In der Koalition echauffiert man sich über berechtigte Kritik

CDU und SPD zerstören die Industrie, beschimpfen die Wirtschaft, verteidigen Sozialstaatsexzesse und wundern sich über den Absturz des Landes und den ihrer Parteien. Wer noch Arbeit hat, soll sich für einen dysfunktionalen, nimmersatten Staat ausplündern lassen, ohne zu murren – und wer das Land ruiniert, will Schulnoten an andere verteilen? Nein.

Bild: KI

Diese angeblich „regierende“ Koalition ist bis hinein in deren Beta- und Gamma-Tiere politisch, intellektuell und moralisch bankrott. Erneut haben Koalitionäre soeben den Beweis dafür angetreten. Sie operieren wie der Dieb, der überrascht wird und die Fahnder mit einem „Dort läuft er, haltet den Dieb!“ abzulenken versucht. Oder aber sie beschimpfen diejenigen rüde, die sich erlauben, die „regierenden“ Majestäten auf deren Fehler und Versäumnisse hinzuweisen. Klar, auch dieses antike Muster ist bekannt: Der Überbringer der schlechten Botschaft wird geköpft.

Der Haushaltspolitiker der CDU/CSU-Fraktion Andreas Mattfeldt sagte dem „Stern“ soeben, nicht allein die Politik sei schuld an der aktuellen Lage. „Es gab in den letzten Jahren auch krasse Managementfehler, beim Einsatz neuer Technologien, bei den Regeln für das mobile Arbeiten, bei großen Zukunftsentscheidungen.“ Wenn Firmenchefs oder Verbandsvertreter der Wirtschaft tagtäglich Abwärtsszenarien heraufbeschwören, sei das kontraproduktiv. Seine Oma habe immer gesagt: „Man jammert nicht, man ändert das.“ Das ist so umwerfend intellektuell wie Merkels Beispiel von der „schwäbischen Hausfrau“.

Auch die Chefin der Mittelstandsvereinigung (sic!) der CDU, Gitta Connemann, warf Wirtschaftsvertretern vor, in ihrer Klage die komplexe politische Lage nicht ausreichend zu berücksichtigen. „Eine Demokratie ist kein Betrieb, wo nur einer sagt, wo es lang geht“, sagte Connemann dem „Stern“. In einer Demokratie gehe es um Mehrheiten. Ohne Kompromiss gehe es nicht, aber der sei nicht mehr in. Das werde auch ausgelöst durch die AfD, die so tue, als könne sie alles sofort ändern – und damit im Mittelstand auf offene Ohren stoße.

Ja, so einfach ist das! Entlarvend immerhin: Zwei führende Wirtschafts- und Haushaltspolitiker der CDU haben noch nie etwas vernommen von den explodierenden Energiepreisen und den Energielücken, die das Merkel-Regiment, die „Ampel“ und die Merz-Koalition unter anderem mit dem Atomausstieg maßgeblich zu verantworten haben. Sie haben noch nie etwas davon gehört, dass es staatlich hypertrophierende Bürokratiemonster sind, die die Wirtschaft fesseln. Sie haben noch nie darüber nachgedacht, dass die staatliche Milliardenverschuldung in dreistelliger Höhe keinerlei Investitionen mit sich bringt. Sie haben noch nie etwas davon hören wollen, dass Tausende an Betrieben Insolvenz anmelden müssen oder ins Ausland gehen und sie das nicht aus Jux und Tollerei tun, auch nicht wegen der AfD. Wegen der AfD das Land verlassen wollen eher andere, die volkswirtschaftlich keine Bedeutung haben.

In die gleiche Richtung „argumentiert“ die SPD. Ganz an der Spitze im Parteikopf, wo es ja bekanntermaßen zu stinken anfängt, schwadroniert man davon, dass es keine Einwanderung in den Sozialstaat gebe und dass die „Nicht-Migranten“ (Sprachregelung der Tagesschau), also die „einheitsbraunen“ Deutschen (Bas), ohnehin durch noch mehr Zuwanderung verdünnt werden müssten. Jetzt wettert die SPD gegen eine Streichung des Mobilitätsanteils des Bürgergeldes (ab 1. Juli „Grundsicherung“). „Das würde die persönliche Entscheidungsfreiheit einschränken“, sagte SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. 

