Der nächste Intendant des ORF will alle personellen Altlasten, die zur „Imagekrise“ von Österreichs Staatssender geführt haben, in eine „Bad Bank“ abschieben. So etwas braucht der ÖRR bei uns auch! Und TE hat Vorschläge:
Die derzeit wohl spannendste Idee in Europas Medienwelt kommt vom neuen Generaldirektor des ORF. Clemens Pig heißt der Mann, ab 2027 wird er Alleingeschäftsführer von Österreichs größtem Medienunternehmen.
In einem spektakulären Interview hat er angekündigt, eine „Bad Bank“ für Altlasten und Skandalfälle des öffentlich-rechtlichen ORF einzurichten. In der Finanzwelt sind „Bad Banks“ ausgelagerte Abwicklungsstellen, die notleidende Kredite und andere Ausfallrisiken einer Bank übernehmen.
„Ich will mich von all jenen Menschen trennen, die schädlich sind für die Unternehmenskultur.“
Das sagt Pig wirklich so. Deshalb will er alle sogenannten „Weißen Elefanten“ auslagern – so nennt man in unserem Nachbarland hochdotierte Funktionsträger ohne wesentliche Funktion.
Remigrationseinrichtung für Unnütze Labertaschen
Quasi anderswo endgelagert werden sollen auch „alle Fälle, die die negative Vergangenheit des ORF betreffen, (…) die dazu geführt haben, dass der ORF auch in dieser Imagekrise gelandet ist“.
Was für ein Hammer-Plan!
Keine Frage: So etwas braucht der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland auch. Unbedingt. Als Bad Bank von ARD und ZDF gründen wir das RUL: die „Remigrationseinrichtung für Unnütze Labertaschen“.
Wer dorthin soll, liegt auf der Hand. TE präsentiert: die zehn Top-Kandidaten für die Bad Bank von ARD und ZDF.
Platz 1, Jan Böhmermann
Wir wissen nicht, ob in seinem Arbeitsvertrag als Jobbeschreibung wirklich „Großinquisitor vom Lerchenberg“ steht. Passen würde es jedenfalls.
Böhmermann funktioniert im Fernsehen wie eine ukrainische Drohnenstaffel in Russland: Ein Feind wird definiert. Er wird als Ziel markiert. Moralbomben werden abgeworfen. Die positive Treffermeldung ist dann die Pointe. Und wie im Krieg, so gibt es auch hier Kollateralschäden, die der Feldherr großzügig in Kauf nimmt.
Die Wahrheit, zum Beispiel. Arne Schönbohm wurden von Böhmermann angeblich kompromittierende Kontakte zu russischen Geheimdiensten angedichtet. Der Chef des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik verlor deshalb seinen Job. Blöd nur: Die Sache stimmte so nicht. Das Oberlandesgericht München urteilte, der Tatsachenkern von Böhmermanns Sendung sei „unwahr“.
Den sächsischen Imker Rico Heinzig attackierte Böhmermann öffentlich. Der Mann wehrte sich und machte einen (übrigens recht gelungenen) Gegenwitz. Das fand Böhmermann nun gar nicht mehr komisch: Er versuchte, die Retourkutsche vor Gericht verbieten zu lassen – und verlor.
Beim ZDF hat der Mann Narrenfreiheit. Vielleicht ist das ja wörtlich zu nehmen. Er ist Experte für das stillose Austeilen. Beim Einstecken endet die Kunstfreiheit zuverlässig an der Tür seines Egos.
Platz 2, Dunja Hayali
Die nahezu flächendeckend mit Hautfarbe bedruckte Moderatorin hat die öffentlich-rechtliche Dialektik perfektioniert. Die geht so: Ich sage etwas – und sage direkt danach etwas anderes, was die erste Aussage ad absurdum führt.
Zum Beispiel: Erster Satz – Jubel über die Ermordung von Charlie Kirk ist durch nichts zu rechtfertigen. Zweiter Satz – aber der Mann war ja ein Rassist und Frauenhasser. Das ZDF bedauert dann stets etwas später den „missverständlichen“ Eindruck. In Wahrheit hat es nie irgendwo ein Missverständnis gegeben: Das Publikum hat genau gehört, was gesagt wurde – und auch genau verstanden, was gemeint war.
Bei den Fakten hat Hayali ein ähnliches Problem wie Böhmermann. In ihrer grandios verpatzten Dokumentation über die Deutsche Bahn behauptet sie, es gebe bei der DB kein digitales Stellwerk. Dann musste sie kleinlaut einräumen, dass es doch gleich drei gibt – die sie aber irgendwie übersehen hatte.
