Panik im System – Teil 2: System und Revolution

Der erste Teil handelte vom grundsätzlichen Verhältnis von System, Weltanschauung und Parallelwelt. Hier folgt der Blick auf die Entwicklung der revolutionären Systemüberwindung, die am Ende eine Systemersetzung ist.

Jedwedes Umwälzen eines bestehenden „Systems“ verstehen wir als Revolution. Revolutionen zielen jenseits jeglicher Verklärung durch die Revolutionäre immer und ausschließlich darauf ab, bestehende Eliten durch neue zu ersetzen. Doch Revolution ist nicht gleich Revolution – auch wenn in vielen Köpfen immer noch der „Klassiker“ das Bild bestimmt.

Die Klassische Revolution

Der Klassiker der Revolution, das ist jener Aufstand der Massen, zumeist unmittelbar ausgelöst aus scheinbar nichtigem Anlass. Der kollektive Aufschrei der Menschen gegen die erlittene Ungerechtigkeit. Das Volk erhebt sich in gerechtem Zorn gegen seine Unterdrücker. Die das Gewaltmonopol ausübenden Büttel des Systems werden überrannt oder wechseln an die Seite der Gerechten, als welche sich die Revolutionäre verstehen. Die Repräsentanten des Systems fliehen Hals über Kopf aus dem Land oder enden auf dem Schafott.

Es ist eine überaus romantisierende Vorstellung von Revolution, die sich mit diesem Klassiker verbindet. Eugéne Delacroix brachte sie in überbordender Pathetik in seinem Bild „Die Freiheit führt das Volk“ zum Ausdruck. Tatsächlich führte „die Freiheit“ der französischen Revolution das Volk in eine Phase von Willkürstaat, Chaos und Krieg. Und das aus nur einem einzigen Grund: Die Revolutionäre von 1789 waren nur partiell Gegner des bestehenden Systems – sie hatten es versäumt, ein eigenes Systemmodell zu entwickeln, welches nahtlos an das abzulösende hätte anknüpfen können. Sie, die das System der monarchischen Willkürherrschaft abzulösen gedachten, waren letztlich außerstande, ein weniger willkürliches System dagegen zu setzen.

Das faktische Versagen der Revolution liegt bereits in der Widersprüchlichkeit ihrer plakativ vorgetragenen Mythen von Liberté, Égalité, Fraternité:

  • Freiheit, heute gern als Libertarismus bezeichnet, bedeutet in radikaler Konsequenz, sein eigenes Ich rücksichtslos über alles andere zu setzen. Absolute Freiheit ist der Triumph des Individuums über die Massen.
  • Gleichheit ist, wenn sie nicht ausschließlich als Gleichbehandlung vor dem Gesetz und durch die staatlichen Institutionen begriffen wird, die Vernichtung des Individuellen. Eine Gesellschaft von Gleichen ist das Kollektiv identischer Klonwesen, gefangen in einer Matrix der stagnativen Macht.
  • Brüderlichkeit rezipiert den christlichen Wert der Liebe. Sie akzeptiert die Unterschiedlichkeit von Individuen, erwartet jedoch vom Einzelnen, seinen Nächsten wie sich selbst zu behandeln. Die Menschen sollen gleichzeitig frei und gleich sein – eine Idealvorstellung, die wenig Bestand hat in einer Situation, in der um Pfründe und damit um Macht gerungen wird.

Die erste Phase der französischen Revolution speiste sich aus dem Wunsch nach Freiheit. Es war der zutiefst bürgerliche Wunsch, sich in einer geordneten Gesellschaft, in einem bestehenden „System“ ungehindert durch staatliche und klerikale Schranken frei und sicher vor Willkür entfalten zu können. Die bürgerlichen Revolutionäre verfolgten das Ziel einer konstitutionellen Monarchie mit bürgerlichen Freiheitsrechten und kooperierten mit Vertretern des Feudaladels. Sie entmachteten den Klerus, waren jedoch alles andere als Sozialisten und versäumten es, die Hefe des Volkes, welches gelernt hatte, dass das System durch Aufstand zu verändern ist, auf seinem Weg mitzunehmen.

