Bilanz nach 20 Jahren deutsche Energiewende: Die Lage ist kritisch

20 Jahre nach Beginn der Energiewende ist die Energieversorgung, vor allem mit Strom, an einer kritischen Grenze. Das ist eine Quintessenz einer Fachtagung »20 Jahre Energiewende«.

Vor 20 Jahren wurde beschlossen, dass sogenannte »erneuerbare« Energien Kohle-, Öl- und Kernenergie ablösen sollten zugunsten angeblich »sauberer« Energien von Windrädern, Photozellen und Maispflanzen. Das sollte alles machbar sein, brachten Grüne und SPDler immer wieder vor – unterstützt von Untersuchungen vieler meist staatsfinanzierter Institute. Die Förderung »erneuerbarer« Energien sollte nicht mehr als eine Kugel Eis im Monat kosten, wie seinerzeit ein Umweltminister namens Jürgen Trittin verkündete. Ein Wort, das ihm heute noch entlarvend vor die Füße fällt. Vorbild die alten Windmüller, die in früheren Jahrhunderten doch so schön die Kraft des Windes nutzten – wenn der wehte.

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Zeit also, rein die Fakten zu prüfen: Was ist aus der Kugel Eis geworden? »Es ging bei dieser Konferenz darum, die Fakten der letzten 20 Jahre Energiewende zu beleuchten«, sagt André Thess, Professor für Energiespeicherung der Universität Stuttgart, der die Tagung auf die Beine gestellt hatte. »Wie ist die technologische Entwicklung vonstatten gegangen? Welche ökonomischen Parameter sehen wir heute im Vergleich vor 20 Jahren?«

Wichtig waren auch die Fragen: »Inwieweit ist die Energiewende ein Projekt, welches, wie manche Zeitgenossen sagen, zur Spaltung der Gesellschaft beiträgt?« und »Wie kann man diese Spaltung überwinden?« »Insofern hat diese Konferenz zwar den technologischen Schwerpunkt gehabt, aber sie hat sich interdisziplinär auch auf die Themen Ökonomie, Politikwissenschaft und sogar Philosophie und Ethik ausgeweitet.«

Die reinen Fakten liegen ziemlich deutlich auf dem Tisch. Deutschland befinde sich auf jeden Fall in einer zunehmend kritischen Lage, stellte Harald Schwarz fest, Lehrstuhlinhaber für »Energieverteilung und Hochspannungstechnik« an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Er betrachtete die Situation in den Stromnetzen: Wie viel Energie ist noch vorhanden – oder wie weit ist es bis zum Crash?

Das konnte Schwarz nicht klar beantworten. Allerdings: Der Weg bedürfe sicherlich einer Nachjustierung »und zwar massiver Nachjustierung«. Schwarz: »Aus dem einfachen Grund: Wir bauen immer mehr gesicherte Leistung im Stromsystem ab, wir bauen immer mehr völlig fluktuierende, auch völlig ungesicherte, also gesicherte Leistung. PV ist 0 Prozent, Wind ist 1, 2 Prozent, und wir hoffen darauf, dass wir in Zeiten von kalter Dunkelflaute Strom aus dem Ausland bekommen, weil er im Prinzip woanders nicht mehr herkommen kann. Das sind einfach Dinge, wo man sagt, das kann sich eigentlich eine Industrienation nicht leisten, zumal eben auch alle anderen Nachbarländer es nicht so tun.«

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Thess selbst führt aus der reinen Energieforschung zuerst das Positive an: »Die letzten 20 Jahre haben in der Energieforschung beeindruckende Fortschritte in den Bereichen Batterie, Forschung, Wasserstoff, Wärmespeicher, Solarenergie, Windenergie gezeigt. In meiner Forschungstätigkeit bin ich überzeugt, dass diese Fortschritte sich früher oder später in technologischem Fortschritt und auch in besseren Energietechnologien manifestieren werden.« Allerdings: »Wenn ich als politisch denkender Bürger die Bilanz der Energiewende sehe, dann muss ich sagen, wenn ein Land wie Deutschland 20 Jahre nach Beginn eines Transformationsprozesses immer noch doppelt so viel CO2 pro Kopf emittiert wie unser befreundetes Nachbarland Frankreich, dann fällt es mir schwer, einen solchen Prozess als Erfolg zu bezeichnen.«