Nach der berüchtigten Kölner Silvesternacht erklärte Hayali, dass nicht Ausländer Frauen belästigt hätten, sondern „Arschlöcher“. Nun ja, es waren sicher Arschlöcher – aber es waren eben fast ausschließlich ausländische Arschlöcher.
Bei Dunja Hayali ist Recherche das, was als richtige Moral den Weg in den Sprechertext findet. Trotzdem verteidigt das ZDF seine Moderatorin gegen jede Kritik wie Waylon Smithers den Mr. Burns in „Die Simpsons“.
Platz 3, Elmar Theveßen
Über den ehemaligen stellvertretenden ZDF-Chefredakteur, heute Leiter des Studios Washington, hat der geschätzte Kollege Alexander Wendt vor einiger Zeit alles Maßgebliche gesagt:
Zusammengefasst: Der Mann weiß über Amerika stets mehr als die Amerikaner. Über den ermordeten Charlie Kirk verbreitete er, dieser habe die Steinigung von Homosexuellen verlangt. Das war natürlich komplett falsch. Theveßen entschuldigte sich später mit den Worten: Er habe den Sachverhalt „verkürzt“. Auch die Entschuldigung war falsch, denn Theveßen hatte nichts verkürzt: Er hat schlicht dummes Zeug erzählt. Fake News.
Theveßen hat ein Buch geschrieben. Es heißt: „Die Zerstörung Amerikas“. So denkt er. Das Urteil steht also stets schon fest, bevor die nächste Live-Schalte beginnt. Der Mann berichtet nicht aus Washington – er diagnostiziert Washington. Und der Befund ist immer derselbe: Trump ist an allem schuld.
So definiert der Mann eben journalistische Präzision. Den Trump-Berater Stephen Miller verortete er ideologisch beim Dritten Reich. Vergleiche ohne Nazi-Bezug sind für ZDF-Leute offenbar grundsätzlich unter ihrer Würde.
Platz 4, Caren Miosga
Die Gastgeberin der nach ihr selbst benannten ARD-Talkshow wird in die Fernsehgeschichte eingehen: Für den besten Kuss, der nicht stattfand.
In einem Gespräch im November 2024 himmelte die Moderatorin den damaligen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen derart penetrant an, dass ein paar Scherzbolde sich genötigt sahen, diesen – mit Künstlicher Intelligenz erzeugten – Videoclip ins Netz zu stellen:
Journalistisch war nicht nur diese Sendung ein professioneller Offenbarungseid. Caren Miosga gelingt es noch weniger als ihren öffentlich-rechtlichen Mit-Aktivisten, die eigene politische Meinung zurückzuhalten und einfach nur ihren Job zu machen.
Im Februar 2025 erlebte die AfD-Vorsitzende Alice Weidel die inquisitorische Fassung eines Miosga-Interviews. Und auch hier stimmten die Fakten nicht, das ist ja eine öffentlich-rechtliche Spezialität: Frau Miosga warf Frau Weidel vor, kürzlich den Begriff „Schuldkult“ verwendet zu haben. Blöd nur: Das Zitat stammte schon von 2017.
Während die Tatsachen schon mal veraltet sind, ist das Geschäftsmodell absolut modern. Für rund 30 Sendungen im Jahr bekommt Moderatorin Miosga nach Recherchen von „Business Insider“ rund 570.000 Euro an Honorar. Die ARD bezahlt über den zuständigen NDR pro Jahr insgesamt 5,8 Millionen Euro an MIO Media – das ist die Produktionsfirma, an der ist Caren Miosga auch noch mehrheitlich beteiligt ist.
Wenn schon der Zuschauer aus der Sendung keinen Mehrwert ziehen kann, dann zumindest die Moderatorin und Produzentin.
Platz 5, Louis Klamroth
Der Lebensgefährte der früheren professionellen Klima-Aktivistin und heutigen Israel-Gegnerin Luisa Neubauer hat, das kann man nicht anders sagen, die Sendung „Hart aber fair“ runtergerockt.
Vorgänger Frank Plasberg hatte in den Monaten vor seinem Abschied Ende 2022 teils mehr als drei Millionen Zuschauer. Klamroth erreichte 2025 – also Jahre nach der Übernahme – im Schnitt 2,4 Millionen. Die ARD reagiert mit einer starken Verlagerung des Formats weg vom reinen linearen Wochen-Talk hin zu digitalen Angeboten.
Dass Klamroth den Titel seiner Sendung durch seine Moderation pervertiert, ist da sogar nur zweitrangig. Der Mann ist nicht hart, sondern unverschämt. Und fair… ach, ich bitte Sie.