Die zweite Phase der Revolution – sie begann unter der Bedrohung der ersten Revolution durch Vertreter der alten Eliten 1792 – ersetzte die konstitutionelle Monarchie durch eine Republik. Der König als Vertreter des Ancien Régime wurde wegen der Konspiration mit den vorrevolutionären Eliten hingerichtet. Erst jetzt kam es zum tatsächlichen Zusammenbruch des Systems, flankiert durch Aufstände in ländlichen Regionen wie der Vendée und Engpässen in der Versorgung. Angesichts des Zusammenbruchs der gemäßigten Revolution von 1789 setzten nun die egalitären Vertreter den Wert der Brüderlichkeit ebenso wie den der Freiheit außer Kraft und errichteten das, was als die Willkürherrschaft des „Terreur“ in die Geschichte einging. Zu ihren Opfern gehörte nicht nur der freiheitliche Revolutionär der ersten Stunde, Camille Desmoulins, der am 5. April 1794 den Weg unter die Guillotine antrat – auch jene, die wie Jean-Paul Marat den Terreur rechtfertigten, indem er propagierte, dass die Freiheit mit Gewalt geschaffen werden müsse, weshalb „auf eine gewisse Zeit der Despotismus der Freiheit zu organisieren [sei], um den Despotismus der Könige zu zerschmettern“, oder Georges Danton, der seinen Terror erst mit der Aussage „Seien wir schrecklich, damit das Volk es nicht zu sein braucht!“ legitimierte, um dann wie Goethes Zauberlehrling vor dem selbst erschaffenen Monster zu erstarren, fielen ihrer Revolution zum Opfer. Die Revolution fraß ihre Väter. Und mit ihnen auch die radikalen Söhne der Brüderlichkeit wie Jacques-René Hébert, einen durch die Justiz in das Proletariat verstoßenen Bürger der vorrevolutionären Mittelschicht, und den radikalen, sich in seiner eigenen Hybris verfangenden Logiker der Macht, Maximilien de Robespierre.

Zum Ende der revolutionären Prozesse bedurfte es eines Usurpators namens Napoleon Bonaparte, um die System-lose Phase des revolutionären Chaos‘ zu ordnen und mit diktatorischer Macht unter der irreleitenden Bezeichnung „Reform“ ein neues, nachrevolutionäres System zu etablieren. Nach einer von den Siegermächten der Napoleonischen Kriege erzwungenen Phase der Restitution des Ancien Régime konnte erst die Drei-Tage-Revolution einer Koalition aus Bürgertum und städtischem Proletariat im Jahr 1830 tatsächlich die Revolutionsziele von 1789 manifestieren und die Transformation der französischen Gesellschaft vorerst abschließen. Tatsächlich allerdings sollte die Bildung einer postrevolutionären Elite noch bis zur Niederlage Frankreichs im von ihm initiierten Krieg gegen Preußen 1870 andauern. Erst mit der Absetzung des in deutsche Gefangenschaft geratenen, sich selbst an die Macht geputschten Kaisers und Neffen des Napoléon Bonaparte, Charles Louis Napoléon III, schuf die sogenannte Dritte Republik eine Phase der staatlichen Institutionalisierung und damit ein „System“, welches erst mit der Niederlage Frankreichs gegen Deutschland 1940 enden sollte.

Die Usurpatorische Revolution

Der französische Klassiker inspirierte vor allem in Europa zahlreiche Systemgegner, ähnliche Wege beschreiten zu wollen. Tatsächlich aber wurde der revolutionäre Klassiker des Volksaufstands spätestens im 20. Jahrhundert durch andere, revolutionäre Wege des Elitenaustausches abgelöst. Die Systemgegner bedienten sich anfangs der noch im 19. Jahrhundert wiederholt erfolgreichen Usurpation –einer in der Regel gewalttätigen Machtübernahme auf der Ebene der Machteliten. Später wurde der Systemaustausch durch die Gegner des alten Systems auf dem legalen Wege der unblutigen Übernahme des bestehenden Systems bewerkstelligt, dem erst danach der systematische Austausch der Systemeliten folgte. Hierfür stehen die Machtüberahme der nationalen Sozialisten 1933 und die gegenwärtige Situation in der Türkei.