Der Regelbedarf sei eine feste monatliche Summe, mit der Leistungsbeziehende (sic!) selbst entscheiden sollten, wofür sie ihr Geld ausgeben – auch für Mobilität. Manche brauchten ein ÖPNV-Ticket, andere fahren Fahrrad oder laufen. Der Staat dürfe dies nicht vorschreiben.

Das Bürgergeld ist ohnehin die heilige Kuh der SPD. Was der 13-Prozent-Partei, die demnächst aus Landtagen fliegen könnte, allerdings nichts einbringt. Denn die Bürgergeldempfänger gehen entweder nicht zur Wahl, oder sie wählen die AfD oder die Ex-SED. Dafür will die SPD an die noch verbleibenden wirklich bürgerlich Lebenden und Arbeitenden ran. Mittels Abschaffung des Ehegatten-Splittings und der Familienversicherung. Die Kürzung des Mobilitätsanteils stößt auch bei Sozialverbänden auf Kritik.

Und der Rest soll wofür arbeiten?

Der halbwegs normale deutsche Michel, wenn er nicht gerade zu den übermotivierten, grün-rot-woken Demokratierettern und Diskurswächtern gehört, fragt sich schon, warum er einen Flickenteppich aus mehr als 500 (!) Sozialleistungen finanzieren soll. Die Summe aller Sozialleistungen (Sozialbudget) beläuft sich auf rund 1,4, bis 1,5 Billionen Milliarden Euro. Davon sind 60 Prozent Sozialversicherungen: Renten-, Kranken-, Pflegegeld. Dazu kommen Kindergeld, Pensionen und Beihilfen, Wohngeld, Elterngeld, BAFöG und vieles andere mehr.

Ferner weiß dieser deutsche Michel oder er kann es zumindest wissen:

  • Er soll zahlen für deutsche Entwicklungshilfe in Höhe von 45 Milliarden Euro (10,3 Milliarden via zuständiges Ministerium, 35 Milliarden via Official Development Assistance der OECD).
  • Er soll zahlen für ein Bürgergeld, was rund 50 Milliarden für mehr als 5 Millionen Empfänger (darunter fast 4 Millionen erwerbsfähige, fast 50 Prozent Nicht-Deutsche) ausmacht.
  • Er soll die rund 50 Milliarden mitzahlen, die allein der Bund für die Versorgung von Flüchtlingen, Asylbewerbern und dgl. aufbrachte.
  • Er soll zahlen für einen aufgeblähten Regierungsapparat des Bundes mit rund 520.000 Beschäftigten, darunter 201.400 Beamten und Richtern. Der ganze Personalbestand des Bundes kostet rund 50 Milliarden; allein die Bundesagentur für Arbeit (BA) verschlang 2024 davon 5,05 Milliarden.
  • Er soll zahlen für einen 777 Millionen teuren Ausbau eines noch mehr aufgeblähten Kanzleramtes mit 400 neuen Büros. Er soll zahlen für eine provisorische Bleibe des Bundespräsidenten, die 205 Millionen kostet.
  • Er soll zahlen für irre „Sondervermögen“ (Sonderschulden!) und staatliche Schuldentilgung. Das noch vom abgewählten Bundestag im März 2025 verabschiedete Paket umfasst rund 900 Milliarden Euro, verteilt auf zwei Sondervermögen (vulgo: Sonderschulden): 500 Milliarden für Infrastrukturinvestitionen und 400 Milliarden für Verteidigungsausgaben. Noch vor diesem 900-Milliarden-Paket war die Zinsbelastung des Bundes im Jahr 2024 bereits 37 Milliarden.
  • Er soll zahlen für die Alimentation des Kampfes gegen das eigene Volk, pardon: gegen rechts. Es nennt sich „Demokratie leben!“ und ist jährlich mit 190 Millionen Euro bestückt. Zunächst bis zum Jahr 2032.
  • Er soll Parteien mit jährlich 219 Millionen (2024) mitfinanzieren, dafür dass sie sich den Staat noch mehr zur Beute machen. Er soll parteinahe Stiftungen der Altparteien mit jährlich 687 Millionen (2024) mitfinanzieren.
  • Er soll als Versicherter und als Steuerzahler ein 500 Milliarden teures Gesundheitswesen mitfinanzieren, das unter anderem durch beitragsfreie „Gast“-Leistungsempfänger überlastet ist und für Beitragspflichtige immer teurer wird. Und in das der Staat jährlich rund 75 Milliarden pumpt.
  • Er finanziert die 5,7 Milliarden (2024), 5,1 Milliarden (2023) und 6,8 Milliarden (2022), die Deutschland an den UNO-Apparat zahlt.
  • Er soll 15,9 Milliarden mitfinanzieren, die netto an die EU gehen und dort verpulvert werden, etwa für den undurchsichtigen Vakzinekauf (35 Milliarden) und für unsinnige NGO-Finanzierungen (2021 – 2023: 7 Milliarden).
  • Er soll die „Öffentlich-Rechtlichen“ mit ihren jährlich eingetriebenen 9 Milliarden zwangswiese mitfinanzieren und dafür alltäglich eine ideologische und regierungsamtliche Gehirnwäsche über sich ergehen lassen.