»Der Unterschied kommt daher, dass Deutschland, dass die Energieproduktion in Deutschland auch heute noch relativ viele fossile Energieträger umfasst, währenddessen in Frankreich ein großer Teil der elektrischen Energie durch CO2-neutrale oder CO2-arme Kernenergie erfolgt. Es mag auch eine Rolle spielen, dass die industrielle Wertschöpfung pro Kopf in Frankreich etwas kleiner ist als in Deutschland. Aber ich glaube, dass der primäre Unterschied in dem Portfolio der Energie-Herstellungstechnologien liegt.«

Die Belastungen von Wirtschaft und Gesellschaft untersuchte Fritz Vahrenholt – nicht nur bezogen auf Deutschland. Wahre Abschaltorgien von Kraftwerken leisten sich nicht nur Deutschland, sondern auch mehrere andere europäische Länder. So hat Spanien mindestens sieben Kohlekraftwerke abgestellt, in England läuft kein einziges Kohlekraftwerk mehr. Seit 2017 wurden in Europa Kohlekraftwerke stillgelegt, die insgesamt 20.000 MW an Strom lieferten. Allein in Deutschland wurden rund 11.000 MW abgeschaltet.

Ab 2021 mussten zusätzlich Gaskraftwerke angeworfen werden, um Strom zu erzeugen. Eine sehr teure Angelegenheit. »Die weltweite Gasverknappung und die in Mitteleuropa auftretende Windflaute verstärkt den Effekt«, so Vahrenholt. So war das vergangene Jahr ein Jahr, in dem der Wind sehr schwach wehte, die 30.000 Windräder also noch weniger liefern konnten, als sie ohnehin schon liefern. Ab Februar 2022 kommt zusätzlich der Effekt des Ukrainekrieges hinzu.« Die Gaskrise lasse die kritische Lage noch einmal besonders drastisch zum Vorschein kommen.

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Vahrenholt hat durchgerechnet, wie drastisch sich die gestiegenen Energiekosten auswirken. Denn nicht allein die exorbitanten Preissteigerungen beim Strom treffen vor allem den deutschen Mittelstand, sondern das Brennstoff-Emissionshandelsgesetz. 2022 müssen 30 Euro pro Tonne CO2 für Benzin, Diesel, Heizöl und Gas bezahlt werden. Das verteuert den Diesel um 9,5 Cent pro Liter, Benzin um neun Cent pro Liter und 0,72 Cent die Kilowattstunde Erdgas. Bei einem mittelständischen Unternehmen mit einem Verbrauch von 100 Millionen kWh pro Jahr schlägt das mit Mehrkosten in Höhe von 720.000 Euro zu Buche.

Das besonders Bedrohliche – auch darauf weist Vahrenholt unter anderem in seinem Buch »Unerwünschte Wahrheiten« immer wieder hin – sind die Auswirkungen auf den Preis der Lebensmittel. Denn die Produktion von Lebensmitteln ist direkt mit Energieverbrauch verbunden. Kein Wunder also, dass dem Ölpreis steigende Nahrungsmittelpreise folgen.

Aus physikalischer Sicht ist die Sache klar: »Kohlenwasserstoffe besitzen den Vorteil, dass sie pro Kilogramm oder pro Liter tatsächlich die höchste Energiespeicher-Dichte haben«, rechnet Thess vor. »Ein Liter Benzin oder ein Kilogramm Benzin kann zehn Kilowattstunden speichern. Ein Kilogramm Lithium-Ionen-Batterie kann hingegen nur 0,1 Kilowattstunde speichern. Das sind also zwei Größenordnungen Unterschied. Am Ende kommt es jedoch darauf an, wie teuer die Speicherung pro gespeicherter Kilowattstunde ist. Und da sind wir optimistisch, dass diese wärmebasierte Energiespeicher-Technologie einige Vorteile bietet und besonders die großen Energiespeicher Aufgaben Gigawattstunden und Terawattstunden als ein zusätzlicher Baustein bedienen kann.«