Das historische Musterbeispiel der usurpatorischen Revolution lieferte das einen Krieg verlierende Russland. Am 7. November 1917 usurpierte eine kleine, intellektuelle Elite den nach-zaristischen Staat, kurz bevor eine Verfassung gebende Versammlung über den künftigen Weg des Reichs beraten sollte. Die revolutionären Usurpatoren etablierten umgehend ein non-faktisches,  weltanschauliches System. Es scheiterte an seinen inneren Widersprüchen und Unzulänglichkeiten erst nach rund siebzig Jahren und schuf den Raum, der aus den zweiten und dritten Reihen des implodierenden Systems eine neue Elite an die Macht spülen sollte, welche nach der Jahrtausendwende zum 21. Jahrhundert, an mystifizierte Inhalte früherer Systeme anknüpfend, eine postrevolutionäre Präsidialautokratie etablierte.

Die Usurpatorische Revolution wird nicht mehr von den Volksmassen ausgelöst und getragen, sondern geht von einer kleinen, sich selbst als Revolutionäre verstehenden Elite aus, die ein instabiles oder destabilisiertes Machtsystem im Zuge eines gewaltsamen Staatsstreichs übernimmt. Der Austausch der Machteliten beschränkt sich zumindest in der unmittelbaren Übernahmephase auf kleine Personenkreise ohne Beteiligung der Volksmassen. Ganz im Gegenteil wird deren Beteiligung als Gefahr für die Revolutionäre empfunden und kann, wie im Falle der Niederschlagung der sogenannten Matrosenaufstände im russischen Kronstadt 1921, zur Übernahme der Vorgehensweisen des abgelösten Systems gegen jene führen, in deren Namen vorgeblich die Usurpation erfolgt ist.

Die Vertreter der russischen Usurpation perfektionierten dieses Modell, um nach der zweiten heißen Kriegsphase des Zwanzigsten Jahrhunderts  ab 1945 in den ost- und mitteleuropäischen Ländern ihnen genehme Machteliten zu installieren. Erfolgreich eingesetzt wurde dieses Instrument auch im moldawischen Transnistrien sowie in der Ostukraine und auf der Krim, und es scheiterte – zumindest vorläufig – jedoch bei entsprechenden Versuchen, die zur Autonomie strebenden baltischen Staaten und die ukrainische Schwarzmeermetropole Odessa im eigenen Machtbereich zu halten.

Die Legalisierte Revolution

Das Musterbeispiel der Legalisierten Revolution findet sich in der Machtübernahme durch die nationalen Sozialisten im Jahr 1933. Sie bewegten sich nach einem ersten, gescheiterten Versuch gemäß dem Muster der Usurpatorischen Revolution innerhalb des von ihnen abgelehnten Systems und bedienten sich der Instrumentarien desselben, bis sie über einen legalen Weg der Machtübernahme in die Lage versetzt wurden, die bestehenden Eliten durch eigene zu ersetzen.

Joseph Goebbels, einer der intellektuellen Vordenker der „Bewegung“, wie sich die Revolutionäre bezeichneten, beschrieb diese Machtübernahme in seinem Tagebuch „Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei“ explizit als eine Überwindung des „Systems“ durch revolutionäres Selbstverständnis und bezeichnete diese im Sinne der Mythenbildung  der Revolutionäre als „nationale Revolution“.