Fazit: Hunderttausende und Millionen sehen diese Geldverschwendung nicht mehr ein. Deshalb nehmen sich immer mehr Menschen, auch vormalige Leistungsträger, zurück. Das kapiert diese politisch, intellektuell und moralisch bankrotte Koalition wohl nicht mehr.

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Kommentare ( 39 )

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DDRforever
17 Tage her

Danke, aber die Milliarden Rüstungskosten für fremde Mächte und die Milliarden für den Villenkauf fremder Oligarchen nicht vergessen!

Zebra
17 Tage her

Danke, Herr Kraus – Sie haben noch die Ukraine-Hilfen vergessen, wenn ich mich nicht täusche.

Evero
17 Tage her

Die Corona-Plandemie und wie von Politik, Wirtschaft, Medien und sogar den Kirchen damit absolutistisch umgegangen wurde, war schon das Abziehbild des intoleranten, absolutistischen Sozialistenkartells. Aber wir Menschen sind weder Ameisen noch Bienen. Wenn das Geld nicht mehr reicht, haben die letzten Regierungen die Steuern erhöht und die Unternehmer haben dann kräftig die Preise erhöht. Dieses Modell funktioniert immer weniger, weil die Bürger jeden Euro nur einmal ausgeben können und die Ersparnisse weg sind. Die AfD muss es anders machen, weil die Rezepte der bisherigen Regierungen, immer mehr vom selben zu machen, keine Lösung unserer Probleme bringen. Luschen weg, AfD an… Mehr

Don Didi
15 Tage her
Antworten an  Evero

In der Theorie richtig, aber praktisch wird die AfD an 3 Dingen scheitern: Es gibt nicht „die AfD“. Sollte die AfD im Bund in Verantwortung kommen, werden die eklatanten Unterschiede zwischen Ost- und West-AfD deutlich und kritisch. Wenn die AfD „an die Macht“ kommt, ist sie extrem eingeschränkt in ihrer Handlungsfähigkeit, geltende Gesetze, politische Justiz vom Amtgericht bis zum BVerfG, der sozialistische „Marsch durch die Instanzen“, da sitzen an den ausführenden Stellen überall die alten Seilschaften. Dazu kommen internationale Verträge, EU-Recht, Besatzerrecht, wirtschaftspolitischer Druck etc. Um erste kleinere Veränderungen durchführen zu können, bräuchte die AfD die absolute Mehrheit, um einen… Mehr

humerd
17 Tage her

„Ex-Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) plädiert für ein AfD-Verbotsverfahren.“
Müntefering war es, der die Ex Kanzlerin dazu überreden musste das Renteneintrittsalter hoch zu setzen und das Rentenniveau abzusenken. Deshalb gab er z.B. Müllmännern und anderen Menschen mit schwerer körperlicher Tätigkeit einen Tipp mit auf den Weg. Man sollte rechtzeitig aus Knochenjobs aussteigen „und etwas Neues in einem körperlichen Schonberuf anfangen, der sie nicht kaputt macht.
 Zitat Münte 2016: „„Nur weil jemand auf nur 600 Euro Altersrente kommt, muss er ja nicht arm sein“,“