Kohle, Öl und Gas werden auch auf absehbare Zeit lange Zeit unsere Energiequellen sein. Thess: »Wir werden mit Sicherheit noch längere Zeit fossile Energieträger brauchen, weil ihre Energiespeicher-Dichte und ihre Transportfähigkeit und auch ihre Kosten konkurrenzlos günstig sind. Wenn wir allerdings das Energie- und Verkehrssystem weltweit dekarbonisieren wollen, dann werden wir schrittweise auf CO2-neutrale Energiequellen umsteigen müssen. Dazu zählt neben der Sonne und dem Wind laut Weltklimarat IPCC auch die Kernenergie. Auch die Geothermie, auch das Carbon Capture and Storage.«

»Und ich bin der Meinung, dass wir angesichts der Schwierigkeit des bevorstehenden Transformationsprozesses immer an den Spruch eines japanischen Kollegen denken müssen: Energiediversität ist genauso wichtig wie Biodiversität.«

Alles wird gut
Wärmehallen für Rentner oder die Neuen oben und die Alten unten
Keine Konferenz dieser Art, die ohne Bashing auskommt. Auch eine reine wissenschaftlich seriöse Fachtagung, die eine möglichst saubere Bilanz ziehen wollte. Thess: »Wir haben auf der einen Seite ein vehementes Interesse an dieser Konferenz gesehen. Wir mussten leider auch feststellen, dass auf die Universität Stuttgart von außen Druck ausgeübt wurde.« An die Leitung der Universität und das Dekanat wurden anonyme Warnmails geschickt, diese Veranstaltung zu verbieten.

So sei Vahrenholt als sogenannter von der »Fossilindustrie« bezahlter »Klimaskeptiker« mit seiner Prognose widerlegt worden, ab 2015 gebe es eine Abkühlung anstelle einer Erwärmung. Zwar falsch, aber damit sollte er mindestens von der Gästeliste gestrichen werden. Eine Fachdiskussion mit ihm sei überflüssig. Doch Thess hält es in einer Debatte für ganz normal, Kritik zu üben. »Diese Kritik sollte sachlich vorgebracht werden.«

»Die Veranstaltung hat trotzdem stattgefunden mit dem geplanten Programm, und ich möchte auch der Universität Stuttgart ein ausdrückliches Lob ausstellen. Die Universität Stuttgart hat sich nicht von diesem Druck beeinflussen lassen. Sie hat die Veranstaltung trotzdem durchführen lassen, und wir konnten diese Veranstaltung ungestört abhalten.«

Für Thess ein Erfolg der Wissenschaftsfreiheit: »Ich halte das für ein wichtiges Signal für die Wissenschaftsfreiheit, weil ich der Meinung bin, wo – wenn nicht an einer deutschen Universität – können kontroverse Diskussionen über solche wichtigen Themen wie Energie, Klima, Energiestrategie und Energiewende geführt werden.«
TE wird auf die einzelnen Vorträge weiter eingehen.

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Kommentare ( 58 )

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58 Comments
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StefanZ
26 Tage her

Entschuldigen Sie Herr Douglas, da sind Ihnen leider gleich zwei Rechtschreibfehler passiert! Bei „deutsche“, fehlt hinten ein „s“ und das „w“ bei Energiewende, gehört da nicht hinein. 😉

Rabida
26 Tage her

In der Zeitung Welt sagt R. Habeck, Da hilft uns Atomkraft gar nichts. Soweit ich Physik verstanden habe liefert Atomkraft Energie. Wenn 12,6% des Gases in 2021 verstromt wurden und die sechs Atomkraftwerke letztes Jahr fast die gleiche Menge geliefert haben (statistisches Bundesamt), könnte man doch jede Menge Gas einsparen. Irgendwie verstehe ich die Physik von unserem Wirtschaftsminister nicht!

Kassandra
26 Tage her
Antworten an  Rabida

„Die schiere Physik steht den makroökonomischen Modellen im Weg“ – so Habeck neulich bei Lanz.
Ob er versteht, was da aus seinem Munde kam? Wenn, dann müsste er sein Pferd wechseln, denn das, auf dem er reitet, ist nicht zukunftstauglich.

Michael M.
26 Tage her
Antworten an  Rabida

Der Herr Wirtschaftsminister ist hinsichtlich der Naturwissenschaften komplett ahnungslos und beweist das jeden Tag aufs Neue.
Hätte er ein MINT-Studium und entsprechende Berufserfahrung hinter sich, dann wäre er ganz sicher kein Grüner geworden. So sieht’s leider aus und der Herr ist definitiv keine Ausnahme, sondern nur einer unter vielen ahnungslosen Regierungsmitgliedern.