Glauben statt Denken
Panik im System Teil 1: Das non-faktische Zeitalter
So sehr die Revolutionäre sich als Gegner des bestehenden  Systems begriffen, so sehr waren sie selbst darauf angewiesen, ein eigenes System der Macht dagegen zu setzen. Der Galionsfigur dieser Legalisierten Revolution, Adolf Hitler, war diese Notwendigkeit vollumfänglich bewusst, doch vermied er – von Klemperer zutreffend erkannt – die Begriffe des zu ersetzenden Systems. An die Stelle des Revolutionären wurde der Begriff der „Bewegung“ gesetzt. Für den Begriff „System“ findet sich im Selbstverständnis eine „Organisation“. Diese Organisation agiert non-faktisch in eben jenen von Eriksen gezeichneten „angestrebten Phantasiebildern und –zielen“. Sie verlässt den Kantischen Anspruch eines „ logisch geknüpften Gedankennetzes zum Einfangen des Weltganzen“ durch die Pervertierung des kategorischen Imperativs, welcher lautet: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Tatsächlich handeln Revolutionäre nach ihrem Selbstverständnis innerhalb ihrer Weltanschauung grundsätzlich uneingeschränkt auf der Basis des Kantischen Imperativs. Sie handeln ausschließlich und uneingeschränkt „nach derjenigen Maxime“, durch die sie diese zum allgemeinen Gesetz machen wollen. Die Pervertierung durch den Revolutionär jedoch liegt darin, dass er, anders als der Königsberger Philosoph, unter einem „allgemeinen Gesetz“ nicht eines versteht, welches auf der Grundlage menschlicher Ethik eines ist, welches allen Menschen gerecht werden muss, sondern eines setzt, an welches sich alle Menschen absolut zu halten haben. Kants so zu verstehende Forderung nach einem allgemeinen Menschenrecht wird durch das Substitut eines allgemein von allen Menschen zu befolgenden, singulären Eliterechts ersetzt.

Hitler formuliert dieses ebenso wie seine Vorstellung von einem idealen System wie folgt:

„Die Größe jeder gewaltigen Organisation als Verkörperung einer Idee auf dieser Welt liegt im religiösen Fanatismus, in der sie sich unduldsam gegen alles andere, fanatisch überzeugt vom eigenen Recht, durchsetzt. Wenn eine Idee an sich richtig ist und, in solcher Weise gerüstet, den Kampf auf dieser Erde aufnimmt, ist sie unbesiegbar und jede Verfolgung wird nur zu ihrer inneren Stärkung führen.“

Wie jeder Revolutionär verklärt Hitler hier das revolutionäre Ziel im Sinne Tillichs zu dem, „was den Menschen unbedingt angeht“. Die revolutionäre Idee ist etwas, das den Revolutionär absolut und ohne jede Bedingung zu erfüllen hat. Der „wahre Revolutionär“ hat vorbehaltlos an die vorgebliche Wahrheit seiner Sache zu glauben. Das revolutionäre Ziel wird zum Substitut des religiösen Glaubens, und das statt dessen Geglaubte wird als „Wahrheit“ fehlinterpretiert. Wie eine Religion definiert sie sich aus eigenem Recht und erfüllt den Revolutionär als Glaubenden mit der Mission, die revolutionäre Idee, das angestrebte Phantasiebild gegen jeden Widerstand „unbesiegbar“ zum Weltsieg zu führen. Der religiöse Charakter des nationalen Sozialismus gipfelte in den SS-Mystizismen eines Heinrich Himmler und dem Versuch des Chefideologen Alfred Rosenberg, der einen „Mythus des 20. Jahrhunderts“ verfasste, welcher jedoch aufgrund Länge und Wirrnis sein eigentliches Ziel, Basis einer neuen Weltordnung zu werden, verfehlte. Der aus dem Griechischen lateinisierte „Mythus“ des Nationalsozialismus landete als dokumentatorisches Bekenntniswerk ungelesen im Regal seiner Anhänger.

