich die degenerierten dämlichen Weissen selbst abschaffen, reproduzieren sich andere wie die Karnickel. Zu erwarten sind heftige kulturelle und politische Zersetzungen mit enormen politischen Spannungspotential.
Was sich grünrote Spinner da in ihren vom Steuerzahler finanzierten Ferienhäusern ausgedacht haben, ist nichts anderes als der globale kulturelle und ethische Holocaust.

giesemann
27 Tage her

Herr Boos kann das nicht ernst meinen, dazu ist er viel zu vernünftig. „So hat sich Südkorea „zum Aussterben schlafen gelegt“, wie Boos es ausdrückt. Pro Frau wird deutlich weniger als ein Kind geboren“. Na ja, wenn dir die Chinesen schon ins Haus stehen … . Taiwan hat ein Bev.-wachstum von 0,04% p.a., https://de.wikipedia.org/wiki/Republik_China_(Taiwan), ist aber doppelt so dicht besiedelt als wie wir. Süd-Korea: minus 0,1%, ebenfalls doppelt so dicht besiedelt als DE, 240 vs. 532 Einwohner pro km². Bei uns ist es eher der einschlägige Zuzug, der macht das schon, wetten dass? DE hat ein Bev.-wachstum von 1,3% p.a. –… Mehr

Clara Clever
27 Tage her

Was all die Kommentare, die in einem Rückgang der (Welt)Bevölkerung keine Problematik sehen, nicht auf dem Schirm haben: dieser Trend ist nicht aufhalt- und nur schwer umkehrbar. Südkorea ist dafür ein gutes Beispiel. Bei einer Geburtenrate von unter 1 bedeutet das, dass es in der nächsten Generation überhaupt nur noch halb so viele Frauen gibt, die zumindest theoretisch Kinder bekommen könnten als in der Generation davor. Diese Entwicklung setzt sich dann mit jeder weiteren Generation entsprechend fort… Und wer weiß, ob da nicht dann bald Nordkorea seine Chance wittert… Und was so furchtbar daran wäre, wenn es nur noch 4… Mehr

Aegnor
27 Tage her
Antworten an  Clara Clever

Das ist der entscheidende Punkt. Die langfristige Entwicklung. Vermehrung über einen längeren Zeitraum führt zu Expansion. Wenn alle geeigneten Habitate aber bereits besiedelt sind und ein Ausweichen (langfristig z.B. ins All) nicht möglich ist, wird sich das selbst regeln – sei es durch Krieg und/oder Hunger. Eine langfristig (also über mehr als drei Generationen) negative Vermehrungsrate wird dagegen unweigerlich zum Bevölkerungskollaps führen. Im Grunde ist das einfachste Evolutionsbiologie. Die Weigerung diese auf den Menschen anzuwenden (unter dem Totschlagargument „Sozialdarwinismus“), ändert nichts daran, dass diese Regeln allgemeingültig sind. Und gerade weil der Mensch mit seinem Intellekt und v.a. seinen technischen Möglichkeiten… Mehr

giesemann
27 Tage her

Zum Stichwort „Überalterung“ nur ein Hinweis: Die Jungen von heute sind die Alten von morgen. In Japan wird heftig diskutiert, ob man die Umsatzsteuer von acht(!) auf zehn Prozent erhöhen sollte, um so den vorübergehenden Zustand/Effekt der alternden Gesellschaft zu finanzieren. Zuzug unterbinden die Japaner weitestgehend. Schon gar den von Taugenichtsen.

Fulbert
27 Tage her

Junge Staaten mit hoher Geburtenrate sind historisch betrachtet aggressiver und kriegsbereiter. Möglicherweise ist das Ausbleiben grosser Kriege in Europa seit 1945 neben dem Abschreckungspotenzial von Nuklearwaffen auch auf die stark gefallene Geburtenrate zurückzuführen. Dies wäre ein beachtlicher Erfolg.

Und ob eine alternde Bevölkerung tatsächlich eine Katastrophe ist, wird Japan wie in einem Experiment zeigen. Dass das Land bei KI und Robotik eine der führenden Nationen ist, sei nur am Rande angemerkt.