Last edited 26 Tage her by Michael M.
November Man
26 Tage her

Seit 1999 als die Grünen mit an die Macht kamen zahlten wir bislang Billionen Euro an EEG-Umlage für oder gegen das Klima. Neuerdings Co2-Preis für alle genannt. Und was bekommen wir dafür – eine (angebliche) Hitzewelle.
Wo ist nur das ganz Geld geblieben, genutzt hat es offensichtlich nur den Taschen der Politiker, das Klima läuft wie immer unbeeindruckt und ungeniert weiter wie es will.
Apropos Co2 Steuer, wollten die Grünen die nicht den Bürgern 1 zu 1 zurückzahlen.  

Teide
26 Tage her

„20.06.2022 – Die kleine Wasserkraft soll ab 2023 nicht mehr über das EEG vergütet werden. Das sehen die Änderungen in der EEG-Novelle vor. Als einzige Erneuerbare Energie ist die kleine Wasserkraft damit von der Vergütung über das EEG ausgenommen. Betroffen sind alle Anlagen – gleichgültig wie modern – unter 500 Kilowatt Leistung. Der Vergütungswegfall stellt Anlagenbetreiber vor ein gewaltiges Problem. Denn ohne die Vergütung über das EEG fallen die Anlagen in die Direktvermarktung. Dafür seien kleine Wasserkraftanlagen jedoch zu aufwendig, so der Wasserkraftverband Mitteldeutschland. Hinzu komme, dass die kleine Wasserkraft so gegenüber anderen Erneuerbaren Energiequellen grundlos diskriminiert werde.“ Das betrifft… Mehr

HGV
26 Tage her
Antworten an  Teide

Der Fokus der Grünen liegt auf der Windkraft. Es gibt ausreichend wirtschaftliche Verbindungen zu Firmen, die Windkraftanlagen betreiben. Alles andere ist nur Beiwerk!

Ante
27 Tage her

Die verpfuschte „Energiewende“ sofort rückabwickeln! Wer Kohleausstieg will, muss auf Atomstrom oder Gasstrom setzen. Gas hat sich kriegsbedingt erledigt. Also bleibt Atomstrom und Umstieg auf Stromwirtschaft, auch in der Industrie. Alles andere sind Luftschlösser. Russland ist als Gaslieferant in den Westen erledigt, so oder anders. BRD kann nicht energieabhängig sein von einem unberechenbaren Land, dass Kriege in Europa anzettelt. Das geht gar nicht. Also bleibt nur Atomstrom, Made in Germany. Brennstäbe können gern aus Russland kommen, solange es Alternativen an Lieferanten gibt. Und die gibt es.

Emsfranke
27 Tage her

Immerhin muss man der rotgrüngelben Sekte zugute halten, dass sie an die Armen und Alten (also den frierenden Anteil des Wahlviehs) denkt und dafür sorgen will, dass nicht alle im kommenden tiefen Winter erfroren in ihren Unterkünften gefunden werden. Die innovative Idee der Klimaschützer besteht nun aus Wärmehallen oder Wärmezelten, genau so, wie man sie schon für die Einwandernden zur Rettung vor den Despotien der Welt errichtet hat. Cora Stephan hat diese Einrichtungen sehr treffend und entlarvend als „Energiewende ErlebnisZentren“ (EEZ) bezeichnet. Der Rest des Wahlviehs soll sich nun im Kampf gegen Putin weniger oder garnicht unter die Dusche stellen.… Mehr

Lizzard04
27 Tage her

Mich würde stark interessieren, wer hier inhaltlich Druck auf die Uni Stuttgart ausgeübt hat: die Vermutung liegt nahe, dass es das vergrünte Kultusmimisterium war. Denn wenn jemand mit Cancel Culture und Genderismus Wegbereiter in den Gedanken – und Meinungstotalitarismus ist, dann ja wohl die Grün(innen), die in Klasse 5 offensichtlich alle Mathe und Physik abgewählt haben und seit der Zeit nur noch auf ihre Klimareligion setzen!