Paul Tillich, dem als Theologen darum zu tun war, den religionsgleichen Anspruch des Revolutionären von dem abzugrenzen, was er als Glaube als „das Ergriffensein von dem, was uns unbedingt angeht“, als „ein letztes Anliegen des Menschen“ definierte, schrieb unter dem unmittelbaren Eindruck der national-sozialistischen Revolution die folgenden Sätze:

„Wenn eine nationale Partei oder Gruppe das Gedeihen und die Macht der Nation zu ihrem letzten Anliegen macht, zu dem, was sie unbedingt angeht, so fordert sie, daß ihm alle anderen Anliegen geopfert werden, sowohl wirtschaftlicher Wohlstand, Gesundheit, Leben und Familie, ästhetische und Erkenntniswerte als auch Gerechtigkeit und Humanität.“

Es ist dieses eine perfekte Beschreibung einer jeden Revolution, wenn wir „nationale Partei oder Gruppe“ durch „revolutionäre Elite“ und „das Gedeihen und die Macht der Nation“ durch das jeweils originäre Revolutionsziel ersetzen. Sie anerkennt – jenseits der theologischen Differenzierung – den Charakter des Revolutionären als jenes, was wir als „Ersatzreligion“ bezeichnen und das doch – wie die Grundlage einer jeden Religion – erst einmal nichts anderes ist als ein gedankliches Konstrukt, eine Philosophie. Es belegt weiterhin, dass beispielsweise ein Konstrukt wie der Islam, dessen letztes Anliegen in der kollektivistischen Nation der Muslime uneingeschränkt dem entspricht, was Tillich für den Nationalsozialismus beschreibt, im Sinne des evangelischen Theologiephilosophen nur eine Ersatzreligion und nicht eine Religion sein kann. Aktuell liegt es nicht nur deshalb, sondern auch durch das konkrete Vorgehen auf der Hand, den herbeigeputschten Staatsstreich im NATO-Land Türkei ebenfalls als finalen Akt einer Legalisierten Revolution zu verstehen.

Wie die Klassische und die Usurpatorische Revolution frisst die Legalisierte Revolution ihre Väter. Waren es im System der von Josef Stalin geführten UdSSR Männer wie Sinowjew, Bucharin und Trotzki, so blieben im revolutionären Deutschland Männer wie Ernst Röhm und Gregor Strasser auf der Strecke.

Wie in der Klassischen und in der Usurpatorischen Revolution verdrängt oder vernichtet die Legalisierte Revolution nicht nur ihre ideologischen Gegner und bringt Konkurrenten um die errungenen Pfründe, sondern verdrängt oder vernichtet auch all jene, die als Vertreter oder Befürworter des ersetzten Systems erkannt oder verdächtigt werden können. Traf es in Russland mangels breitem Großbürgertums vorrangig den Adel und Intellektuelle, so waren es im Deutschland der NSDAP die Großbürger. Der Vernichtungsfeldzug gegen die Juden begann als Aktion gegen die geistige Elite – und auch der nicht-jüdische Deutsche sollte begreifen, dass die Freiheit des Denkens, das Anhängen an den Kantischen Begriff der Wissenschaftlichkeit zur individuellen Vernichtung würde führen können. In dem neuen „System“, das nicht so heißen durfte, war für die Eliten des alten Systems kein Platz mehr. Der religionsgleiche, selbstreferenzierende Glaube an einen kollektivistischen, germanischen Volkskörper ersetzte den individuellen Anspruch des denkenden Menschen und schuf die Grundlage zur Vernichtung des klassischen Bürgertums.

Im tagesaktuellen Beispiel der Türkei stellt sich die Situation nicht anders dar: Neben den wenigen noch verbliebenen Eliten des verhassten, alten Systems der Kemalisten treffen die Säuberungen einerseits jene Parteigänger der mittlerweile ausgestoßenen Gülen-Revolutionäre der frühen Phase und die geistige Elite. Die Muster der Legalisierten Revolution wiederholen sich.

Im dritten Teil folgt die Erklärung dafür, warum wir im non-faktischen Zeitalter angekommen sind und im System Panik ausgebrochen ist.

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