„Warum Weihnachten für mich ein grundlegendes Fest ist“

Doch der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die aller Welt widerfahren soll, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

Nimm Gott aus dem Universum,
was bleibt dann noch?
Der Zufall als alles bestimmende Wirklichkeit?
Ein bisschen Spaß, Wohlstand und Beziehung?
Der letztlich verweifelte Versuch, Sinn in die tödliche Sinnlosigkeit zu bekommen?
Nimm Gott aus dem Universum,
so ist alles blass,
und ich muss letztlich im Dunkeln tappen.

Nimm Jesus Christus aus dem Gottesglauben,
was bleibt dann noch?
Agnostische Gedankenspielereien mit einer Prise Sehnsucht nach Ewigkeit?
Ein erhabener Abstraktgott ohne Gesicht und Menschlichkeit?
Eine ideologieanfällige Naturverklärung zwischen Sonnenuntergangsidylle und „Überleben-der-Stärksten“?
Nimm Jesus Christus aus dem Gottesglauben,
so ist alles blass,
und ich muss letztlich im Dunklen tappen.

Nimm Gott aus Jesus Christus,
was bleibt dann noch?
Ein mehr oder weniger vorbildhafter Mensch aus der Religionsgeschichte?
Ein ethischer und spiritueller Impulsgeber im garstigen Graben der Vergangenheit?
Ein Gutmensch, der am Ende gescheitert ist und doch irgendwie auch nicht?
Nimm Gott aus Jesus Christus,
so ist alles blass,
und ich muss letztlich im Dunkeln tappen.

Darum liebe ich die Weihnachtsbotschaft.
Hier wird Gott als Urgrund des Universums menschenzugewandt sichtbar.
Wahrer Mensch, wahrer Gott.
Gott von Gott, Licht vom Licht.
Von seiner Fülle möchte ich nehmen Gnade um Gnade.

„Und der Engel des Herrn trat zu den Hirten, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie. Und die Hirten fürchteten sich.

Doch der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht!
Siehe, ich verkündige euch große Freude, die aller Welt widerfahren soll,
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“

(aus dem Weihnachtsevangelium nach Lukas 2,8-14)

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Kommentare ( 28 )

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Warte nicht auf bessre zeiten
1 Monat her

Kluge und logische Argumentation, doch was, wenn eben nur das bleibt? Sinnlosigkeit, Warum liegt der Stein am Ufer, in der Göße, Farbe, Form? Es gibt Gründe dafürr, sicherlich, aber haben sie etwas mit Sinn zu tun. Tiere Fragen nicht nach dem Sinn und brauchen keinen Gott und Erlöser. Aber sie empfinden etwas wie Liebe, sind soziale Weseen. Die Existenz des Menschen mit seiner Fähigkeit zu Selbstreflexion ist letztlich das größte Indiz für die Existenz eines Gottes/Sinns. Aber, dass es das größte Indiz ist, besagt nicht, dass das Indiz groß und beweisnah ist. Es ist nicht mehr als eine kleine Unsicherheit.… Mehr

Deutscher
1 Monat her

„Siehe, ich verkündige euch große Freude, die aller Welt widerfahren soll…“

Tja. Und seither wartet die Welt auf die große Freude. Nach 2000 Jahren könnte man allmählich in die Pötte kommen.

69
1 Monat her

Weihnachten Weihnachten,ach, das große Fest manche Herzen höher schlagen läßt doch was verborgen, welcher Sinn steckt tief in diesem Feste drin? Wir Menschen durch den Sündenfall sind unvollkommen allemal und Schuld im Leben ist schon allein ein freundliches Wort schuldig geblieben zu sein. Wohin mit der vielfältigen Schuld vor GOTT die dem Menschen gebracht hat so viel Not? GOTT sandte deshalb seinen Sohn der auf sich nahm aller Menschen Schuld und Lohn. Es gibt keine Religion auf dieser Welt die ums Menschen von Schuld freigestellt nur die Persönlichkeit JESUS CHRISTUS allein kann und will unser Schuldenbefreier sein. Drum eil im… Mehr

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  69

„Es gibt keine Religion auf dieser Welt
die uns Menschen von Schuld freigestellt
nur die Persönlichkeit JESUS CHRISTUS allein
kann und will unser Schuldenbefreier sein.“

Typisch Monotheismus.

Nibelung
1 Monat her

Das haben sie alles sehr schön beschrieben, Herr Zorn und das ganze wäre auch noch mit der heiligen Dreieinigkeit zu begründen, Gottvater, der Sohn und der Heilige Geist und das ist nich zu trennen und deshalb wird es doch von vernünftigen Menschen nicht in Frage gestellt, denn darüber haben sich schon große Köpfe in der Geschichte Gedanken gemacht, ob Gläubiger einer Religion, Atheist oder Agnostiker. Deren Annahmen mögen ja unterschiedlich sein, im Kern werden sie es nicht in Abrede stellen können, weil zuviel darauf hinweist, daß wir kein Zufall sind und Max Plank als der große Physiker hat es ja… Mehr

Schlaubauer
1 Monat her

Wie schön von TE. Weihnachten ganz ohne Weihnachtsmann, Rentiere und sonstigen Kitsch. Weihnachten nicht als Friede Freude Eierkuchenfest sondern mit dem Christkind, Maria und Josef und den richtigen Worten.

Andreas aus E.
1 Monat her

Mir ist Gott völlig egal. Sollte es ihn geben und ich ihm irgendwann mal jenseits meiner irdischen Tage begegnen, dann würde ich ihm selbstredend meinen Respekt erweisen, die Schöpfung war schon tolle Sache, aber dann wohl achselzuckend hinnehmen, daß ich Höllenfahrt anzutreten habe. Tja, dumm gelaufen dann für mich, kann ich aber nichts dran ändern. Weihnachten bedeutet mir indes viel. Das war wieder sehr schön, mit Eltern, Geschwister und Anverwandtschaft, natürlich auch leibliche Völlerei (was soll daran schlecht sein?) und Tannenbaum, ich mag das, christlich oder nicht, egal, Tage werden wieder länger, Julfest eben auf Deutsche Art, ich mag das.… Mehr

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  Andreas aus E.

Schön, dass Sie sich nicht vereinnahmen lassen, nur weil in irgendeinem Buch irgendwas steht. Dem Monotheismus ist der Anspruch auf Absolutheit und Totalheit schon ins Gottesantlitz geschrieben.

frechdachs
1 Monat her

Vielen Dank Herr Zorn.

Delfina64
1 Monat her

Sie waren ein Lichtblick dieses Jahr, Herr Zorn! Frohe Weihnachten!!

mitdenkerin
1 Monat her

Frohe Weihnachten, lieber Herr Zorn. Haben Sie Dank für segensreiche Verkündigung in unruhigen Zeiten, Sie haben viel Zuversicht geschenkt.

Michael M.
1 Monat her

Vielen Dank und Frohe Weihnachten Herr Pfarrer Zorn.
Ich hoffen Sie bleiben uns hier noch lange als Autor erhalten, denn insbesondere in ihrem Umfeld, bzw. in ihrer „Organisation“ (und auch bei der Konkurrenz 😉), sind vernünftige Stimmen leider keine Selbstverständlichkeit mehr.

achijah
1 Monat her
Antworten an  Michael M.

In meiner Organisation haben in der politischen Ausrichtung theokratische Denkmodelle die Vernunft und die offene pluralistische Debatte abgelöst – leider… Auch Ihnen frohe Weihnachten!