Kassandra
27 Tage her

Dass noch gar nicht erwiesen ist, dass dieses von den Grünen verteufelte Co² tatsächlich an einer irgendwie berechneten „Klimaerwärmung“ schuld sein soll kam nicht zur Sprache? Grundlegend wurde auch die Erwärmung schon infrage gestellt, wie hier vom israelischen Astrophysiker Nir Shaviv, der die Grundprämissen der „Klimaerwärmung“ n 3 Minuten widerlegen und ad absurdum führen kann, wie die Anhörung am 28.11.2018 im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit UBA im Paul-Löbe-Haus in Berlin beispielhaft zeigt: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=FVQjCLdnk3k Der Auftritt des die Schellnhubersche Klimawandelstory verteidigenden Professors vom PIK, ein gewisser Levermann, der statt zu argumentieren das Wort „Quatsch“ in den Mund nimmt,… Mehr

Donostia
26 Tage her
Antworten an  Kassandra

Es wird auch immer behauptet, dass das CO2 im Gleichschritt mit der Erwärmung auftritt. Dabei werden dann Temperaturkurven und CO2 Kurven gemeinsam betrachtet, wobei die Zeiträume 100.000 von Jahren abgebildet werden. Da dann die Skalierung sehr groß ist scheint es in der Tat einen Zusammenhang von CO2 und Temperatur im Gleichschritt zu gebe. Skaliert man aber die Zeiträume herunter auf z.B. 1000 oder 2000 Jahren fällt auf, dass der CO2 Anstieg zwischen 600 und 1000 Jahren nach der Erwärmung nachgelagert ansteigt. Demzufolge scheint es so zu sein, dass der CO2- Gehalt aufgrund der Erderwärmung steigt. Insofern wird hier Ursache und… Mehr

Mausi
27 Tage her

München feiert 50 Jahre Terror-Olympiade.

Für den Flughafen Berlin wäre es besser, er würde abgerissen. Aber ein Neubau „mit dem Wissen von Heute“ würde eine noch größere Unfähigkeit im Bereich Neubau aufdecken.

Nach 20 Jahren ist die Energiewende trotz physikalischer Aussichtslosigkeit unverändert im Bau. Obwohl „mit dem Wissen von vor 50 Jahren“ klar ist, dass das nicht funktioniert. Tja, da wird es bald eine neue Ansage für Politiker geben: Mit den Wissen von Heute war die Erkenntnis nicht zugänglich.

FerritKappe
27 Tage her

Deutschland war einmal ein Land der Ingenieure. Jetzt erzeugen wir bei Sonne und Wind mehr Energie als wir brauchen. Diese wird dann ins Ausland verschenkt. Bei Nacht und Flaute kaufen wir dann Strom zum Mondpreis.
Und niemand redet auch nur von der Möglichkeit Strom zu speichern. Während andere Länder es einfach machen.

Walde
26 Tage her
Antworten an  FerritKappe

Bekräftigen Sie mal „Ihr Konzept“ mit Zahlen…dann werden Sie was merken. Um das Ergebnis zu glauben, ist es besser, man kommt selbst drauf.

FerritKappe
26 Tage her
Antworten an  Walde

Wenn man hier die Preise für 2022 anschaut.

niedrigster Strompreis/MWh -19,04 €
höchster Strompreis/MWh 700,00 €

Das ist das „Sahnehäubchen“ mit 719 eur die für das speichern einer MWh zu verdienen sind.

Im Schnitt sieht es natürlich anders aus:
mittlerer Importpreis/MWh218,61 €
mittlerer Exportpreis/MWh160,13 €

Ob sich mit 58 eur / MWh arbeiten lässt weiß ich nicht. Aber irgendwo zwischen 719 und 58 Euro liegt sicher ein Bereich mit dem man kostendeckend arbeiten kann.

Deswegen gibt es sicher kein Argument die Speicherung einfach völlig zu ignorieren.

Donostia
26 Tage her
Antworten an  FerritKappe

Wie machen das andere Länder und warum macht es nicht Deutschland? Wenn sie dieser Frage nachgehen werden Sie merken, warum das so ist und weshalb es nach derzeitigem Stand der technischen Entwicklung unsinnig ist in Deutschland auf „erneuerbaren“ Energien zu setzen. Das sieht dann natürlich anders aus wenn sie im dünnbesiedelten Norwegen mit einer bergigen Topographie leben. Oder in Island wo die Wärme aus der Erde sprudelt.