Last edited 27 Tage her by Fulbert
ManfredM
28 Tage her

Über was sich die Konservativen so den Kopf zerbrechen ist echt geil. Und einige Kommentare sind noch geiler.
All of you made my Day XD

Silverager
28 Tage her

Sorry Herr Boos, Ihre Geschichte „von Mäusen und Menschen“ ist an den Haaren herbeigezogen.
Irgendwie gibt es, glaube ich, einen Unterschied zwischen Mäusen und Menschen.
Wenn die Bevölkerung der Erde schrumpft, ist das erst mal ein gutes Zeichen. Die exponentielle Vermehrung der Menschen war ja schrecklich.
Deutschland hat 84 Millionen Einwohner, so dicht besiedelt wie kaum ein anderes europäisches Land. Es gibt Millionen Arbeitslose sowie eine fürchterliche Wohnungsnot.
Wir kämen sehr gut zurecht mit z.B. 50 – 60 Millionen Einwohnern.

Peter W.
13 Tage her
Antworten an  Silverager

Eine Gesamtbevölkerung in Deutschland von 50-60 Millionen sowie eine ausgewogene demographische Struktur wären durchaus möglich gewesen. Dazu gab es ausreichend wissenschaftliche Untersuchungen und Belege.
Viele Probleme, wie hohe Zuwanderung und Arbeitslosigkeit, Wohnungsnöte etc. hätten verhindert werden können. Merkel und Ampel hatte/ haben anderes im Sinn.

giesemann
28 Tage her

Süd-Korea: Fläche 100.210 (2018); (106.)[1] km² Einwohnerzahl 51,8 Millionen (29.) (2022) [2]Bevölkerungsdichte 532 Einwohner pro km² Bevölkerungs­entwicklung – 0,1 % (Schätzung für das Jahr 2022), https://de.wikipedia.org/wiki/Südkorea. Bei der hohen Bev.-dichte nicht dramatisch, ganz im Gegenteil.

Heike V
28 Tage her

Es ist erstaunlich, wie tief die Behauptung der drohender Überbevölkerung mit einhergehender Lebensmittelknappheit in den Köpfen verwurzelt ist. Die Erfolgsgeschichte der befreiten Frau, die sich nun der Karriere widmet und ihre völlige Unabhängigkeit genießt und zum Leben maximal Lebensabschnittspartner benötigt, beherrscht das Denken. Der Kinderwunsch wird an die staatliche Garantie der Ganztagsbetreuung ab dem 6. Monat gekoppelt. Könnte man, würde man noch vor der Schwangerschaft den Kitaplatz reservieren. Der Konsument stellt sich der Frage nicht, ob er bereit ist , sich selbst in seinen Wünschen zu reduzieren, etwaigen Verzicht zu üben um den eigenen Nachwuchs aufzuziehen. Verzicht ist lediglich envogue… Mehr

kasimir
28 Tage her
Antworten an  Heike V

Wenn ich (w) heutzutage noch ein Kind auf die Welt bringen würde, würde ich mindestens 2 Jahre zuhause bleiben, eher wahrscheinlich noch länger. Die Kinderbetreuung in Deutschland funktioniert nicht mehr, Kitas sind überlastet und den Kindern tut es weder gut, noch lernen sie dort etwas. Die Renten sind eh‘ sehr minimal in Deutschland und wer nicht von sich aus vorsorgt, hat schlechte Karten. Dann kann man auch als Frau zuhause bleiben. Es wird in den Medien auch immer publiziert, dass alle Frauen Karriere machen wollen, das stimmt aber nur zum Teil. Alle meiner Freundinnen und Kolleginnen waren gern mit ihrem… Mehr

MarcusPorciusCato
28 Tage her

Chapeau! Ich unterschreibe jedes Wort, da ich seit Jahren dieselben Grundgedanken zu diesem Thema habe.
Sie haben sie mit Fakten untermauert und mit einer Zunge wie ein Schwert vorgetragen.
Dahinter steckt intensive Recherche, Kreativität und viel Arbeit.