Platz 6, Eckart von Hirschhausen
Der promovierte Mediziner ist Arzt, Komiker, Klima-Aktivist, Stiftungsvorsitzender und Erklär-Bär. Fünf Rollen, eine Botschaft – und keine Zeit für lästige Differenzierungen.
In seiner skandalösen Long-Covid-Dokumentation weckte er mit einer teuren Blutwäsche Hoffnungen, obwohl belastbare Wirksamkeitsnachweise fehlen. Fachleute warnten vor Risiken und Geschäftemacherei. Hirschhausen legte sich selbst an die Maschine, obwohl er gar nicht an Long Covid leidet. So etwas nennt man wohl Effekthascherei.
Beim Klima gelingt ihm die Symbiose aus Wissenschaftserklärer und Lobbyist. Wo Aufklärung endet und Kampagne beginnt, erkennt der Zuschauer allenfalls im Abspann. Der große Harald Schmidt nannte ihn einmal „schmierig“.
Herr Dr. von Hirschhausen behandelt schon lange keine einzelnen Patienten mehr. Er therapiert nur noch ganze Gesellschaften. Hauptsache, die Kamera läuft – und die Kasse stimmt.
Platz 7, Anja Reschke
Anja Reschke wurde so richtig 2015 wegen eines Kommentars in den „Tagesthemen“ bekannt. Dort empörte sie sich über angebliche Fremdenfeindlichkeit und rief: „Dagegenhalten, Mund aufmachen, Haltung zeigen.“
Seitdem hält sie dagegen, macht den Mund auf und zeigt so viel Haltung, dass für Journalismus kein Platz bleibt. Falls sie jemals eine ernsthafte Reporterin gewesen sein sollte: Heute ist sie eine Volksgouvernante.
Als die echte Journalistin Julia Ruhs in der Sendung „Klar“ tatsächlich Migration ohne Weihrauch und Willkommensbesoffenheit zu analysieren wagte, rückte Frau Reschke in ihrer eigenen Sendung die Kollegin per Puppenspiel allen Ernstes in die Nähe von Rechtsextremismus.
Der NDR bedauerte anschließend den „entstandenen Eindruck“. Natürlich. Nur stimmte der Eindruck halt: Anja Reschke nutzte ihre öffentlich-rechtliche Sendezeit, um die öffentlich-rechtliche Kollegin zu zerstören. „Satire“, rechtfertigte sich der NDR. Das ist beim ÖRR inzwischen der Universal- Feuerlöscher, wenn die eigenen Leute mal wieder irgendwo einen Brand gelegt haben.
Anja Reschke verkörpert den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nahezu perfekt: Haltung als Programmgrundsatz, Einseitigkeit als Sendekonzept.
Platz 8, Georg Restle
Georg Restle will nicht dauernd „abbilden, was ist“. Verständlich: Die Wirklichkeit zeigt sich oft renitent und will einfach nicht zu seiner Ideologie passen. Deshalb liefert Restle „werteorientierten Journalismus“ – also politischen Aktivismus, der sich mit Kamera, Mikrofon und Beitragsservice als „Journalismus“ tarnt.
Die AfD erklärte er zum parlamentarischen Arm einer rechtsextremen Bewegung. Jüngst teilte Restle eine Verschwörungserzählung, nach der die USA, Israel und Marokko den Migrantensturm auf die spanische Exklave Ceuta in finsterer Absicht orchestriert hätten. Das hatte ein bisschen das Niveau vom „ewigen Juden“.
Restles Haltungskompass zeigt zuverlässig nach links. Seine Social-Media-Posts sind mittlerweile grenzwertig irre. Seine Ex-Sendung „Monitor“ ist längst eine rein linke Propagandashow. Restle selbst ist inzwischen Korrespondent in Nairobi. Die Wetten stehen gut, dass er auch da irgendwann gefährliche Nazis entdecken wird.
Platz 9, Nicole Diekmann
Nicole Diekmann twitterte „Nazis raus“ und erklärte auf Nachfrage: Nazi sei jeder, der nicht die Grünen wählt. Ironie, sagte sie später.
Dass die meisten das so gar nicht ironisch aufgefasst hatten, liegt daran, dass die ZDF-Hauptstadtkorrespondentin sich in den Sozialen Medien andauernd so äußerst, als würde sie tatsächlich jeden für einen Nazi halten, der nicht die Grünen wählt.
Die Weltsicht der Dame kann man auch bei größtem Wohlwollen nur als unterkomplex bezeichnen. Wer etwas anderes denkt oder äußert als sie, wird vorzugsweise persönlich niedergemacht. Ihre migrationskritische ARD-Kollegin Julia Ruhs kanzelte Frau Diekmann öffentlich als innerlichen Teenie ab. Das ist offenbar ihre Vorstellung von Kollegialität und von pluralistischer Debatte.
