Geschichtsloser Antifa-Terror: Nun traf es den Portland-Elk

Nein, das ist keine Satire. In Portland, der größten Stadt des US-Bundesstaats Oregon und der zweitgrößten Stadt des US-Kanadischen Großraums Nordwest-Pazifik, fiel nun den BLM-Unruhen der Antifa die 120 Jahre alte Statue eines „Elks“ zum Opfer.

shutterstock/Mark Zhu

Nein, das ist keine Satire. In Portland, der größten Stadt des US-Bundesstaats Oregon und der zweitgrößten Stadt des US-Kanadischen Großraums Nordwest-Pazifik, fiel nun den BLM-Unruhen der Antifa die 120 Jahre alte Statue eines „Elks“ zum Opfer. Ein Elk ist – anders, als der Wortklang vermuten lässt – kein Elch, sondern ein Wapiti, der größte heute auf der Erde lebende Hirsch. Die das Stadtbild prägende Statue war im Jahr 1900 von Roland Hinton Perry errichtet worden.

Die Auftragsarbeit eines „Kapitalisten“

Das Problem dieses eindrucksvollen Tieres: Es ist als „Thompson-Elk“ von David Preston Thompson in Auftrag gegeben worden und war mit einer Tafel ausgestattet, die den Auftraggeber als Spender ausweist. Der in Ohio geborene Thompson kam 1853 im Alter von 19 Jahren nach Oregon. Dort wurde er zum erfolgreichen Geschäftsmann und Politiker. Von 1881 bis 1885 war er Bürgermeister Portlands, kandidierte erfolglos zum Gouverneur des jungen Bundesstaats, erwarb sich jedoch hohes Ansehen vor allem bei der Erschließung des Nordwestens der USA über seine Mitwirkung am Bau der Oregon Rail, die die Region am Pazifik an die damaligen Zentren der Ostküste anband.

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Im Juni 1899 schrieb Thompson an den Stadtrat von Portland, er blicke von seinen Bürofenster aus auf den 1888 für den 1883 verstorbenen, wohlhabenden Drogisten Stephen G. Skidmore errichteten Brunnen und sehe, wie dieser Brunnen Tieren und Menschen helfe, ihren Durst zu löschen. Deshalb biete er an, gegenüber dem Gebäude des Gerichtshofs einen weiteren Brunnen errichten zu wollen. Dieser solle bis zum 4. Juli 1900 fertiggestellt sein. Der Stadtrat gab grünes Licht – Thompson investierte 20.000 Dollar und der „Elk“-Brunnen wurde im Zentrum der Southwest Main Street pünktlich zum Unabhängigkeitstag 1900 der Öffentlichkeit übergeben.

Kapitalist – oder doch Eroberer?

Thompson, Spross irisch-schottischer Einwanderer, war als Kind seiner Zeit ohne jeden Zweifel das, was man einen klassischen und erfolgreichen Kapitalisten nennt. Vermutlich der Grund, weshalb er auf der Abschussliste der Antifa-Chaoten steht.
Vielleicht aber verwechseln die geschichtslosen Geschichtsrevisionäre David P. Thompson auch einfach nur mit einer Person ähnlichen Namens. Denn ein David Thompson – ohne das „P.“ für Preston – war im 18. Jahrhundert maßgeblich daran beteiligt, den Nordwesten der heutigen USA zu erforschen und damit für europäische Siedler zu erschließen. Dieser Thompson, der von 1770 bis 1857 lebte, kartografierte im Zuge seiner insgesamt rund 90.000 Kilometer langen Reisen durch das unerschlossene Gebiet 4,9 Millionen Quadratkilometer des im wahrsten Sinne des Wortes als „Neuland“ zu bezeichnenden Areals im Westen Kanadas und der USA. Erst durch diese geografische Meisterleistung war es überhaupt möglich, den Norden und Nordwesten der späteren USA für die europäischen Siedler zugänglich zu machen. Das wiederum ist für die geschichtslosen Antikapitalisten der Gegenwart allein schon Grund genug, ihn als führenden Vertreter der gefühlten Ideologie einer „white supremacy“ auf die antikolonialistische Abschussliste zu setzen.