DDRforever
17 Tage her
Antworten an  humerd

Stimmt es gibt ja das Frembürgergeld.

Dellson
17 Tage her

Die noch ca. 18Mio. Leistungsschwimmer im“ roten Meer“ setzen ein SOS ab an die Regierung! „Mami wir wollen nicht nach Kuba!“ „Halt´s Maul schwimm weiter!“ Warum die Bürger über den scheinbar selbstreferenziellen Polit-Betrieb wütend und enttäuscht sind? Nun, sicher wegen der permanenten Hitzewellen im politischen Klimawandel oder wie sonst könnte man es erklären? FM Klingbeil weigert sich alle NGO Empfänger von Steuergeld zu ermitteln. Planerfüllung bei der Informationshygiene! Oder Interessenkonflikt wegen seiner Frau? Vorwärts! Die SPD Granden finden es gerecht, dass die wenigen Leistungsträger immer weiter belastet werden, damit die Leistungsempfänger nicht belästigt werden.Linke bezeichnen das gerne als die Verwirklichung des… Mehr

Nibelung
18 Tage her

Demagogische Nichtsnutze hat man zumindest in früheren Zeiten relativ schnell entsorgt, was heute auch möglich wäre, hätten wir nicht die fatale Situation, daß sich die farblich sortierten Sozialisten dieser Republik handelseinig sind um die eigentliche Oppositionspartei über widernatürliche Zusammenschlüsse zu verhindern. Diesem unglückseligen Zustand kann man nur noch begegnen, indem man für die Blauen Mehrheiten beschafft, denn das ist das einzige was helfen könnte, wenn man die Schwarzen betrachtet, die garnicht mehr wissen ob sie Männlein oder Weiblein sind und unter Merkel politisch entmannt wurden, was täglich bestätigt werden kann, wenn man sie an ihren Handlungen erkennt und sie damit… Mehr

Michael Palusch
18 Tage her
  • Er finanziert den Krieg in der Ukraine, zuletzt mit einer Kredit genannten Tranche über die EU, von der 22 Milliarden auf Deutschland entfallen, und in grenzenloser Großzügigkeit – wir wissen, Deutschland ist ein reiches Land- weitere 11,5 Milliarden €. Absehbar wird das wohl nicht reichen. Der Außenministernde hat bereits weiteren Bedarf angemeldet und zudem wird gemunkelt, bei den russischen Angriffen auf Kiew seien auch etliche vergoldete Toilettenbecken zu Bruch gegangen.
alter weisser Mann
18 Tage her

Das Artikelbild schmeichelt den Herrschaften leider völlig unnötig und das in mehrfacher Hinsicht. Geschmack, Stil, Haltung … das ist doch bei denen gar nicht gegeben. Dem Einen ist die Jacke mangels Substanz immer zu groß, beim Anderen das Gegenteil und von der Dritten mag ich gar nicht erst reden.
Wenn man da an das Zusammenhänge von Inhalt und Form denkt, wird einem vieles klar.

NurEinPhilosoph
18 Tage her

Im feudalen Mimosen-Kabinett hat es halt lauter sehr zartfühlende Leute.

NurEinPhilosoph
18 Tage her

Ich wüsste einmal gerne, was uns der Corona-Maßnahmen-Spass in Form von Neuschulden tatsächlich gekostet hat.

verblichene Rose
18 Tage her
Antworten an  NurEinPhilosoph

Mich „nur“ sämtliche Ersparnisse. Für Steuern und „sonstige“ Verpflichtungen hat es aber noch gereicht…!