In ihrem Buch „Die Shitstorm-Republik“ untersucht Diekmann digitale Empörung. Sie warnt vor dem Gebrüll im Netz – und hält dabei selbst gern das Megafon.
Platz 10, Oliver Welke
Der Mann ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der unlustigste Komiker in der Geschichte des Fernsehens. Welke zerlegt besonders gerne und oft rechte Politiker – und das mit der Sorgfalt einer Kettensäge.
2015 schnitt seine „heute-show“ das Zitat einer jungen Linken so zurecht, dass sie plötzlich wie eine rechte Wählerin wirkte. Ups. Sowas aber auch. 2018 verspottete Welke die Sprechweise des AfD-Sachverständigen Dieter Amann. Blöd: Der Mann hat eine echte Sprachstörung. Ups. Sowas aber auch. 2026 präsentierte Welke einen echten Schenkelklopfer: In der ersten Reihe eines Howard-Carpendale-Konzerts rieche es nach Urin, sagte er. Ob sie beim ZDF Altersverachtung von Comedy unterscheiden können, hängt davon ab, ob sich die Betroffenen einen Medienanwalt leisten können.
Welkes politisches Beuteschema ist maximal übersichtlich: Er schießt nur dorthin, wo der linke Applaus schon wartet. Die „heute-show“ ist Kabarett für geistig Festgelegte, die ihre Überraschungen gerne eine Woche vorher bestellen.
Satire, Satire
Dieser Text ist natürlich Satire. Satire, hören Sie! Was sonst? In unseren Zeiten muss man das aber ausdrücklich sagen, denn man wird so leicht verklagt heutzutage.
Der kommende ORF-Intendant Clemens Pig hat in seinem Interview mit der österreichischen Zeitung „Der Standard“ noch einen anderen bemerkenswerten Satz gesagt:
„Da geht es um Unternehmenskultur. Ich werde mit allen Mitteln, auch harten, versuchen, diese Unternehmenskultur auf ein dieser Institution würdiges Niveau zu bringen.“
Stellen Sie sich mal vor, lieber Leser, ich würde jetzt behaupten, diesen Satz hätte der ZDF-Intendant Norbert Himmler gesagt. Oder der amtierende ARD-Vorsitzende Florian Hager.
Das wäre Satire.
Falls Ihnen, liebe Leser, noch weitere Kandidaten für die Bad Bank von ARD und ZDF einfallen: Immer her damit. Der Kommentarbereich ist eröffnet.



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Ja das ist aber ein schwerer Fehler, Herr Heiden. Wie können Sie denn Jessie Wellmer vergessen. Die Frau, die die AfD
Vertreter stets mit hasserfüllten Augen im TV vorführen will…?
Sie gehört auf die vorderen Plätze!!!
Wer den ÖRR für nicht reformierbar hält, kann doch gar keinen anderen Weg gehen: „Neugründen“ & „Altlasten verwalten bzw. abwickeln“. Ob die Neugründung dann juristisch im alten Mantel aber mit neuem Personal stattfindet und die „Altlasten“ ausgelagert werden oder auch juristisch im neuen Mantel gestartet wird und der „alte ÖRR-Mantel“ als „Bad Bank“ abgewickelt wird, ist zweitrangig. Bevor neue Landesregierungen im Osten viele Jahre den Reformweg testen (der vermutlich scheitern wird), erscheint es sinnvoll, gleich auf Abwicklung des Alten und Neugründung zu setzen. Wenn Sachsen-Anhalt damit startet, können sich in den nächsten Jahren andere Landesregierungen diesem Weg anschließen. Ein Vorteil… Mehr
ALLE ERWÄHNTEN, von Böhmermann (der hässliche Deutsche: qui s’excuse s’accuse) bis Welke drehen am linksgrünen Leierkasten und geben der Menschheit nur eines: Monotonie im geistigen Ödland. In einem Maße, dass man sich fragt, wie die sich selbst reden hören könen, ohne dabei in ein Wachkoma zu fallen. So kreativ wie das Telefonbuch von Wanne-Eickel, so abwechslungsreich wie das Programm einer Waschmaschine. So originell wie die Wettervorhersagen von 1886. So lustig wie eine Hallervorden-Vorstellung im Altenheim. Sie dreschen tote Klischees in der linksgrünen Hüpfburg. Böhmermann kann man sich eigentlich nur in kurzen Hosen vorstellen. Bewegte Bilder von ihnen kenne ich eigentlich… Mehr
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Besser gleich abwickeln – es gibt genug Medien mit verschiedenen Verbreitungswegen.