Ob nun die ungebildeten Antifanten nebst Mitläufern im „Thompson-Elk“ eine Ehrung des frühen oder des späteren Thompson erblicken: Der Zorn trifft aus ihrer Sicht immer den richtigen. Denn Vertreter der verhassten „weißen Rasse“ sind beide.

Schon 2011 beschädigt

Deshalb gab es bereits im Zuge der gegen die New Yorker Wall Street gerichteten „Occupy Portland“-Unruhen des Jahres 2011 Auseinandersetzungen rund um den „Elk“, bei denen die Statue erheblich beschädigt wurde. Im Folgejahr wurde das Denkmal repariert und erfüllte weiterhin seinen Zweck.

Am 29. Mai 2020 dann wurde das Denkmal im Zuge er BLM-Unruhen mit Graffiti beschmiert, von anderen Protestlern, denen das Demolieren öffentlichen Eigentums doch zu weit ging, jedoch am Folgetag wieder gereinigt. Die nächtlichen Unruhen rund um den Elk allerdings setzten sich fort – und in der Nacht des 1. Juli errichteten die Antifa-Akteure gezielt einen Scheiterhaufen auf dem erneut mit Antifa-Symbolen beschmierten Steinsockel des Denkmals. Der Elk stand in Flammen, die die Sockel-Konstruktion erheblich beschädigten. Daraufhin schritt am Donnerstag die örtliche Polizei ein, nahm den „Elk“ in Schutzhaft und demontierte das eindrucksvolle Tier – offiziell als Sicherungsmaßnahme bezeichnet, weil der Elk in Folge des Flammenmeeres vom Sockel stürzen könnte. Unmittelbar vor seinem 120sten Jahrestag wurde damit der Elk kurz vor dem Nationalfeiertag vom Sockel geholt.

Der Vandalismus soll nicht ohne Folgen bleiben

Portlands Polizeichef Chuck Lovell allerdings macht deutlich, dass er nicht bereit ist, den Vandalismus ohne Konsequenzen bleiben zu lassen. Er erklärte, die Polizei werde die Täter identifizieren und zur Verantwortung ziehen: „Engaging in criminal activity including vandalism and property damage is not peaceful demonstration, we ask for the public’s help in identifying and sharing information about those responsible so they can be held accountable.“

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Gut vorstellbar, dass er zahlreiche Hinweise auf die Vandalen bekommen wird: Bei der großen Mehrheit nicht nur der Bürger Portlands stößt dieser sinnlose Akt unkontrollierter Zerstörungswut auf nichts anderes als Abscheu. Weder stand das Tier für Kolonialismus noch für Sklavenhalter noch für „weiße Überlegenheit“. Sein einziger Makel in den Augen der Bilderstürmer: Es repräsentiert eine erfolgreiche Zeit, die heute nicht mehr sein darf. Die entsprechende Debatte in den sozialen Netzwerken nimmt daher langsam Fahrt auf – geprägt von Wut auf die Vandalen und die Frage, was eigentlich in deren Köpfen abgeht.

Tatsächlich konnten die „Aktivisten“ der BLM-Unruhen kaum besser unter Beweis stellen, dass ihr geschichtsloses Weltbild nichts anderes ist als die unpolitische und unqualifizierte Zerstörungswut gegen alles, was ihren geistigen Horizont übersteigt. Der ihnen verhasste Elk ist nun erst einmal sicher unter den Schutz der Polizei gestellt und wartet auf bessere Zeiten, in denen verwirrte Kleingeister nicht mehr ihren Hass auf die Welt sogar an unpolitischen Denkmälern austoben.

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